Welche Körnung für eine junge Azalee?

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bonsai_anfänger
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Welche Körnung für eine junge Azalee?

Beitrag von bonsai_anfänger » 23.02.2019, 15:23

Hi, ich habe mir im letzten Herbst eine Azalee aus dem Gartencenter gekauft und möchte sie jetzt umtopfen, da das noch nicht getan wurde. Ich weiß bereits, dass das Substrat Kanuma sein muss. Meine Frage ist, welche Körnung die richtige ist, oder ist das egal?
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Beste Grüße
Georg *daumen_new*

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mydear
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Re: Welche Körnung für eine junge Azalee?

Beitrag von mydear » 23.02.2019, 19:10

Servus Unbekannter,

Körnung 3-5 mm fand ich für junge Azaleen sehr praktikabel. Ich habe einen Kanuma-Beutel selbst nach Größen bis 3, 5, 7 mm ausgesiebt.
Hier findest du mehr zu der Thematik:

viewtopic.php?f=8&t=46383

Grüße
Rainer

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Re: Welche Körnung für eine junge Azalee?

Beitrag von bonsai_anfänger » 23.02.2019, 21:21

Danke dir Rainer. :)
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Beste Grüße
Georg *daumen_new*

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Re: Welche Körnung für eine junge Azalee?

Beitrag von bonsai_anfänger » 24.02.2019, 15:10

Eine andere, vielleicht blöde, Frage... Woher bezieht ihr euer Kanuma? Ich habe mir gestern über Amazon 2 Liter Kanuma bestellt und jetzt festgestellt, dass es anscheinend direkt aus Japan geliefert wird. Möglicherweise ist das absoluter Blödsinn und paranoid, aber etwas Bedenken habe ich nun schon, dass diese Erde möglicherweise radioaktiv belastet ist aufgrund des Vorfalls in Fukushima :oops: :oops: :oops: :oops:
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Beste Grüße
Georg *daumen_new*

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Re: Welche Körnung für eine junge Azalee?

Beitrag von Sanne » 24.02.2019, 15:59

Hallo Georg,

darüber würde ich mir keinen Kopf machen.
Damals in 2011 kurz nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima kamen viele Patienten in unserer Klinik zur Messung, sei es Japaner oder Deutsche, die dort gearbeitet oder Urlaub gemacht hatten. Bei keinem wurde eine Kontamination festgestellt.

Auch hatte ich sicherheitshalber ein wenig Akadama in ein Reagenzglas von meinem Strahlenschutz-Kollegen untersuchen lassen. Da war nichts verstrahlt gewesen.

Ich bestelle mein Substrat (Kanuma, Akadama oder Kiryu) bei einem Bonsai-Onlineshop. Das genannte Substrat kommt ja nur aus Japan.

Grüße, Sanne

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Re: Welche Körnung für eine junge Azalee?

Beitrag von mydear » 24.02.2019, 20:49

Sanne hat geschrieben:
24.02.2019, 15:59
darüber würde ich mir keinen Kopf machen.
Damals in 2011 kurz nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima kamen viele Patienten in unserer Klinik zur Messung, sei es Japaner oder Deutsche, die dort gearbeitet oder Urlaub gemacht hatten. Bei keinem wurde eine Kontamination festgestellt.

Auch hatte ich sicherheitshalber ein wenig Akadama in ein Reagenzglas von meinem Strahlenschutz-Kollegen untersuchen lassen. Da war nichts verstrahlt gewesen.

Ich bestelle mein Substrat (Kanuma, Akadama oder Kiryu) bei einem Bonsai-Onlineshop. Das genannte Substrat kommt ja nur aus Japan.
Hallo Sanne,

ganz so sorglos würde ich es nicht sehen. Die Halbwertszeit von radioaktivem Cäsium-137 beträgt 30 Jahre. Nach 30 Jahren strahlt davon nur noch halb so viel (!). Über Jahre wird sich zeigen ob in Japan erhöhte Raten an Schilddrüsenerkrankungen als erstes Signal auftreten.

Nach Tschernobyl gab es in Ostbayern die stärkste Strahlenbelastung Deutschlands. Noch heute werden in Schwarzwild und vielen Pilzen deutlich erhöhte Strahlenbelastungen gemessen. Und Produkte aus Osteuropa können noch viel stärker belastet sein.

Ob und wann Gefahr für die Gesundheit besteht kann dir niemand sagen. Und zum Geschwätz der politischen Luftpumpen „...es bestand zu keiner Zeit ein Risiko für die Gesundheit...“ erspare ich mir jeglichen Kommentar.

Deshalb habe ich unmittelbar nach Fukushima rechtzeitig Akadama gebunkert, das immerhin bis 2017 gereicht hat. Heute kaufe ich auch wieder Akadama &Co, hoffe dass es nicht übermäßig belastet ist. Sicher? Nein, sicher fühle ich mich dabei nicht.


Grüße
Rainer

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Re: Welche Körnung für eine junge Azalee?

Beitrag von Sanne » 24.02.2019, 21:22

Hallo Rainer,

wir sollten „den Teufel nicht an die Wand malen“. Mein Sohn ist z. B. kurz nach der Nuklearkatastrophe von Tschernobyl geboren und ist heute mit 31 Jahren ein gesunder und intelligenter Mensch. :-D

Grüße, Sanne

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Re: Welche Körnung für eine junge Azalee?

Beitrag von bonsai_anfänger » 24.02.2019, 22:17

Danke für eure Antworten,
allerdings haben mich diese bezüglich meines Kaufs eher verunsichert als beruhigt. :?
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Beste Grüße
Georg *daumen_new*

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Re: Welche Körnung für eine junge Azalee?

Beitrag von mydear » 24.02.2019, 22:31

bonsai_anfänger hat geschrieben:
24.02.2019, 22:17
Danke für eure Antworten,
allerdings haben mich diese bezüglich meines Kaufs eher verunsichert als beruhigt. :?
Hallo Georg,

Sorry, ich wollte dich nicht verunsichern. Doch würde ich lieber aus seriöser Bezugsquelle kaufen, als bei schnellen Schnäppchen zuschlagen. Ein seriöser Händler setzt nicht leichtfertig seinen Ruf auf`s Spiel.

Grüße
Rainer

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Re: Welche Körnung für eine junge Azalee?

Beitrag von bonsai_anfänger » 24.02.2019, 22:38

Auch hatte ich sicherheitshalber ein wenig Akadama in ein Reagenzglas von meinem Strahlenschutz-Kollegen untersuchen lassen. Da war nichts verstrahlt gewesen.
@ Sanne gibt es eine Möglichkeit, das Substrat als Laie auf eine Belastung zu testen? Beispielsweise mit einem Gerät oder so?
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Georg *daumen_new*

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Re: Welche Körnung für eine junge Azalee?

Beitrag von mydear » 24.02.2019, 23:16

Georg da bräuchtest du einen Geigerzähler. Die Dinger sind nicht billig. Manche Institute haben so einen.

Grüße
Rainer

Michael 86
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Re: Welche Körnung für eine junge Azalee?

Beitrag von Michael 86 » 25.02.2019, 05:08

Georg,

Ich finde es gut, dass du dir Gedanken machst. Ich bin keiner, der von Verschwörungstheorien viel hält, aber man sieht das Handeln der Politik oft genug. Zuerst wird weggeschaut, wenn es dann publik wird, wird schlagartig gehandelt (oft fragwürdig) und schnell sollte es wieder vergessen werden und möglichst so, dass die Gelder genug weiter fließen. Die wichtigsten Köpfe retten. Sieht man ja immer wieder.
Ein Problem wird es, wenn man es nicht sehen kann, wie eben die Strahlung von (möglicherweise) konterminierter Erde.
Sorry, aber ich traue den Kontrollen nicht. Und es gibt immer Wege…. Die meisten Leute haben den Vorfall schon vergessen. Der Horizont der Menschen ist leider nicht auf etliche Jahrhunderte ausgelegt sondern recht kurz. Es gibt alternativen, die ich nutzen werde.
Strahlung in geringstem Maß ist leider immer und überall.
Grüße Michael :)

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Re: Welche Körnung für eine junge Azalee?

Beitrag von bonsai_anfänger » 25.02.2019, 21:38

Georg da bräuchtest du einen Geigerzähler. Die Dinger sind nicht billig. Manche Institute haben so einen.
@ Rainer: Gibt es vielleicht ne Möglichkeit sowas zu mieten?
Doch würde ich lieber aus seriöser Bezugsquelle kaufen, als bei schnellen Schnäppchen zuschlagen. Ein seriöser Händler setzt nicht leichtfertig seinen Ruf auf`s Spiel.

Was meinst du damit? Kommt die Kanuma-Erde nicht letztlich immer aus der gleichnamigen Region, weshalb sie auch diesen Namen hat, unabhängig von welchem Händler diese bezogen wird, ist ihr Ursprung doch letztlich immer derselbe, oder stelle ich mir das falsch vor?
Ich finde es gut, dass du dir Gedanken machst. Ich bin keiner, der von Verschwörungstheorien viel hält, aber man sieht das Handeln der Politik oft genug. Zuerst wird weggeschaut, wenn es dann publik wird, wird schlagartig gehandelt (oft fragwürdig) und schnell sollte es wieder vergessen werden und möglichst so, dass die Gelder genug weiter fließen. Die wichtigsten Köpfe retten. Sieht man ja immer wieder.
@ Michael: was willst du mir damit sagen? Dass ich die Erde lieber nicht hätte bestellen sollen? Laut Amazon ist sie schon auf dem Weg und ich bin nun echt am zweifeln :?

Versteht mich nicht falsch... ich will das ganze nicht ins Lächerliche ziehen. Das ist eine ernst gemeinte Überlegung
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Georg *daumen_new*

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Re: Welche Körnung für eine junge Azalee?

Beitrag von mydear » 25.02.2019, 22:16

Hallo Georg,

am Gymnasium hatten wir damals einen Geigerzähler. Vielleicht kennst du ja einen Chemie- oder Physiklehrer? Auch an den Unis gibt es Abteilungen /Institute.

Ich gehe davon aus, dass seriöse Händler /Importeure nur strahlengeprüfte Ware kaufen. Da sollte der Markt in D und Japan genügend sensibilisiert sein. Beim Händler nachfragen schadet ja nicht. In der Bucht irgendwo von privat angeboten wäre ich da schon vorsichtiger. Es gibt ja diverse Anbieter und ebensolche Qualitäten. Auch verschiedene Chargen können völlig unterschiedliche Strahlendosen haben. Je nachdem ob sie recht nass waren oder wie wasserdurchlässig die Boodenschichten sind.

Ich war Ende April 1986 barfuss im Garten bei leicht feuchtem Gras. Später wurde mir schon mulmig als ich die Bilder im Fernsehen sah, dass der radioaktive Fall-Out bevorzugt bei uns heruntergegangen war - ich lebe seitdem trotzdem weiter unbeschwert. Unser Gemüse wie Tomaten und Karotten war riesig in diesem Jahr. Ich habe es trotzdem gegessen, weil es immerhin ungespritzt war.

Die Frage, die dir niemand beantworten kann: ist es der Tropfen auf dem heißen Stein oder ist es der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt? Ich habe damals 10 Jahre kein Wild und keine Pilze gegessen.


Grüße
Rainer

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Re: Welche Körnung für eine junge Azalee?

Beitrag von Bonsaifred » 26.02.2019, 08:38

Leute,

es ist doch wie bei allem anderen. Die Dosis macht das Gift. Wer hat von den Diskussionsteilnehmern sich nicht schon ein- oder mehrfach röntgen lassen bzw. fliegt in den Urlaub?
Gruß Bonsaifred

„Man kann auch ohne Hund leben, aber es lohnt sich nicht.“
Heinz Rühmann

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