Substrat für Fächerahorn und chinesischer Liguster

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bonsai_anfänger
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Substrat für Fächerahorn und chinesischer Liguster

Beitrag von bonsai_anfänger » 16.03.2019, 21:14

Ich habe mir einen Fächerahorn und einen chinesischen Liguster zugelegt. Hier in dem Forum (in den Baumportraits) steht zwar jeweils was zu dem Substrat drin, wollte allerdings nachfragen, inwiefern meine (angedachte) Mischung sinnvoll ist.

Für den Fächerahorn habe ich eine Mischung zu gleichen Teilen aus Akadama, Kanuma, Bims (und eventuell noch fertiger Bonsaierde aus dem Baumarkt?)
Der Fächerahorn ist sehr jung. Ich schätze ihn auf 3-5 Jahre.

Für die/den? chinesischen Liguster habe ich eine Mischung (ebenfalls zu gleichen Teilen) aus Akadama, Bims (und ebenfalls eventuell fertiger Bonsaierde aus dem Baumarkt?). Im Baumportrait steht zudem was von Torf. Wie nötig ist dieser Bestandteil in der Mischung? Auch hier ist das Bäumchen ca. 5 Jahre alt.

Bei beiden Varianten habe ich mich an den Baumportraits hier im Forum orientiert, wobei mir nicht ganz schlüssig ist, weshalb Bims sinnvoll ist, da er - wie ich verstanden habe - lediglich zur Auflockerung des Substrats dient und das Akadama bzw. Kanuma doch schon so recht wasserdurchlässig ist.

Für eine Rückmeldung von euch wäre ich euch sehr dankbar.
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Beste Grüße
Georg *daumen_new*

Michael 86
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Re: Substrat für Fächerahorn und chinesischer Liguster

Beitrag von Michael 86 » 17.03.2019, 06:36

Hallo Georg

Wenn du hier genug gelesen hast, wirst du feststellen, dass die Frage nach dem besten Substrat etwa vergleichbar ist, wie die frage nach dem besten Superhelden.
Am Ende hast du 10 Meinungen, 2 Seiten Beiträge und 2 Mitglieder die Eingeschnappt sind.

Hab mich ja auch neu eingearbeitet und kann deine Ratlosigkeit, oder das Gefühl etwas falsch zu machen noch gut nachvollziehen. Irgendwann verschwindet das.
Ich zähle mich zu der Gruppe der "Schütter". Die nehmen alles, was irgendwie Wasser und Nährstoffe speichert, feinporig und strukturstabil ist und schütten das in die Schalen. Bäumchen rein - fertig.
Bestandteile Lava, Bims, Rigips Rigodur Schüttung (gebrochener Blähton), Akadama (solange der Sack noch vorhanden ist, dann wird keins mehr gekauft), und Torf (Ökologisch fragwürdig) man kann auch Kokoserde verwenden. sonstige Bestandteile in kleinen Mengen, die man in diversen Shops als Zuschlagstoffe für Substrate findet. Für Nadelgehölze hab ich noch einen Sack Kiryu (oder wie man das schreibt, zu deutsch "Vitaminerde", wird aber auch nicht mehr nachgekauft)

Mein Fächerahorn Katsura wächst prima ohne Kanuma.

Der organische Anteil (Torf, Kokoserde) wird hinzugefügt, um das Substrat bzgl. Feuchtigkeitsspeicherung zu erhöhen. Man kann da also komplett ohne oder mit beliebigem Anteil arbeiten. Muss jeder für sich probieren.
Grüße Michael :)

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bock
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Re: Substrat für Fächerahorn und chinesischer Liguster

Beitrag von bock » 17.03.2019, 08:08

Moin Georg,

für Jungpflanzen (dein Fächerahorn) würde ich auf jeden Fall 10 bis 20% organische Anteile (nimm ruhig die "Bonsai-Erde") zufügen, ein Drittel halte ich für zuviel. Der Liguster kommt gewiss mit 10% aus, aber da musst du dann im Sommer eventuell 2-3 mal täglich wässern.
Akadama zerfällt mit der Zeit, speichert aber gut Wasser und Nährstoffe. Es ist ein Lehmgranulat. Bims oder Blähtonbruch bleibt dagegen dauerhaft strukturstabil. Da du den Ahorn aber vorläufig wohl jährlich umtopfen wirst spielt das erstmal keine Rolle. Der Liguster muss wohl alle zwei Jahre umgetopft werden und wenn er frostfrei überwintert ist das Akadama auch kein Problem.
Bei dauerfeuchter Witterung hatte ich mit Akadama Probleme mit Brunnenlebermoos...
Weißtorf ist faserig und hält deshalb das Substrat locker. Kokosfasern gehen auch, feine Erde (wie Blumenerde, Kokoserde, "Bonsai-Erde") ist feinkrümelig und kann daher die Wasserdurchlässigkeit des Substrates zunichte machen. Bestandteile wie Lavastreugut sollte man deshalb auch waschen, Akadama und Co vor Gebrauch sieben, der Staubanteil ist mitunter recht hoch.
liebe Grüße Andreas
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Da_Mueller_Max
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Re: Substrat für Fächerahorn und chinesischer Liguster

Beitrag von Da_Mueller_Max » 17.03.2019, 09:47

Ich schließ mich hier mal Michael an: Die Frage nach dem passenden Substrat kann dir niemand so genau beantworten. Wie ich bereits in einem anderen Post erwähnt habe hab ich schlechte Erfahrungen mit Akadama gemacht und schwöre auf eine ausgewogene Mischung aus Rigidur / Lavabruch / Kokosfasern(ab und an auch Anzuchterde aus dem Baumarkt) bisher geht es meinen Bäumen damit prächtig. Anteile muss ich erlich sein, kann ich dir nicht genau sagen da ich deine Arten nicht besitze.
Worauf ich aber schwören kann ist, dass du hier bestimt im Forum fündig geworden wärst, wenn du zur Liguster nach dem Substrat gesucht hättest über die Suchfunktion. Alternativ hätte Google -Sensei auch was ausgespuckt.

Auf alle Fälle gibts beim Substrat eine recht einfache Regel, die zunindest bei mir Lernerfolge gebracht hat: Try and Error. Ich weiß, dass man als Anfänger sich alleine gelassen fühlt, nicht das richtige Auge für hat, und viele Fragen offen bleiben. Aber die meisten Erfahrungen sammelst du halt nicht im Internet, sondern indem du ausprobierst. Deine Mischung hört sich für einen gut an, für den anderen nicht. Ich würd die Finger von Akadama lassen. Da hier ein billiges Akadama mehr schlecht als recht ist und für die Qualität besch...eiden teuer ist. Der 15l sack rigidur ist da deutlich effektiver. Zumal du eh mehr Bäumchen hast so wie ich das sehe. Informier dich einfach über pot. Substrate, lies vielleicht ein zwei Bücher dazu, hol dir die BonsaiArt und wenn du meinst, das sollte funktionieren, dann legst du los. So machs ich und ja, ich hab auch schon 3-4 Bäumchen auf den Gewissen aber nur so lernt man. Selbst erfahrenen mit Bäumen, die sie seit 20 Jahren haben gehen diese im 21 Jahr ein.. So ist das mit dem Bonsai. Also nur keine Scheu!
Wer Bäume setzt, obwohl er weiß, daß er nie in ihrem Schatten sitzen wird, hat zumindest angefangen, den Sinn des Lebens zu begreifen.

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Moya
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Re: Substrat für Fächerahorn und chinesischer Liguster

Beitrag von Moya » 17.03.2019, 10:35

Moinsen zämme,

Georg bei der Frage nach dem Substrat musst Du Dir mehrere Fragen beantworten. Erst dann kannst Du Dir Deine Mischung zusammenstellen.

1. Was hat der Baum für Bedürfnisse an den Boden - Kalkliebend oder nicht, braucht er viel Feuchte (nicht Nässe!) oder nicht, braucht er sauren Boden oder nicht, wie alt ist er und in welchem Entwicklungsstadium. Wie großist seine Schale.
2. Was können die einzelnen Bestandteile von Erdmischungen .... welcher speichert Feuchte, welcher Nährstoffe, welcher ggf. Beides, wie strukturstabil ist er, wie gut wird damit der Boden durchlüftet, welches Substrat ist sauer, welches nicht.
3. Wie ist der Bonsaistandort .... eher vollsonnig und windig, eher schattig, nur am Mittag schattig, bekommt der Baum die volle Witterung incl. Regen ab.
4. Welcher Anspruch besteht ans Giesswasser ... soll es eher neutral, sauer oder kalkig sein?

Ich gebe Dir mal ein Beispiel anhand meiner Ahorne:
Standort: absolute Südlage zwischen 2 Häusern. Im Sommer dadurch sehr heiss (35 Grad sind nicht selten). Durch die Häuser nicht sehr windig, aber wenn, dann ist Windkanal. Im Sommer abends Fallwinde vom Berg.
Ebenso im Sommer Schattierung von ca. 12 bis 16 Uhr möglich.

So Ahorn .... die Schluckspechte - bedeutet sie brauchen im Sommer viel Wasser durch Verdunstung und dadurch dass sie gleichmässig humiden Boden wollen. Trockenheit mögen sie gar nicht. Also muss ich mein Substrat darauf abstimmen.
Akadama speichert viel Feuchte und hält auch gut Mineralisches an Nährstoffen.
Bims/Lava macht den Boden durchlässig wobei Lava auch Feuchte speichert.
Zeolith stabilisiert den PH Wert des Substrats.
Maxit ist sehr leicht, speichert nichts, hält aber den Boden locker - gut für grosse Bonsai und somit schweren Schalen das Gewicht etwas zu reduzieren. Gleiches gilt für Vermiculit, welches noch leichter ist.

Ich habe moderat grosse Ahorne weswegen ich auf Maxit und Vermiculit hier verzichten kann.

Meine angepasste Mischung besteht aus 5 Teilen Akadama, 3 Teilen Pon und 1-2 Teilen Terra.
Die Ahorne stehen im Sommer unterm Schatten ab Mittag und über wassergefüllten Wannen. Ausserdem läuft 2x am Tag je nach Witterung die Gießanlage. Morgens wird gegossen, Abends kontrolliert und auf Bedarf gibt es moderat Wasser.
Das Wasser ist weitgehend ph neutral (Mischung aus eher säuerlichem Regenwasser und kalkigem Wasserhahnwasser). Ahorne mögen Kalk nicht so arg, sie mögens lieber ganz leicht ins Saure verschoben. Reines Regenwasser ist also gern gesehen.
Düngung ist bis aufs Pon nur organisch.
Viele Grüße,
    Moya

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Re: Substrat für Fächerahorn und chinesischer Liguster

Beitrag von achim73 » 17.03.2019, 11:57

und egal was du nimmst - wichtiger als alle mischungsfeinheiten ist, dass du das substrat vor der verwendung siebst, um den staubanteil (der immer drin ist) rauszukriegen. ich habe das lange zeit für "nicht so wichtig" gehalten, bis ich bäume dadurch verloren habe.
da passiert nämlich folgendes: der staub wandert mit der zeit durch das gießen zum boden der schale, und auf der oberfläche wirkt alles schön körnig und trocknet schnell aus, aber unten ist es dauernass und verhindert denm gasaustausch- tödlich für die wurzeln.
Gruss, Achim
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Re: Substrat für Fächerahorn und chinesischer Liguster

Beitrag von bonsai_anfänger » 17.03.2019, 13:04

Danke für die vielen Antworten...
dann bleibt mir wohl nichts anderes übrig, als einfach auszuprobieren...

was ich hier aber ein paar mal herausgelesen habe ist, dass es einige gibt, die kein Akadama verwenden, dieses aber Feuchtigkeit speichert. Weshalb ist das Akadama dann so verpönt? Weil es dazu neigt lehmig zu werden? Und wenn ich bei so kleinen Pflanzen dann jährlich umtopfen muss ist das doch nicht so schlimm, oder?

Wie siehts dann mit Kanuma aus? Wird das auch mit der Zeit so lehmig?
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Beste Grüße
Georg *daumen_new*

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Re: Substrat für Fächerahorn und chinesischer Liguster

Beitrag von bock » 17.03.2019, 13:33

Kanuma wird mit der Zeit wie Beton. Ist bloss saurer Lehm...
Auch Kiryu neigt zum Zerfallen, da die meisten Koniferen aber eher trockener gehalten werden macht das bei Umtopfintervallen von drei bis fünf Jahren nicht viel aus.
Wie oben erwähnt, sollte Akadama bei kurzen Umtopfintervallen kein Problem sein.
Manche verwenden es auch pur, bei Ficus scheint es auch gut zu funktionieren - man erkennt auch gut an der Farbe, wann es wieder Zeit ist zu giessen.
Also: lass dich nicht verrückt machen, Versuch macht kluch...
:-D
liebe Grüße Andreas
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Re: Substrat für Fächerahorn und chinesischer Liguster

Beitrag von beckygv » 17.03.2019, 13:51

Einspruch, Andreas. Kiryu zerfällt fast überhaupt nicht, und gutes, gesiebtes Kanuma wird bei einigermaßen vernünftigen Umtopfintervallen auch nicht zu Beton, genauso wie auch gutes Akadama lange die Struktur behält.
Viele Grüße
Günter

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Re: Substrat für Fächerahorn und chinesischer Liguster

Beitrag von Markus_56 » 17.03.2019, 14:59

Hallo Georg,
dass Akadama in D einen schlechten Ruf hat liegt wohl hauptsächlich daran, dass die Funktion und Handhabung von Akadama mangels Informationen nicht oder nur unzureichend bekannt sind (bei Youtube mal "Soil BSOP" suchen und den Stream dort anschauen). Ein weiterer Grund liegt wohl auch im kommerziellen Bereich, da Akadama importiert werden muss. Ausserdem liegt es in der menschlichen Natur, Dinge verbessern zu wollen (was sicher keine negative Eigenschaft ist, solange man sich an reproduzierbare Fakten hält).

Gruß
Markus

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Re: Substrat für Fächerahorn und chinesischer Liguster

Beitrag von bock » 17.03.2019, 15:21

Moin Günter,

sicherlich hast du Recht und alle drei Substrate haben sich über Jahrzehnte, wenn nicht länger, bewährt. Vorausgesetzt, man beachtet bei der Verwendung ein paar Grundsätze. Bei der Qualität gibt es Unterschiede, und so konnte man unlängst im Forum von einer Azalee lesen, die in einem Kanuma-Betonklumpen saß. Meine Bäume stehen ganzjährig draussen, nicht überdacht. Frost und Regen setzen dem Akadama, auch dem "Double line brand", gelegentlich als "doppelt gebrannt" ;) bezeichnet, ganz schön zu. Aber dennoch hält es leicht zwei Jahre durch. Beim Kiryu habe ich selbst zwar noch keine schlechten Erfahrungen gemacht, aber es ist auch nur Granulat aus feinkörnigen Bestandteilen, die beim Drauftreten zerbröseln. Deshalb gehe ich mal davon aus, dass es ebenso der Verwitterung anheim fällt wie Akadama. Blähtonbruch, Bims, Lavagranulat und ähnliche Substratbestandteile sind da weniger verwitterungsgefährdet.
Nichts desto trotz nutze ich besonders Kanuma für Azaleen gern und habe auch bei allen kalkliebenden Bäumen einen Anteil Kiryu im Substrat. Wenn man Akadama mag - warum nicht. Ich halte es für entbehrlich.
:-D
liebe Grüße Andreas
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Re: Substrat für Fächerahorn und chinesischer Liguster

Beitrag von Da_Mueller_Max » 17.03.2019, 15:57

Und hier siehst du, was wir vorher meinten mit "jeder ist anderer ansicht"
Für den einen ist Kanuma bloß saurer Lehm für den anderen das Beste.

Ich bin ja Fraktion gegen Akadama. Habe mir bereits bei 3 verschiedenen Online Händlern Akadama gekauft bei 1. Wars ganz in Ordnung sofern man in rel. Kurzen Intervallen umtopft. Beim 2. Ist das akadama bereits beim Aussieben zerbröselt und beim dritten war es nach 3 Monaten Matsche...

Wenn du gutes Akadama bekommst kannst, wirst du vielleicht wie viele darauf schwören. Ich hatte bisher noch nicht das vergnügen. Zudem ist Akadama einfach megateuer. 5l für knapp 7€ für das dass es mir bereits beim Sieben zerbröselt ist..

Wie gesagt jeder macht da seine eigenen Erfahrungen. Wichtig ist aber dass du die Erfahrungen selber machen musst. Beim Substrat oder auch bei anderen Fragen wie in der Gestaltung gibr es keinen Goldenen Weg; da musst du einfsch selbst deine Erfahrung machen
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Re: Substrat für Fächerahorn und chinesischer Liguster

Beitrag von Moya » 18.03.2019, 07:43

Moinsenn zämme,
Markus_56 hat geschrieben:
17.03.2019, 14:59
Hallo Georg,
dass Akadama in D einen schlechten Ruf hat liegt wohl hauptsächlich daran, dass die Funktion und Handhabung von Akadama mangels Informationen nicht oder nur unzureichend bekannt sind (bei Youtube mal "Soil BSOP" suchen und den Stream dort anschauen). Ein weiterer Grund liegt wohl auch im kommerziellen Bereich, da Akadama importiert werden muss. Ausserdem liegt es in der menschlichen Natur, Dinge verbessern zu wollen (was sicher keine negative Eigenschaft ist, solange man sich an reproduzierbare Fakten hält).
Markus, da muss ich Dir unumwunden Recht geben.
Zum Verbessern ist js erst mal nichts einzuwenden, aber hierzulande
kommt leider noch eine ganz üble Art der Verhaltensweise zum tragen .... in DE muss man grundsätzlich immer, überall und bei Allem das Haar in der Suppe finden ... man sucht da auch mit Fleiß so lange bis man glaubt es gefunden zu haben.
Einfach mal was so stehen zu lassen und zu akzeptieren scheint hierzulande nicht drin zu sein.

Was das Akadama angeht, ja es ist teuer, ja es hat eine miese Ökobilanz, aber es ist ein Sunstrat, bei dem ein enormer Erfahrungsschatz in der Verwendung vorliegt.
Es in Bausch und Bogen ohne Grund zu verurteilen, halte ich daher für nicht gerechtfertigt.

Ja man kann drauf verzichten.

Allerdimgs würde ich als Anfänger erst mal das verwenden wo sehr viel Erfahrung und gesammeltes Wissen da ist und dann selber lernen, lernen, lernen und ausprobieren und so nach und nach mit meinem eigenen steigenden Wissensstand dann für mich und meine Verhältnisse die richtige Erdmischung finden.
Ob da dann am Ende Akadama bei ist oder nicht ist dann unerheblich.
Viele Grüße,
    Moya

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Re: Substrat für Fächerahorn und chinesischer Liguster

Beitrag von Markus_56 » 18.03.2019, 12:48

Hallo Moya,

ich hätte es nicht so "harsch" ausgesrückt, aber was wahres ist da schon dran, dass man in D gerne mal über das Ziel hinaus schiesst.
Das Hauptargument gegen Akadama ist ja der Zerfall (der, wenn er "Aktiv" zustande kommt, also durch die Pflanze hervorgerufen wird, erwünscht ist).
Dass das Klima beim Zerfall nur eine untergeordnete Rolle spielt, habe ich letzte Woche (in einer anderen Commnity, leider nicht öffentlich sondern mit Kosten verbunden) an einem guten Beispiel gesehen: Bei einer (Ponderosa) Kiefer waren nach 10 Jahren noch nicht zerfallene Akadamateile vorhanden (Klima ähnlich wie in D mit vielen Regenphasen). Ein kerngesunder Baum, bei nach 10 Jahren das 2. Mal am Wurzelballen gearbeitet (das 1. Mal beim Eintopfen) und die Resterde vom Sammelort entfernt wurde.

Gruß
Markus

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Re: Substrat für Fächerahorn und chinesischer Liguster

Beitrag von Da_Mueller_Max » 18.03.2019, 13:24

Da geht er wieder los, der Glaubenskrieg! *fecht*
Ich denke du wirst wohl oder übel nicht drumherum kommen, selbst auszuprobieren, bis du eine deinen Umständen entsprechende Mischung beisammen hast.
Falls du wirklich Akadama teaten möchtest, rate ich dir, die hochpreisigeren Modelle zu nehmen. Hier im Forum gibt es bestimmt einige Posts die gutes Akadama beschreiben, danach kannst du dich richten.
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