Yamadori Bergung

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Roland.O
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Yamadori Bergung

Beitrag von Roland.O »

Hallo Yamadorifreunde.

Habe im Wald einen Baum bis auf einen Stumpf im Winter mit Genehmigung zurückgeschnitten und bräuchte Entscheidungshilfe wie weiter.
Soll ich ihn noch stehen lassen und die ersten Triebe kommen lassen, die Wurzeln im Herbst kappen, dann nachwurzeln lassen und erst nächstes Frühjahr bergen? *schulter zuck*
Soll ich ihn noch stehen lassen und die ersten Triebe kommen lassen, die Wurzeln im Herbst kappen, dann erst nächstes Frühjahr bergen, oder wird sowas jetzt geholt um im Topf austreiben lassen.
Was bringt mehr Sicherheit des Überlebens und Fortschritt?
Das wachsen lassen mit den ganzen Wurzen des Baumes oder der Dünger den es im Topf geben würde? *hetz*
Wäre nett wenn Profis ihre Meinung teilen würden.

Schön Gesund bleiben.
Roland.
masterdog
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Re: Yamadori Bergung

Beitrag von masterdog »

Hallo,da kann dir so pauschal keiner Antwort geben.
Entscheidend ist auch : Welche Baumart,wie Dick,wie ist die Erde in der er steht,wie gesund und wüchsig ist der Baum und noch einiges mehr.
Bilder sind immer hilfreich.
mfG
Michael
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mydear
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Re: Yamadori Bergung

Beitrag von mydear »

Roland.O hat geschrieben: 21.03.2020, 15:49 Soll ich ihn noch stehen lassen und die ersten Triebe kommen lassen, die Wurzeln im Herbst kappen, dann erst nächstes Frühjahr bergen, oder wird sowas jetzt geholt um im Topf austreiben lassen.
Hallo Roland,

bitte nicht im Herbst wurzeln schneiden und im Folgenden Frühjahr ausgraben. In der inaktiven Zeit bilden sich auch keine Wurzeln.
Der Baum sollte zwischendurch Gelegenheit haben wieder zu Kräften zu kommen. Sowohl bei Wurzelschnitt, als auch bei radikalem Rückschnitt.
Oder die eiserne Regel: nur eine Gemeinheit pro Jahr !

Grüße
Rainer
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Roland.O
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Re: Yamadori Bergung

Beitrag von Roland.O »

Hallo Rainer.

Es wurde leidet schlecht von mir formuliert. Sorry meinte Ende Sommer, Anfang September, zur Zeit des Umtopfens. Damit noch Wurzelwachstum erfolgen kann.
Zur Zeit habe ich es vor bei einem Feldahorn so zu machen der ca. 10cm Stammstärke hat, wo ich aber länger im Feld vor Ort warten will.
Meine Frage bezieht sich auf einen Feldahorn mit gekrümten Stamm ca.4cm und 40cm höhe und steht im Wald am Wegrand.

Lg.
Roland.
Roland.O
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Re: Yamadori Bergung

Beitrag von Roland.O »

Sorry doppelt
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mydear
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Re: Yamadori Bergung

Beitrag von mydear »

Roland.O hat geschrieben: 21.03.2020, 21:44 Es wurde leidet schlecht von mir formuliert. Sorry meinte Ende Sommer, Anfang September, zur Zeit des Umtopfens. Damit noch Wurzelwachstum erfolgen kann.
Zur Zeit habe ich es vor bei einem Feldahorn so zu machen der ca. 10cm Stammstärke hat, wo ich aber länger im Feld vor Ort warten will.
Meine Frage bezieht sich auf einen Feldahorn mit gekrümten Stamm ca.4cm und 40cm höhe und steht im Wald am Wegrand.
Hallo Roland,

im Freien würde ich das eher früher angehen, also schon Mitte August. Da kannst du ja nicht frostfrei überwintern, es ist deutlich kühler als im Kalthaus.

Grüße
Rainer
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Re: Yamadori Bergung

Beitrag von Roland.O »

Danke Rainer für deine Antwort.

Du meinst also, dass ich die ganzen Wurzeln nutzen soll, um erstmals Austrieb zu machen und im August schon mal rundherum die Wurzeln kappen kann. Würde ihn dann bis nächsten März vielleicht am Fundort lassen.
Das hätte ich so geplant mit dem Feldahorn auf dem Bild. An den Markierungen wurde im Februar geschnitten.
Wäre nett wenn Profis ihre Meinung teilen würden.

Von dem zwiten Feldahorn, zu welchem sich die Frage eigentlich bezieht, habe ich leider kein Foto.
Prizipiele Frage an alle hier, was wäre besser:
Jetzt ausgraben und den Stumpen in der Schale düngen, oder vor Ort austreiben lassen und die ganzen Wurzeln zum Austrieb nutzen?

Lg. Bonsaigemeinde.
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Beitrag von Jürgen* »

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Re: Yamadori Bergung

Beitrag von Bonsai-Abbing »

mydear hat geschrieben: 21.03.2020, 20:40 bitte nicht im Herbst wurzeln schneiden und im Folgenden Frühjahr ausgraben. In der inaktiven Zeit bilden sich auch keine Wurzeln.
Das stimmt so nicht. Beispiel: Ich habe Ende Oktober gut 100 Pflanzen (Bodendecker und Stauden) ausgemacht und mit nur wenigen Wurzeln in Töpfe gesetzt. Diese Töpfe standen den ganzen Winter draussen. Vor 2 Wochen habe ich die Pflanzen schon ins Beet ausgepflanzt, nachdem alle Töpfe stark durchwurzelt waren. Die Pflanzen waren also den milden Winter komplett aktiv.

Yamadori-Wurzeln würde ich immer im frühen Herbst oder im sehr zeitigen Frühjahr vorbereiten. Später sind die Böden zu trocken und etwaig neu gebildete Feinwurzeln vertrocknen in den oberen Bodenschichten und durch die gekappten Wurzel kann der Yamadori bei Hitze in Bedrängnis geraten.
Liebe Grüße
Frank *up*

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Re: Yamadori Bergung

Beitrag von Roland.O »

Servus Jürgen.

Das schneiden über einem schlafenden Auge mache ich logischer weise auch. Der Strich ist unglücklich angedeutet.
Eben wegen einer Verjüngung habe ich mich für den rechten und dünneren Ast entschieden. Die große Wunde werde ich sicher nicht schließen können und werde sie darum irgendwie mit Fräsungen einbauen müssen.
Bei diesem werde ich mir auch Zeit lassen und mit genügend Vorarbeit arbeiten. Zumindest habe ich es mir forgenommen, die Füße ruhig zu halten und ihn mit Mistdünger und Wasser besuchen gehen. *finger*

@Bonsai-Abbing. Frank, in Bezug auf den Anderen Yamadori meinst du ist es jetzt schon zu spät zum ausgraben? Werde noch bis zu diesem Wochenende warten, weil wir bis Donnerstag wieder Frost und eisige Winde haben.

Gruß Roland.
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Re: Yamadori Bergung

Beitrag von VL1500 »

Hallo Roland,
Faustformel Yamadori: Laubbäume im Frühjahr, Nadelbäume ab Herbst ausbuddeln. Die meisten Nadelbäume entwickeln vor dem Winter noch neue Wurzeln, Laubbäume hingegen gehen in die Winterruhe.
Im zeitigen Frühjahr, obtimal ist wenn die Knospen schwellen, gut umstechen und mit großem Wurzelballen ausgraben. Vor Ort den Ballen dann vorsichtig verkleinern bis kleinere Wurzeln zu sehen sind. Wichtig ist, der Ballen muss fest umwickelt werden damit er beim Transport nicht auseinander fällt und die feineren Wurzeln abreißt. Zuhause den Baum in eine ausreichen große Plastik-Pflanzschale setzen und gut darin fixieren. Fehlende Erde mit durchlässigem Substrat auffüllen, nicht zuviel organische Erde beimengen. Halbschattig aufstellen und für Luftfeuchtigkeit sorgen. Prima wäre ein Tomatenzelt. Wenn es wärmer wird muss er aus dem Zelt weil es sonst zu heiß wird.. Dünger kannst Du für mindestens ein Jahr vergessen.
Bei gutem Austrieb evt. im 2. Jahr leicht düngen.
Bei mir stehen die Yamadoris zwei bis drei Jahre ohne dass ich ihnen zu nahe komme.Viel Glück.
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Re: Yamadori Bergung

Beitrag von Bonsai-Abbing »

Jürgen* hat geschrieben: 22.03.2020, 13:27 Ich habe das schon von einige namhaften Yamadori Sammlern gelesen, das die ausschließlich vorm Winter ihre Bäume bergen und eintopfen.
@Bonsai-Abbing. Frank, in Bezug auf den Anderen Yamadori meinst du ist es jetzt schon zu spät zum ausgraben? Werde noch bis zu diesem Wochenende warten, weil wir bis Donnerstag wieder Frost und eisige Winde haben.
Das habe ich zumindest nicht gesagt. Für mich ist jetzt die beste Zeit zum Ausgraben. Aus Naturschutzgründen aber verlegen die meisten Sammler - mich eingeschlossen - das Ausgraben aus freier Natur nur bis Ende Februar. Ab März bis Oktober ist das für Privatpersonen bundesweit untersagt, siehe Bundesnaturschutzgesetz!
Liebe Grüße
Frank *up*

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Beitrag von Jürgen* »

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Re: Yamadori Bergung

Beitrag von Roland.O »

Danke Leute für eure Ausführungen.
Das mit der Erlaubnis ist mir bekannt und wird auch von mir eingeholt.
Den Vorgang bei Nadelbäumen weiß ich und das Risiko auf einen milden Winter zu hoffen ist mir zu gefährlich.
Betreff eintopfen gehe ich eher mit der Fraktion, die Erde komplett zu entfernen um unterschiedliche Feuchte zu vermeiden.

Gruß Roland.
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