Buche als Yamadori.

Für ungeklärte(!) Fragen zum Bonsai-Einstieg und den Anfangsjahren. SUCHEN, LESEN, DENKEN und nur POSTEN,
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migo
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Re: Buche als Yamadori.

Beitrag von migo »

Nichts für ungut... mach was du willst.
Ich bin hier jedenfalls raus.
Tschüüss, Michael

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Steki
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Re: Buche als Yamadori.

Beitrag von Steki »

Ich bin zwar kein Profi, beschäftige mich aber schon einige Jahre mit Rotbuchen.
Mache den Schnitt aber immer sofort nach dem Bergen genau.
Habe dadurch auch noch keinen Baum verloren und die Überwallung funktioniert auch gut.
Natürlich wenn er schon einige Zeit im Pott ist und neue Feinwurzeln gemacht hat, stelle ich mir das Umhergewackle beim Schneiden kontraproduktiv vor....aber das wurde schon weiter oben erwähnt.
Warum du den Vorschkag mit dem Schnitt bei den beiden unteren Ästen nicht umgesetzt hast, versteh ich ohnehin nicht....
*daumen_new* Stefan
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Re: Buche als Yamadori.

Beitrag von bonsai_anfänger »

@ migo: verstehe deinen Ärger ehrlich gesagt nicht. Es tut mir leid, wenn hier meine Fragen als selbsterklärend oder fehl am Platz für den ein oder anderen erscheint. Ich bin allerdings absolut unerfahren auf dem Gebiet und möchte es einfach lernen. Bücher lese ich auch dazu, da wird aber selten genau das beschrieben, was mich gerade interessiert und ich bin davon ausgegangen, dass ich in diesem Forum die Fragen stellen darf.

@Steki: Wie gesagt ist das mein erster Yamadori und ich lerne noch. Möglicherweise war dein erster auch nicht perfekt "geerntet" :). Umgesetzt habe ich bisher nichts, weil jetzt mehrere Vorschläge genannt wurden. Ich habe es so aufgenommen, dass es viele Wege gibt, die richtig und falsch sein können.
Auch hier nochmal: Ich lerne und bin euch immer für Tipps und Ratschläge dankbar. Sollten meine Fragen "dumm" oder fehl am Platz erscheinen bitte ich es zu entschuldigen, aber wenn ich es nicht nachfrage, lerne ich es halt nicht. Dann kann ich das Hobby auch gleich lassen :wink:
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Beste Grüße
Georg *daumen_new*
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Moya
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Re: Buche als Yamadori.

Beitrag von Moya »

Moinsen zämme,

als absolut Unerfahrener gleich ne Rotbuche auszugraben kann leider in den allermeisten Fällen nur im Fiasko enden, sorry.

Du hättest zuerst auf vorgezogenes Rohmaterial aus dem Fachhandel gehen sollen und da lernen was wie geht. Durchaus auch mit Hilfe erfahrener Bonsaianer in Workshops, Kursen und in einem Arbeitskreis angeschlossen.

Diese vorgezogenen Bäumchen sind in der Regel in der Schale etabliert und auch schon die verschiedenen Pflegemassnahmen gewohnt.

Diese ausgegraben Rotbuche kannste gestalterisch die nächsten 2 Jahre mindestens komplett vergessen.

Zuallererst steht das Überleben im Vordergrund.
Das bedeutet, wachsen lassen und Düngen und Giessen, _mehr nicht_.
Allenfalls noch die spätere Spitze bestimmen und die Schnittstelle entsprechend setzen. Fräsen komplett vergessen, macht man am Laubbaum schlichtweg so gut wie nicht.

Der Baum muss erst wieder zu Kräften kommen und sich an den neuen Standort im Pott gewöhnen.
Viele Grüße,
    Moya

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migo
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Re: Buche als Yamadori.

Beitrag von migo »

bonsai_anfänger hat geschrieben: 29.03.2020, 01:13 @ migo: verstehe deinen Ärger ehrlich gesagt nicht...
... Sollten meine Fragen "dumm" oder fehl am Platz erscheinen bitte ich es zu entschuldigen, aber wenn ich es nicht nachfrage, lerne ich es halt nicht.
Du kannst, darfst und musst fragen!!
Wir antworten immer gern und auch teilweise sehr ausführlich und aufwändig ...nur wenn man dann den Eindruck bekommt, dass man gegen Wände redet, fragt man sich "wozu der Aufwand?"
Tschüüss, Michael

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Steki
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Re: Buche als Yamadori.

Beitrag von Steki »

@bonsai-anfänger.....Du hast doch bereits auf der ersten Seite die besten Antworten bekommen. Und das sogar mit Skizze für die richtigen Schnitte. Setz.das doch um und lass dann 2 Jahre die Finger von der Buche. In der Zeit nur auf die Pflege achten...
*daumen_new* Stefan
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FailX
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Re: Buche als Yamadori.

Beitrag von FailX »

Moin,

Ich würde auch über dem untersten Ast in der Skizze auf Seite 1 absägen, Wunde verpflegen(Wundverschlussmittel) und mich dann erstmal darauf konzentrieren das der Baum diesen Sommer überlebt, also nix fräsen etc.!

Falls es dir gelingt kannst du den Baum dann wieder hier Zeigen und es wird dir bestimmt wieder jmd mit Rat bei Seite stehen.

Du brauchst jetzt wirklich Geduld, falls du andere Sachen/Techniken etc ausprobieren willst, solltest du dir mehrere Pflanzen (Baumarkt/Garten) anschaffen um nicht alles an einer Pflanze auszuprobieren.

Viel Erfolg!

Felix
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Heike_vG
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Re: Buche als Yamadori.

Beitrag von Heike_vG »

Am besten gar nichts mehr abschneiden, bis der Baum gut angewachsen ist, und dann in ein - zwei Jahren, wenn alles bis dahin gut gegangen ist, weiter über die Gestaltung nachdenken.

LG, Heike
Ein halber Schritt in die richtige Richtung ist oftmals ein Reinfall...

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Re: Buche als Yamadori.

Beitrag von bonsai_anfänger »

Hallo allesamt. Danke für die Antworten :). Ja ich lasse die Buche jetzt erholen. Jap und für die Antworten bin ich auch dankbar. Sollte nicht der Eindruck entstehen, dass ihr gegen ne Wand redet. Sorry dafür. Gedanken hab ich mir allerdings auch gemacht bezüglich dem Vorschlag mit der Skizze auf der ersten Seite. Nach meinem Eindruck klappt es aber nicht, den Ast als Weiterführung des Stammes umzufunktionieren, weil er zu starr ist. Er lässt sich nicht gut nach oben biegen und ich habe Angst ihn bei dem Versuch abzubrechen. Ich sehe mir den Baum in Punkto Gestaltung nach ein paar Monaten an. :) Bei Neuerungen lasse ich euch teilhaben.
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Beste Grüße
Georg *daumen_new*
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Re: Buche als Yamadori.

Beitrag von Heike_vG »

Georg, die Buche muss später nicht eine senkrechte Stammfortführung haben, die genau die alte Stammlinie fortsetzt. Eine Buche wächst in der Natur nicht wie ein Weihnachtsbaum. Sie hat Hauptäste oder Substämme, die schräg aufwärts weisen und sich dann in eine rundliche oder ovale Krone auffächern.
Schau mal z.B. in Walter Palls Threads von diversen Laubbäumen, wie das dann aussehen kann.

LG, Heike
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Re: Buche als Yamadori.

Beitrag von migo »

Heike_vG hat geschrieben: 29.03.2020, 22:31 ...die Buche muss später nicht eine senkrechte Stammfortführung haben, die genau die alte Stammlinie fortsetzt.
Das war auch nicht mein Gedanke, aber 45° muss auch nicht sein ...passt nicht zum Rest. Auch sprach ich anfangs von der angestrebten Endhöhe - da am besten zwei Äste mit einzubeziehen ...usw ...usw
Tschüüss, Michael

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Beitrag von Jürgen* »

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Zuletzt geändert von Jürgen* am 22.05.2020, 21:50, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Buche als Yamadori.

Beitrag von bonsai_anfänger »

Hallo an alle :).

Ich wollte euch mal ein Update der Buche geben. Aktuell scheint es, als würde sie sich recht wohl fühlen. :)
Dateianhänge
20200510_142744.jpg
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Beste Grüße
Georg *daumen_new*
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Re: Buche als Yamadori.

Beitrag von maexart »

Dann hat dein Baum ja den ersten Schritt getan. Die Wundknete oben auf dem alten Schnitt würde ich persönlich weg lassen, dazu gibt es aber verschiedene Meinungen. Du hattest geschrieben "gedüngt werden buchen ja im Mai", da solltest du dir vielleicht noch mehr wissen hier im Forum aneignen. Um dem Nebari die Möglichkeit zu geben sich zu verbessern würde ich nochmal 2 cm substrat auffüllen und unbedingt den thread von Walter pall "Substrat, wässern, düngen" (hoffe der Titel stimmt) lesen. Es gibt nämlich viele mineralische Bestandteile und (zeolith vielleicht Mal ausgenommen) sind alle hübscher als seramis. Dann fällts auch nicht so schwer das nur ein gerader stecken und kein Nebari im Topf ist. Und heikes Fahrradschlauchmethode kannst du dir auch Mal anschauen. Ich verlinke bewusst nichts, hier kann man das geballte wissen der deutschsprachigen Bonsaiwelt finden, da lohnt sich jede suche und praktisch jeder thread.
Viel Glück weiterhin
VG
Max

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bonsai_anfänger
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Re: Buche als Yamadori.

Beitrag von bonsai_anfänger »

Hey Max, danke für deine Antwort. Die von dir genannten Threats habe ich schon vor längerer Zeit gelesen. Nichts unbekanntes ;). Das Substrat, das du hier siehst ist aber kein Seramis sondern Lavasplitt gemischt mit Torf im Verhältnis 7:3. Da hab ich mich in etwa an die Vorgaben von Walter Palls Beitrag gehalten, den du erwähnt hast. Das starke Bewässern, wie es in selbigem Threat beschrieben wird, fällt mir allerdings noch schwer, da ich die Angst nicht ablegen kann, dass ich den Baum ertränke. Ich will nicht die Praktiken von WP infrage stellen, aber das ist bei mir irgendwie so eine Blockade, die vielleicht dadurch bedingt ist, dass ich noch nicht so viel Erfahrung habe. Denn er schreibt da ja, dass man den Baum ruhig großzügig gießen soll... jeden Tag... bis es unten rausläuft. Zudem soll der Lavasplitt ja Feuchtigkeit aufnehmen und speichern :). Ich glaube da muss ich noch etwas Überwindung aufbauen.
Das Düngen hab ich übrigens ebenfalls hier im Forum durchgelesen... im Portrait der Buche. Da halte ich mich konsequent an diese Vorgaben:).
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Beste Grüße
Georg *daumen_new*
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