Cupressus macrocarpa - Goldzypresse - Baumporträt

Beschreibung der Arten
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Andreas W
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Cupressus macrocarpa - Goldzypresse - Baumporträt

Beitrag von Andreas W » 07.08.2006, 21:04

Cupressus macrocarpa "Gold Crest"
Goldzypresse

Kurzbeschreibung

Herkunft:............................ Zypressen allgemein Mittelmeerländer, USA, Mexiko
Blatt:.................................. zugespitzte Schuppenblätter
Blüte:................................. als Bonsai unbekannt
Früchte:.............................. ebenfalls als Bonsai unbekannt
Rinde:................................ grau/braun mit zunehmenden Alter längsrissige abfasernde Borke


Bild

Gesamtanblick

Standortansprüche:.............. heller Standort Sommer wie Winter, im Sommer im Freien
Winterpflege:....................... Winterschutz, nicht winterhart, Frostschutz

Eignung als Bonsai:.............. nichts für eilige, Geduld erforderlich, nicht sehr breit als Bonsai verbreitet

Ausführliche Informationen

Auch diesmal möchte ich einigen Unerfahrenen ein paar Hinweise zu einer Pflanze geben, die ich bis jetzt kaum in irgendeinen Forum, aber auch schon auf Ausstellungen gesehen habe.
Auch wenn bis jetzt, keiner nach Hilfe für diese Pflanze gefragt hat, denke ich das eventuell der eine oder andere vielleicht eine besitzt.
Goldzypresse ist eine Indoorpflanze, die in unseren breiten nicht winterhart ist und deshalb in den kalten Monaten in temperierte Räume muß.

Die Pflanze habe ich 1994 in einen Bonsaigeschäft, welche die Bäume vom Bonsaizentrum Heidelberg bezog, für sagenhafte 19,95 DM erstanden. Mir hat das Bäumchen in seiner kleinen Schale imponiert und ich konnte einfach nicht nein sagen. Zusagen bin ich heute um so mehr zufrieden, wenn ich mir so seine Entwicklung anschaue.
Meine Goldzypresse wie sie auf den unteren Bildern zusehen ist, steht im Sommer auf dem Balkon und ab dem Ende Oktober/November in der Wohnung.
Ich möchte voran stellen, das es über die Jahre eine sehr pflegeleichte Pflanze ist, die bis jetzt auch noch keinen (klopf-dreimal-Holz) Schädling hatte.
Meine Erfahrungen sagen, das es im Prinzip ein guter Anfängerbaum ist, wenn der jenige genug Geduld mitbringt. Was natürlich bei Neu – Bonsaianern ein Problem scheint zu sein.

Bild
So sah die Pflanze 1994 aus (kein Digitalfoto, eingescannt)

Bild

Baum im April 2004, nach dem Rückschnitt und dem anschließenden Zupfen
übrigens die kleinen braunen Klumpen sind das berüchtigte BIO GOLD

Wo kann ich mir einen solchen Baum beschaffen ?

Manch ein Bonsaihändler hat vielleicht irgendwo in einer Ecke ein junges Exemplar stehen.
Ausnahmsweise kann ich mal den Weg zum Gartencenter, Baumarkt empfehlen. Dort kann man
garantiert solche finden. In einen größeren Blumenladen kann man auch mal solch ein Exemplar finden. Wie immer spielt auch der Geldbeutel eine wichtige Rolle.

Standort :

Die Goldzypresse – wie schon erwähnt - kann ab Mai ins Freie an einen hellen Standort und sollte nicht unbedingt der prallen Mittagssonne ausgesetzt sein. Es ist angebracht den Baum ab und zu mal zu drehen, damit er von allen Seiten Licht bekommt. Oktober/November sollte man acht geben wenn die Temperaturen so an die 8 – 10°C reichen, empfehle ich die Pflanze in die Wohnung zu nehmen. Man sollte sie dann auch in der Wohnung lassen um einen ständigen Standortwechsel zu vermeiden. Heller Standort wie immer und den Baum mal drehen ist ratsam.
Sie sollte auf keinen Fall über der Heizung stehen, das mag übrigens gar keine Bonsaipflanze.

Umtopfen :

Wie bei all den anderen Bonsais kann ich ein umpflanzen im Frühjahr, Ende April empfehlen.
Es reicht wenn man das im Abstand von 2 Jahren wiederholt. Ganz normale Bonsaierde mit einen Zuschlag von etwas Kies und Bims zeigt mir, das es für die Goldzypresse die richtige Mischung ist. Deshalb nur so wenig, da sie es gern etwas feuchter mag.

Giessen und Düngen :

Im Sommer, wenn sie im Freien ihren Platz hat, dann sollte man darauf acht geben, das sie nicht Ballentrocken wird. Aber auf jedefall sollte auch wieder mit dem giessen gewartet werden bis die Oberfläche etwas angetrocknet ist. Sie kann an heissen Sommertagen mächtig „schlucken“. So wie es in den Jahren 2004/2005 war, mußte ich fast jeden Tag giessen.
Im Winter ist sie sparsamer im „Verbrauch“ und es können schon an die 4 – 5 Tage vergehen.
Kommt ebenfalls wieder auf die Umgebungstemperatur an.
An die Wasserqualität stellt sie zwar kaum Ansprüche, aber da ich bis vor kurzen sehr kalkreiches Wasser zur Verfügung hatte, zeigten sich die bekannten weissen Ablagerungen am Stammansatz und am Schalenrand. (Auf den Bildern zu sehen)
Düngen sollte man im Sommer etwas häufiger als im Winter. Im Sommer gebe ich in 14-tägigen Abstand mal organischen und dann wieder organisch/mineralischen Dünger. BIO GOLD gefällt ihm genauso wie BIO TRISSOL. Blumendünger mit Guano (flüssig) nimmt er auch gern. Ein Dosiermaß ist dabei eine gute Hilfe.
Eine Pipette aus der Apotheke ( Preis ein paar Cent) ist ganz praktisch, denn wie bekannt sein sollte nimmt man immer weniger als wie der Hersteller auf der Verpackung angegeben hat. Auch ich halte mich daran. Satte,kräftige und grüne Triebsspitzen sind dann das Ergenis. Im Winter reduziert sich das Düngen auf ca: 4 Wochen, dann aber nur den Blumendünger, eher sogar noch weniger.

Formgebung :

Naja, was gibt es dabei zu sagen, ich mache es auch ungern das ständige zupfen der Triebe.
Wer eine Zypresse oder einen Wacholder besitzt, den brauche darüber wahrscheinlich nichts erzählen, eine zeitaufwendige Angelegenheit. Wenn man einmal damit angefangen hat, dann ist man bestrebt es auch zum Ende zu bringen. Das Treibspitzen zupfen dient der Verzweigung und um so regelmässiger es man tut, desto besser ist die Verzweigung. Dadurch zeigt sich, das an den Spitzen die gezupft wurden, die seitlichen Triebe häufiger auftreten. Das Ergebnis nach ein paar Jahren ist jedenfalls ernorm. Man muß es bloß regelmässig tun, ansonsten werden die Triebe zu lang und es sieht unansehnlich aus. Keine Schere benutzen, wie auch beim chinesischen Wacholder bilden sich braune Flecken an den Schnittstellen.
Ältere Triebe färben sich dunkelgrün und fangen dann langsam an sich zu verholzen.

Bild

Detailaufnahmen der Triebe – mir gefällt das leuchtende saftige Grün

Vermehrung :
Kann ich keinen Ratschlag geben, das habe ich noch nicht ausprobiert.

Schädlinge und Krankheiten :

Bis jetzt habe ich keine Erfahrungen damit sammeln müssen, will hoffen das es auch so bleibt.
Es sind mir auch keine bekannt.

Ein Hinweis in allgemeiner Form, ich musste feststellen, das ich zu wenig Fotos gemacht habe. Also besorgt Euch mal eine Digitalkamera, es muß nicht gleich eine Digitale - Spiegelreflex sein. Eine mit 5 – 8 Mega Pixel Auflösung zeigt bei der richtigen Anwendung sehr gute Bilder.
Meine Kamera ist eine Kodak DX 4900 Alter 3 ½ Jahre und hat nur 3 Mega Pixel. Für meine Zwecke reicht sie. Achtet noch dabei auf einen guten AKKU bzw. den Energieverbrauch.
Stromfresser machen schnell die Batterien leer.
Andreas W

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