Crassula ovata - Portulacaria afra - Dickblatt - Baumportr

Beschreibung der Arten
Antworten
Andreas W
BFF-Autor
Beiträge: 199
Registriert: 07.01.2004, 18:36

Crassula ovata - Portulacaria afra - Dickblatt - Baumportr

Beitrag von Andreas W » 16.08.2006, 20:08

Dickblatt / Crassula ovata
Affenbrotbaum, Pfennigbaum

Dickblatt / Portulacaria afra
Speckbaum, Elefantenstrauch, Jadebaum

Überarbeitetes Baumportrait zum Jadebaum (Portulacaria afra) von bonsaiheiner

http://www.bonsai-fachforum.de/viewtopi ... 67&t=29787

Kurzbeschreibung

Herkunft:............................ Afrika, Madagaskar, Südarfika
Blatt:.................................. grüne gegenständige fleischige Blätter 3 - 4 cm und etwas kleiner 1 ? 2 cm
Blüte:................................. unbekannt
Früchte:.............................. unbekannt
Rinde:................................ silbrig grau und grau-braun
Standortansprüche:.............. vollsonnig, humusreicher sandiger wasserdurchlässiger Boden
Winterpflege:....................... nicht Winterhart, Zimmer bei 10-15°C, wenig giessen
Eignung als Bonsai:.............. gut geeignet, sehr leichter Anfängerbaum
Crassula_Max.jpg
Crassula von Max ca. 30 Jahre alt
Bild
Crassula - Stamm - Blatt

Bild
Portulacaria - Blatt - Stamm

Ausführliche Informationen

Die Crassula und der Speckbaum stammen ürsrunglich aus den Subtropen. Beheimatet sind sie auf dem Afrikanischen Kontinent, Südafrika, Namibia, Madagaskar. Sie zählen zu den immergrünen Sukkulenten, haben dicke, 3 ? 4 cm lange, ovale fleischige, gegenständige Blätter. Die des Speckbaumens sind
1 ? 2 cm groß. Diese ermöglichen Ihnen auch mal eine Zeit lang ohne Wasser aus zukommen, was ihren natürlichen Standorten entspricht. Sie sind sehr robust und verzeihen manch eine Pflegefehler sehr schnell.

Beschaffung

Der Bonsaifachhandel bietet eine Vielzahl von Pflanzen an. Auch in den Gartenmäkten sind sie bei den Zimmerpflanzen zufinden. Der Preis ist moderat und man kann sich nicht in unkosten stürzen.
Wer Bekannte hat die solche Pflanze besitzen, kann sich über sie mal einen Steckling besorgen. Das ist die preisgünstigste Variante.

Bild
Crassula - Vorderseite

Bild
Crassula - Rückseite

Standort :

Beide sind sogenannte ?Indoors?. Sie möchten den Winter im Haus bei Temperaturen zwischen 10 ? 15°C verbringen. Nach dem Winter, wenn keine Nachtfröste mehr zu erwarten sind ( ab Mai ? Oktober ), möchten sie sich gern im Freien aufhalten. Ein heller sonniger Standort wäre optimal, jedoch die starke Mittagsonne an sehr heißen Tagen macht dem Pfennigbaum Probleme.
Auch hier zeigen sich die Blattverbrennungen und später fallen sie ab.

Giessen :

Da es in den Subtropen nicht viel regnet, möchten sie auch in der Schale etwas trockener stehen. In Sommermonaten muss man natürlich bei uns drauf achten, das der Wurzelballen nicht zu naß ist. Wenn er trocken ist, kann man mal auf
4 ? 5 Tage das giessen ganz einstellen. Das macht den Pflanzen garnichts aus.
Der Winter läßt es noch extremer erscheinen. Hier braucht man erst im Abstand von 4 teilweise sogar 5 Wochen giessen. Man sollte nur darauf acht geben, das die Pflanze nicht total austrocknet. Das Wasser sollte nicht zu kalkreich sein, besser natürlich Regenwasser. Die Temperatur des Wasser sollte nicht zu kalt sein, mit Zimmertemperatur kann man nichts verkehrt machen.

Substrat :

Bonsaierde ? Kies ( Bims ) ? Akadama im Verhältnis 1-1-1 haben sich als gut erwiesen. Er ist humusreich, luftdurchlääsig und hält genügend Feuchtigkeit.
Die Gefahr von Staunässe ist fast ausgeschlossen.

Bild
Portulacaria - Vorderseite

Bild
Portulacaria - Rückseite

Umtopfen :

Mit dem Umtopfen kann man sich Zeit lassen . Es können schon 3 ? 4 Jahre vergehen. Dann sollte der Wurzelballen kontrolliert werden und entsprechend zurück geschnitten werden. Bevor man die komplette Schale mit Substrat auf füllt, sollte man den Baum in der neuen Schale mittels Draht fixieren. Die Gewichtsverteilung Basis zu den Wurzeln ist unterschiedlich. Damit kann man vermeiden, das beim Rücktransport an den Standort, der Baum aus der Schale fällt.

Düngen :

Gedüngt wird nur in den Sommermonaten Mai ? September. Ich empfehle einen organisch-mineralischen Flüssigdünger. Hinweise der Hersteller sollte man dabei beachten und wie immer, nur die Hälfte der angegebenen Menge ins Gieswasser geben. Abstand von 3 Wochen ist ratsam. Man kann auch mit BIO GOLD düngen.
In den Winternmonaten ( ab Oktober ) sollte man das düngen komplett einstellen.

Formgebung :

Eine Form kann man ihnen nur durch Schnittmaßnahmen geben. Das Drahten funktioniert nicht. Der Draht würde in die fleischigen Zweige sofort einschneiden und sie beschädigen. Durch den gegenständigen Blattansatz ist das Schneiden leicht zu bewerkstelligen. Ein drastiger Rückschnitt nach ein paar Jahren ist auch von Vorteil. Es hält die Pflanzen vital und man kann eventuelle Schnittfehler beseitigen.

Bild
Crassula Steckling von 2001

Bild
Crassula Steckling von 2005

Bild
Triebschnitt am Portulacaria war fällig

Bild
nach dem Tirebschnitt - die Rester werden zum Steckling

Vermehrung :

Die Vermehrung ist ganz einfach. Die durch den Formschnitt anfallenden Triebe werden erstmal 5 - 7 Tage zur Seite gelegt. Somit kann die Schnittstelle antrocknen. Danach entfernt man die untersten 2 Blattpaare und man steckt ihn in Plastiktopf mit dem selben Substrat wie die Mutterpflanze. Nach einer Woche kann man dann das erst mal giessen. Ein paar Wochen später, zeigt der Trieb neues Wachstum. Zwei Jahre später, sollte man den Steckling umtopfen. So erziehlt man von der Mutterpflanze schnell junge Bonsaipflanzen. Die Pflege sollte der Mutterpflanze angelehnt sein.

Bild
Portulacaria - Steckling 2003

Bild
Portulacaria - Steckling - 2004 (Triebschnitt-man bekommt neue Stecklinge)

Schädlinge und Krankheiten :

Durch übermässiges giessen kann es im Wurzelbereich zu Fäulnis kommen.
Der Baum reagiert mit reichlichen Blattfall. Maßnahme : weniger giessen und im allgemeinen etwas trockener halten. Man kann ihn noch in durchlässigeres Substrat pflanzen, aber besser ist es die Giessintervalle an den Baum anpassen.
Tierische Schädlinge sind mir nicht bekannt.

Sehr gute Anfängerbäume

Andreas W

Antworten