HOSTA LA VISTA! - ein Bericht über die wunderbaren Stauden

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Andi Z.
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HOSTA LA VISTA! - ein Bericht über die wunderbaren Stauden

Beitrag von Andi Z. »

Wolfgang Putz – Österreich

Das hervorstechendste Merkmal der in Japan und China beheimateten FUNKIE (HOSTA), die manchmal auch Herzblattlilie genannt wird, ist ihr üppiges, dekoratives Blattwerk.

Die Blätter können rein grün, silbrigblau, silbriggrün oder auch gelb und marmoriert oder weiß bzw. gelb gefleckt (panaschiert), sein.

Die Blüten in Weiß, Rosa oder Violett- und Blauschattierungen sind entweder glocken-, trompeten- oder röhrenförmig, ragen zumeist an hohen Stängeln über das Laub hinweg und verströmen zuweilen einen starken Duft.

Von den 40 in Asien beheimateten Arten kennt man mittlerweile weltweit etwa 3500 registrierte Sorten, vom Giganten „Sum and Substance“ mit 40cm Blattdurchmesser und mannshohen Blütenständen bis zu den absoluten Zwergen „Kifukurin“, „Japanboy“ oder „Thumb Nails“ mit 2-3cm kleinen Blättern und kaum 10cm hohen Blütenständen.

Durch ihre Vielfalt and Formen, Farben und Strukturen sollten Funkien daher in keinem Garten fehlen! – Sie können in Schattenrabatten, mache Sorten bodendeckend, besonders gut wirkend an Teich- oder Bachrändern, aber auch in Gefäße gepflanzt werden.

Funkien lieben durchlässige, humusreiche, nahrhafte, neutrale Böden an halbschattigen, eher windgeschützten Stellen, wobei sie bei „feuchtem Fuߓ wesentlich mehr Sonne vertragen können.

Während der Wachstumsperiode brauchen sie regelmäßige Düngegaben.
Einziges wirkliches Problem ist, das Schnecken Hosta´s lieben. – Man sollte sich aber trotzdem nicht davon abhalten lassen, diese wunderbaren Stauden im Garten zu verwenden

Die Vermehrung erfolgt durch Teilung im zeitigen Frühjahr (leider bei manchen Raritäten nicht sehr ergiebig!), die Zucht aus Samen gelingt nur selten.

Hosta erfreuen sich besonders in den USA einer anhaltenden Popularität, finden aber auch bei uns in Europa immer mehr Freunde.

Besonders die zwergigen Sorten lassen sich sehr gut in Beistellschalen ziehen.
Absolute Traumsorten (panaschiert und kleinbleibend) sind „Little Wonder“, „Cotillon“, „Kabitan“, „Masquerade“, „Little White Lines“, „Ginko Craig“, „Alan P. McConell“, „Green Eyes“, „Rheingold“ usw.

Aber auch Zwergsorten mit einfärbigen Blättern wirken sehr gut. – Grünblättrig sind z.B. Hosta venusta, Hosta kikutti, „Laura“, „Kifukurin“, „Japangirl“ usw. - Gelbblättrig sind „Hydon Sunset“, „Feather Boa“, „Laterna Magica“ ..... und silbrigblaublättrig sind „Gray Beauty“, „Popo“ ..... „Snowflakes“ bietet wunderbare, reinweiße Blüten.

Hosta 'Little Aurora'
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Hosta 'Little Mouseears'
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Hosta 'Thumb Nail'
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Hosta 'Bläuling'
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Hosta 'White Christmas'
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Hosta 'Gold Drop'
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Noch einmal möchte ich hier bemerken, dass es sich bei Hosta´s in Schalen nicht um die klassischen Akzentpflanzen für die traditionelle japanische Bonsaipräsentation handelt, sondern diese Pflanzen eher zwischen den Bonsai in der Sammlung im Garten für Auflockerung sorgen bzw. durch ihr wunderbares Laub und die schönen Blüten zieren.

Also Hardliner der japanischen Bonsaipräsentation dürfen die Sache nicht so eng sehen ......!



Ebenfalls von Wolfgang Putz ein kurzer Umtopf-Workshop für den begeisterten Hosta-Fan.

Substrat vorbereiten: Vorerst werden die groben Bestandteile aus dem Weißtorf ausgesiebt.
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Den Weißtorf mische ich 1:1 mit Akadama (2. Qualität).
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SO kommen die Hosta aus dem "Überwinterungsquartier".
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Die braunen Blätter und evtl. vorhandenes Sternmoos werden entfernt.
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DAS sind Hosta-Knospen + die Wurzeln .....
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Die Wurzeln sollten nur mäßig beschnitten werden!
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Netzchen über das Abzugsloch .......
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...... und mit dem vorbereiteten Substrat auffüllen.
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Die getopften Hosta im Wasserbad .......
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...... und 4 Stunden später waren alle meine Hosta getopft. :-)
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freundliche Grüße
andi
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