- Fragestunde - zur Pflege zweinadliger Kiefern

Spezielle Baumpflege z.B. düngen, umtopfen, Erden, ein- und auswintern, Pflanzenschutz
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Robert S.
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- Fragestunde - zur Pflege zweinadliger Kiefern

Beitrag von Robert S. » 20.04.2008, 20:10

Hallo zusammen,

nachdem wir jetzt hier im BFF eine Übersetzung von Hans van Meer's
"Two needle pine care basics" haben und Hans sich angeboten hat, offene
Fragen zu beantworten, möchte ich diesen Thread aufmachen um interessierten
Kiefernfreunden die Möglichkeit zu geben, offene Fragen nach der Lektüre
des Artikels zu posten.
Wenn / falls genügend zusammen kommt, werde ich das wiederum übersetzen
und an Hans weiterleiten. Wenn alles so läuft wie ich mir es vorstelle könnte
dabei dann ein Beitrag "Kiefern FAQ" für den Fachwissensbereich dabei raus-
springen.

Natürlich sind alle Bonsaifreunde mit Erfahrung bei der Pflege zweinadliger
Kiefern auch aufgerufen, zu gestellten Fragen mit Rat und Tat zu Seite zu
stehen. Ich jedenfalls würde mich freuen.

Genug der langen Vorrede.

Meine erste Frage lautet:

- Wann ist der beste Zeitpunkt im Frühjahr, die Kerzen einzukürzen?

Servus,
Robert


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Martin_S
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Beitrag von Martin_S » 20.04.2008, 21:03

Ausgezeichneter Beitrag!

Fragen:
1) gilt das Beschrieben auch für japanische Schwarz.- und Rotkiefern?
2) was ist von reinem Kryiu als Substart zu halten?

M
Beste Grüße
Martin

Kein Mensch war ohne Grund in deinem Leben.
Der eine war ein Geschenk, der andere eine Lektion.

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DenisM
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Beitrag von DenisM » 20.04.2008, 22:31

Hallo!

Erstmal: Tolle Idee!

Meine Fragen:

1) Lassen sich die im Artikel beschriebenen Aspekte auch auf fünfnadelige Kiefern (z.b. Mädchenkiefern) übertragen oder gibt es Punkte, in denen sich diese Pflege grundsätzlich unterscheidet?

2) Wie löst man den Widerspruch zwischen Dickenwachstum und Kerzeneinkürzung/Nadelzupfen? Lässt man im Zweifelsfalle eher die Kerzen/Nadeln ungehindert wachsen oder soll man prinzipiell alles einkürzen? Sollte man eher auf Verzweigung oder auf Dickenwachstum achten?
Gruss
DenisM

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Robert S.
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Beitrag von Robert S. » 23.04.2008, 21:26

Gut dass niemand noch Fragen zur Kiefernpflege hat :wink:
Ich warte jetzt noch zwei Wochen und geb die Fragen an Hans weiter.

Servus,
Robert

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schmieda
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Beitrag von schmieda » 23.04.2008, 21:44

Hallo Robert

Ich hab eine kleine Kiefer, und die erst seit kurzem. Jetzt hat sie Schonzeit...
Die einzige Frage momentan bei mir ist "hoffentlich hab ich nichts versaut". :lol:

PS: falls ich es noch nicht gemacht habe, DANKE für die Übersetzung. :wink:
Gruß
Frank :)

++++ Gießen: Hessischer Botaniker findet heraus, wie Pflanzen länger leben ++++

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Robert S.
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Beitrag von Robert S. » 23.04.2008, 22:18

Schmieda hat geschrieben:Die einzige Frage momentan bei mir ist "hoffentlich hab ich nichts versaut".
Frank,

ich gehe mal davon aus Du schreibst von Deiner Mugo. Ich wüßte nicht, was
Du da versaut haben solltest. Ich hab letztes Jahr begonnen zaghaft entlang
Hans' Tipps meine Mugo und eine Übungssylvestris zu pflegen. Die Ergebnisse
sind für meine Begriffe erstaunlich. Dieses Jahr werd ich das ganze konsequent
durchziehen. Ich versuche auch das ganze zu dokumentieren, um in 3-4 Jahren ( :P )
die Ergebisse zu zeigen.

Servus,
Robert

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Beitrag von aleXander » 24.04.2008, 13:38

Das ganze hier find ich echt gut *up*.
Hans´ Beitrag ist für mich momentan das Non-Plus Ultra in Sachen Kiefern Pflege. Hab ihn mitlerweile schon drei mal oder so durchgelesen.

Ich habe zwei Fragen:

Eine meiner Kiefern (Sylvestris) blüht dieses Jahr. In der mitte des Austriebs sieht man die Knospe, aus der die Nadeln entstehen und drum herum halt die Blüten.
1) Kann/Muss ich die Blüten mit rausbrechen?
2) Wenn nicht, wie gehe ich in diesem Fall vor?

Vielen Dank in Vorraus :wink: ,
Gruß,
Alex.
Alexander Junior AK Dortmund
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Beitrag von Hansi » 01.05.2008, 12:22

Hallo Zusammen,

als Kiefernfan, natürlich eine tolle Idee!

Was mich interessieren würde, wäre das genauere Bestimmen der Kiefernarten, samt Unterarten. Gibt es da vielleicht Literatur?

@Robert:
Den Bericht finde ich sehr interessant und hilfreich. Ich denke, dass im Lauf der Zeit noch Fragen auftauchen werden, wenn man das Papier in die Praxis umsetzt.

Gruß aus dem Badner Land
Hansi
... es geht immer was!

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Robert S.
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Beitrag von Robert S. » 01.05.2008, 13:00

Hallo Hansi,

über Literaturvorschläge oder gute Links würde ich mich auch freuen.
Bislang hat es mich immer zu Baumkunde.de gezogen.
Ein ganz interessantes Wiki gibts auch noch.
Das Bundsamt für Naturschutzbietet nicht viel Bildmaterial, dafür aber
Verbreitungskarten.

Servus,
Robert

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migo
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Beitrag von migo » 01.05.2008, 22:23

Hallo Robert,

Danke für die Übersetzung und auch diesen Thread!

Ich habe eine etwas schwächelnde Sylvestris. Sie hat reichlich Nadeln verloren. Trotzdem hat sie an den Astenden und im Kronenbereich männl. Blüten angelegt und ich glaube, inzw. werden die Knospen dort langsam länger.

In den Bereichen dazwischen haben aber einige Zweige alle Nadeln verloren. Kann aus den Zweigen ohne Nadeln noch was austreiben, oder sind die ganz verloren?
Tschüüss, Michael

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Beitrag von Robert S. » 02.05.2008, 06:54

Hallo Michael,

also diese Frage kann ich Dir, glaub ich, auch beantworten. Ich denke
dass die Zeige an deren Enden keine Knospen mehr sitzt definitiv ver-
loren sind. Was an so einem Zweig soll noch "Saft ziehen"? Wenn sich
weiter hinten am Zweig noch Nadelbüschel befinden, würde ich bis da hin
zurückscheiden (allerdings noch ein, zwei Zentimeter vom unversorgten
Teil als Rücktrocknungsreserve stehen lassen).
Das ist zumindest was ich mir aus dem mittlerweile angelesenem und
der Erfahrung mit meiner Übungssylvestris (wird nie ein Bonsai) sagen
würde.

Servus,
Robert

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Beitrag von Robert S. » 02.05.2008, 12:16

DenisM hat geschrieben:Hallo!

Erstmal: Tolle Idee!

Meine Fragen:

1) Lassen sich die im Artikel beschriebenen Aspekte auch auf fünfnadelige Kiefern (z.b. Mädchenkiefern) übertragen oder gibt es Punkte, in denen sich diese Pflege grundsätzlich unterscheidet?

2) Wie löst man den Widerspruch zwischen Dickenwachstum und Kerzeneinkürzung/Nadelzupfen? Lässt man im Zweifelsfalle eher die Kerzen/Nadeln ungehindert wachsen oder soll man prinzipiell alles einkürzen? Sollte man eher auf Verzweigung oder auf Dickenwachstum achten?
Hallo Denis,
sorry für meine späte Antwort. Teil 1 Deiner Frage kann ich nicht beant-
worten und werde sie in den Fragekatalog an Hans mit aufnehmen.

Zu Deiner zweiten Frage. Ich denke Du liegst richtig mit Deiner Annahme,
dass das ungehinderte wachsenlassen dem Dickenwachstum förderlich ist.
Zumindest schreibt Hans ja in seinem Artikel an einer Stelle, dass die
Maßnahmen dann angewandt werden, wenn der Grundaufbau, nennen wir
es mal die Mastphase, abgeschlossen ist. Erst dann geht es ja darum die
Feinverzweigung zu fördern und die Nadeln kürzer zu bekommen.

Servus,
Robert

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Beitrag von migo » 03.05.2008, 22:38

Hallo Robert,
(vielleicht hätte ich besser für meine Frage einen eigenen Thread eröffnen sollen?)
migo hat geschrieben:Ich habe eine etwas schwächelnde Sylvestris. Sie hat reichlich Nadeln verloren. Trotzdem hat sie an den Astenden und im Kronenbereich männl. Blüten angelegt ...In den Bereichen dazwischen haben aber einige Zweige alle Nadeln verloren. Kann aus den Zweigen ohne Nadeln noch was austreiben, oder sind die ganz verloren?
Robert S. hat geschrieben: Ich denke, dass die Zeige an deren Enden keine Knospen mehr sitzt definitiv verloren sind.
Nun, an den Zweigen sitzen noch Knospen. Und wie mir scheint, auch lebend. Meine Frage ist halt ob die jetzt ganz verkümmern, oder ob noch neue Nadeln wachsen können?

Habe nur dieses eine Bild einigermaßen hingekriegt, aber so sehen noch mind 10 weitere Zweigspitzen aus.
Dateianhänge
cPICT0011.jpg
cPICT0011.jpg (11.68 KiB) 2985 mal betrachtet
Tschüüss, Michael

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Beitrag von Robert S. » 03.05.2008, 22:46

Hallo Michael,
Migo hat geschrieben:(vielleicht hätte ich besser für meine Frage einen eigenen Thread eröffnen sollen?)
Ne, ne. Passt thematisch doch super rein.
Leider kann ich Dir dies nicht beantworten. Aus dem Grund werd ich das
mit auf meine Liste an Hans setzen.

Sollte sich zwischenzeitlich bei Deinem Baum was tun (Knospen öffnen sich,
oder vertrocknen, was ich nicht hoffe), berichte hier bitte darüber.

Servus,
Robert

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Beitrag von migo » 01.06.2008, 11:48

Juchuuuu!!
Nach fast zwei Monaten ohne Nadeln treiben die Knospen doch wieder aus. *banana*
Dateianhänge
ePICT0001.jpg
ePICT0001.jpg (53.61 KiB) 2683 mal betrachtet
Tschüüss, Michael

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