Auf dem Nachhauseweg stand die Ampel auf rot,
Beifahrertür aufgerissen, aus dem Auto gespurtet,
zum Baum gerast und Blättchen gestreichelt.
Wieder im Auto zurück, der skeptische Blick meiner Frau,
ob jetzt der richtige Zeitpunkt zur Einweisung wäre ...
Mit Cornus mas habe ich sogut wie keine Erfahrung,
und mein einziges Bäumchen dieser Art,
wirkte irgendwie ... weiss auch nicht
Man kann einiges messen was wir dem Bäumchen geben,
was allerdings auch wirklich im Blatt ankommt
entzieht sich vollkommen.
Neben der Farbe (einer der besten Indikatoren)
gibt es auch noch die Blatthärte.
Die Härte (für Frauen und Softies) die Weichheit des Blattes
können aber grob anzeigen wieviel "Nährstoffe" darin enthalten sind.
Bäume die zu sehr getrieben werden haben recht harte, spröde Blätter.
Bei zuviel Stickstoff wird das Blatt allerdings labbrig.
Man muss schon einige Bäumchen streicheln,
aber mit der Zeit kann es ein gutes Hilfsmittel sein.
Viel Spass bei Euren Bonsai- und anderen Aktivitäten
am Wochenende
Dieter
Das Blatt
Re: Das Blatt
Ja, Dieter, da muss man als "Leidensgenosse" schon schmunzeln, sowas hätte mir auch passieren können...
Und die skeptischen Blicke der "normalen" Zeitgenossen, die einerseits schon eine Menge von uns gewöhnt sind, andererseits immer ein bisschen zweifeln, ab wann unsere Verrücktheiten doch als krankhaft betrachtet werden müssen... das kennen vermutlich die meisten von uns.
Die Beschaffenheit der Blätter zu beobachten und zu befühlen, Farbe, Größe, Form (kann sich je nach Ernährungszustand und Größe auch verändern!), Festigkeit ist wirklich sehr interessant und lohnend.
Im Laufe der Zeit, mit der Erfahrung, kann man daran in der Tat ganz viel ablesen.
Dieses Jahr war es besonders auffällig bei meinem Käflein-Weißdorn, der nach dem schwierigen Winter und dem Umtopfen aus großer Plastikschüssel mit Lehm und Sand in eine Bonsaischale mit durchlässigem Substrat nur mühsam in Fahrt kam.
Anfangs waren die Blätter winzig, sehr dunkelgrün, fast schwärzlich und merkwürdig geformt. Sie fühlten sich fest und fast trocken an. Im Laufe der Saison erholte sich der Baum gut, die Wurzeln wuchsen schön, die Triebe wurden lang und länger. Nun konnte ich auch kräftig Dünger verabreichen, organischen aber auch stickstoffreichen Flüssigdünger.
Die Blätter wurden größer, hellgrüner und fühlten sich weicher und saftiger an.
Inzwischen hat der Baum bis zu 80 cm lange Triebe gemacht und man kann an ihnen genau die Entwicklung in diesem Jahr nachvollziehen. Am Ansatz sitzen noch die kleinen, dunklen, untypisch geformten, festen Blätter und zur Spitze des Triebes hin werden die Blätter immer größer, heller und saftiger.
Wenn man an das Substrat an der Erdoberfläche ein wenig beiseite wischt, sieht man, dass dort schon alles voller kleiner, feiner Wurzeln ist.
Danke Dieter, für wieder ein interessantes Thema, :D
Heike
Und die skeptischen Blicke der "normalen" Zeitgenossen, die einerseits schon eine Menge von uns gewöhnt sind, andererseits immer ein bisschen zweifeln, ab wann unsere Verrücktheiten doch als krankhaft betrachtet werden müssen... das kennen vermutlich die meisten von uns.
Die Beschaffenheit der Blätter zu beobachten und zu befühlen, Farbe, Größe, Form (kann sich je nach Ernährungszustand und Größe auch verändern!), Festigkeit ist wirklich sehr interessant und lohnend.
Im Laufe der Zeit, mit der Erfahrung, kann man daran in der Tat ganz viel ablesen.
Dieses Jahr war es besonders auffällig bei meinem Käflein-Weißdorn, der nach dem schwierigen Winter und dem Umtopfen aus großer Plastikschüssel mit Lehm und Sand in eine Bonsaischale mit durchlässigem Substrat nur mühsam in Fahrt kam.
Anfangs waren die Blätter winzig, sehr dunkelgrün, fast schwärzlich und merkwürdig geformt. Sie fühlten sich fest und fast trocken an. Im Laufe der Saison erholte sich der Baum gut, die Wurzeln wuchsen schön, die Triebe wurden lang und länger. Nun konnte ich auch kräftig Dünger verabreichen, organischen aber auch stickstoffreichen Flüssigdünger.
Die Blätter wurden größer, hellgrüner und fühlten sich weicher und saftiger an.
Inzwischen hat der Baum bis zu 80 cm lange Triebe gemacht und man kann an ihnen genau die Entwicklung in diesem Jahr nachvollziehen. Am Ansatz sitzen noch die kleinen, dunklen, untypisch geformten, festen Blätter und zur Spitze des Triebes hin werden die Blätter immer größer, heller und saftiger.
Wenn man an das Substrat an der Erdoberfläche ein wenig beiseite wischt, sieht man, dass dort schon alles voller kleiner, feiner Wurzeln ist.
Danke Dieter, für wieder ein interessantes Thema, :D
Heike
Re: Das Blatt
Da ich seit letztem Jahr das Wachstum meiner Bäume sehr genau beäuge,
bilde ich mir ein,
das sowohl Blätter als auch Wachstum erst ab ca. Juni am kräftigsten ist.
(letztes und dieses Frühjahr hatten wir "Vogelläuse"(klein und rot) , Bremsen die das Wachstum?)
Was meint ihr,
trifft das bei euch auch zu?
bilde ich mir ein,
das sowohl Blätter als auch Wachstum erst ab ca. Juni am kräftigsten ist.
(letztes und dieses Frühjahr hatten wir "Vogelläuse"(klein und rot) , Bremsen die das Wachstum?)
Was meint ihr,
trifft das bei euch auch zu?


