Der nächste Winter...................
- Stephan mit ph
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- Registriert: 08.02.2010, 13:18
Der nächste Winter...................
Der nächste Winter kommt bestimmt.
Und was dann?
Einige von uns, vielleicht auch viel mehr als sich hier geoutet haben, denken mit Schrecken an den vergangenen Winter. Wir haben viele traurige, beinahe verzweifelte Verlustmitteilungen gelesen oder gehört.
Bald kommt der nächste Winter und ich kann mir kaum vorstellen, dass sich der/die Eine oder Andere nicht den Kopf zermartert hat wie er/sie die kalte Jahreszeit dieses
mal ohne Verluste übersteht.Nicht jeder hat die Möglichkeit seine Pfleglinge in einem geheizten Gewächshaus zu überwintern. Das wäre die sicherste Möglichkeit und die, denen dies möglich ist, sind schon beinahe etwas zu beneiden.
Aber die Anderen und dazu zähle auch ich, was machen wir? Was ändert ihr ?
Bisher habe ich außer den nicht frostfesten Pflanzen/mediterrane Pflanzen, fast Alles im Freien unter einer dicken Laubschicht begraben. Meine Kiefer meist ohne Schutz an Ort und Stelle stehen lassen.
Meine geplanten Veränderungen:
Frostfrei, also bei den Mediterranen, werden alle Bäumchen im Shohinformat, Bäumchen mit besonders kleinen Schalen überwintert.Dazu kommen auch meine Diospyros Arten.Diese frieren mir immer wieder auf den Stamm zurück.
Pflanzen mit größerem Substratvolumen werden im Freien wieder dick mit Laub eingepackt. Zusätzlich werde ich diese aber noch mit Nadelbaumreisig bedecken.Davon verspreche ich mit weniger Sonneneinwirkung und weniger Themperaturschwankungen.
Meine Kiefern werde ich kalt stellen. Auf dem Gelände "meiner" Gärtnerei befinden sich mehrere Substratsilos aus Beton.Dort dürfte so gut wie keine Sonne einfallen.Zusätzlich werden diese Pflanzen auch mit Nadelbaumreisig abgedeckt.Da diese Silos nur etwa 3x5 Meter in der Fläche und etwa 1,7m in der Höhe sind, wäre eine Überdachung bei extrem lange andauernden Regenfällen möglich. Bisher ist es aber nicht beabsichtigt, vor Regen zu schützen.
Bei meinen ausgepflanzten Bäumen gab es kaum Verluste. Daher werde ich diese weiterhin nur mit calibetontem Dünger auf den Winter vorbereiten.
Was haltet ihr davon?
Wie siehts bei euch aus? Was plant ihr?
Gruß
Stephan
Und was dann?
Einige von uns, vielleicht auch viel mehr als sich hier geoutet haben, denken mit Schrecken an den vergangenen Winter. Wir haben viele traurige, beinahe verzweifelte Verlustmitteilungen gelesen oder gehört.
Bald kommt der nächste Winter und ich kann mir kaum vorstellen, dass sich der/die Eine oder Andere nicht den Kopf zermartert hat wie er/sie die kalte Jahreszeit dieses
mal ohne Verluste übersteht.Nicht jeder hat die Möglichkeit seine Pfleglinge in einem geheizten Gewächshaus zu überwintern. Das wäre die sicherste Möglichkeit und die, denen dies möglich ist, sind schon beinahe etwas zu beneiden.
Aber die Anderen und dazu zähle auch ich, was machen wir? Was ändert ihr ?
Bisher habe ich außer den nicht frostfesten Pflanzen/mediterrane Pflanzen, fast Alles im Freien unter einer dicken Laubschicht begraben. Meine Kiefer meist ohne Schutz an Ort und Stelle stehen lassen.
Meine geplanten Veränderungen:
Frostfrei, also bei den Mediterranen, werden alle Bäumchen im Shohinformat, Bäumchen mit besonders kleinen Schalen überwintert.Dazu kommen auch meine Diospyros Arten.Diese frieren mir immer wieder auf den Stamm zurück.
Pflanzen mit größerem Substratvolumen werden im Freien wieder dick mit Laub eingepackt. Zusätzlich werde ich diese aber noch mit Nadelbaumreisig bedecken.Davon verspreche ich mit weniger Sonneneinwirkung und weniger Themperaturschwankungen.
Meine Kiefern werde ich kalt stellen. Auf dem Gelände "meiner" Gärtnerei befinden sich mehrere Substratsilos aus Beton.Dort dürfte so gut wie keine Sonne einfallen.Zusätzlich werden diese Pflanzen auch mit Nadelbaumreisig abgedeckt.Da diese Silos nur etwa 3x5 Meter in der Fläche und etwa 1,7m in der Höhe sind, wäre eine Überdachung bei extrem lange andauernden Regenfällen möglich. Bisher ist es aber nicht beabsichtigt, vor Regen zu schützen.
Bei meinen ausgepflanzten Bäumen gab es kaum Verluste. Daher werde ich diese weiterhin nur mit calibetontem Dünger auf den Winter vorbereiten.
Was haltet ihr davon?
Wie siehts bei euch aus? Was plant ihr?
Gruß
Stephan
-
Totoro
Re: Der nächste Winter...................
Hallo Stephan,
meine Waldkiefern erhalten bei langandauernden Regenfällen ab jetzt Regenschutz durch Glasbedachung. Aber keinen Frostschutz. Sie werden durch absonnigen Stand vor Wintersonne geschützt. Achte aber trotzdem auf genügend Licht.
Hainbuchen wie immer im Kellervorraum.
Ausgepflanzte Hainbuchen und Waldkiefern bekommen wie immer gar keinen Schutz.
Gruß
Dirk
meine Waldkiefern erhalten bei langandauernden Regenfällen ab jetzt Regenschutz durch Glasbedachung. Aber keinen Frostschutz. Sie werden durch absonnigen Stand vor Wintersonne geschützt. Achte aber trotzdem auf genügend Licht.
Hainbuchen wie immer im Kellervorraum.
Ausgepflanzte Hainbuchen und Waldkiefern bekommen wie immer gar keinen Schutz.
Gruß
Dirk
Re: Der nächste Winter...................
Nichts.pinusmann hat geschrieben:Was ändert ihr ?
Ich habe hier im Forum eine Menge mitgelesen und weiß, dass es nicht allein die Kälte war, sondern die ausgefallene Abfolge von Wärme, Kälte, Trockenheit und Feuchtigkeit, die viele unserer Bonsai überfordert hat.
Auch wenn meine es bis auf eine Ausnahme gut überstanden zu haben schienen, habe ich dieses Jahr eine Pause eingelegt und sie alle miteinander mehr oder weniger in Ruhe gelassen und ohne größere Pflegemaßnahmen durchtreiben lassen, damit sie Kraft tanken können.
Warum sollte der nächste Winter werden wie der letzte?
Gruß,
MarionS
Liebhaber des Raumübergreifenden Großgrüns
MarionS
Liebhaber des Raumübergreifenden Großgrüns
Re: Der nächste Winter...................
Ich werde auch nichts anders machen die "winterfesten" kommen in eine sonnengeschuetzte und WIndgeschuetzte Ecke und die anderen zu Herman ins Kalthaus
Gruss manuu
Gruss manuu
wenn die die reinwollen die die rauswollen nicht rauslassen,können die die rauswollen die die reinwollen nicht reinlassen (ganz logisch oder)
Re: Der nächste Winter...................
Ich werde/kann auf meinem Balkon auch nichts ändern. Folie übers Regal (Windschutz), die Sonne kommt bis Ende Febraur eh nicht ums Eck, und drauf hoffen, dass die Bäume diesen Winter ihren normalen Frostschutz aufbauen können.
Gruß Jürgen 
Wer nicht mit Pflanzen und Tieren kann, kann auch nicht mit Menschen.
Ich moderiere in blau, der Rest ist nur meine Meinung
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- bonsaimacher
- Beiträge: 745
- Registriert: 09.12.2011, 11:54
- Wohnort: Hamburg
Re: Der nächste Winter...................
Ich werde auch nichts großartiges ändern, da ich den letzten Winter gar keinen Ausfall hatte.
Die schalen der Winterharten, werden mit noppenfolie(mehrere schichten) und Laub darin, an die Hauswand gestellt, wo sie überdacht sind und Wind, regen und Sonnengeschützt stehen.
Die Arten, die nicht so winterhart sind, werden in eine große, mit torf gefüllte Kiste gestellt und auch bei den anderen an der Hauswand überwintert.
Über einige, werde ich auch noch noppenfolie spannen, damit sie noch weniger kalten, trockenen Wind abbekommen.
Da ich ja sowieso nicht frostfrei überwintern kann, habe ich mir keine pflanzen angeschafft, die nicht wirklich winterhart sind, wie z.B. Dreispitzahorn usw.
Nur 2 Stück, habe ich die mir sorgen machen.
Eine olive und eine jap. Ulme.
Meine olive überwintert im badezimmer, am Fenster und meine jap. Ulme halt draussen, in der mit torf gefüllten Kiste.
Ich weis, das man ja sagt das die jap. Ulme eigentlich wie ein klassischer outdoor behandelt wird, aber trotzdem mache ich mir sorgen, da es mein 1. Winter mit der jap. Ulme ist.
Naja, ich hoffe das beste.
Gruß Daniel
Die schalen der Winterharten, werden mit noppenfolie(mehrere schichten) und Laub darin, an die Hauswand gestellt, wo sie überdacht sind und Wind, regen und Sonnengeschützt stehen.
Die Arten, die nicht so winterhart sind, werden in eine große, mit torf gefüllte Kiste gestellt und auch bei den anderen an der Hauswand überwintert.
Über einige, werde ich auch noch noppenfolie spannen, damit sie noch weniger kalten, trockenen Wind abbekommen.
Da ich ja sowieso nicht frostfrei überwintern kann, habe ich mir keine pflanzen angeschafft, die nicht wirklich winterhart sind, wie z.B. Dreispitzahorn usw.
Nur 2 Stück, habe ich die mir sorgen machen.
Eine olive und eine jap. Ulme.
Meine olive überwintert im badezimmer, am Fenster und meine jap. Ulme halt draussen, in der mit torf gefüllten Kiste.
Ich weis, das man ja sagt das die jap. Ulme eigentlich wie ein klassischer outdoor behandelt wird, aber trotzdem mache ich mir sorgen, da es mein 1. Winter mit der jap. Ulme ist.
Naja, ich hoffe das beste.
Gruß Daniel
Wer nicht wagt der nicht gewinnt.
Re: Der nächste Winter...................
Hi Stephan,
hier mal ein "richtiges" Outing: wenn meine Bäume noch mal so einen Winter erleben würden, hab' ich einfach gar keine mehr und muss mir auch keine weiteren Sorgen machen - ich sollte wohl irgendwas ändern
. Was mach ich also 12/13 anders?
1) Eine wichtige Beobachtung scheint mir, dass meine Bäume viel früher ausgetrieben haben als ihre wilden Kollegen. Ich führe das darauf zurück, dass ihre Wurzeln sich zu schnell erwärmt haben (muss aber noch ein bisschen dazu recherchieren, hier z.B. Links, die in diese Richtung weisen http://treephys.oxfordjournals.org/cont ... /879.short, http://www.actahort.org/books/409/409_16.htm, http://era.deedi.qld.gov.au/306/). Das werde ich in Zukunft auf jeden Fall vermeiden und die Schalen im Frühjahr entweder einsenken oder sonstwie nach oben isolieren. Die Sonne auf den Zweigen scheint mir dagegen die geringere Rolle zu spielen - die hatten die Wilden ja auch.
2) Eine weitere Beobachtung ist, dass ich Verluste bei länger gepflegten Bäumen hatte, während Yamadoris vom frühen Frühling 2012 prächtig gediehen (trotz ebenfalls eher frühem Austrieb). Daraus folgt für mich, dass diese Tiefst-Temperaturen zumindest in der modernen Pall-Mischung (die ich ansonsten schon gut finde), zumindest bei kleinen Größen (und nicht in Walters typischen Wuchtbrummer-Volumina) und zumindest von einigen Arten (z.B. Rosen, Pfaffenhütchen, Ahorne) einfach nicht gut vertragen werden. Daher werde ich zumindest solche Arten in kleineren Formaten 12/13 frostfrei in Kellerfensterschächten überwintern. Raus- und Reinschleppen im Frühjahr ist allerdings auf keinen Fall drin... allerdings: s.o.; kritisch scheint wirklich die absolute Kälte.
3) Einige Bäume wurden bei mir zusätzlich von der starken Hitze und Sonne im Frühsommer geschädigt; Kandidaten, die im Schatten standen, hatten generell weniger Probleme. Ich kann nicht mehrere Male pro Tag gießen, also werde ich deutlich mehr in Richtung (Halb-)Schatten gehen.
4) Meine Shohins scheinen generell nicht so toll mit dem "modernen Substrat" einverstanden. Da werde ich wohl mal Akadama-lastigere Mischungen ausprobieren.
5) Ich habe einige Bäume extra im Frühjahr 2012 nicht getopft, weil sie schon 2011 nicht ganz optimal aus den Puschen gekommen sind (üble Spätfröste im Mai). Diese Kandidaten will ich im Herbst 2012 topfen.
So, genug der Ketzerei. Aber dies sind meine Pläne.
Gruß,
Stefan
hier mal ein "richtiges" Outing: wenn meine Bäume noch mal so einen Winter erleben würden, hab' ich einfach gar keine mehr und muss mir auch keine weiteren Sorgen machen - ich sollte wohl irgendwas ändern
1) Eine wichtige Beobachtung scheint mir, dass meine Bäume viel früher ausgetrieben haben als ihre wilden Kollegen. Ich führe das darauf zurück, dass ihre Wurzeln sich zu schnell erwärmt haben (muss aber noch ein bisschen dazu recherchieren, hier z.B. Links, die in diese Richtung weisen http://treephys.oxfordjournals.org/cont ... /879.short, http://www.actahort.org/books/409/409_16.htm, http://era.deedi.qld.gov.au/306/). Das werde ich in Zukunft auf jeden Fall vermeiden und die Schalen im Frühjahr entweder einsenken oder sonstwie nach oben isolieren. Die Sonne auf den Zweigen scheint mir dagegen die geringere Rolle zu spielen - die hatten die Wilden ja auch.
2) Eine weitere Beobachtung ist, dass ich Verluste bei länger gepflegten Bäumen hatte, während Yamadoris vom frühen Frühling 2012 prächtig gediehen (trotz ebenfalls eher frühem Austrieb). Daraus folgt für mich, dass diese Tiefst-Temperaturen zumindest in der modernen Pall-Mischung (die ich ansonsten schon gut finde), zumindest bei kleinen Größen (und nicht in Walters typischen Wuchtbrummer-Volumina) und zumindest von einigen Arten (z.B. Rosen, Pfaffenhütchen, Ahorne) einfach nicht gut vertragen werden. Daher werde ich zumindest solche Arten in kleineren Formaten 12/13 frostfrei in Kellerfensterschächten überwintern. Raus- und Reinschleppen im Frühjahr ist allerdings auf keinen Fall drin... allerdings: s.o.; kritisch scheint wirklich die absolute Kälte.
3) Einige Bäume wurden bei mir zusätzlich von der starken Hitze und Sonne im Frühsommer geschädigt; Kandidaten, die im Schatten standen, hatten generell weniger Probleme. Ich kann nicht mehrere Male pro Tag gießen, also werde ich deutlich mehr in Richtung (Halb-)Schatten gehen.
4) Meine Shohins scheinen generell nicht so toll mit dem "modernen Substrat" einverstanden. Da werde ich wohl mal Akadama-lastigere Mischungen ausprobieren.
5) Ich habe einige Bäume extra im Frühjahr 2012 nicht getopft, weil sie schon 2011 nicht ganz optimal aus den Puschen gekommen sind (üble Spätfröste im Mai). Diese Kandidaten will ich im Herbst 2012 topfen.
So, genug der Ketzerei. Aber dies sind meine Pläne.
Gruß,
Stefan
"Leoparden brechen in den Tempel ein und saufen die Opferkrüge leer; das wiederholt sich immer wieder; schließlich kann man es vorausberechnen, und es wird ein Teil der Zeremonie." (F. Kafka)
-
chris-git@rre
Re: Der nächste Winter...................
Meine Japanische Ulme hat -20C ohne Problem überstanden. Ich habe sie auf einem überdachten Balkon überwintert.bonsaimacher hat geschrieben: Ich weis, das man ja sagt das die jap. Ulme eigentlich wie ein klassischer outdoor behandelt wird, aber trotzdem mache ich mir sorgen, da es mein 1. Winter mit der jap. Ulme ist.
- bonsaimacher
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- Registriert: 09.12.2011, 11:54
- Wohnort: Hamburg
Re: Der nächste Winter...................
chris-gitarre hat geschrieben:Meine Japanische Ulme hat -20C ohne Problem überstanden. Ich habe sie auf einem überdachten Balkon überwintert.bonsaimacher hat geschrieben: Ich weis, das man ja sagt das die jap. Ulme eigentlich wie ein klassischer outdoor behandelt wird, aber trotzdem mache ich mir sorgen, da es mein 1. Winter mit der jap. Ulme ist.
Danke für die aufmunternden Worte.
Ich hoffe mal das alles gut geht.
Gruß Daniel
Wer nicht wagt der nicht gewinnt.
Re: Der nächste Winter...................
... fällt mir noch dazu als Beobachtung ein:
Viele der Bäume, die ich für den Garten als Containerpflanzen im zeitigen Frühjahr 2012 aus Baumschulen geholt habe, hatten ähnlich große Schwierigkeiten (ich nenne sie mal "Frostschäden"), wie meine Bonsais.
Ausnahme: Kö... - Pflanzen, die überwintern wohl ganz professionell in Gewächshäusern, soweit ich das beobachten konnte. Bei den anderen Gärtnereien waren das so zeitig im Jahr wohl Rest-Mohikaner, die im Winter irgendwie zu kalt rumgestanden sind (und eigentlich nicht mehr verkauft hätten werden sollen), und die aktuelle Frühjahrsware wurde erst etwas später geliefert.
Resultat auch bei diesen Gartengehölzen (Bocksdorn, Rotdorn, Berberitzenarten, Vogelbeere): das typische "Schwacher Austrieb dann erst mal hängenbleiben", allerdings war die Überlebensrate bei ausgepflanzten Gehölzen generell höher, und ich gehe davon aus, dass sie nächstes Jahr dann durchstarten.
Als Kontrastprogramm meine 2012 Frühjahrs-Yamadoris, die ja mit den Wurzeln im Boden besser geschützt überwintert hatten: Super Austrieb, keine Probleme später im Jahr, trotz aller Wetterkapriolen.
Auch das spricht für die Vorzüge einer eher frostfreien Überwinterung von getopften/geschalten Bäumen.
Viele der Bäume, die ich für den Garten als Containerpflanzen im zeitigen Frühjahr 2012 aus Baumschulen geholt habe, hatten ähnlich große Schwierigkeiten (ich nenne sie mal "Frostschäden"), wie meine Bonsais.
Ausnahme: Kö... - Pflanzen, die überwintern wohl ganz professionell in Gewächshäusern, soweit ich das beobachten konnte. Bei den anderen Gärtnereien waren das so zeitig im Jahr wohl Rest-Mohikaner, die im Winter irgendwie zu kalt rumgestanden sind (und eigentlich nicht mehr verkauft hätten werden sollen), und die aktuelle Frühjahrsware wurde erst etwas später geliefert.
Resultat auch bei diesen Gartengehölzen (Bocksdorn, Rotdorn, Berberitzenarten, Vogelbeere): das typische "Schwacher Austrieb dann erst mal hängenbleiben", allerdings war die Überlebensrate bei ausgepflanzten Gehölzen generell höher, und ich gehe davon aus, dass sie nächstes Jahr dann durchstarten.
Als Kontrastprogramm meine 2012 Frühjahrs-Yamadoris, die ja mit den Wurzeln im Boden besser geschützt überwintert hatten: Super Austrieb, keine Probleme später im Jahr, trotz aller Wetterkapriolen.
Auch das spricht für die Vorzüge einer eher frostfreien Überwinterung von getopften/geschalten Bäumen.
"Leoparden brechen in den Tempel ein und saufen die Opferkrüge leer; das wiederholt sich immer wieder; schließlich kann man es vorausberechnen, und es wird ein Teil der Zeremonie." (F. Kafka)
Re: Der nächste Winter...................
Hallo ihr lieben.....ich habe eine Lärche und eine Kastanie (beide ca. 3 Jahre) geschenkt bekommen. Beide standen bisher bei meinem Freund (Hessen-Siegerland) in den Wintermonaten im Garten, in einer relativ gut geschützten Ecke hinter einer Scheune auf der Wiese, ganz dick mit Laub bedeckt. Der Winter dort ist teilweise "sibierisch" wie er so schön sagt,mit ordentlich Schnee. Habe das selbst 10 Jahre lang erlebt bis ich vor 2 Jahren an den Bodensee gezogen bin.
Hier in Singen,herrschen bei weitem nicht solche Winterlichen Monate. Im vergleich habe ich hier sehr wenig bis keinen Schnee dafür aber mehr Bodenfrost....was ich so die letzten 2 Jahre mitbekommen habe.
Die jungen Bäume stehen seit 3 Jahren in einem normalen Blumentopf mit heimischer Muttererde,die Wurzeln wachsen aber schon aus den abzugslöchern raus. Hier mal ein paar Bilder von den dazugezogenen: hier noch ein Findling beim Spazieren gehen entdeckt,lag mit samt großer Wurzel und wenig Erde vor einer Woche am Waldrand,erst mal mit Maulwurferde in einen Eimer gepackt. Nun meine Frage nachdem ich soooo viele unterschiedliche Meinungen bezüglich der Überwinterung gelesen habe und nun trotzdem doch sehr unsicher bin.
Ich wollte alle mit samt Erde jetzt noch in Teichkörbe umpflanzen und nur mit Erde auffüllen,sonst alles beim alten lassen und dick mit Laub bedeckt,geschützt unter und zwischen den großen Bäumen vorm Haus überwintern. Oder in den alten Töpfen lassen und im Frühjahr mit neuem Substrat in Teichkörbe? Oder doch ganz anders?
bitte um Hilfe....
Hier in Singen,herrschen bei weitem nicht solche Winterlichen Monate. Im vergleich habe ich hier sehr wenig bis keinen Schnee dafür aber mehr Bodenfrost....was ich so die letzten 2 Jahre mitbekommen habe.
Die jungen Bäume stehen seit 3 Jahren in einem normalen Blumentopf mit heimischer Muttererde,die Wurzeln wachsen aber schon aus den abzugslöchern raus. Hier mal ein paar Bilder von den dazugezogenen: hier noch ein Findling beim Spazieren gehen entdeckt,lag mit samt großer Wurzel und wenig Erde vor einer Woche am Waldrand,erst mal mit Maulwurferde in einen Eimer gepackt. Nun meine Frage nachdem ich soooo viele unterschiedliche Meinungen bezüglich der Überwinterung gelesen habe und nun trotzdem doch sehr unsicher bin.
Ich wollte alle mit samt Erde jetzt noch in Teichkörbe umpflanzen und nur mit Erde auffüllen,sonst alles beim alten lassen und dick mit Laub bedeckt,geschützt unter und zwischen den großen Bäumen vorm Haus überwintern. Oder in den alten Töpfen lassen und im Frühjahr mit neuem Substrat in Teichkörbe? Oder doch ganz anders?
Re: Der nächste Winter...................
Hallo Mullemaus,
Gruß raga
Jetzt noch umsetzen halte ich für riskant.Mullemaus hat geschrieben:... in den alten Töpfen lassen und im Frühjahr mit neuem Substrat in Teichkörbe ...
Gruß raga
Mors est quies viatoris
Fines est omnis laboris
Fines est omnis laboris
Re: Der nächste Winter...................
"Sibirisch" ist relativ. Unter einer dicken Schicht Schnee haben es Pflanzen mollig warm und gleichbleibend feucht.Mullemaus hat geschrieben:Der Winter dort ist teilweise "sibierisch" wie er so schön sagt,mit ordentlich Schnee. Habe das selbst 10 Jahre lang erlebt bis ich vor 2 Jahren an den Bodensee gezogen bin.
Hier in Singen,herrschen bei weitem nicht solche Winterlichen Monate. Im vergleich habe ich hier sehr wenig bis keinen Schnee dafür aber mehr Bodenfrost....was ich so die letzten 2 Jahre mitbekommen habe.
Wenig bis kein Schnee kann da durchaus gefährlicher sein.
Hier am "milden" Niederrhein hatten wir letzten Februar je nach Standort um die 20° Temperaturunterschied zwischen Tag und Nacht und dabei eine mörderische Trockenheit von 34%. Sowas ist richtig Stress für Pflanzen.
Zuletzt geändert von MarionS am 30.09.2012, 15:08, insgesamt 1-mal geändert.
Gruß,
MarionS
Liebhaber des Raumübergreifenden Großgrüns
MarionS
Liebhaber des Raumübergreifenden Großgrüns
Re: Der nächste Winter...................
Einspruch MarcoMarcoW hat geschrieben: Was bringt es überhaupt so dünne Dinger in einem TPK aufziehen zu wollen,
das bringt schon was (richtig gemacht). Aber das ist ne andere Baustelle und gehört nicht in diesen Thread.
Gruß Jürgen 
Wer nicht mit Pflanzen und Tieren kann, kann auch nicht mit Menschen.
Ich moderiere in blau, der Rest ist nur meine Meinung
Wer nicht mit Pflanzen und Tieren kann, kann auch nicht mit Menschen.
Ich moderiere in blau, der Rest ist nur meine Meinung


