Der nächste Winter...................

Spezielle Baumpflege z.B. düngen, umtopfen, Erden, ein- und auswintern, Pflanzenschutz
Benutzeravatar
Stephan mit ph
Beiträge: 1420
Registriert: 08.02.2010, 13:18

Re: Der nächste Winter...................

Beitrag von Stephan mit ph »

Hallo Dirk.
Wie einfach wäre es jetzt wenn du nicht geschrieben hättes, du hast die Themperaturschwankungen versucht so gering wie möglich zu halten, aber jetzt ?????
Mehr oder minder verlustfrei sind bei mir "Stellplätze" im Freien bei denen die Themperaturen lange Zeit konstant scheinen. Die Töpfe/Schalen unter der Laubdecke sind bedeutend länger, komplett durchgefroren, als z.B. die Kiefern ohne Laubeinpackung. Erst wenn ich das Laub entferne, tauen die Pflanzgefäße langsam auf.
Gegossen wird bei meiner Überwinterung gar nicht.(modernes Substrat mit sehr geringem Torfanteil) Die natürlichen Niederschläge haben bis jetzt gereicht. Übers Laub wird die Verdunstung aus den Pflanzgefäßen minimiert. Zudem herrscht unter der Laubdecke eine natürliche Feuchtigkeit, aus dem Erdreich aufsteigend.
Mir stehen viele qm Gewächshausfläche zur Verfügung, jedoch bin ich der Überzeugung, dass dies ein eigenes Kapitel ist, was man mit Sicherheit erlernen kann.Wenn man einen Fachmann zur Seite hat, bestimmt nicht all zu schwer.Mir fehlt so ein Fachmann, leider. So ist es für mich sicherer, weitgehends natürlich zu überwintern.
Zur Verständigung: Die Glashäuser sind nicht geheizt und ich kann es mir nicht leisten, Gewächshäuser mit 1000 Kubikmeter warm zu halten.
Ich weiß nicht ob dir das hilft. Für mich sind schnell wechselnde Themperaturen, mit starken Ausschlägen, für den Verlust der meisten meiner abgestorbenen Bäume verantwortlich.
Viele Grüße
Stephan
P.S. Ich habe auch einige Hainbuchen. Vergangenes Jahr keinen Verlust.
Sanne
Beiträge: 6673
Registriert: 01.02.2009, 19:09
Wohnort: Norddeutschland

Re: Der nächste Winter...................

Beitrag von Sanne »

Hallo Joseph, hallo Stephan,

da haben wir uns wohl mißverstanden. Jetzt verstehe ich, was Ihr mit Astbruch meint. Danke Joseph für's Zeigen der Schneemassen. Aber ich packe nur die Schalen der Bäume mit Folie ein, nicht den ganzen Baum. Für empfindlichere Bäume habe ich ein kleines unbeheiztes Foliengewächshaus stehen. Hier in Zentrum Hamburgs ist selten mal Schnee und auf meinem überdachten Balkon so gut wie garnicht. Ich war dann häufiger im Hof mit Eimer und Spaten und habe mir Schnee für meine Bäume geschaufelt. Das ist mir schon klar, dass der Schnee am Besten die Bäume isoliert.

Schöne Grüße, Sanne
Benutzeravatar
Josef Knieke
BFF-Autor
Beiträge: 2282
Registriert: 25.08.2010, 21:19
Wohnort: Niedersachsen
Kontaktdaten:

Re: Der nächste Winter...................

Beitrag von Josef Knieke »

Hallo Stephan

problematsich ist Sonneneinfall und der damit bedingte Temperaturanstieg. Ich bin der Meinung, dass viele Bäume im Gewächshaus schlichtweg vertrocknen!!

Mein Gewächshaus steht so geschützt, eine Hecke 2 m Abstand, dahinter eine Straße und eine Häuserzeile, so dass zurzeit ab 15.00 Uhr keine Sonne mehr auf das Gewächshaus fällt. Später, -- Dezember, Januar und Februar fällt noch weniger Sonne aufs GH.
Es wird frostfrei gehalten. Alle Italiener, Azaleen, die etwas hochwertigen Bäume und die Shohins werden darin überwintert. - Und das seit mehreren Jahren ohne Verlust.

Zwischen Hecke und Gewächhaus steht der Rest! - Die Schalen werden vor dem Einwintern gewässert. Danach werden sie in Müllsäcke eingeschlagen, unter der Schale wird in den Plastiksack ein Loch geschnitten, damit keine Staunässe darin entsteht. Ja, meine Bäume werden mit Schale eingewintert!!
Die Schale wird ins Beet gestellt und mit Laub, Mulch oder mit Schreddergut zugedeckt.
Die Feuchtigkeit in den Schalen wird ein oder zweilmal über die Winterzeit überprüft. Grundsätzlich reicht die Feuchtigkeit über die Monate aus. Die Müllsäcke verhindern das Eindringen von Wasser in die Schalen. Selbst Schnee und Schmelzwasser dringen nicht ein und versotten so den Schalenboden nicht!
Eine schleimige Schicht aus Erd- Staubpartikeln, die kaum ausgespült wird, setzt sich am Schalenboden ab. Steht diese unter Wasser, so hat man zwangsläufig Staunässe am Schalengrund und die Wurzeln nehmen während der Überwinterung Schaden.
Nadelgehölze, bis auf die Eiben und Fichte stehen ungeschützt auf meiner überdachten Terrasse am Haus. Das reicht aus.

@Sanne
Bei mir werden alle Schalen oder Pflanzgefäße die frei stehen und so überwintern mit Noppenfolie umwickelt. Wenn sie völlig frei im Grten stehen, wird auch schon mal eine Platte Styropor unter die Schale geschoben.
Nur bei extremer Kälte werden die Bäume, die zwisschen GH und Hecke stehen mit einer Folie abgedeckt. Ich glaube, da kannst du bei der Überwinterung auf dem überdachten Balkon gut und gern drauf verzichten.

LG

Josef
http://www.bonsai-arbeitskreis-hildesheim.de/
AK-Treffen jeden 2. Samstag im Monat
Benutzeravatar
abconcept
Beiträge: 709
Registriert: 23.09.2011, 23:52

Re: Der nächste Winter...................

Beitrag von abconcept »

Josef schreibt,
@ Zwischen Hecke und Gewächhaus steht der Rest! - Die Schalen werden vor dem Einwintern gewässert. Danach werden sie in Müllsäcke eingeschlagen, unter der Schale wird in den Plastiksack ein Loch geschnitten, damit keine Staunässe darin entsteht.

hallo Josef,
mit den müllsäcken ist eigentlich eine gute idee, frage besteht nicht die gefahr von schimmelbildung im müllsack?
lg
albin

meine winterlösung besteht darin einen holzverschlag zu bauen im oberen teil mit folie abkleiden und den rest je nach wetter ebenfalls mit folie zu verschliessen. folie auf eine dachlatte genagelt und dann auf- oder abrollen je nach wunsch.
dann lege ich styropurplatten aus, darauf wird rindenmulch verteilt und darauf die bäume. die hohlräume zwischen den schalen fülle ich ebenfalls mit rindenmulch und obendrauf eine mischung aus laub und rindenmulch. giessen brauche ich nur ganz wenig weil der rindenmulch für eine gute grund- bzw. luftfeuchtigkeit sorgt. meiner meinung nach sind die hohlräume im rindenmulch ein guter isolator. die folien dienen nur dazu kalte winde und regen abzuhalten, bevor ich das so praktiziert habe hatte ich immer probleme damit das die bäume bei regen zu nass standen und ich hatte immer angst vor wurzelfäule. im letzten winter hatte ich keine verluste aufgrund dieser art der überwinterung, und mit pilzen etc. hatte ich bis jetzt auch keine probleme, einmal vorm winter vorsorglich spritzen und gut.

lg
albin
Dateianhänge
bild aktuell von heute
bild aktuell von heute
Benutzeravatar
Josef Knieke
BFF-Autor
Beiträge: 2282
Registriert: 25.08.2010, 21:19
Wohnort: Niedersachsen
Kontaktdaten:

Re: Der nächste Winter...................

Beitrag von Josef Knieke »

Hallo Albin

es ist schon vorgekommen, dass sich auf der Schalenoberfläche Schimmel gebildet hat. Diesen habe ich nach dem Auspacken der Bäume einfach abgekratzt, bzw. die Substartoberfläche ein wenig erneuert. Das war es dann aber auch schon.

Auf jeden Fall bleiben die Bäume darunter "nur" feucht und nicht nass!!


LG

Josef
http://www.bonsai-arbeitskreis-hildesheim.de/
AK-Treffen jeden 2. Samstag im Monat
Benutzeravatar
abconcept
Beiträge: 709
Registriert: 23.09.2011, 23:52

Re: Der nächste Winter...................

Beitrag von abconcept »

hallo Josef,
das hört sich gut an mit den müllsäcken, ich denke das übernehme ich, danke für den tip. die problematik mit der feuchtigkeit, sprich wenns ungünstig läuft sehr nass statt feucht scheint mir mehr schaden anzurichten als frost. muß sicherlich nicht gleich in wurzelfäule übergehen, aber für ein angeschlagenes/angegriffenes wurzelwerk welches dann mindestens geschwächt ins frühjahr geht reicht es immer. von daher wird das verpacken im müllsack sehr vorteilhaft sein, wenn denn der schimmel keinen schaden anrichtet, aber da würde ich Deinen positiven erfahrungen trauen.

lg
albin
Antworten