Apfelprobleme...Rindenbrand?

Spezielle Baumpflege z.B. düngen, umtopfen, Erden, ein- und auswintern, Pflanzenschutz
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Kyrilla
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Apfelprobleme...Rindenbrand?

Beitrag von Kyrilla » 28.04.2014, 13:54

Diesen Apfelbaum habe ich jetzt 3 Jahre.
Gekauft hab ich ihn in einem Bonsaigeschäft und von Anfang an kleine Verstimmungen. Als ich ihn bekam hatte er seitlich eine riesige Totholzpartie,und eine Totholzpartie in der Krone/Spitze-wie ein Bruch (also nicht geschnitten)-ca 2 Euro groß,(was ich ersteinmal spannend fand),wenig Feinwurzeln und stand in reinem Akadama.Also setzte ich ihn um.Und bekämpfte die Spinnmilbenherde.
Und nach dem er im Wachstum kein Blatt brachte ,setzte ich ihn einfach in anderes Substrat ohne Wurzelschnitt in einen größeren Topf mit korrigierten natürlichen Winkel.
Im Jahr drauf versuchte ich ihn etwas auszulichten und Verdickungen in den Zweigen durch Quirlbildung heraus zu schneiden.
Dieses Jahr hab ich ihn wegen Rostpilzen eines anderen Apfels vorbeugend mit gespritzt.
Die Totholzpartie hab ich etwas angeritzt um Kallus zu fördern.
Er fing wieder an vor sich hin zu kümmern.
Ich hab darauf ihn noch tiefer gesetzt-ohne Wurzelschnitt( Feinwurzeln da,aber keine frischen weißen Spitzen!)
Jetzt hab ich Längsbrüche im Stamm,und ein Ast trocknet sichtbar ein.
Wenn das so weiter geht,hat am Ende des Jahres wenn der Baum noch lebt-einen halben Stamm.
Was kann ich tun?
Es geht jetzt echt nicht ums Gestalten sondern um den Baum zu pflegen und zu erhalten.
Geblüht hat er übrigens wie Bolle und er treibt an der anderen Seite gut gefärbte grüne Triebe....
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Re: Apfelprobleme...

Beitrag von Kyrilla » 28.04.2014, 14:00

Hier mal Lage und Größe des 2.Totholzbereichs.... :(
Eigentlich wollte ich ja die Totholzbereiche zuwachsen lassen.
Scheint nicht so recht zu klappen.
Der grün gezeichnete Bereich ist der Bereich,der seltsam aussieht und wo die Brüche verlaufen.
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Re: Apfelprobleme...

Beitrag von Kyrilla » 28.04.2014, 16:42

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Re: Apfelprobleme...Rindenbrand?

Beitrag von Kyrilla » 29.04.2014, 10:39

Naja,ich werde weiter berichten....
die eingesunkenden schwärzlichen Rindenteile sind hoffentlich besser zu sehen....
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Re: Apfelprobleme...Rindenbrand?

Beitrag von schmieda » 29.04.2014, 12:34

Hallo Undine,

das kommt mir bekannt vor.
Schau mal hier: http://www.bonsai-fachforum.de/viewtopi ... 81#p186481
Hat mich den halben Baum gekostet aber er hat es überlebt.
Gruß
Frank :)

++++ Gießen: Hessischer Botaniker findet heraus, wie Pflanzen länger leben ++++

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Re: Apfelprobleme...Rindenbrand?

Beitrag von Kyrilla » 29.04.2014, 13:05

Danke.Liest sich wirklich genauso! :cry:
Dann werde ich mir mal Celaflor Spezial-Pilzfrei Aliette besorgen....
Wäre schade um den Baum.
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Re: Apfelprobleme...Rindenbrand?

Beitrag von Heike_vG » 29.04.2014, 14:18

Es könnte auch einfach die saftführende Rinde zwischen den großen Schnittstellen abgestorben sein, weil dort kein rechter Fluss mehr stattfand, wegen der Unterbrechungen durch die großen Stellen. Ein Fungizid anzuwenden ist jedoch sicherlich nicht verkehrt, sicher ist sicher.
Übrigens würde ich begrifflich Totholz abgrenzen gegen Schnittstellen und Bereiche mit abgestorbener Rinde.

Liebe Grüße,

Heike
Ein halber Schritt in die richtige Richtung ist oftmals ein Reinfall...

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Re: Apfelprobleme...Rindenbrand?

Beitrag von Kyrilla » 03.05.2014, 09:21

So,ich hab mir Hilfe geholt und den Baum einer Bonsaifreundin vorgestellt.
Nach gründlicher Analyse hat sie gemeint,das wenn wir jetzt alles abtragen was verdächtig aussieht, der Baum nicht mehr zu retten ist.
Wenn wir ihn so lassen ist er auch hin.
Er zeigt aber noch Wuchskraft.
Also,Pilzmittel auf jeden Fall das ganze Jahr durch.Düngen ,Füttern nichts schneiden und hoffen.
Ist es Rindenbrand,ist eh nichts mehr zu deichseln.Dazu beträfe es dann den ganzen Baum.
Im Frühjahr nach den Wurzeln sehen.
Versuchen das Totholz trocken zu lassen :(
Wie ich das hinkriegen soll,weiß ich noch nicht.Schließlich zieht das bis in den Wurzelbereich.
Eine Möglichkeit-in den Garten pflanzen.
Ja,meine Freundin wäre ja da,aber ob ich ihn dann wiederkriege?
Ich werde mal in der AK rumfragen.Vielleicht hat dort jemand ein Gartenplätzchen frei.....
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Re: Apfelprobleme...Rindenbrand?

Beitrag von Kyrilla » 23.05.2014, 09:04

Rindenabtragungen.
Fleckenhaft habe ich immer wieder grüne Bereiche.
Selbst neben den Rissen ist es grün.....
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Re: Apfelprobleme...Rindenbrand?

Beitrag von Olaf_Gd » 24.05.2014, 09:43

Hallo,
es gibt eine Pilzkrankheit, die heißt Kragenfäule. Das sieht ganz ähnlich aus.

Gruß Olaf

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Re: Apfelprobleme...Rindenbrand?

Beitrag von Kyrilla » 24.05.2014, 18:00

http://www.kob-bavendorf.de/Service/kra ... agenfaeule
Mh,paßt vom Geruch nicht.
Aber Danke für den Hinweis.
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Re: Apfelprobleme...Rindenbrand?

Beitrag von Kyrilla » 15.07.2014, 08:02

Zwischenstand.
Der Baum treibt,als ob es kein Morgen gäbe.Früchte hat er nicht abgeworfen,aber sie sind so groß wie 1 Euro Stücke.
Und natürlich wächst er gerade völlig aus der Form.
Die befallende Rinde ist nun richtig eingesunken.
Am Wurzelansatz treibt er neu aus.
Nach dem Winter hab ich viel zum schneiden.
Aber ob es sinnvoll wäre,die befallene Rinde zu entfernen?
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Borkenkäfer
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Re: Apfelprobleme...Rindenbrand?

Beitrag von Borkenkäfer » 15.07.2014, 13:57

Hallo zusammen,
ich hatte vor einiger Zeit auch Probleme mit der Rinde meines Apfels (http://www.bonsai-fachforum.de/viewtopi ... =6&t=39300). Der übrigens auch schon vorher eine Menge Totholz (Sabamiki) hatte.
Auflösung: Kein Pilz, eine Abschottung und ein Holzwurm. Karl Thier hat mir den befallenen Bereich schön bearbeitet. Der Baum hat die ganze Zeit ziemlich viel neues Grün bekommen. Dabei ist für mich kaum erklärbar wie er mit so wenig intakter Rinde überhaupt existieren kann. Ich denke, dass wenigstens 70% des unteren Stammumfangs komplett rindenfrei ist. Die Hoffnung auf ein erneutes Zuwachsen von rindenfreien Stücken halte ich bei meinem Apfel für ziemlich illusorisch.

Solange wie es dem Baum gut geht und er nicht schwächelt, freue dich an seinem Grün und liebe ihn :-) Eine locker aufliegende Rinde, die einfach tot ist, würde ich aber abnehmen. Alles was tot ist und auf einer Totholzfläche vergammeln kann, wird es sicher irgendwann tun. Da wäre mir das Risiko überflüssigen Schimmels auf dem Totholz zu groß. Karl Thier hat bei meinem Apfel das Totholz geflämmt, um es gegen äußeren Schaden zu schützen. Möglicherweise leistet Jin-Mittel auf chemischem Weg das gleiche Ergebnis.
Herzlichst,
Stefan


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Re: Apfelprobleme...Rindenbrand?

Beitrag von Kyrilla » 15.07.2014, 16:37

Locker ist es nicht,sondern fest.
Die beiden Spalten machen mir auch Sorgen.
Vieleicht auch zu viele....
Danke Stephan.
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Re: Apfelprobleme...Rindenbrand?

Beitrag von Borkenkäfer » 15.07.2014, 16:47

Ich hab im Totholz meiner Quitte ziemlich viele vertikale Risse im Holz. Das arbeitet einfach, wenn der Rest wächst.

Feste Rinde sollte dort bleiben, wo sie ist... Bei mir rieselte es ja einfach runter.

Und ich bin immer mehr der Ansicht: Wenn kein Schadbild, dann keine Panik. Nicht alles, was Natur ist und funktioniert wie es soll, muss automatisch schön sein. Wie WP schon sagte, der tägliche Blick in den Spiegel bestätigt das.

Auch ich neige dazu, bei Fraßspuren an den Blättern meiner Bäume als erstes an die Spuren des Angriffs von Killerwalen zu denken. Ich drücke dann das Sieb in der Gießkann so fest runter, dass sie nicht mehr rauskönnen, und mache einfach weiter...
Herzlichst,
Stefan


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