Liebe Bonsaifreunde,
dieses Jahr möchte ich mit meiner Blutbche bei der Pflege gerne alles richtig machen. Ich habe sie im Frühjahr 2012 als vielleicht dreijährige Pflanze ausgegraben und bin mit ihrem bisherigen Wachstum nicht zufrieden.
Sie stand immer in einem großen Tonkübel mit Bonsaierde vom Sponsor und bekam zur Wachstumszeit alle zwei Wochen abwechselnd Flüssigdüner und Biogold. Jedes Frühjahr habe ich bei einem leichten Wurzelschnitt die Wurzeln ausgerichtet.
Bis jetzt hatte sie jedes Jahr Läuse, die ich jedoch rechtzeitig bemerkt und von den Blattunterseiten abgewischt habe, und jedes Jahr ist der zweite Sommeraustrieb verkümmert. (Die zweiten Triebe sahen immer etwas pelzig aus und hatten nur leere Knospen, siehe Bild.)
Habt ihr eine Ahnung, woran das liegen könnte, oder was ich dagegen tun kann?
LG
Stefanie
Blutbuche - Warum verkümmert der zweite Austrieb immer?
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Re: Blutbuche - Warum verkümmert der zweite Austrieb immer?
Vielleicht liegt es ja daran. Umtopfen reicht auch alle zwei Jahre, lass ihn auch mal in Ruhe wachsen und Wurzeln machen. Dann klappt die Versorgung im Sommer besser.Bonsette hat geschrieben:Jedes Frühjahr habe ich bei einem leichten Wurzelschnitt die Wurzeln ausgerichtet.
- Herbert A
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Re: Blutbuche - Warum verkümmert der zweite Austrieb immer?
Hi Stefanie,
die Blutbuche gehört zur Familie der Fagus sylvatica. Jedes Jahr an den Wurzeln zu arbeiten mag die Rotbuche nicht besonders gern und wie wächst viel schwächer. Das kann auch schon mal zum absterben eines Baumes führen.
Der zweite Austrieb einer Rotbuche ist eigentlich nicht zu verwenden. Er wächst viel zu stark und ist für den Aufbau einer Feinverzweigung ungeeignet.
Vielleicht findest Du hier ein paar Antworten auf deine Fragen.
http://www.bonsai-fachforum.de/viewtopi ... t=Rotbuche
lg
Herbert
die Blutbuche gehört zur Familie der Fagus sylvatica. Jedes Jahr an den Wurzeln zu arbeiten mag die Rotbuche nicht besonders gern und wie wächst viel schwächer. Das kann auch schon mal zum absterben eines Baumes führen.
Der zweite Austrieb einer Rotbuche ist eigentlich nicht zu verwenden. Er wächst viel zu stark und ist für den Aufbau einer Feinverzweigung ungeeignet.
Vielleicht findest Du hier ein paar Antworten auf deine Fragen.
http://www.bonsai-fachforum.de/viewtopi ... t=Rotbuche
lg
Herbert
Schön dass es dieses Forum gibt.
Re: Blutbuche - Warum verkümmert der zweite Austrieb immer?
Manchmal werden auch die Knospen von Schädlingen befallen und so von innen zerfressen, dass sie nicht mehr austreiben können.
LG, Heike
LG, Heike
Re: Blutbuche - Warum verkümmert der zweite Austrieb immer?
Vielen Dank, Frank, Herbert und Heike für eure Hinweise!
Dann werde ich dieses Frühjahr mal nichts an den Wurzeln der Buche machen (die sind inzwischen auch schon ganz gut ausgerichtet), und sie darf noch eine Saison im großen Kübel wachsen.
Herbert, dein Thread zeigt mir die Eigenarten der Buche sehr gut, und schön, was du aus dem einfachen Material gemacht hast!
LG
Stefanie
Dann werde ich dieses Frühjahr mal nichts an den Wurzeln der Buche machen (die sind inzwischen auch schon ganz gut ausgerichtet), und sie darf noch eine Saison im großen Kübel wachsen.
Herbert, dein Thread zeigt mir die Eigenarten der Buche sehr gut, und schön, was du aus dem einfachen Material gemacht hast!
Hilft jetzt vielleicht noch eine Winterspritzung mit Weißöl, um evtl. schon vorhandene Eier von Schädlingen (erkennen kann ich aber nichts) zu beseitigen? Oder sollte ich im Sommer mal vorbeugend gegen Schädlinge spritzen?Heike_vG hat geschrieben:Manchmal werden auch die Knospen von Schädlingen befallen und so von innen zerfressen, dass sie nicht mehr austreiben können.
LG
Stefanie
Re: Blutbuche - Warum verkümmert der zweite Austrieb immer?
Die Winterspritzung könntest Du jetzt oder vor dem Austrieb machen, das ist eine gute Maßnahme, da Du letzte Saison Probleme mit Schädlingen hattest.
Nächste Saison gut kontrollieren, erste einzelne Blattläuse, Schmierläuse o.ä. ruhig manuell entfernen, bei stärkerem Befall rechtzeitig spritzen. Ansonsten halte ich es bei überschaubaren Hobbysammlungen ohne viel Fluktuation nicht für nötig und sinnvoll, viel vorbeugend zu spritzen (außer z.B. gegen Miniermotte bei Kastanien o.ä.).
An den Knospen sieht man manchmal kleine Bohrlöchlein, wenn sich darin etwas eingenistet hat. Ruhig mal mit der Lupe kontrollieren.
LG, Heike
Nächste Saison gut kontrollieren, erste einzelne Blattläuse, Schmierläuse o.ä. ruhig manuell entfernen, bei stärkerem Befall rechtzeitig spritzen. Ansonsten halte ich es bei überschaubaren Hobbysammlungen ohne viel Fluktuation nicht für nötig und sinnvoll, viel vorbeugend zu spritzen (außer z.B. gegen Miniermotte bei Kastanien o.ä.).
An den Knospen sieht man manchmal kleine Bohrlöchlein, wenn sich darin etwas eingenistet hat. Ruhig mal mit der Lupe kontrollieren.
LG, Heike


