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Auslöser war dieser Link:
http://www.bonsaiempire.de/blog/aqua-bonsai
Mir gehen diese Aqua-Bonsai nicht mehr aus dem Kopf (ihr kennt ja so ein paar Sachen von mir, Glas finde ich ja schonmal sehr cool). Im Beitrag stand jetzt, dass es ein großes Geheimniss sein soll, wie das gemacht wird. Ein Spezialdünger wird auf der eigentlichen Webseite gezeigt, aber nicht verkauft. Die dortigen Aqua-Bonsai sind alle verkauft.
Nun frag ich mich: wenn man die Bonsai verkauft, MUSS man doch auch verraten, wie man die pflegen muss, oder ?
- kein Leitungswasser, was dann ? Destiliertes Wasser, damit die Wurzeln nicht faulen ?
- Spezialdünger ? Naja, wir wissen ja schon, was die Pflanzen zum Wachsen brauchen. Dauerdüngung machen ja hier auch ein paar, kommt also nur auf die vernünftige Konzentration an
- Licht ? Hm, kann man auch draussen hinstellen, mit Pflanzenlampen haben auch auch einige Erfahrung ...
- was macht man wohl im Winter, wenn der Laubbaum seine Ruhe haben soll, wieder in Erde setzen und ab ins GWH ?
Wenn das auch andere interressiert, könnten wir ja gemeinsam drüber nachdenken, wie das wirklich klappen könnte und dann einen extra Thread aufmachen und Versuche starten.
Aqua-Bonsai
Aqua-Bonsai
Grüße, Frank
___________
Ich will nur noch hupen !
___________
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Re: Linksammlung
Hi,
Frank, der einzige funktionale Weg, den ich mir vorstellen kann ist ein hydroponisches System, wo unter den im Wasser liegenden Wurzeln ein Luftsprudler liegt, der die Wurzeln mit Sauerstoff versorgt. Das Wasser wird ebenso nicht in einem geschlossenen Behälter gehalten, sondern durch einen Reinigungs- und Düngekreislauf gepumpt und so in Bewegung gehalten. Diese Systeme kennt man eigentlich aus der Hochleistungspflanzenzucht. Ob das aber noch so Zen ist, wie die Youtube-Videos, die Bonsai zeigen, deren blanke Wurzeln in einer "Glasvase" schwimmen, weiß ich nicht.
Lieben Gruß
Heinrich
Frank, der einzige funktionale Weg, den ich mir vorstellen kann ist ein hydroponisches System, wo unter den im Wasser liegenden Wurzeln ein Luftsprudler liegt, der die Wurzeln mit Sauerstoff versorgt. Das Wasser wird ebenso nicht in einem geschlossenen Behälter gehalten, sondern durch einen Reinigungs- und Düngekreislauf gepumpt und so in Bewegung gehalten. Diese Systeme kennt man eigentlich aus der Hochleistungspflanzenzucht. Ob das aber noch so Zen ist, wie die Youtube-Videos, die Bonsai zeigen, deren blanke Wurzeln in einer "Glasvase" schwimmen, weiß ich nicht.
Lieben Gruß
Heinrich
Re: Aqua-Bonsai
Danke fürs Abtrennen !
Ja, auf hydroponisch wurde ja auch im Artikel hingewiesen. Die Bilder zeigen jedoch anderes. Muss ich jetzt daraus schliessen, dass die Pflanzen selber immer in so einem System wachsen und nur zur Präsentation dann ins Glas gesteckt werden ? Fänd ich dann ja ziemlich enttäuschend.
Gleichzeitig wurde aber auch erwähnt, dass das Wasser regelmässig zu wechseln ist. Spricht widerum für einen Daueraufhalt in den Gläsern oder nicht ?
Und wenn ich dann sehe, wie lange man Stecklinge im Wasserglas ziehen kann. Mit Leitungswasser, da fault ja nicht einmal was, wenn man das Wasser regelmässig wechselt.
Ja, auf hydroponisch wurde ja auch im Artikel hingewiesen. Die Bilder zeigen jedoch anderes. Muss ich jetzt daraus schliessen, dass die Pflanzen selber immer in so einem System wachsen und nur zur Präsentation dann ins Glas gesteckt werden ? Fänd ich dann ja ziemlich enttäuschend.
Gleichzeitig wurde aber auch erwähnt, dass das Wasser regelmässig zu wechseln ist. Spricht widerum für einen Daueraufhalt in den Gläsern oder nicht ?
Und wenn ich dann sehe, wie lange man Stecklinge im Wasserglas ziehen kann. Mit Leitungswasser, da fault ja nicht einmal was, wenn man das Wasser regelmässig wechselt.
Grüße, Frank
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Ich will nur noch hupen !
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Re: Aqua-Bonsai
Aber bis auf die Wurzeln wächst ja an den Stecklingen auch kaum was, zumindest nach einer kurzen Weile. und auch das Wurzelwachstum hört ja bei den meisten Arten recht schnell auf...
All die Bemühungen zu offenem Substrat, Belüftung etc wären ja damit als "Humbuk" enttarnt.
Und dass der Artikel auf Hydroponie hinweist, würde ich erstmal nicht überbewerten. Wahrscheinlich hat da jemand ein schlau klingendes und damit verkaufsanregendes Wort für "Wurzeln im Wasser" gesucht.
Die zwei grundlegenden Aspekte hydroponischer Systeme sind eben Luftsprudler und ein dauerhaft fließendes Wasser.
Nur deshalb ist Hydroponie kulturführungstechnisch so überlegen. Hast Du schonmal die Wurzeln einer dauerhaft in Hydrokultur (jetzt meine ich diese 90er Jahre Hausfrauentechnik) lebenden Holzpflanze gesehen? Staunässeschäden sind nichts dagegen. Die überleben das nur, weil sie ihre Wurzeln garnicht brauchen, um an Wasser zu kommen...
Ich kann mir nicht vorstellen, dass man einen Baum so vernünftig halten kann, mal abgesehen davon, dass es auch nicht in mein ästhetisches Empfinden passt. Aber das ist ja bei Dir anders, von daher für Dich interessant.
Vielleicht sollte man eine Testreihe so beginnen, indem man sich ein paar billige Hainbuchen-Heckenpflanzen besorgt und die einfach mal wurzelnackt in eine Glasvase (für den Versuchsaufbau tun ja auch erstmal geköpfte PET-Flaschen) mit Wasser "baut" Da könnte man dann ja auch verschiedene Systeme testweise reinsetzen. Einen Aquariumsprudler ins eine, eine kleine Umwälzpumpe ins nächste, eine Vase ganz ohne was und eine mit allem drum und dran.
Wie gesagt, Schimmel ist nicht das Hauptproblem, denn meine Bäume/Schalen schimmeln im Frühling und Herbst auch immer durch den ganzen organischen Dünger und denen gehts prima. Sauerstoff wird das Problem sein!
LG
h
All die Bemühungen zu offenem Substrat, Belüftung etc wären ja damit als "Humbuk" enttarnt.
Und dass der Artikel auf Hydroponie hinweist, würde ich erstmal nicht überbewerten. Wahrscheinlich hat da jemand ein schlau klingendes und damit verkaufsanregendes Wort für "Wurzeln im Wasser" gesucht.
Die zwei grundlegenden Aspekte hydroponischer Systeme sind eben Luftsprudler und ein dauerhaft fließendes Wasser.
Nur deshalb ist Hydroponie kulturführungstechnisch so überlegen. Hast Du schonmal die Wurzeln einer dauerhaft in Hydrokultur (jetzt meine ich diese 90er Jahre Hausfrauentechnik) lebenden Holzpflanze gesehen? Staunässeschäden sind nichts dagegen. Die überleben das nur, weil sie ihre Wurzeln garnicht brauchen, um an Wasser zu kommen...
Ich kann mir nicht vorstellen, dass man einen Baum so vernünftig halten kann, mal abgesehen davon, dass es auch nicht in mein ästhetisches Empfinden passt. Aber das ist ja bei Dir anders, von daher für Dich interessant.
Vielleicht sollte man eine Testreihe so beginnen, indem man sich ein paar billige Hainbuchen-Heckenpflanzen besorgt und die einfach mal wurzelnackt in eine Glasvase (für den Versuchsaufbau tun ja auch erstmal geköpfte PET-Flaschen) mit Wasser "baut" Da könnte man dann ja auch verschiedene Systeme testweise reinsetzen. Einen Aquariumsprudler ins eine, eine kleine Umwälzpumpe ins nächste, eine Vase ganz ohne was und eine mit allem drum und dran.
Wie gesagt, Schimmel ist nicht das Hauptproblem, denn meine Bäume/Schalen schimmeln im Frühling und Herbst auch immer durch den ganzen organischen Dünger und denen gehts prima. Sauerstoff wird das Problem sein!
LG
h
Re: Aqua-Bonsai
Klingt schonmal logisch, dank dir für die Erklärungen. Dachte da gerade an die Mangroven und andere Bäume, die ich in Florida und auf den Phillipinen "im Wasser" bestaunen durfte, da wird die Strömung dann wohl die Umwälzpumpe "machen".
Nur: mit viel technischem Drumrum entspricht das dann auch nicht mehr meinem ästhetischen Empfinden. Technik ist ok, bloss sehen oder hören will ich die dann nicht.
Hat jemand anderes noch Ideen dazu ?
Insbesondere frag ich mich da, wie die Überwinterung klappen soll ...
(vielleicht steck ich mal im Frühjahr ein paar Anzuchtbäume ins Wasser und guck einfach mal)
Nur: mit viel technischem Drumrum entspricht das dann auch nicht mehr meinem ästhetischen Empfinden. Technik ist ok, bloss sehen oder hören will ich die dann nicht.
Hat jemand anderes noch Ideen dazu ?
Insbesondere frag ich mich da, wie die Überwinterung klappen soll ...
(vielleicht steck ich mal im Frühjahr ein paar Anzuchtbäume ins Wasser und guck einfach mal)
Grüße, Frank
___________
Ich will nur noch hupen !
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Re: Aqua-Bonsai
Hallo ihr Beiden,
nach einem schnellen Blick würde ich vermuten der Japaner hat die alte Hydrokultur-Technik etwas modifiziert. Eben kein Stützgranulat mehr sowie die Wasserlösung weiterentwickelt um den Dauer-Wasserstand zu beherrschen.
Für einen Selbstversuch sollte man wohl zwei Dinge beachten. Zum einen den Unterschied zwischen Erd- und Wasserwurzeln.
"Prinzipiell kann jede Pflanze in Hydrokultur kultiviert werden. Besonders einfach lassen sich Jungpflanzen oder Ableger auf Hydrokultur umstellen. Werden sie ohne Erde zum Wurzeln gebracht, bilden sich gleich sogenannte Wasserwurzeln. Diese vertragen es im Gegensatz zu Erdwurzeln, über längere Zeit im Wasser zu stehen. Bei älteren, gut angewachsenen Pflanzen ist die Umstellung hingegen schwierig. Denn um Erfolg zu haben, muss die Erde komplett aus dem Wurzelbereich entfernt werden."
Daher auch die Fotos von der Umstellung auf Wasserwurzeln.
Die zweite Problematik ist eigentlich ein Daueraufenthalt der Wurzeln im Wasser. Daher auch bei hydroponischen Systemen die Bewegung der Wasserlösung bzw. Dauerbetröpfelung der Wurzeln.
"Bei Pflanzen die dauernd im Wasser stehen werden Blätter an den Spitzen braun und die Nährlösung entwickelt einen unangenehmen Geruch. Hier ist vermutlich der Wasserstand zu hoch. Dann können die Wurzeln nicht atmen und beginnen zu faulen. Auf einen zu hohen Wasserstand reagieren viele Pflanzen empfindlich."
Tja Frank und was die Überwinterung betrifft denke ich das kann bei Nährlösungen nur oberhalb des Gefrierpunktes funktionieren.
nach einem schnellen Blick würde ich vermuten der Japaner hat die alte Hydrokultur-Technik etwas modifiziert. Eben kein Stützgranulat mehr sowie die Wasserlösung weiterentwickelt um den Dauer-Wasserstand zu beherrschen.
Für einen Selbstversuch sollte man wohl zwei Dinge beachten. Zum einen den Unterschied zwischen Erd- und Wasserwurzeln.
"Prinzipiell kann jede Pflanze in Hydrokultur kultiviert werden. Besonders einfach lassen sich Jungpflanzen oder Ableger auf Hydrokultur umstellen. Werden sie ohne Erde zum Wurzeln gebracht, bilden sich gleich sogenannte Wasserwurzeln. Diese vertragen es im Gegensatz zu Erdwurzeln, über längere Zeit im Wasser zu stehen. Bei älteren, gut angewachsenen Pflanzen ist die Umstellung hingegen schwierig. Denn um Erfolg zu haben, muss die Erde komplett aus dem Wurzelbereich entfernt werden."
Daher auch die Fotos von der Umstellung auf Wasserwurzeln.
Die zweite Problematik ist eigentlich ein Daueraufenthalt der Wurzeln im Wasser. Daher auch bei hydroponischen Systemen die Bewegung der Wasserlösung bzw. Dauerbetröpfelung der Wurzeln.
"Bei Pflanzen die dauernd im Wasser stehen werden Blätter an den Spitzen braun und die Nährlösung entwickelt einen unangenehmen Geruch. Hier ist vermutlich der Wasserstand zu hoch. Dann können die Wurzeln nicht atmen und beginnen zu faulen. Auf einen zu hohen Wasserstand reagieren viele Pflanzen empfindlich."
Tja Frank und was die Überwinterung betrifft denke ich das kann bei Nährlösungen nur oberhalb des Gefrierpunktes funktionieren.
Grüße aus dem sonnigen Baden
Gary
Arbeitskreis Karlsruhe im BCD
Gary
Arbeitskreis Karlsruhe im BCD
