Mädchenkiefer 3 anfängerfragen

Spezielle Baumpflege z.B. düngen, umtopfen, Erden, ein- und auswintern, Pflanzenschutz
serge87
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Mädchenkiefer 3 anfängerfragen

Beitrag von serge87 » 16.01.2019, 12:34

Hallo zusammen
Ich bin neuerdings stolzer besitzer eines Mädchenkiefern bonsais. Ich habe darüber schon viel gelesen (auch in der aktuellen Bonsai art) und möchte nun trotzdem noch ein paar fragen dazu stellen.

1. Die Kiefer hat momentan ein paar triebe, welche zu lang gewachsen sind und weg sollen. Wann sollte dies optimalerweise geschehen? Im Frühling? Vor dem Austrieb?

2. Der Baum ist momentan eingedrahtet und ich denke, dass der Draht schon eine gewisse zeit drauf ist und möglichst bald wegsollte. Wann empfehlt ihr mir diesen runterzunehmen?

3. Ich habe gelesen, dass die Mädchenkiefer zwar gerne volle Sonne mag, auf der anderen seite aber der Wurzelballen vor zu grosser hitze geschützt werden muss. Ich habe einen Balkon gegen süden, wo es im Sommer natürlich genügend sonne gibt aber es auch ordentlich heiss wird. Was ist eure erfahrung mit viel Sonnen und gleichzeitig nicht zu heiss?

wäre sehr froh um ein paar tipps, damit ich mich noch lange an meinem bäumchen erfreuen kann

grüsse
Serge

Michael 86
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Re: Mädchenkiefer 3 anfängerfragen

Beitrag von Michael 86 » 16.01.2019, 13:54

Hallo Serge

Ich mach einfach mal den Anfang.
Habe auch seit 2 Jahren eine Mädchenkiefer. Dass die irgendwie Probleme mit heißem Wurzelballen haben habe ich noch nicht gelesen. Bei mir steht die in voller Sonne, ohne Schutz. Meine ist noch recht jung. Gieße im Hochsommer manchmal auch nur 1x zur Mittagszeit. viewtopic.php?f=9&t=45215

Was die Triebe betrifft, kommt es natürlich ganz auf das Ziel an. Sind die einfach so, weil der Baum nicht mehr richtig in Pflege ist, oder sind es womöglich Opfertriebe oder gehört es möglicherweise zur Gestaltung ? Stell doch mal ein Foto ein.

Den Draht kann man auch jetzt entfernen, oder aber noch bis zum Frühling dran lassen, damit die Äste die Form besser annehmen. Kommt drauf an, wann er angelegt wurde.


Habe aber auch schon gelesen, dass Mädchenkiefern unterschiedliche Bedingungen wünschen und es gibt ja auch gepfropfte und wurzelechte Mädchenkiefern....
Grüße Michael :)

serge87
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Re: Mädchenkiefer 3 anfängerfragen

Beitrag von serge87 » 16.01.2019, 14:01

Hoi Michael
Erstmal danke für deine Antwort. Wegen dem Sommer bin ich ja schonmal beruhigt.

Wie giesst du denn aktuel gearde? Wird der ballen auch mal komplett trocken? Im winter sollte man ja sehr sehr spärlich giessen.

Ich werde bald mal ein foto hochstellen. Es sind aber vor allem gewisse triebenden welche etwas zu lange sind. Möchte also keine ganzen äste abnehmen, eher um 2-3cm einkürzen.

grüsse
Serge

Michael 86
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Re: Mädchenkiefer 3 anfängerfragen

Beitrag von Michael 86 » 16.01.2019, 14:10

Hallo Nochmal

Es schadet auch nicht, wenn ich 2x gießen würde im Sommer. Kommt bei mir sehr auf die Schicht an.

Ich gieße aktuell, wenn ich denke, dass es mal wieder nötig ist. Schwer zu sagen wie ich das mache. Meine Bäume stehen jetzt auf einer Treppe zum Kellerabgang. Darüber ist ein Balkon. die unteren Bäume (Kiefer ebenfalls) bekommt da keinen direkten Regen mehr. Das ist auch gut so. Dauerregen kann auch schlecht sein. Irgendwann, wenn ich merke, dass die Erden der Regengeschützten Bäume anfangen zu trocknen, halte ich das mal im Auge und gieße. Vielleicht bis jetzt so 4 mal. Ich kann es wirklich nicht sagen. Bedeutet auch, dass alles sichtbare an Erde komplett trocken ist. Dann prüfe ich nicht irgendwie sondern gieße einfach.


Natürlich nicht jeden gleich. Die noch richtig erkennbar feucht sind, werden wenig oder komplett übergangen. Es gibt da keinen Plan nach Kalender. Ist wirklich ein bisschen learning by doing. Kommt halt auch sehr auf die Erde an, wie viel Wasser die speichert. Einfach vorsichtig ran tasten.
Grüße Michael :)

serge87
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Re: Mädchenkiefer 3 anfängerfragen

Beitrag von serge87 » 16.01.2019, 14:15

Hi auch
ok danke für die Ausführungen. Ich halte das ziemlich ähnlich mit dem giessen wie du aktuell im winter, passt also :)

eine schönen Tag
Serge

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Re: Mädchenkiefer 3 anfängerfragen

Beitrag von abardo » 16.01.2019, 14:55

Hi,

ich gehe da zumeist wie folgt bei den Mädchen vor

1) wenn du die optimale Rückknospung willst, dann sollte der Baum völlig fit sein. Schon länger in gutem Substrat stehen, keine Krankheiten in den letzten Jahren und kein Draht. Wenn dann noch genug Nadeln vom Vorjahr und vielleicht sogar auch von vor 2 Jahren dran sind, wartet man den Austrieb im Frühjahr komplett ab und zupft dann alle Nadeln des Neuaustriebs raus (Endknospen unbedingt dran lassen !). Ich habe das mal hier beschrieben -> viewtopic.php?f=9&t=40566&start=15#p477185

Danach kräftig düngen und fleissig giessen. Bitte nicht anwenden, wenn die Vorjahresnadeln schon gezupft wurden. Ohne Nadeln sterben die Zweige bei Mädchenkiefern ab. Dann einfach alles dranlassen und auf nächstes Jahr warten.

2) Draht kommt weg, wenn der Ast/Zweig hält, kannst ja mal einen kleinen Teil abdrahten und gucken, obs reicht. Ansonsten sollte der immer ab, falls er beginnt einzuschneiden. Drahtspuren gehen bei Mädchen sehr lange nicht mehr weg. Wenn nichts einschneidet, dann warte mind. noch bis zum Frühling, da die Zweige über den Winter ja aushärten.

3) ich kann bestätigen, dass Mädchen keine zu heissen Füsse mögen. Kommen auch gerne mal in dunklen Schalen daher, was das Problem vergrössert. Da kann man im Hochsommer was davorstellen oder ein helles Handtuch aussen um die Schale legen (kann man dann mitgiessen). An ganz heissen Tagen stelle ich die auch mal so, dass die Mittags im Schatten stehen

Da es ja Immergrüne sind, musst du bei Plusgraden auch im Winter giessen. Nicht dauernd nass, aber dauernd feucht. Dazu wird allgemein die Stäbchenmethode empfohlen. Nach ner Weile hast du das dann aber im Gefühl.
Momentan giesse ich meine Mädchen im Gewächshaus bei 5 Grad plus ca. 1x pro Woche.
Zuletzt geändert von abardo am 20.01.2019, 00:31, insgesamt 1-mal geändert.
Grüße, Frank
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Re: Mädchenkiefer 3 anfängerfragen

Beitrag von serge87 » 16.01.2019, 15:14

abardo hat geschrieben:
16.01.2019, 14:55
Hi,

ich gehe da zumeist wie folgt bei den Mädchen vor

1) wenn du die optimale Rückknospung willst, dann sollte der Baum völlig fit sein. Schon länger in gutem Substrat stehen, keine Krankheiten in den letzten Jahren und kein Draht. Wenn dann noch genug Nadeln vom Vorjahr und vielleicht sogar auch von vor 2 Jahren dran sind, wartet man den Austrieb im Frühjahr komplett ab und zupft dann alle Nadeln des Neuaustriebs raus (Endknospen unbedingt dran lassen !). Ich habe das mal hier beschrieben -> viewtopic.php?f=9&t=40566&start=15#p477185
Hi
Danke auch für die Antwort. Werde mir diesen link später durchlesen. Bin ehrlich gesagt schon noch etwas verwirrt wegen diesen Knospen und Einkürzen der Kerzen und zupfen von Nadeln etc. In der neuen Bonsai Art hab ich gelesen, dass man 2 Endknospen stehen lassen soll, den rest entfernen. Und dann nachdem sich die Kerzen gebildet haben diese Einkürzen.
Weiss nun nicht genau wie ich das mit deinen Ausführungen in Einklang bringen soll. Aber eben, ich lese deinen Thread mal und melde mich dann wieder :)


danke auch zu deinen tipps wegen giessen und drahten

Serge

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Re: Mädchenkiefer 3 anfängerfragen

Beitrag von Heike_vG » 16.01.2019, 16:03

Hallo Serge,
ein Foto Deines Baums bzw. auch gerne Detailfotos zusätzlich helfen sicher, fundierte Aussagen dazu zu machen.

Es stimmt wirklich, dass überhitzte Wurzeln für Mädchenkiefern sehr gefährlich werden können. Früher sind so viele Bonsai dieser Art schlecht gediehen oder gar einfach eingegangen und oft wusste man nicht, warum. Ich denke, dass es oft an diesem Problem gelegen hat.
Auf einem Südbalkon, wo meist auch noch sehr trockene Luft herrscht und sich die Hauswände aufheizen, sollte man das nicht unterschätzen. Eine gute Methode ist, in der heißesten Zeit eine größere Bonsaischale, Styproporschachtel o.ä. zu nehmen, mit Kies zu füllen und die eigentliche Schale der Mädchenkiefer darin einzubetten. Das schützt vor dem Aufheizen.

Wie länge liest Du die Bonsai Art schon? In Heft 152 (Nov.-Dez. 2018) war das Selektieren und Kürzen der Mädchenkieferkerzen (also der frischen neuen Triebe im Frühling) erklärt und auch in Zeichnungen dargestellt, das sollte eigentlich gut verständlich sein.
Die verholzten Triebe vom letzten Jahr, Zweige und Äste stehen auf einem anderen Blatt. Dazu würde ich lieber etwas schreiben, wenn ich es auf Fotos genau sehen kann. Den einen oder anderen Zweig kann man normalerweise ziemlich jederzeit schneiden, aber wenn es nur schriftlich beschrieben wird, versteht der eine etwas ganz anderes als der andere meint und es kann Missverständnisse geben. Es kommt sehr auf Größe, Alter und Zustand des Baums an. Falls es sich um ein winziges, junges Pflänzchen handelt, das kaum Laub hat, ist es vielleicht ratsam, erstmal gar nichts zu schneiden. Ist es ein großer, älterer Baum mit reichlich Laubpolstern, ist es ganz anders zu beurteilen.

Wer noch eher am Anfang ist und gerade seine erste Mädchenkiefer hat, sollte die Sache erstmal möglichst einfach halten und nicht gleich mit speziellen Methoden beginnen, wie Frank sie hier zur Rückknospungsförderung empfiehlt, auch keine Nadeln zupfen etc. Wie gesagt, man sollte den Baum erstmal sehen. Aber anfangs würde ich immer erstmal raten, es ruhig angehen zu lassen und nicht irgendwelche Methoden auszuprobieren, die einem unbesehen geraten werden und die einem mit dem momentanen Kenntnisstand gar nicht verständlich sein können.

Liebe Grüße,
Heike
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Re: Mädchenkiefer 3 anfängerfragen

Beitrag von abardo » 16.01.2019, 16:07

Das ist einfach. Wenn man am Ende der Zweige eine weitere Verzweigung will, braucht man zumeist wirklich nur zwei Knospen, so ist halt eine gute Verzweigung aufgebaut, eins links, eins rechts, den Rest fallenlassen. Das sagt die Bonsai Art schon völlig richtig.

Bei meinem Tipp gehts aber darum, dass man innen mehr Austrieb provozieren will (wenn der Ast eigentlich lang genug aber innen etwas "mager" ist). Der Zweig/Ast/Baum muss dazu merken, dass es aussen nicht mehr weiter geht und er innen was machen soll. Ergo muss man am Ende was machen. Bei Mädchen am Ende ganz zu kappen (sog. Mekiri), funktioniert nicht optimal, deshalb lass ich die Endknospen dran und nehm ihm nur die neuen Nadeln.

Manchmal muss man sich auch entscheiden, fördert in einem Jahr die Verzweigung am Ende, macht vielleicht auch ein Jahr gar nichts an den Zweigen, lässt die durchwachsen (weil z.B. umgetopft wurde) oder macht an verschiedenen Ästen verschiedenes oder konzentriert sich auf die Puschel und entfernt alte Nadeln, dann kann man anderes in dem Jahr eben nicht machen. Je nachdem wie der Baum entwickelt und "umgebaut" werden soll.

Insofern sehe ich das wie Heike: erstmal Fotos.
Grüße, Frank
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Re: Mädchenkiefer 3 anfängerfragen

Beitrag von Heike_vG » 16.01.2019, 17:20

Frank, lass doch den guten Serge erstmal mit diesen Dingen in Ruhe. Das macht am Anfang doch nur wirr. Eins nach dem anderen!

LG, HEIKE
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Re: Mädchenkiefer 3 anfängerfragen

Beitrag von serge87 » 17.01.2019, 14:43

hallo ihr
danke euch erstmal für eure tolle hilfe, freut mich sehr. Ich will dann gerne auch mal ein foto mit euch teilen, dieses wird aber erst am wochenende entstehen wenn ich bei tageslicht fotografieren kann.

einen schönen tag euch allen
Serge

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Re: Mädchenkiefer 3 anfängerfragen

Beitrag von serge87 » 19.01.2019, 11:27

Guten Morgen allerseits
Wie versprochen sende ich euch nun einige bilder

grüsse
Serge
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Re: Mädchenkiefer 3 anfängerfragen

Beitrag von Heike_vG » 19.01.2019, 12:13

Hallo Serge,
das ist eine schöne Kiefer und sie scheint wurzelecht zu sein, jedenfalls sehe ich auf den Bildern keine Veredelungsstelle.
Der Baum ist ein bisschen aus dem Gleichgewicht, was die Wuchskraft betrifft. Die unteren Äste sind schwach geworden, die obere Hälfte zu kräftig gewachsen. Wie lange ist der Draht schon dran?
Für mich ist dieser Baum ein Fall, den ein Anfänger nicht bloß mit ein paar Tipps aus dem Internet alleine bearbeiten sollte. Ich würde Dir empfehlen, damit zu einem Workshop oder zum Bonsaihändler Deines Vertrauens zu gehen und unter fachlicher Anleitung die notwendigen Arbeiten durchführen. Der obere Bereich muss beschnitten und im Wachstum gebremst werden, während die unteren Äste die Gelegenheit bekommen müssen, aufzuholen und kräftiger zu werden, damit sie nicht absterben.

Liebe Grüße,
Heike
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Re: Mädchenkiefer 3 anfängerfragen

Beitrag von abardo » 19.01.2019, 12:19

Hi,

was mir an den Fotos so auffällt:

- toller Rohling, wurzelecht ?
- der Baum ist zwar komplett eingedrahtet, aber irgendwie uneinheitlich gestellt
- es gibt Überkreuzungen der Drähte und an vielen Stellen beginnt der Draht einzuschneiden

Das Moos am Stamm würde ich sofort entfernen, ist nicht gut für die Borke. Das Moos auf dem Substrat kann man lassen, dann gibt es über den Winter eine etwas gleichmässigere Feuchte. Auch als "Giessanzeiger" finde ich Moos auf dem Substrat praktisch.

Ich würde die Äste noch einmal stellen, insbesondere an den Ansätzen.

Nach dem Stellen sieht man, was über eine gewünschte Silhouette hinausragt. An den zu langen Ästen, die weiter innen aber noch eine Zweierverzweigung mit Puscheln haben, würde ich dann jetzt noch den Neuaustrieb aus 2018 wegnehmen. Wenn du dir das nicht allein zutraust, such dir dafür bitte ein Erfahrenen (vielleicht aus dem Forum ? AK in der Umgebung ?) in deinem Umfeld oder einen Profi.

Und dann im Frühling den Draht komplett runternehmen und den Rest des Jahres den Baum und das Substrat (sieht mir auch nicht mehr so dolle aus) beobachten, die Pflege üben, die Schale im Sommer beschatten oder aktiv kühlen. Wenn noch ein paar Ansätze zu korrigieren sind, geht das dann auch mit Abspannungen. Ansonsten wachsen lassen.

Im Sommer 2020 dann vielleicht zu einem Workshop und zusammen mit einem Profi wieder eindrahten und gestalten.


Überwinterung schon bedacht ?
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Re: Mädchenkiefer 3 anfängerfragen

Beitrag von serge87 » 19.01.2019, 13:09

Hallo
Danke für euren netten Antworten.
Ich bin ehrlich gesagt davon ausgegangen, dass der Baum gepfropft ist, aber ihr habt schon recht, es ist überhaupt nichts sichtbar davon. Werde den händler gleich nochmal anfragen, auch wegen des Drahts. Wenn das gute bäumchen nicht gepfropft ist hätte das ja auch einfluss bei der überwinterung. Was würdet ihr mir empfehlen für die Überwinterung auf dem Balkon? Der Balkon ist ziemlich gut vor wind und so geschützt und es ist hier auch nochmal ein paar grad wärmer als sonst

Habe grad versucht das Moos runterzunehmen, geht ziemlich schwierig ohne das die Borke kaputt geht. Werde das später in ruhe noch machen.

Habe jetzt einen alten Bekannten kontaktiert welcher mir hoffentlich weiterhelfen kann. Und sonst schau ich mal was es sonst noch für leute gibt in meiner region.

beste grüsse
Serge

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