Zwei wurzelechte Mädchenkiefern machen Probleme...

Spezielle Baumpflege z.B. düngen, umtopfen, Erden, ein- und auswintern, Pflanzenschutz
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schwarzerkobold
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Zwei wurzelechte Mädchenkiefern machen Probleme...

Beitrag von schwarzerkobold » 10.06.2019, 15:29

Hallo Leute,

ich brauche den Rat der Kieferspezialisten. Ich habe hier zwei Problemkinder.

1. Mädchenkiefer Sämling. Vorgeschichte - wurde Anfang April bei einem Händler gekauft und selbst abgeholt, der sie so sagte er, 4 Wochen vorher umgetopft hatte. Die Kiefer war vorher an einen Kunden in der Nähe des VK gekauft worden, musste dann aber vor der Frau versteckt werden und blieb somit im Garten des VK. Der Käufer hat dann selbst im Workshop an der Kiefer gestaltet. Später musste die Kiefer dann vom VK zurückgenommen werden, weil die Frau Probleme machte. Sie wurde dann erneut zum Kauf angeboten. Das habe ich alles erst ein paar Tage nach Kauf erfahren. Die Kiefer bei Ankunft in meinem Garten:

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Es ist an einer gedrahteten Stelle recht lange Harz ausgetreten. Ich habe etwas gebraucht, bis die Stelle verschlossen war. Sie wurde mit Wundpaste mit Fungizidwirkung mehrfach verschlossen. Zunächst passierte nicht viel, später traten immer wieder einzelne gelbe Nadeln auf. Ich habe mir die Schale samt Inhalt mal genauer angesehen und Substrat oben abgetragen und es stellte sich heraus, dass unter dem Substrat überwiegend erdige Substanz zu sehen war. Offensichtlich hat man nur etwas Substrat oben aufgelegt ud den Ballen belassen wie er war, vielleicht neue Schale. Ich habe um den Ballen herum alles was möglich war abgetragen und eine Mischung aus wenig Akadama, Kiryu und mehr Lava eingefüllt. Anfang September würde ich darüber nachdenken ohne Wurzelschnitt den Ballen auszukämmen und komplett in gutes Substrat setzen, nochmal mit Mykorhizza impfen. Das scheint mir jetzt aber der falsche Zeitpunkt. Zunächst sah es aus, als würde sie sich erholen. Seit gestern ist sie allerdings gelblicher. Habe gestern in schwacher Konzentration Wuxal als Blattdüngung gegeben. Ich bin mir nicht sicher, ob ein Schädlingsbefall vorliegt. Manchmal sehe ich kleine winzige Fliegenartige Dinge, die fast wie Punkte nur sind. Können aber auch über Wind auf den Baum gekommen sein. Sehe keinen direkten Befall von saugenden Schädlingen. Die Nadeln werde immer wieder gelb und sie fallen auch sofort ab, sobald man sie berührt. Dünger Biogold, Vitaminpräparate und Blattdünger sowie Impfung mit Mykorrhiza beim Wechsel des Substrats. Beim Gestalten wurden vom Vorbesitzer teilweise Kerzen ganz entfernt oder auch sehr eingekürzt. Nur oben sehe ich wirklich gesunden Austrieb neuer Nadeln. Die Nadeln heute:

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Gesamtbild vor 3-4 Tagen:

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Heute:

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Das gelb mittig im Kronenbereich ist auf dem letzten Foto der Hintergrund meines Sango Kaku Ahorns und kein Schadbild der Kiefer.


2. Mädchenkiefer Yamadori. Vorgeschichte - Anfang Mai über Spedition gekommen. 4 Wochen lang alles super.

Baum bei Ankunft:

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Auch hier einzelner gelber Nadelbefall nach 3 Wochen. Fallen auch sofort ab, wenn man sie anfasst. Beide Kiefern sind generell sehr hell in den Nadeln. Diese Kiefer hat aber jede Menge gesunden Nadelaustrieb. Hier auch Biogold, Vitamine und Blattdüngung. Auch hier Mykorrhiza bei Ankunft. War dieses Jahr im Frühjahr frisch umgetopft. Der Baum war bei Ankunft etwas locker in der Schale und ich habe den Draht um den Ballen fester gezogen. Bei Unwetter binde ich am Stand fest. Sonst wirkt sie stabil ausbalanciert, was in einer waagerechten Literatenform bei einem großen Baum nicht ganz einfach ist. Daher die Befestigung bei Unwetter. Gewässert werden beide alle 2-3 Tage. Bei länger anhaltendem Regen decke ich die Schalen ab. Die Kiefer wurde 2016 von einem japanischen Bonsaimeister in Polen gestaltet. 2017 wurde sie verkauft und kurz danach noch einmal zurück gegeben, weil der Käufer sich dann doch für einen anderen teureren Baum entschied und diese dann als Anzahlung zurück gab. Sie stand seit 2017 bei einem Händler in England. Sah sehr gepflegt aus bei Ankunft. Die hellere Nadelfarbe im Vergleich zu gepfropften Mädchenkiefern bekommt man bei den wurzelechten wohl nie ganz weg, was nicht schlimm ist, aber gelb sollten sie nicht werden.

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Kiefer vor 2 Wochen:

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Es ist hier nicht so sehr die Farbe als vielmehr die einzeln gelben Nadeln, die abfallen, die mir Sorgen macht.

Kiefer heute:

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Beide Sorgenkinder haben gestern Wuxal Blattdüngung bekommen. Irgendwie kommen mir die Nadeln nun nochmal heller vor als vorher, kann das sein? Wer gibt seinen Kiefer Wuxal, kann jemand dazu was sagen? Bisher habe ich zweimal Eisen gegeben zuletzt letzte Woche. Heute habe ich Careo gespritzt, wegen der schwarzen Tierchen, die mE für Blattläuse zu klein sind, aber man weiß ja nie. Die Nachbargärten zu beiden Seiten sind nicht sehr gepflegt und haben immer mal Schädlingsbefall. Da kommt über Wind möglicherweise einiges rüber.

Beide Bäume stehen in voller Sonne von morgens bis etwa 15 Uhr.

Wie ist generell Eure Erfahrung mit wurzelechten Mädchenkiefern. Düngt ihr nur organisch oder auch mal Flüssig auf das Substrat? Da gehen die Meinungen extrem auseinander.



LG Anja
In jedem Baum wohnt ein Geist und sein Wohlergehen zu beeinträchtigen, belastet die Stätte mit Unglück...aus Asien.

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schwarzerkobold
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Re: Zwei wurzelechte Mädchenkiefern machen Probleme...

Beitrag von schwarzerkobold » 10.06.2019, 19:57

100 Leute gelesen und keiner hat eine Antwort? :shock:
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Sanne
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Re: Zwei wurzelechte Mädchenkiefern machen Probleme...

Beitrag von Sanne » 10.06.2019, 19:59

Hallo Anja,

ich bin keine Kiefernexpertin, aber nach meiner Erfahrung zeigen Kiefern erst viel später Symptome, dass es ihnen schlecht geht. Vielleicht war das unsachgemäße Umtopfen schuld; da sind Kiefern und besonders Mädchenkiefern sehr empfindlich. Meine Wald- und Schwarzkiefern gieße ich aktuell 1-mal täglich, aber sie stehen auch in viel kleineren Schalen.

Ich drücke Dir die Daumen, dass Deine beiden Mädchenkiefern es noch packen.

LG, Sanne

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Bonsaimathe
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Re: Zwei wurzelechte Mädchenkiefern machen Probleme...

Beitrag von Bonsaimathe » 10.06.2019, 20:30

Sämlinge sind meist eher problematisch....
Ich find aber, das deine eigentlich gut aussehen. Das einige Nadeln gelb werden, und abfallen ist normal.
Die Kiefer stösst ihre Vorjahresnadeln jetzt langsam ab.
Meine Mädel sieht schlechter aus als deine Bäumchen. Ich würde mir nicht all zu grosse Gedanken machen.
Ich experimentiere ebenfalls mit Eisen rum, bring aber nicht den gewünschten Erfolg. Nächsten Monat werde ich mal Magnesium ausprobieren....Irgendwo las ich mal, das es sich hierbei ebenfalls um eine Mangelerscheinung handeln kann?
Ich dünge Apr.-Mai mineralisch, Juni. Juli. Aug. organisch (Biogold, Green King, Bonsai Master), Sep. Okt. wieder mineralisch.

Und versuch bitte, die Kiefer eher "trockener" stehen zu lassen.

Ich sehe demnächst von Mädchenkiefern ab, und steige auf andere Sorten um...
Die sind viel umgänglicher, wuchsfreudiger, und eher zum Verzweigen anzuregen.

Scheeen sehen die Pinus Parviflora-Importe ja erstmal aus, schwächeln aber gern in unseren Breitengraden.
Gepfropfte gefallen mir meist nicht.

Viel Erfolg, lG Uwe *daumen_new*
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Dirk K. aus L.
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Re: Zwei wurzelechte Mädchenkiefern machen Probleme...

Beitrag von Dirk K. aus L. » 10.06.2019, 20:35

Anja,

die Nadelfarbe ist in der Tat abnormal hell und deutet auf eine Schwächung der Kiefern hin. Aber jetzt bitte nicht das Kinde mit dem Bade auskippen und wild herumdoktern! Der Neuaustrieb sieht ja gesund aus. Das lässt hoffen.

Ich würde die "Mädels" nunmehr

- mäßig gießen
- vor Hitze und praller Sonne schützen (Halbschatten)
- wenig bis gar nicht düngen; sollte der Austrieb sich weiterhin vital entwickeln, kannst du die Dosis erhöhen
- und beten!


Grüße

Dirk
Der wahre Weg geht über ein Seil, das nicht in der Höhe gespannt ist, sondern knapp über dem Boden. Es scheint mehr bestimmt stolpern zu machen, als begangen zu werden. (Franz Kafka)

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schwarzerkobold
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Re: Zwei wurzelechte Mädchenkiefern machen Probleme...

Beitrag von schwarzerkobold » 10.06.2019, 20:40

Liebe Sanne und Uwe,

vielen Dank für eure Beiträge. Ja es kann sein, dass der Fehler früher zurück liegt. Man ist immer geneigt, den Fehler bei sich zu suchen und am Ende war man gar nicht schuld. Ich habe noch 3 anderen Mädchenkiefern. Eine wurzelechte, die letztes Jahr total schwächelte, nachdem sie bei mir ankam. Auch hier kann sein, dass der Fehler nicht bei mir lag. Ich habe sie dieses Jahr umgetopft mit gutem wurzelschnitt und sie ist kräftig und super gesund. Farbe ist auch hell aber so richtig satt grün kriegt man die wurzelechten eh nicht. Die anderen beiden sind gepfropft und die laufen ganz unproblematisch. Ich kenne das abwerfen der altnadeln ein paar Wochen später und die werden dann eher bräunlich und trocken.

Ich gieße je nach Wetter 2-3 mal die Woche. Auf den Bildern sieht das Substrat zum Teil sehr feucht aus, was daran liegt, dass ich meist Abend Fotos mache, nachdem Wasser gegeben wurde. Ich habe einen Feuchtigkeitsmesser für die problemkiefern und Messe vor dem Gießen.

Ich habe noch eine Rotkiefer, 2 Sylvestris und eine schwarzkiefer. Die sind aber schon länger bei mir und machen null Probleme.

LG Anja
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Re: Zwei wurzelechte Mädchenkiefern machen Probleme...

Beitrag von Bonsaimathe » 10.06.2019, 20:57

Hallo Anja, bitte die Mädchenkiefern auch nicht abends giessen, die mögen keine nassen Füsse in der Nacht.
Morgens ist es eher anzuraten....Nur noch so als Tipp.

Und richtig, gepfropft, Rot-Schwarz, u. Sylvestris machen mehr Freude....

Liebe Grüsse.
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schwarzerkobold
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Re: Zwei wurzelechte Mädchenkiefern machen Probleme...

Beitrag von schwarzerkobold » 10.06.2019, 21:11

Ja ich weiß Dirk,

Mich haben die beiden Kiefern halt persönlich angesprochen. Bin Literaten Fan und konnte an den beiden Bäumen nicht vorbei. Der Yamadori wurde von Kunio Kobayashi gestaltet. Findet man nicht alle Tage und da mein wurzelechtes Mädchen von letztem Jahr sich dieses Jahr richtig gut macht, hab ich einfach zugeschlagen.

Deinen Rat mit dem morgendlichen Gießen werde ich ausprobieren. Danke dir *daumen_new* wobei bei mir abendliches Gießen gegen 17 Uhr ist. Da trocknet das bei warmen Temperaturen noch gut ab vor der Nacht.

LG
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Re: Zwei wurzelechte Mädchenkiefern machen Probleme...

Beitrag von abardo » 10.06.2019, 22:09

Hm.

für mich sieht das nach zu viel hin-und-her aus, zu oft den Standort gewechselt, umgetopft, Substrat gewechselt, nicht genug Miko usw.

Der erste Baum hat Chlorose, bitte mehrmals verstärkt mit Eisen und Magnesium (gegen Chlorose braucht man immer beide zusammen, nicht im Wechsel geben, sondern gleichzeitig !) düngen, vielleicht dieses Jahr noch 3-4x. Damit kriegst du die Nadeln eines Mädchen aber auch nicht grün, es geht nur darum, den Neuaustrieb grün zu bekommen.

Hat der noch mehr Nadeln mit so schwarzen Stellen ? Wenn ja, dann hat der auch Schädlinge. Weiter volle Sonne.

Der zweite Baum hat zu viel Stress und keinen "Rythmus". Sprich der hat sich noch nicht auf deine Pflege eingependelt und deinen Standort gewöhnt (und hat offensichtlich auch einiges hin-und-her bei den Vorbesitzer hinter sich, hm, der ist an England gewöhnt, kein Wunder, der kennt keine Sonne) und hat daher Probleme an den Spitzen. Volle Sonne, aber kühle Schale.

Und beide nicht trockner stehen lassen, Mädchen mögens feucht, immer, auch im Winter. Beide Bäume also feucht halten, nicht ersaufen, aber feucht. Nimm bitte von Blattdüngung Abstand, die Nadeln sollen trocken bleiben, nur übers Substrat giessen. Ansonsten ist Wuxal im Giesswasser ok oder sonst irgendein Dünger, kannst aber jetzt auch Festdünger auflegen (und dann den Flüssigdünger für ein paar Wochen weglassen). Z.B. Saidung, Hanagokoro, Biogold, was du hast ...

Mädchen stossen nicht ihre Vorjahresnadeln ab, die behalten die 3-5 Jahre und für den Ausfall der allerältesten Jahre ist es zu früh, das sollte erst nach dem vollem Austrieb des Neuaustriebs passieren.

Bei den Temperaturen kann man doch nicht nur 1x giessen (oder alle 2-3 Tagen oder stehen die in Blumenerde oder was ?).

Also morgends und früher Abend ist wohl ziemlich ok. Bei beiden ist die Schale schon ziemlich klein, was auch den Stress erklärt. Du muss halt jetzt nur die Feuchtigkeit gut halten, weiter Düngen, weiter Sonne und dem ersten Baum mal Eisen und Magnesium geben. Regelmässigkeit. Ansonsten nichts. Bloss nicht umtopfen, bloss nicht das Substrat wechseln, bloss nichts schneiden, drahten oder gestalten. Wenn es mal einen ganzen Tag oder länger regnen sollte, dann stell die bitte irgendwo unter (Schale abdecken bringt nichts, das Substrat und die Nadeln werden ja trotzdem nass), sonst kannst du die Feuchtigkeit eben nicht mehr konstant halten. Nächstes Jahr sehen die dann beide schon wieder besser aus.
Grüße, Frank
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Re: Zwei wurzelechte Mädchenkiefern machen Probleme...

Beitrag von schwarzerkobold » 10.06.2019, 22:41

Hallo Frank,

ich habe einen Feuchtigkeitsmesser und giesse dann, wenn im Balken trocken + angezeigt wird. Es gibt noch sehr trocken, soweit lasse ich es nicht kommen. Die Kiefer aus England hat eine große Schale und sitzt in reinem Substrat Mischung aus Akadama, kiryu, Lava und bims. Der Sämling sitzt eigentlich auch groß genug und hat jetzt ja etwa 2/3 Substrat, dass der Balken noch erdig ist habe ich ja leider zu spät gesehen. Wieder mal ein Beispiel, dass man bei Ankunft alles kontrollieren sollte und nicht auf die Aussage des VK vertrauen darf. Biogold haben beide bekommen ebenso Mikorhizza Impfung. Hatte auch den Verdacht, dass das fehlt. Also wir hatten hier mehr Regen als Sonne bisher. Temperaturen nicht über 27 grad. Beide stehen in Sonne bis 15 Uhr. Eisen in Kombi mit Magnesium hatte ich bisher nicht, werde das probieren. Vielen Dank.

Beide stehen auf der Terrasse. Ich überlege, ob ich vor dem Winter ein Dach spanne wie ein Sonnendach, das eben kein Wasser von oben durch lässt aber Licht. Das könnte man dann im Herbst nutzen. Muss darüber noch nachdenken. Zum unterstellen habe ich nichts.

Ja Abwurf von Altnadeln ist das noch nicht dafür ist es zu früh.

Werde weiter berichten

LG
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Re: Zwei wurzelechte Mädchenkiefern machen Probleme...

Beitrag von abardo » 10.06.2019, 23:15

"Trocken+" ist wohl zu wenig Feuchte. Mädchen gedeihen in den nebligen, japanischen Bergen, über lange Zeit im Schnee. Ansonsten hungern die dort gerade nach Sonne.

Irgendwo unterstellen wirst du die müssen, wenn es lange regnet. Und im Winter kannst ohne z.B. ein Gewächshaus die Feuchte auch nicht kontrolliert halten. Ich weiss ja nicht, wie bei euch so die Winter sind, vermute aber, dass es gerne mal lange kalt, leicht gefroren ohne viel Schnee und somit zu trocken ist. Das gibt dann gleich das nächste Problem. Wäre für nicht ganz fitte Bäume ohne GWH suboptimal.
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Re: Zwei wurzelechte Mädchenkiefern machen Probleme...

Beitrag von schwarzerkobold » 11.06.2019, 07:41

Also ich höre überall, wurzelechte Mädchenkiefern brauchen Kälte und Schnee im Winter. Habe schon von mehreren Seiten gehört, dass sie niemals im Gewächshaus überwintern sollten. Meine gesunde stand letzten Winter draussen mit etwas Schutz um die Schale, das war's. Nässe muss man natürlich kontrollieren aber die Kälte im Winter sei essentiell, so die Meinung mehrerer Leute u.A. Walter Pall, der von Gewächshaus für wurzelechte Mädchen dringend abrät.

Was für auf Schwarzkiefer gepfropfte Mädchen wieder nicht gilt :roll: was stimmt denn nun...zu den Bergen in Japan, da ist auch eine andere Luftfeuchtigkeit. Wenn ich in andere Gärten komme und Mädchenkiefern stehen sehe, die sind deutlich trockener als meine und sehen prächtig aus, da denke ich schon oft, ich halte die Bäume zu feucht.

Ich folge einigen japanischen Leuten auf Instagram, wenn sie wurzelechte Mädchenkiefern zeigen, sind die alle deutlich heller als die gepfropften Exemplare. Richtig dunkel kriegt man die nie. Mir macht halt Sorgen, dass einzelne Nadeln gelb werden und abfallen. Ok, der Sämling ist in der Farbe heller geworden, was vllt aber auch an dem sonnigen Standort liegen kann. Beim Händler stand sie halbschattig. Dennoch höre ich auch hier immer wieder volle Sonne :?:

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Re: Zwei wurzelechte Mädchenkiefern machen Probleme...

Beitrag von abardo » 11.06.2019, 08:27

Kälte ist prima, wenn es eben auch regelmässig Schnee gibt. WPs Garten ist in München, kurz vor den Bergen, da gibt es regelmässig Schnee. Japanische oder deutsche Berge ist nunmal relativ egal.Und der bleibt da auch eine Weile liegen. Ergibt um die 0 Grad, durch den Schnee nicht zu kalt und eben feucht.

Nur: wie oft liegt bei euch Schnee ? Und wie oft habt ihr im Saarland einfach nur leichte Minusgrade, die die Schalen wochenlang durchgefroren lassen ?
Du kannst die auch etwas tiefer eingraben. Dann haben die auch im Winter Sonne und Feuchte durch den nicht ganz durchgefrorenen Boden.

Deshalb meine ich, dass ein GWH ideal wäre, wenn es bei einem eher kalte, aber trockene Winter hat. Und klar: wenn es hier mal schneit, stell ich auch einige Bäume im Winter wieder raus. Meine Mädchen sind alle tief dunkel-blau-grün.
Grüße, Frank
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Re: Zwei wurzelechte Mädchenkiefern machen Probleme...

Beitrag von schwarzerkobold » 11.06.2019, 08:39

aber dann sind die vermutlich gepfropft. die wurzelechten sind alle heller in der Farbe, vielleicht schon dunkler als meine aber heller als die gepfropften. Ich habe auch zwei gepfropfte und die sind beide deutlich dunkler.

Ich werde mir für den Winter etwas einfallen lassen *ups* Schnee haben wir wenig, das ist richtig. Aber es wird auch selten wirklich schlimm kalt. -10 Grad sind die letzten Jahre das Maximum gewesen, wenn überhaupt. Letzten Winter waren es mal -5 Grad. Und die Bäume stehen im Winter auf der Terrasse, da ist in Hauswandnähe sowieso immer paar Grad wärmer.
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Re: Zwei wurzelechte Mädchenkiefern machen Probleme...

Beitrag von ChristianB » 11.06.2019, 08:59

Hallo,

ich habe selbst keine wurzelechte Mädchenkiefer, deshalb habe ich lange überlegt etwas zu schreiben. Aber ich besuche ja schon seit einigen Jahren die Schule von Mario Komsta und da sind ab und zu auch Mädchenkiefern von anderen Schülern dabei.
Nach Marios Ausführungen sollen Mädchenkiefern (die Aussagen beziehen sich auf wurzelechte Exemplare) sehr trocken gehalten werden. O-Ton: "wenn du das Gefühl hast der Baum muss unbedingt gegossen werden, dann warte noch einen Tag und gieße erst dann"
In unserem Klima (im Gegensatz zu seinem Wohnort Madrid), riet er auch dazu einen Regenschutz zu bauen, um den Baum bei mehren Regentagen hintereinander unterzustellen.

Vor diesem Hintergrund kann ich diese Aussage überhaupt nicht verstehen:
abardo hat geschrieben:
10.06.2019, 22:09
Und beide nicht trockner stehen lassen, Mädchen mögens feucht, immer, auch im Winter. Beide Bäume also feucht halten, nicht ersaufen, aber feucht.
Sowohl bei Mädchenkiefern als auch bei jap. Schwarzkiefern zeigen gelbe Nadeln ein zu viel an Wasser und Stickstoff an. Ich würde die Bäume (wenn es meine wären) trocken halten, nur alle 2-3 Tage gießen, bei Regen unterstellen (so daß Du volle Kontrolle über die Wasserzufuhr hast) und auch nur mäßig Düngen. Sicher haben die Bäume mit Transport, Umsetzen (umtopfen kann man das wohl nicht nenne) und auch noch Gestalten viel mit gemacht und müssen sich erst einmal erholen. Was sie sicher auch nicht gut vertragen ist weiteres Herumdoktorn ...
Viele Grüße

Christian

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