Ist mein Fächerahorn von einem Pilz befallen?

Spezielle Baumpflege z.B. düngen, umtopfen, Erden, ein- und auswintern, Pflanzenschutz
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bonsai_anfänger
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Ist mein Fächerahorn von einem Pilz befallen?

Beitrag von bonsai_anfänger »

Hallo :-D ,

ich habe bei meinem Acer Palmatum Verformungen und eine Art "Ausschlag" an der Unterseite mancher Blätter festgestellt. Ich habe bereits gegoogelt und unter anderem auch auf der Arbofux Diagnosedatenbank für Gehölze nach den Ursachen gesucht und was das sein könnte, habe aber nichts gefunden. Könnt ihr mir weiterhelfen und sagen, was der Fächerahorn hat und wie man es wieder wegbekommt? Anbei ein paar Bilder, wobei ich zugeben muss, dass der "Ausschlag" von dem ich spreche darauf nicht so gut zu erkennen ist wie in natura.
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Beste Grüße
Georg *daumen_new*

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mydear
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Re: Ist mein Fächerahorn von einem Pilz befallen?

Beitrag von mydear »

Hallo Georg,

erzähl doch bitte ein wenig mehr zum konkreten Fall:
- wie lange hast du ihn schon?
- wie und wo überwintert?
- gab es Frostperrioden?
- wie steht es jetzt?
- wieviel direkte Sonne bekommt er?
- wie bist du mit ihm Umgegangen: Pflanzenschutz, spritzen, düngen, wässern?
- Gießverhalten, Substrat, auch Fotos davon....

Gib uns hier bitte ein paar Fakten, dann kommen auch die Detektive auf den Geschmack...

Grüße
Rainer
„I like food and sunshine and wine - preferably all three together.“
Laura Simmons

bonsai_anfänger
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Re: Ist mein Fächerahorn von einem Pilz befallen?

Beitrag von bonsai_anfänger »

Hallo Rainer,
ok, wusste nicht, dass diese Faktoren bei der Beurteilung relevant sind... Also:

- Den Fächerahorn habe ich seit März 2019... also ein gutes Jahr schon.
- Er überwintert auf der Dachterasse, wo er in einer Ecke steht, die gut isoliert ist (die Terasse ist umringt von Wänden, die mit Styropor isoliert sind). Er ist somit im Winter schon Kälte ausgesetzt, allerdings gehe ich davon aus, dass er - auch wenn es mal gefröstelt hat - von diesem Frost nichts abbekommen haben dürfte. Die Ecke, in der er steht, ist die Außenwand des Gebäudes. Von dieser Seite sollte also zusätzlich Kälteschutz für den Baum kommen denke ich.
- Frostperioden gab es also schon, aber wie im vorherigen Punkt beschrieben, denke ich ist er ganz gut davor geschützt.
- Der Baum steht auch jetzt an diesem Platz. Er steht eigentlich das ganze Jahr über dort, außer im Hochsommer, wenn es knallend heiß ist und sich die Hitze durch die ringsumliegenden Wände auf der Terasse staut, dann bringe ich ihn an einen schattigeren Platz, wo es "etwas kühler" ist.
- Der direkten Sonneneinstrahlung dürfte er ab ca. 14:00 - 15:00 Uhr bis Abends außgesetzt sein, also im Sommer vielleicht um die vier bis fünf Stunden.
- Pflanzenschutz habe ich bei ihm bisher nicht verwendet, da nicht erforderlich. Gedüngt habe ich ihn letztes Jahr nicht. Erst dieses Jahr habe ich mit dem Düngen begonnen. Bei dem Düngen halte ich mich in etwa an die Vorgaben, die ich hier im Forum bei Flüssigdünger gefunden habe. Ich verdünne den Flüssigdünger so, dass ich etwa 1-mal die Woche durch Wasserzugabe dünge. Allerdings achte ich darauf, dass ich mindestens 1-mal dazwischen mit einfachem Leitungswasser wässer (=ohne Dünger), damit das Substrat nicht zu stark versalzt. Gewässert wird entsprechend, wenn das Substrat beginnt anzutrocknen. D.h. wenn die Oberfläche trocken ist, gucke ich mit der "Fingermethode", ob das Substrat weiter unten noch feucht ist. Ist dem nicht so, dann wird nachgegossen. Bei dem aktuellen Wetter bedeutet das etwa alle 2-3 Tage wässern.
- Das Substrat besteht aus Akadama, Bimskies und Humus im Verhältnis 1:1:1.
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Beste Grüße
Georg *daumen_new*

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mydear
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Re: Ist mein Fächerahorn von einem Pilz befallen?

Beitrag von mydear »

Danke Georg.
Schwierige Diagnose für mich. Normal hätte ich auf Blattläuse am ganz jungen Austrieb getippt, was in der Folge die Blätter verändert. Scheint hier nicht vorzuliegen. Und Weißölpräparate hast du ja nicht gespritzt. Die verformen manchmal auch die Blätter beim Spritzen in der Sonne.

Wegen der rötlichen Blätter habe ich auch starke Sonneneinstrahlung vermutet, doch das erklärt die seltsamen Blätter nicht. Ist der Ahorn mal trocken gestanden und die Blätter völlig schlapp heruntergehängt? Aber die würden sich ja nach 1-2 Tagen wieder erholen.

Kühle Nächte mit frostigen Temperaturen scheiden auch aus. Ich weiß keine passende Erklärung, sorry. Und mit Pilzen oder Mehltau am Fächerahorn hatte ich nie Probleme. Da muss ich mich ausklinken.

Grüße
Rainer
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mydear
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Re: Ist mein Fächerahorn von einem Pilz befallen?

Beitrag von mydear »

Eins noch: die Blätter könnten an der empfindlichen Unterseite Sonne abbekommen haben. Deshalb auch die rötliche Färbung an den Blattspitzen unten. So schützen sich Pflanzen vor Sonnenbrand, sie schütten Anthocyane aus. Das sind rötliche Blattfarbstoffe, die das Blatt wirksam vor Sonne schützen. Später werden diese Rottöne vom grünen Chlorophyll überdeckt, das bessere Fotosynthese ermöglicht.

Grüße
Rainer
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bock
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Re: Ist mein Fächerahorn von einem Pilz befallen?

Beitrag von bock »

Auf den Bildern nicht klar zu erkennen, aber könnten Gallmilben für die Verformung ursächlich sein?
liebe Grüße Andreas
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bonsai_anfänger
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Re: Ist mein Fächerahorn von einem Pilz befallen?

Beitrag von bonsai_anfänger »

ok danke Rainer für den Versuch. Die rote Farbe macht mir ja keine Sorgen, sondern nur die Kräuselung und diese ausschlagartige Anomalie auf der Blattunterseite.
Eine Dürre, wo die Blätter komplett schlapp herunter hangen hatte der Baum nicht.

@ Andreas: nach den Googlebildern zufolge hätte ich Gallmilben aufgrund des Aussehens bestimmt bemerkt. Daher denke ich fällt das auch aus.
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Beste Grüße
Georg *daumen_new*

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