So ein schlechtes Bonsaijahr hatte ich noch nie.

Spezielle Baumpflege z.B. düngen, umtopfen, Erden, ein- und auswintern, Pflanzenschutz
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Bernd Schreiner
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So ein schlechtes Bonsaijahr hatte ich noch nie.

Beitrag von Bernd Schreiner »

Hallo zusammen,
in meinen 35 Jahren mit Bonsai hatte ich noch nie mit
soviel Pilzbefall oder Laeusen zu tun wir dieses Jahr.
Ahorne, Hainbuchen und Rotbuchen sehr starken Pilzbefall.
Wacholder hatten Spinnmilben
Welche Erfahrungen habt ihr dieses Jahr gemacht ?

LG, Bernd
Sage nicht immer, was Du weißt, aber wisse immer, was Du sagst.
Matthias Claudius

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abardo
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Re: So ein schlechtes Bonsaijahr hatte ich noch nie.

Beitrag von abardo »

Hi,

geht mir mittlerweile auch so. Und was für untypische Probleme.

Das erste Halbjahr war ok, im Vergleich zu den letzten 3 Jahren hielten sich die Temperaturen und Schwankungen in Grenzen und die Bäume entwickelten sich zwar etwas langsam, waren aber gesund. Dann machte ich selber Fehler und schmiss z.B. zu viel organischen Dünger drauf, obwohl ich nicht so viel giessen musste, wie sonst. Ok, der Schaden hielt sich in Grenzen.

Dann wurde es heiss und die Laubbäume wuchsen nicht mehr, also lies ich sie in Ruhe. Vor ein paar Wochen setze dann aber noch einmal üppiges Wachstum ein, sehr spät im Jahr, zu spät für einen nochmaligen Rückschnitt. Und jetzt ist es halt extrem heiss, die Bäume haben lange Schwuppen und stossen die inneren Blätter ab, was dazu führt, dass die inneren Knospen vertrocknen werden. Voll doof.

Dann hatte ich an meinen Bäumen ein massives Asselproblem. Ein echte Invasion in mehreren Generationen. Frassen sich immer durchs Moos (z.B. bei Planzungen auf Slabs), hinterliessen dicke Löcher und "kackten" vor die Hütte. Der diesjährige Vogelnachwuchs schlüpfte noch durch jeden Schutzkorb und zerflückte den Rest (obwohl im Garten wirklich viel Futter und Wasser zu finden ist). Wie klein kleine Spatzen wirklich sein können, hat mich erstaunt. Eine Maschenweite von 2cm reicht denen.

Dann habe ich mir wohl vor ein paar Tagen eine Lärche gekocht. Ich passe normalerweise sorgsam auf, dass das Wasser aus den Schläuchen lange läuft bis kühles Wasser aus dem Brunnen da ist. Irgendwo muss aber noch etwas heisses Wasser gestanden haben und wupps, jetzt wirft die Lärche alles bis auf den letzten Austrieb ab. Ich bange um den Baum. Man muss dieses Jahr sooo aufpassen, was man macht. Ab jetzt halte ich bei solchen Temperaturen IMMER einen Finger in den Strahl.

Düngen kann man hier seit drei Wochen nicht, wär aber längst fällig. Aber ist vielleicht auch besser. Habe sowieso grad kein nutzbares Regenwasser mehr. Das, was noch vorhanden ist, hat 29 Grad !

Und dann der Mehltau. Dieses Jahr haben meine Pfaffenhütchen das erste mal welchen. War noch nie so (ich denke gerade an Interstellar !). Die Kamelie und ein Rhodo haben einen Pilz, der nicht verschwinden will. Nicht so schlimm, aber ein paar Blätter fallen das ganze Jahr über. Bis jetzt hat kein Mittel geholfen. Muss was sein, was ich noch nie im Garten hatte.

Die Ahorne entwickeln sich von Jahr zu Jahr schlechter. Als Bonsai und im Garten. Da kann ich giessen wie ich will, einmal ein paar Stunden nicht gegossen und schon gibt es Trockenschäden, selbst wenn die IM Wasser stehen.

Dann gibt es noch Vorkommnisse, die einfach nur anders sind. Z.B. meine Flaumeichen. Da werden die Blätter von alleine braun und dann treibt der Baum ganz normal wieder aus, mit einer prima Rückknospung. Ist schon 2x so dieses Jahr passiert und ein drittes Mal wird noch kommen. Normalerweise machen die Flaumeichen das aber umgekehrt. Erst der Neuaustrieb, dann fallen alte Blätter ab. Schon merkwürdig.
Grüße, Frank
___________
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Dirk K. aus L.
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Re: So ein schlechtes Bonsaijahr hatte ich noch nie.

Beitrag von Dirk K. aus L. »

Hallo Leute!

Ich kann die Probleme bestätigen. Auch bei mir ist starker Pilzbefall (zumindest mein Verdacht) festzustellen. Besonders betroffen sind bei mir Hainbuchen und Feldahorne. Einer der Ahorne hat sogar sein Laub komplett abgeworfen - treibt jetzt aber wieder aus.

Hier im Nordwesten war der Sommer - bis auf die aktuelle Hitzewelle - zu kühl bis durchschnittlich. Hier gab es sogar zahlreiche Tage, an denen nicht einmal 20 Grad Celsius erreicht wurden. Zeitweise sprang sogar die Heizung an.

Grüße

Dirk
Der wahre Weg geht über ein Seil, das nicht in der Höhe gespannt ist, sondern knapp über dem Boden. Es scheint mehr bestimmt stolpern zu machen, als begangen zu werden. (Franz Kafka)

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Bonsai-Fips
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Re: So ein schlechtes Bonsaijahr hatte ich noch nie.

Beitrag von Bonsai-Fips »

Hallo zusammen - interessant!

Ein "Trend", welcher mir seit einigen Jahren auffällt: Ständiger Wind, egal aus welcher Richtung. Ich muss meine Bäume viel öfter giessen. Wenn ich früher die Bäume abends gegossen habe, waren sie morgens noch gut feucht - heute ist am Morgen alles vom Wind Nachts über ausgetrocknet.
abardo hat geschrieben:
13.08.2020, 14:33
(ich denke gerade an Interstellar !).
...daran denke ich dann auch! (und wie hiess es da so treffend?: Weil alle alles wollten *kotz* )

Grüsse, Fips

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Olaf_Gd
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Re: So ein schlechtes Bonsaijahr hatte ich noch nie.

Beitrag von Olaf_Gd »

Hier in BaWü ist es heiß und trocken. Diese Jahr arbeite ich viel im Homeoffice, deshalb habe ich Zeit die Bäume mehrmals täglich zu gießen. So kommen die Pflanzen gut voran.
Mehltau und anderes ist wegen der Trockenheit seltener als sonst. Auch Blattläusue und Schildläuse etc. sind dieses Jahr seltener als sonst. Ich tue einiges um Vögel im Garten zu haben vielleicht hilft das dabei Blattläuse kurz zu halten.
Anfang des Sommers hatte ich ein Problem mit einer Mädchenkiefer der es in der Schale zu warm wurde. Ich habe die Schale in eine größere Schale gestellt, so das sie keine direkte Sonne abbekommt. Das war mein größtes Problem in diesem Jahr.

Gruß Olaf

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Heike_vG
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Re: So ein schlechtes Bonsaijahr hatte ich noch nie.

Beitrag von Heike_vG »

Hallo, Ihr Lieben,

durch den Wechsel von erst heißem Frühjahr, dann Kaltwetterperiode, dann wechselhaft und nass und nun plötzlich extrem heiß sind die Bonsai und deren Pfleger vor ganz schön heftige Herausforderungen gestellt. :?
Mit Schädlingen oder Pilzkrankheiten habe / hatte ich dieses Jahr allerdings kaum zu tun, eigentlich so wie immer.
Bei der jetzigen Hitze kann man die Bäume fast nicht überwässern. Da kann man sie vorsichtshalber fast ständig feucht bis nass halten, das ist besser als wenn sie zu trocken werden. Ich lasse die Bewässerungsanlage zurzeit meistens durchlaufen, viermal am Tag wird da reichlich gewässert und ich dusche zwischendurch nochmal über das Laub. Hin und wieder stelle ich die Anlage für einen Tag ab, zum Abtrocknen lassen, wenn ich zu Hause bin und aufpassen kann.

Leider habe ich einige Trockenschäden, weil während unseres Urlaubs Pannen bei der Bewässerungsanlage aufgetreten sind. Vorher war das Wetter die ganze Zeit nasskalt, so dass das Testen nicht gut funktioniert hat. Aus einigen Tropfern ist dann wohl schon zu wenig Wasser herausgekommen, als es heiß wurde. Dann ist in unserer Abwesenheit der Regenwassertank leer geworden (3350 l... sehr seltsam! Vermutlich hat der Nachbar zu eifrig unseren Garten gewässert). Als das auffiel, haben wir dem Nachbarn am Telefon erklärt, wie er Leitungswasser vom Außenwasserhahn in die Pipeline zur Bonsaibewässerung leitet. Hat geklappt, aber anschließend hat er den Hahn wieder zugedreht, *autsch* was zum Glück meine Schwiegermutter nach zwei Tagen gemerkt hat. *confused3* Hat ein paar Totalverluste (allerdings zumeist jüngere und weniger wertvolle Pflanzen) und einige mehr oder minder starke Trockenschäden gegeben, von denen die meisten sich aber wohl hoffentlich wieder erholen werden. *pray*

Liebe Grüße,
Heike
Ein halber Schritt in die richtige Richtung ist oftmals ein Reinfall...

AK Hamburg & Umland

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Erwin
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Re: So ein schlechtes Bonsaijahr hatte ich noch nie.

Beitrag von Erwin »

Bei mir ist alles sozusagen im grünen Bereich. Läuse hatte ich nur wenig bisher, Mehltau habe ich noch nicht gesehen (obwohl einige Stauden schneeweiß werden).
Der Sommer war hier sehr gemütlich und erträglich, bis diese furchtbare Hitzewelle kam. Dann habe ich die Bäume zusammengeräumt und das Schattierungsnetz einfach darüber gelegt. Das gefällt den Bäumen so gut, dass sie selbst bei dieser Hitze anfangen durch das Netz zu wachsen. Da muss ich jeden Tag mal dran zupfen. Einige Blattverbrennungen gibt es, aber die sind mit hoher Wahrscheinlichkeit entstanden, bevor ich das Netz drüber gehängt hatte. Ein bißchen Schwund ist immer....

Morgen werde ich wohl mal das Netz entfernen, denn die Phasen der hohen Sonneneinstrahlung scheinen hier vorbei zu sein.

Erwin

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zopf
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Re: So ein schlechtes Bonsaijahr hatte ich noch nie.

Beitrag von zopf »

Hallo
Alle Nadler wachsen und gedeihen gut, auch Lärchen und Fichten.
Blattläuse lassen sich auch nicht blicken,
Mehltau nur an einer Eiche beim Neuaustrieb nach dem Blattschnitt
die ich aber auch über das Laub wässere.
Bei Hainbuchen zeigen orientalis, coreana und laxiflora keine Anzeichen von Schwäche,
aber eine betulus hat ungesunde Blattfarben und ein Spitzentrieb schwächelt.
Ein Weißdorn, dieses Jahr getopft, verliert die stammnahen Blätter.
Das liest sich zwar soweit gut und wird wohl der verringerten Düngung zuzurechnen sein,
aber wo Licht ist, ist auch Schatten.
Die dieses Jahr getopften Bäumchen wachsen bei 1 maliger wöchentlicher Düngung zwar gut,
aber nach dem Blattschnitt treiben Sie um einiges schwächer zurück.
Gegossen wird übrigens 1 mal am Tag, meist um 14 Uhr, und auch kräftig über das Laub.
Die Bäumchen bleiben alle am Platz, meist vollsonnig und auch Schattierungsnetze gibt es nicht.
mfG Dieter
cogito ergo pups

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schwarzerkobold
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Re: So ein schlechtes Bonsaijahr hatte ich noch nie.

Beitrag von schwarzerkobold »

Hier war das Frühjahr sehr angenehm, der Juli recht nass und jetzt erdrückende Hitze. Ich gieße morgens früh schon die erste Runde. Dabei kriegen die Kiefern auch die erste Dusche. Lärchen, Ahorne und Eichen kriegen generell kein Wasser über das Laub. Mittags kontrolliere ich nochmal und das letzte Wässern ist gegen 17 Uhr. Ich habe keine Schädlinge, dünge zu Biogold einmal die Woche zusätzlich flüssig und habe auch keine Schattierungsnetze.

Blattschäden haben nur die Ahorne, die in Kiefernähe stehen und somit auch mal Spritzwasser abbekommen, wenn's noch sonnig ist. Völlig verbrannt ist nur ein Ahorn, der dieses Jahr neu auf dem Rasen gepflanzt wurde. Erfahrungsgemäß brauchen die 2-3 Jahre bis sie sich an Sonne und Wind an dem Standort gewöhnt haben. Alle anderen gepflanzten Ahorne haben kein einziges vertrocknetes Blatt, obwohl es teilweise sehr windig war und drückend heiß zZ. Auch die bekommen 2 x täglich kräftig Wasser und auch nie übers Laub. Die Bonsai halten sich tapfer, ich habe teilweise immer noch Nadelnpaare an den Kiefern, die jetzt noch aufgehen und alle Kiefern haben schon fleissig Knospen angelegt.

Die Hitze ist für Mensch und Baum stress und erfordert vermehrt Pflege. Ab 29 Grad lege ich nasse Handtücher um die Schalen, damit die Bäume die Stunden überstehen bis ich aus der Schule komme. Ich dünge mit erhöhtem Phosphat und Kaliumoxyd. Das festigt das Gewebe und macht die Bäume widerstandsfähiger.
バイバイ baibai
Anja

In jedem Baum wohnt ein Geist und sein Wohlergehen zu beeinträchtigen, belastet die Stätte mit Unglück...aus Asien.

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bonsaiheiner
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Re: So ein schlechtes Bonsaijahr hatte ich noch nie.

Beitrag von bonsaiheiner »

Die wiederholt regenarme Sommersaison hat meinen wasserhungrigen Sumpfzypressen und Urweltmammutbäumen geschadet. Mit dem Giessen bin ich kaum nachgekommen.
Ob sie es nochmals schaffen, steht in den Sternen.
Ein Tag ohne Beschäftigung mit Bonsai ist ein verlorener Tag!

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Amadeus
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Re: So ein schlechtes Bonsaijahr hatte ich noch nie.

Beitrag von Amadeus »

Nach einem verkorksten Start ins Bonsaijahr mit Frostschäden (bei -7°C Nachtfrost Mitte Mai) scheint momentan alles im grünen Bereich zu sein.
Nur die kor. Hainbuche zeigt einige Frost- und später Hitzeschäden - bitteschön soll sie.
Selbst der Acer ginnala, der nach einem freundlichen Hinweis in volle Sonne umgezogen ist, scheint förmlich zu explodieren, mit Opfertrieben von über einem Meter Länge.
Pilzbefall bisher Fehlanzeige, paar Trockenschäden am Apfel, aber sonst alles prima.

Ein Grund könnte sein, dass ich dieses Jahr ganz forciert mit Omas Hausmittelchen gearbeitet habe.
Brennesseljauche 1:10 aller 14 Tage (das riecht fürn halben Tag bisschen) und
Schachtelhalmsud 1:5 gesprüht (das wiederum riecht nicht unangenehm) aller 3 Wochen.
(Selbst die Birnen zeigen keinerlei Anzeichen für BGR)

Das ist etwas zeitaufwändiger aber hat sich nach m.E. richtig gelohnt.
Viele Grüße
Holger

Ein kritisches Hinterfragen der eingestellten Bäume ist ausdrücklich erwünscht.

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mydear
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Re: So ein schlechtes Bonsaijahr hatte ich noch nie.

Beitrag von mydear »

Durch Home Office hatte ich heuer Zeit auch mal zwischendurch zu gießen. Alles steht gut da. Ausnahme: die umgepflanzten Chinesischen Wacholder haben in praller Südsonne viel innere Triebe eingebüßt. Einmal am Tag gießen wie sonst hat ihnen nicht gereicht. Ein Standort an der Nordseite wäre besser gewesen.

Ich habe seit Frühjahr mit halber Konzentration mineralisch gedüngt (2x pro Woche). Ab Juni merkte ich, dass das nicht ausreichte. Mittlerweile wird es besser nachdem ich auch organische Pellets eingearbeitet bzw. unter die Moosoberfläche gelegt habe.

Mehltau gibt es nur vereinzelt an den hinteren Standorten mit wenig Belüftung oder nach Rückschnitt und Blattlausbesuch (Pflanzenschwäche). Thema Blattläuse: die nervten im Frühjahr fürchterlich. Da habe ich auch gespritzt. Seit Juni habe ich nichts mehr gemacht und die Natur regelt es sehr gut selbst. Am Schlimmsten hatte es eine Gartenulme (Ulmus Jacqueline Hillier) erwischt, die massenhaft Blattrollenläuse bekam, gefolgt von schwarzem Pilzbefall auf dem Honigtau-Extrementen der Läuse. Die sieht heuer echt übel aus. Mein Fehler - ich hätte im Frühjahr die betroffenen Spitzen einkürrzen müssen. Ohne Blattrollenläuse keine weiteren Folgen.

Grüße
Rainer
„I like food and sunshine and wine - preferably all three together.“
Laura Simmons

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abardo
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Re: So ein schlechtes Bonsaijahr hatte ich noch nie.

Beitrag von abardo »

mydear hat geschrieben:
14.08.2020, 14:08
Durch Home Office hatte ich heuer Zeit auch mal zwischendurch zu gießen. Alles steht gut da. Ausnahme: die umgepflanzten Chinesischen Wacholder haben in praller Südsonne viel innere Triebe eingebüßt. Einmal am Tag gießen wie sonst hat ihnen nicht gereicht. Ein Standort an der Nordseite wäre besser gewesen.
Sind die inneren Triebe zuerst gelb und dann braun geworden ?
Dann heisst das für mich zu WENIG Sonne.

Da hilft es, die Krone immer gut aufzufächern.
Grüße, Frank
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mydear
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Re: So ein schlechtes Bonsaijahr hatte ich noch nie.

Beitrag von mydear »

abardo hat geschrieben:
14.08.2020, 14:54
Sind die inneren Triebe zuerst gelb und dann braun geworden ?
Dann heisst das für mich zu WENIG Sonne.

Da hilft es, die Krone immer gut aufzufächern.
Gute Frage Frank.
Sie sind zuerst gelb geworden, dann abgefallen. Das ist ja ein ständiger Prozess bei dichten Wacholder-Wolken. Hier glaube ich, dass das Wurzelsystem allerdings noch nicht ausreichend ausgebildet ist. Denn daneben steht ein viel dichterer Wacholder, der nicht umgepflanzt wurde. Dieser verliert fast keine inneren Triebe.
Auch zu beachten: die braunen Schalen sind in praller Sonne zu warm geworden. Das hat den Triebabwurf beschleunigt.

Grüße
Rainer
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Bonsai-Abbing
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Re: So ein schlechtes Bonsaijahr hatte ich noch nie.

Beitrag von Bonsai-Abbing »

Alles im grünen Bereich. Alle Bäume mit Teilblattschnitt waren wieder super ausgetrieben. Zwei mit komplettem Blattschnitt (wegen) Sonnenbrand hinken noch weit hinterher. War mein letzter totaler Blattschnitt.
Liebe Grüße
Frank *up*

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