Wacholder mit Knie

Allgemeine Philosophie, Stilarten, Techniken, Vorstellung und Besprechung von Rohmaterial sowie lose Sammlung von Entwicklungs-Dokus
Antworten
Benutzeravatar
chris.p
Beiträge: 1036
Registriert: 07.01.2004, 18:38
Wohnort: Essen
Kontaktdaten:

Wacholder mit Knie

Beitrag von chris.p » 01.06.2007, 18:08

So ein hochkarätiges aber auch schwieriges Matrial bekommt man nicht alle Tage!
Juniperus communis
in Besitz seit 2002
Yamadori geborgen in Italien 2000

Die hier gezeigten Techniken eignen sich nichts für Anfänger!

Ich selbst wende sie nur an wenn ich keine andere Möglichkeit sehe um aus dem vorhandenen einen guten Bonsai zu gestalten.
Der Faktor Zeit spielt hier wie immer eine große Rolle!
Alle Gestaltungsschritte werden im großen Abstand voneinander durchgeführt.
Weitergearbeitet wird erst wieder wenn der Baum mit einem gesunden Wachstum auf die Gestaltungsmaßnahmen reagiert.
Wenn alles gut läuft, erhalten alle Äste in diesem Sommer Ihre Grundstruktur
Bild
[Mögliche Vorderseite im Frühjahr 2006[/i]
Bild
Mögliche Vorderseite im Frühjahr 2006
Bild
Die Entscheidung ist gefallen! (Frühsommer 2006)

Die Pflanze erholte sich im Laufe letzten Jahres so gut das sie nun weiter gestaltet werden kann. Der vorhandene Neuaustrieb ist äußerst üppig sodass ich gestern mit der Astgestaltung weitermachen konnte.
Bild
Vor der Astgestaltung

Benutzeravatar
chris.p
Beiträge: 1036
Registriert: 07.01.2004, 18:38
Wohnort: Essen
Kontaktdaten:

Wacholder mit Knie Teil 2

Beitrag von chris.p » 06.06.2007, 19:52

Bild

Alle Stellen auf denen Holz entfernt werden muß werden gekennzeichnetBild


Bild
Sorgfältig wird der Ast entkernt
Bild
Drähte werden zur Stabilisation eingelegt

Bild
Alles wird fest mit Raffia eingebunden
Bild
Danach eine Lage selbstvulkanisierendes Band
Bild
Zur Sicherheit noch einmal einen Frotee-Verband
Bild
Biegemaschiene
Bild
"Fertig zum Biegen"
Bild
Fertiger Ast

Diese bearbeitung ist natürlich nicht ganz ungefährlich für den Ast!
" Ein Restrisiko bleibt immer!"

das gilt für jeden und mag er auch noch so erfahren sein.
Aus diesem Grund habe ich auch nur einen Ast gestaltet.
Sollte etwas nicht so laufen wie geplant, bleiben mir noch genug Äste zum weiterarbeiten und der Baum ist nicht bedroht.
In 4 Wochen wissen wir mehr!

Benutzeravatar
chris.p
Beiträge: 1036
Registriert: 07.01.2004, 18:38
Wohnort: Essen
Kontaktdaten:

Wacholder mit Knie Teil 3

Beitrag von chris.p » 13.06.2007, 19:49

Leider, Leider...... hat das mit dem heruntergebogenen Hauptast nicht geklappt.
Ich denke nicht das ich rein technisch nichts falsch gemacht habe, aber wir arbeiten halt mit lebenden Pflanzen!
Jetzt ist aber endgültig die Entscheidung gefallen!
Ich gestalte nicht mehr mit den vorhandenen Ästen weiter.
Da müssen neue her!
Nächstes Frühjahr werde ich Juniperus chinensis an den Baum propfen. Es werden sicher 5 Jahre vergehen bevor ich wieder an eine Gestaltung denken kann, aber wer Bonsai macht der muß auch Zeit haben.
Der Baum ( jeder andere auch) ist einfach zu schade ihn jetzt auf Gedeih und Verderb weiter zu gestalten. Im Ernst irgendwie habe ich auch kein gutes Gefühl mit den momentan vorhandenen Ästen.
also auf ein neues in ......Jahren.
Bild
Schade, schade.........

Antworten