Acer p. shishigashira im Aufbau
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Acer p. shishigashira im Aufbau
Hallo,
wenn der Löwenkopfahorn auf eigenen Wurzeln steht, ist die Gestaltung nicht einfach. Die Internodien sind zwar klein, aber eine Verzweigung findet durchaus nicht immer dort statt, wo man sie sich wünscht.
Ich stelle mal meinen Shishi hier vor und erhoffe mir von den Erfahrenen Hinweise über das Procedere.
Wo muss was hin?, wo muss was weg? Den Unsinn mir der Abspannung 2010 hoffe ich noch irgendwie durch eine inzwischen erkennbare mehr aufrechte Gestaltung korrigieren zu können. Er stammt als abgemooster Rohling von Udo Fischer (2006 oder-7). Davon gibt´s leider kein Foto.
Höhe 52 cm über der Schale (China) , sie ist etwas dunkler im Blauton als wie das Foto es vortäuscht, Stammfuss 6 cm Durchmesser. Beste Grüsse,
Heiner
wenn der Löwenkopfahorn auf eigenen Wurzeln steht, ist die Gestaltung nicht einfach. Die Internodien sind zwar klein, aber eine Verzweigung findet durchaus nicht immer dort statt, wo man sie sich wünscht.
Ich stelle mal meinen Shishi hier vor und erhoffe mir von den Erfahrenen Hinweise über das Procedere.
Wo muss was hin?, wo muss was weg? Den Unsinn mir der Abspannung 2010 hoffe ich noch irgendwie durch eine inzwischen erkennbare mehr aufrechte Gestaltung korrigieren zu können. Er stammt als abgemooster Rohling von Udo Fischer (2006 oder-7). Davon gibt´s leider kein Foto.
Höhe 52 cm über der Schale (China) , sie ist etwas dunkler im Blauton als wie das Foto es vortäuscht, Stammfuss 6 cm Durchmesser. Beste Grüsse,
Heiner
Ein Tag ohne Beschäftigung mit Bonsai ist ein verlorener Tag!
Re: Acer p. shishigashira im Aufbau
Das geht mir auch so. Wurzelecht sind die Palmaten empfindlicher. Erst mit viel Dünger legte mein Katsure wieder zu. Zudem treibt er etwa 2 Wochen vor der veredelten Mutterpflanze aus und ist dann nicht im geringsten mehr frostfest. In den ersten Jahren hab ich da nicht so drauf geachtet und somit hat er mit einer Pilzinfektion zu kämpfen.
73 Anja
Re: Acer p. shishigashira im Aufbau
Lieber heiner,bonsaiheiner hat geschrieben:Hallo,
Ich stelle mal meinen Shishi hier vor und erhoffe mir von den Erfahrenen Hinweise über das Procedere.
Wo muss was hin?, wo muss weg?
Was will man dir "altem" hasen an ratschlägen geben? Vielleicht ist das der grund weshalb hier kaum jemand schreibt. Ich finde deine entwicklungsgeschichten ja immer sehr spannend und ich bin mir sicher, dass du auch bei deinem shishi genau weißt wo die reise in der zukunft hin geht. willst uns wohl auf die probe stellen?
Wenn du mich fragst, ja du darfst ihn abmoosen
Liebe Grüße
Klaus
Naddel-san
http://www.bonsairebellen.de
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Klaus
Naddel-san
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Re: Acer p. shishigashira im Aufbau
Hallo Heiner
Shishi´s sind wohl eher Bäume die man anders aufbauen muss,
als einen "normalen" Ahorn.
Auch der Präsentationszeitraum in unbelaubtem Zustand
würde Ihm in keinster Weise gerecht werden.
Das Frühjahr mit hellgrünem Austrieb
und die spektakuläre Herbstfärbung sind seine Höhepunkte.
Wenn ich das Bild Frühjahr 2012 sehe wirkt Dein Shishi wie ein Shishi wirken soll.
Ein Shishi braucht Platz zum Austrieb seiner 4 Blätter
auch wenn man später die nach oben und unten wachsenden entfernen "sollte".
Den Baum abzumoosen um Ihn zu verkürzen wäre nicht meine Wahl,
zur Verbesserung des Wurzelansatzes eher ein vielleicht.
Das kannst aber nur Du beurteilen da Du den Wurzelansatz kennst.
Mir gefallen Deine Bäume durch die Bank gut
und auch bei einem schwierigen Baum wie dem Shishi
bist Du Deinem Ruf gerecht geblieben.
mfG Dieter
Shishi´s sind wohl eher Bäume die man anders aufbauen muss,
als einen "normalen" Ahorn.
Auch der Präsentationszeitraum in unbelaubtem Zustand
würde Ihm in keinster Weise gerecht werden.
Das Frühjahr mit hellgrünem Austrieb
und die spektakuläre Herbstfärbung sind seine Höhepunkte.
Wenn ich das Bild Frühjahr 2012 sehe wirkt Dein Shishi wie ein Shishi wirken soll.
Ein Shishi braucht Platz zum Austrieb seiner 4 Blätter
auch wenn man später die nach oben und unten wachsenden entfernen "sollte".
Den Baum abzumoosen um Ihn zu verkürzen wäre nicht meine Wahl,
zur Verbesserung des Wurzelansatzes eher ein vielleicht.
Das kannst aber nur Du beurteilen da Du den Wurzelansatz kennst.
Mir gefallen Deine Bäume durch die Bank gut
und auch bei einem schwierigen Baum wie dem Shishi
bist Du Deinem Ruf gerecht geblieben.
mfG Dieter
grüsse an die bewohner von melmac
Re: Acer p. shishigashira im Aufbau
Hallo Heiner,
man könnte auch die Krone mit der Zeit etwas größer und voluminöser werden lassen, so dass der Stamm im Verhältnis nicht mehr so lang und kahl wirkt.
Mir gefällt Dein Shishigashira im übrigen sehr gut und es ist immer erfreulich, die Resultate Deiner fachkundigen Arbeit zu sehen.
Liebe Grüße,
Heike
man könnte auch die Krone mit der Zeit etwas größer und voluminöser werden lassen, so dass der Stamm im Verhältnis nicht mehr so lang und kahl wirkt.
Mir gefällt Dein Shishigashira im übrigen sehr gut und es ist immer erfreulich, die Resultate Deiner fachkundigen Arbeit zu sehen.
Liebe Grüße,
Heike
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Re: Acer p. shishigashira im Aufbau
Sehr schöner Ahorn! Ganz ehrlich mich stört der lange Stamm nicht, ist eig. so natürlich wenn man Ahorne ansieht.
MfG Benedict
Versuche nicht wie der Meister zu sein, sondern suche nachdem was der Meister sucht!
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- bonsaiheiner
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Re: Acer p. shishigashira im Aufbau
Hallo Anja,
vielen Dank für Deinen Kommentar.
Mit der Frostfestigkeit bin ich eher auf der sicheren Seite, denn mehr als -3° mute ich ihm in meinem Kalthaus nicht zu und Pilzinfektion ist bisher an meinen Ahornen auch noch nicht aufgetreten, ...möge es so bleiben.
Durch das Kalthaus (welches bei steigender Sonne im Februar nicht immer kalt genug ist), beginnen die ersten Knospen zu schwellen, weswegen es mir mit diesem Thread auch etwas auf den Nägeln brennt.
Hallo Klaus,
danke auch Dir für die Rückmeldung.
Der Baum ist bereits abgemoost und bildet ein beachtliches Nebari aus, welches aber in diesem Stadium noch besser im Substrat versteckt bleibt. An den Schnittstellen am Stamm ist zu erkennen, dass ich ihm von Anfang an diesen langen Stamm verpasst habe, welches eine Endhöhe von 65+ erwarten lässt. Wie gesagt, Fotos vom Anfang gibt´s keine, also werde ich für diese Schnitte damals wohl meine Gründe gehabt haben.
Als Referenzbaum sehe ich den Shishi in der Galerie (Wolfgang Putz). Wenn mir schlussendlich in etwa und annähernd so etwas gelingen sollte, dann wäre ich sehr froh. Da arbeite ich drauf hin, ohne eine "Kopie" anzustreben. Der Baum wird seinen eigenen Weg gehen wollen. Natürlich habe ich mir Gedanken gemacht, wie das zu realisieren sein wird und deshalb bin ich auch nicht ohne Plan, aber mit meiner Vorstellung hier wollte ich keineswegs die Forumsmitglieder examinieren, das wäre vermessen und ungehörig, sondern erhoffe mir eine lebhafte Diskussion, die die Besonderheiten des wurzelechten Shishi und seine Erfordernisse im Hinblick auf die Behandlung im Sommer (Blattschnitt, Sommer-Rückschnitt) berücksichtigt.
Denn da habe ich noch Lücken.
A. p. shishi verhält sich ganz anders als grüner Fächerahorn, auch anders als einige Yatsubusa, die ich pflege.
In der Zwischenzeit (ich hatte eine erste Antwort noch im Ladezustand) sind ja noch weitere Meldungen eingegangen.
Danke Benedict für Deinen Beitrag.
Besonders möchte ich mich bei Heike v.G. und Dieter bedanken. Eure Hinweise bringen mich schon mal deutlich weiter.
Beste Grüsse,
Heiner
vielen Dank für Deinen Kommentar.
Mit der Frostfestigkeit bin ich eher auf der sicheren Seite, denn mehr als -3° mute ich ihm in meinem Kalthaus nicht zu und Pilzinfektion ist bisher an meinen Ahornen auch noch nicht aufgetreten, ...möge es so bleiben.
Durch das Kalthaus (welches bei steigender Sonne im Februar nicht immer kalt genug ist), beginnen die ersten Knospen zu schwellen, weswegen es mir mit diesem Thread auch etwas auf den Nägeln brennt.
Hallo Klaus,
danke auch Dir für die Rückmeldung.
Der Baum ist bereits abgemoost und bildet ein beachtliches Nebari aus, welches aber in diesem Stadium noch besser im Substrat versteckt bleibt. An den Schnittstellen am Stamm ist zu erkennen, dass ich ihm von Anfang an diesen langen Stamm verpasst habe, welches eine Endhöhe von 65+ erwarten lässt. Wie gesagt, Fotos vom Anfang gibt´s keine, also werde ich für diese Schnitte damals wohl meine Gründe gehabt haben.
Als Referenzbaum sehe ich den Shishi in der Galerie (Wolfgang Putz). Wenn mir schlussendlich in etwa und annähernd so etwas gelingen sollte, dann wäre ich sehr froh. Da arbeite ich drauf hin, ohne eine "Kopie" anzustreben. Der Baum wird seinen eigenen Weg gehen wollen. Natürlich habe ich mir Gedanken gemacht, wie das zu realisieren sein wird und deshalb bin ich auch nicht ohne Plan, aber mit meiner Vorstellung hier wollte ich keineswegs die Forumsmitglieder examinieren, das wäre vermessen und ungehörig, sondern erhoffe mir eine lebhafte Diskussion, die die Besonderheiten des wurzelechten Shishi und seine Erfordernisse im Hinblick auf die Behandlung im Sommer (Blattschnitt, Sommer-Rückschnitt) berücksichtigt.
Denn da habe ich noch Lücken.
A. p. shishi verhält sich ganz anders als grüner Fächerahorn, auch anders als einige Yatsubusa, die ich pflege.
In der Zwischenzeit (ich hatte eine erste Antwort noch im Ladezustand) sind ja noch weitere Meldungen eingegangen.
Danke Benedict für Deinen Beitrag.
Besonders möchte ich mich bei Heike v.G. und Dieter bedanken. Eure Hinweise bringen mich schon mal deutlich weiter.
Beste Grüsse,
Heiner
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Re: Acer p. shishigashira im Aufbau
Hallo Heiner,bonsaiheiner hat geschrieben:....... An den Schnittstellen am Stamm ist zu erkennen, dass ich ihm von Anfang an diesen langen Stamm verpasst habe, welches eine Endhöhe von 65+ erwarten lässt. Wie gesagt, Fotos vom Anfang gibt´s keine, also werde ich für diese Schnitte damals wohl meine Gründe gehabt haben.
Als Referenzbaum sehe ich den Shishi in der Galerie (Wolfgang Putz). Wenn mir schlussendlich in etwa und annähernd so etwas gelingen sollte, dann wäre ich sehr froh. Da arbeite ich drauf hin, ohne eine "Kopie" anzustreben. Der Baum wird seinen eigenen Weg gehen wollen. Natürlich habe ich mir Gedanken gemacht, wie das zu realisieren sein wird und deshalb bin ich auch nicht ohne Plan, aber mit meiner Vorstellung hier wollte ich keineswegs die Forumsmitglieder examinieren, das wäre vermessen und ungehörig, sondern erhoffe mir eine lebhafte Diskussion, die die Besonderheiten des wurzelechten Shishi....
Denn da habe ich noch Lücken.
Deine Antwort erklärt einiges und mir war so wie ich Dich vom lesen her kenne schon klar, dass Du einen Plan hast! Mit Deinem Ziel vor Augen hast Du die richtigen Schritte eingeleitet. Darum ist es auch nicht mehr notwendig über die Höhe der Äste am Stamm zu diskutieren. Erfahrungen mit einem shishi in der Schale habe ich nicht und darum halte ich mich jetzt raus.....
Liebe Grüße
Klaus
Naddel-san
http://www.bonsairebellen.de
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Klaus
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Re: Acer p. shishigashira im Aufbau
Lieber Heiner,bonsaiheiner hat geschrieben:...sondern erhoffe mir eine lebhafte Diskussion, die die Besonderheiten des wurzelechten Shishi und seine Erfordernisse im Hinblick auf die Behandlung im Sommer (Blattschnitt, Sommer-Rückschnitt) berücksichtigt. Denn da habe ich noch Lücken.
A. p. shishi verhält sich ganz anders als grüner Fächerahorn, auch anders als einige Yatsubusa, die ich pflege.
diese Themen interessieren mich auch sehr. Leider kann ich dazu noch kaum etwas beitragen, da ich meinen eher unbedeutenden veredelten Shishigashira erst letztes Jahr abgemoost habe (jetzt sollte er brauchbares Shohin-Material geworden sein) und er also erst seit kurzem auf eigenen Wurzeln steht.
Solange er noch auf Acer palmatum-Wurzeln stand, fand ich ihn nicht auffällig anders in seinem Verhalten als andere A. p. Sorten. Ich wäre deswegen sehr daran interessiert, von Deinen Beobachtungen zu erfahren, in welcher Hinsicht der wurzelechte Shishigashira sich anders verhält.
Liebe Grüße,
Heike
- bonsaiheiner
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Re: Acer p. shishigashira im Aufbau
Hallo,
veredelte Shishi sind relativ unkompliziert.
Mit den wurzelechten (z.B. abgemoosten) Shishi ist das leider etwas anders und damit sind wir bei den Details.
Ich füge mal ein paar Fotos an, die, so hoffe ich, erhellen, wo ich die Probleme sehe.
Bild 1: aus der Spitze: Rückschnitte sind in der Winterruhe gesetzt worden und dabei habe ich kleine Stummel stehen lassen. Die Zurücktrocknung geht aber über das zu erhaltene Knospenpaar hinaus, sodass ich es bei der Kreuzgegenständigkeit mit einer anderen Wuchsrichtung zu tun bekommen werde.
Bild 2 : Astpartie aus dem mittleren Bereich: leider etwas unscharf, zeigt das gleiche Problem
Bild 3: waagrecht wachsender, nur mäßig lichtabgeschatteter kleiner Ast. Völlig zurückgetrocknet. Auf den kann ich ja noch verzichten.
Bild 4: aufrecht wachsender, gut lichtexponierter Ast, ebenfalls total trocken. Der wird nicht mehr austreiben. Das tut mir schon etwas mehr weh.
Bitte seht mir die Unschärfe der Bilder nach. Sie sind mit langer Brennweite und Makrofunktion aus der Hand aufgenommen.
Was sich für Einige vielleicht als "peanuts" liest, bedeutet aber doch, dass beim Rückschnitt wohl äusserste Vorsicht angebracht ist. Bei der Düngung mit überwiegend Biogold bin ich eigentlich nicht sparsam. Das Substrat ist so grottenschlecht nicht: Akadama 70%, Bims 10%, Blähton (2-4 mm) 10%, Rest Blumenerde.
Die hier im Forum schon gelesenen abfälligen Bemerkungen über Akadama"pampe", kann ich nicht so ganz teilen. Ich topfe meine Ahorne spätestens nach 4 Jahren um, gilt für die älteren, die jüngeren eher. Beim Umtopfen habe ich bisher noch keine zerfallene Pampe gesehen.
Wo ist also das Problem? Zeitpunkt des Spitzen-Triebrückschnitts in der Winterruhe falsch? Lichtexposition der sich bildenden Knospen im Spätsommer zu gering? Der Shishi hat einen vollsonnigen Platz, mit Ausnahme der extremen Sommerhitze von Ende Juni bis Anfang August, weil es sonst zu Verbrennungen kommt (ich wohne im Oberrheingraben). Blätter mehr vereinzeln? Knospen vereinzeln? Wann? Jetzt? Noch mehr Biogold?
Oder muss ich mich mit diesen Zicken abfinden, weil baumspezifisch und durch Pflegeoptimierung nicht zu beheben?
Beste Grüsse,
Heiner
veredelte Shishi sind relativ unkompliziert.
Bei meinem AK-Kumpel Christian (fritze) ist die Sache ähnlich. Er besitzt ebenfalls einen veredelten Shishi, kann da aber munter dran rum knipsen. Dabei treibt er an den gewünschten Stellen immer wieder brav aus. Jedenfalls habe ich das so in Erinnerung. Das würde sich ja auch mit Heikes Erfahrung decken.Heike_vG hat geschrieben:
Solange er noch auf Acer palmatum-Wurzeln stand, fand ich ihn nicht auffällig anders in seinem Verhalten als andere A. p. Sorten. Ich wäre deswegen sehr daran interessiert, von Deinen Beobachtungen zu erfahren, in welcher Hinsicht der wurzelechte Shishigashira sich anders verhält.
Liebe Grüße,
Heike
Mit den wurzelechten (z.B. abgemoosten) Shishi ist das leider etwas anders und damit sind wir bei den Details.
Ich füge mal ein paar Fotos an, die, so hoffe ich, erhellen, wo ich die Probleme sehe.
Bild 1: aus der Spitze: Rückschnitte sind in der Winterruhe gesetzt worden und dabei habe ich kleine Stummel stehen lassen. Die Zurücktrocknung geht aber über das zu erhaltene Knospenpaar hinaus, sodass ich es bei der Kreuzgegenständigkeit mit einer anderen Wuchsrichtung zu tun bekommen werde.
Bild 2 : Astpartie aus dem mittleren Bereich: leider etwas unscharf, zeigt das gleiche Problem
Bild 3: waagrecht wachsender, nur mäßig lichtabgeschatteter kleiner Ast. Völlig zurückgetrocknet. Auf den kann ich ja noch verzichten.
Bild 4: aufrecht wachsender, gut lichtexponierter Ast, ebenfalls total trocken. Der wird nicht mehr austreiben. Das tut mir schon etwas mehr weh.
Bitte seht mir die Unschärfe der Bilder nach. Sie sind mit langer Brennweite und Makrofunktion aus der Hand aufgenommen.
Was sich für Einige vielleicht als "peanuts" liest, bedeutet aber doch, dass beim Rückschnitt wohl äusserste Vorsicht angebracht ist. Bei der Düngung mit überwiegend Biogold bin ich eigentlich nicht sparsam. Das Substrat ist so grottenschlecht nicht: Akadama 70%, Bims 10%, Blähton (2-4 mm) 10%, Rest Blumenerde.
Die hier im Forum schon gelesenen abfälligen Bemerkungen über Akadama"pampe", kann ich nicht so ganz teilen. Ich topfe meine Ahorne spätestens nach 4 Jahren um, gilt für die älteren, die jüngeren eher. Beim Umtopfen habe ich bisher noch keine zerfallene Pampe gesehen.
Wo ist also das Problem? Zeitpunkt des Spitzen-Triebrückschnitts in der Winterruhe falsch? Lichtexposition der sich bildenden Knospen im Spätsommer zu gering? Der Shishi hat einen vollsonnigen Platz, mit Ausnahme der extremen Sommerhitze von Ende Juni bis Anfang August, weil es sonst zu Verbrennungen kommt (ich wohne im Oberrheingraben). Blätter mehr vereinzeln? Knospen vereinzeln? Wann? Jetzt? Noch mehr Biogold?
Oder muss ich mich mit diesen Zicken abfinden, weil baumspezifisch und durch Pflegeoptimierung nicht zu beheben?
Beste Grüsse,
Heiner
Ein Tag ohne Beschäftigung mit Bonsai ist ein verlorener Tag!
Re: Acer p. shishigashira im Aufbau
Hallo Heiner,
vielen Dank für diese Erläuterungen! Das ist alles sehr interessant für mich und ich bin gespannt, wie mein abgemoostes Bäumchen sich nun verhalten wird.
Eine Sache ist mir dazu auch noch eingefallen, die ich mit dem Shishigashira hatte (allerdings schon als er noch auf der veredelten Unterlage stand). Da er mit seinen kurzen Internodien schnell sehr dicht wurde, gerade am vollsonnigen Standort, habe ich mal einen Teilblattschnitt gemacht, bei dem ich ungefähr die Hälfte aller Blätter entfernt habe, um mehr Licht ins Innere zu lassen. Das hat er dann nicht so positiv beantwortet, weil die verbliebenen Blätter, die vorher von den anderen beschattet wurden, starke Verbrennungen bekamen. Das kannte ich von anderen Ahornsorten nicht in dem Maß.
Eben bin ich ins Gewächshaus gegangen, um meinen abgemoosten Vertreter genau anzuschauen und er hat nicht ein einziges zurückgetrocknetes Zweigende. Ich habe im Herbst geschnitten, als das Laub gelb war und sich leicht abstreifen ließ. Vielleicht ist das der ideale Zeitpunkt? Ich habe damit bei so ziemlich allen Bäumen sehr gute Erfahrungen gemacht.
Liebe Grüße,
Heike
vielen Dank für diese Erläuterungen! Das ist alles sehr interessant für mich und ich bin gespannt, wie mein abgemoostes Bäumchen sich nun verhalten wird.
Eine Sache ist mir dazu auch noch eingefallen, die ich mit dem Shishigashira hatte (allerdings schon als er noch auf der veredelten Unterlage stand). Da er mit seinen kurzen Internodien schnell sehr dicht wurde, gerade am vollsonnigen Standort, habe ich mal einen Teilblattschnitt gemacht, bei dem ich ungefähr die Hälfte aller Blätter entfernt habe, um mehr Licht ins Innere zu lassen. Das hat er dann nicht so positiv beantwortet, weil die verbliebenen Blätter, die vorher von den anderen beschattet wurden, starke Verbrennungen bekamen. Das kannte ich von anderen Ahornsorten nicht in dem Maß.
Eben bin ich ins Gewächshaus gegangen, um meinen abgemoosten Vertreter genau anzuschauen und er hat nicht ein einziges zurückgetrocknetes Zweigende. Ich habe im Herbst geschnitten, als das Laub gelb war und sich leicht abstreifen ließ. Vielleicht ist das der ideale Zeitpunkt? Ich habe damit bei so ziemlich allen Bäumen sehr gute Erfahrungen gemacht.
Liebe Grüße,
Heike
Re: Acer p. shishigashira im Aufbau
Hallo Heiner,
ich kann über das geschriebene mit Akadama Pampe auch nur den Kopf schütteln.
Wenn man natürlich Akadama nicht aussiebt und wirklich sehr viele Jahre nicht umtopft,
dann wird wohl auch hartes Akadama zur Pampe. Aber so sollte man ja auch seine Bonsai nicht pflegen.
Warum mischst Du noch Blumenerde unter? Versuch mal eine 50:40:10 Mischung aus Akadama,
Kiriyu und Bims. Wenn ich einen Blattschnitt durchführe stelle ich die Pflanze dann halbschattig und
gewöhne sie dann erst langsam wieder an den alten Standort. Das gilt bei mir für alle Laubbäume.
Shishigashira ist wurzelecht schwierig zu pflegen das ist bekannt, daher wird er ja auch veredelt
und es ist auch keine Ahorn Sorte die jeder mag. Sieh mal selbst in Japan sieht man kaum wirklich gute
und an deiner Pflege liegt das sicher nicht das er immer mal wieder Äste verliert. Dieser lockere Wuchs ist
wohl sortentypisch. Mach weiter und lass dich nicht entmutigen, die Zeit wird auch deinen Shishigashira reifen
und besser werden lassen.
Viele Grüße
Holger
ich kann über das geschriebene mit Akadama Pampe auch nur den Kopf schütteln.
Wenn man natürlich Akadama nicht aussiebt und wirklich sehr viele Jahre nicht umtopft,
dann wird wohl auch hartes Akadama zur Pampe. Aber so sollte man ja auch seine Bonsai nicht pflegen.
Warum mischst Du noch Blumenerde unter? Versuch mal eine 50:40:10 Mischung aus Akadama,
Kiriyu und Bims. Wenn ich einen Blattschnitt durchführe stelle ich die Pflanze dann halbschattig und
gewöhne sie dann erst langsam wieder an den alten Standort. Das gilt bei mir für alle Laubbäume.
Shishigashira ist wurzelecht schwierig zu pflegen das ist bekannt, daher wird er ja auch veredelt
und es ist auch keine Ahorn Sorte die jeder mag. Sieh mal selbst in Japan sieht man kaum wirklich gute
und an deiner Pflege liegt das sicher nicht das er immer mal wieder Äste verliert. Dieser lockere Wuchs ist
wohl sortentypisch. Mach weiter und lass dich nicht entmutigen, die Zeit wird auch deinen Shishigashira reifen
und besser werden lassen.
Viele Grüße
Holger
Zuletzt geändert von Odoridori am 14.02.2013, 12:30, insgesamt 1-mal geändert.
Nichts kann den Menschen mehr stärken,
als das Vertrauen, das man ihm entgegenbringt.
Paul Claudel
als das Vertrauen, das man ihm entgegenbringt.
Paul Claudel
Re: Acer p. shishigashira im Aufbau
hallo,
wie heiner ja schon gesagt hat, habe ich auch nur veredelte shishigashiras.
die treiben und knospen wunderbar. nur die wundheilung ist deutlich schlechter als beim normalen grünen fächer.
ich habe letztes jahr einen abgemoost. da habe ich mir einen rotpustelpilz eingefangen. das hat aber wohl nichts mit dem shishi zu tun. die abmoosstelle war unter der veredelung. wenn ich den pilz loswerde, muss ich wohl oder übel noch mal abmoosen. dann hätte ich auch einen wurzelechten.
wie heiner ja schon gesagt hat, habe ich auch nur veredelte shishigashiras.
die treiben und knospen wunderbar. nur die wundheilung ist deutlich schlechter als beim normalen grünen fächer.
ich habe letztes jahr einen abgemoost. da habe ich mir einen rotpustelpilz eingefangen. das hat aber wohl nichts mit dem shishi zu tun. die abmoosstelle war unter der veredelung. wenn ich den pilz loswerde, muss ich wohl oder übel noch mal abmoosen. dann hätte ich auch einen wurzelechten.
liebe grüße
christian
Instagram: krachkunst_der_fritz
christian
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Re: Acer p. shishigashira im Aufbau
Hallo
Obwohl kurze Internodien ein gewünschtes Merkmal sind,
erscheinen mir Sie beim Shishi zu kurz.
Wenn Du durch die Knospenselektion eine etwas größeren Zweigabstand herstellt,
werden die Äste wohl nicht mehr so schnell vertrocknen.
Aus dem Bereich der Vermutung
Bei zu kurzen Internodien verholzt das "Zwischenstück" zu schnell (Rindenbildung)
und der Wassertransport ist nur noch eingeschränkt möglich.
mfG Dieter
Obwohl kurze Internodien ein gewünschtes Merkmal sind,
erscheinen mir Sie beim Shishi zu kurz.
Wenn Du durch die Knospenselektion eine etwas größeren Zweigabstand herstellt,
werden die Äste wohl nicht mehr so schnell vertrocknen.
Aus dem Bereich der Vermutung
Bei zu kurzen Internodien verholzt das "Zwischenstück" zu schnell (Rindenbildung)
und der Wassertransport ist nur noch eingeschränkt möglich.
mfG Dieter
grüsse an die bewohner von melmac
Re: Acer p. shishigashira im Aufbau
Hallo Heiner,
ich habe kein know how mit shishi, aber was Teilblatt-Schnitt angeht, habe ich prinzipiell sehr gute Erfahrungen gemacht, wenn man als Teilblattschnitt wirklich einen Teil des Blattes mit einer scharfen Schere abschneidet. Das erhält nämlich den Saftzug in allen Verzwigungen.
Aber wahrscheinlich sage ich Dir, Heiner, damit nichts Neues.
ich habe kein know how mit shishi, aber was Teilblatt-Schnitt angeht, habe ich prinzipiell sehr gute Erfahrungen gemacht, wenn man als Teilblattschnitt wirklich einen Teil des Blattes mit einer scharfen Schere abschneidet. Das erhält nämlich den Saftzug in allen Verzwigungen.
Aber wahrscheinlich sage ich Dir, Heiner, damit nichts Neues.
Ich mag verdammen, was Du sagst, aber ich werde mein Leben geben, daß Du es sagen darfst(Voltaire)
