Fräse und Fräsenköpfe

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DenisM
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Fräse und Fräsenköpfe

Beitrag von DenisM »

Hi @ll!

Zur Zeit denke ich über die Anschaffung einer Fräse nach.

Da hier im Forum bereits empfohlen, würde ich versuchen, eine gebrauchte Oberfräse, eine Bosch 500 A zu bekommen.

Jedoch habe ich ein paar Fragen offen, die ich mir nicht unbedingt selbst beantworten kann:

1. Ist die Bosch 500 A wirklich eine gute Wahl? Lässt sich die Drehzahl regulieren oder ist die fix?

2. Die Bosch hat eine 6 mm Werkzeugaufnahme. Heisst das, ausschließlich 6 mm Fräsköpfe oder BIS ZU 6 mm Fräsköpfen? Also kriegt man z.b. einen 3 mm Frässkopf überhaupt rein?

3. Welche Fräsköpfe braucht man überhaupt? Hier eine Auswahl:
bonsai-shop.com/index.html?S=D2BE8OC0BC7B226E2Q119QF8Q100Q10AQ114Q11E25432GFCDW1
oder
bonsai.de/shop/werkzeug-japanisch-c-15_65.htm

Mod-Anmerkung: Bitte keine Links zu kommerziell orientierten Bonsai-Seiten! Danke.

Viele verschiedene Typen, aber was macht die Form des Kopfes bei der Arbeit aus bzw. was ist der Einsatzzweck? Mein Ziel ist die Bearbeitung von Bonsais bis zu 40-50 cm Höhe, also keine Kolossalarbeiten.

Ich würde diese Fräsen aber auch gerne für den Modellbau mit Holz nutzen, wäre also gut wenn man den Kopf auch dafür verwenden könnte.

Danke für eure Fräs-Hilfen ;)

Gruss
Denis
Gruss
DenisM
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zopf
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Beitrag von zopf »

Hallo Dennis
Oberfräsen sind ungeeignet zur freien Führung,
die Verwendung birgt große Gefahren.
Suche besser unter Geradschleifer.
Wie groß darf man sich die Bäume vorstellen
an denen Du arbeiten möchtest ?
Grobe Maschinen - grobe Bearbeitung
mfG Dieter
grüsse an die bewohner von melmac
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DenisM
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Beitrag von DenisM »

Hallo zopf,

sie sind ungeeignet zur freien Führung? Warum werden sie dann überall als Bonsaiwerkzeug empfohlen?

Siehe auch hier:
http://www.bonsai-fachforum.de/viewtopi ... ht=fr%E4se

Sowas wie hier stelle ich mir vor:
http://www.bonsai-fachforum.de/viewtopi ... ht=fr%E4se
Da wird die Fräse frei geführt und an einem "kleineren" Baum gearbeitet.

Dort ist bei der Bosch 500 A kein Gestell o.ä. vorhanden.

Die Bäume, an denen ich arbeiten möchte, werden wie gesagt, 40-50 cm kaum überschreiten. Durchschnitt wird um die 30-40 cm hoch sein.

Oder sollte ich zu einem Dremel greifen?

Dafür ist aber die Auswahl an Köpfen sehr klein und er ist angeblich nur zu "Schleifarbeiten" geeignet und nicht, um Holz wirklich zu entfernen.

Ich bin mir selber noch unklar, ab wann man eine Oberfräse und ab wann einen Dremel braucht? Oder ein Geradschleifer?

Beim Modellbau stelle ich mir vor, in der Lage zu sein, mit dem Gerät z.b. eine Kammer in ein Stück Holz machen zu können (z.b. Kiefernholz, 20 cm³ )
Gruss
DenisM
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Peter L
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Beitrag von Peter L »

Moin, moin Denis

wie Dieter schon sagte sind Oberfräsen nicht so geignet, weil sie in den meisten Fällen unhandlicher sind.

Für Deine Belange reicht eine Dremel erstmal aus. Du brauchst die Dremel sowieso, weil die Feinarbeiten mit einer kleinen Maschine und einem kleinem Fräskopf gemacht werden.

Unter dem Begriff Geradschleifer gibt es gute und handliche Geräte, die über einen weiten Drehzahlbereich verfügen. Hersteller sind Bosch (z.B. GGS27) oder Metabo, Makita hat auch eine glaube ich oder wenn Du eine ganz gute Maschine haben willst dann nehme eine Suhner.

Was beim Fräsen noch sehr hilfreich ist, wäre eine biegsame Welle. Hier aber auf die maximale Drehzahl der Welle achte, die aus den Baumärkten haben meistens nicht die geforderte.

LG Peter
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DenisM
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Beitrag von DenisM »

Hallo Peter!

Danke für deine Antwort!

Was ist denn der Unterschied zwischen einem Dremel und einem Geradschleifer?
Welche Fräsköpfe sollte ich dann für einen Dremel auf jeden Fall nehmen?
(aus dem Sortiment der beiden Links im ersten Post)

Und was ist eine biegsame Welle bzw. was macht die aus?

Und auf was für eine Umdrehungszahl sollte ich bei einem Dremel achten?

Gruss
DenisM
Gruss
DenisM
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Herbi
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Beitrag von Herbi »

Hallo Denis......
Schau mal da rein!
http://www.samurai.nl/?&m=s&t=&p=SINTRO ... 8747527749
Sau teuer aber gut............

Gruss Herbi
Wer aufgehört hat besser zu werden hat aufgehört gut zu sein......
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DenisM
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Beitrag von DenisM »

Hallo herbi,

danke für deinen Tipp!

Jedoch hilft er mir nicht wirklich weiter. Auf dieser Seite finden sich knapp 50 verschiedene FräskopfFORMEN.

Ich frage mich aber, welche FORMEN für den Anfang essentiell sind. Auswahl gibts ja genug (und die schweineteuren Samurais lassen wir erstmal außen vor *g* )

Als Gerät hätte ich im Moment die DREMEL 300er Serie im Auge. Oder sollte ich zu etwas anderem greifen? Was ist "hochqualitativer" ?

Gruss
DenisM
Gruss
DenisM
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BonsaiFanHitdorf
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Beitrag von BonsaiFanHitdorf »

Beim Aldi haben sie zur Zeit fräsen- nein ich möchte doiese nicht empfehlen. Aber da hatten sie im Prospekt so einen Ständer, wo die gehalten wird und da ging ein Schlauch weg, so dass man nicht das gerät halten muss, das sah praktisch aus!
lG Marcel ;)

Der zentralste Fehler von Verschwörungstheorien jeder Couleur ist, dass man am Ende der einzigste ist, der sich nicht verschwört.
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zopf
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Beitrag von zopf »

Hallo Dennis
Für die gröberen Arbeiten aus dem Link von Herbi
El Ninjo Serie B Art.Nr 1010
3mm Schaft 6mm Rundkopf Art. Nr 303
Drahtbürsten Stahl (kein Edelstahl) von Dremel (haben die beste Bindung)
Damit kannst Du schon recht viel machen.
Für feinere Arbeiten suche nach VHM-Hartmetallfräsern.
Für Durchbrüche und tiefere Löcher Fliesenschneider von Dremel.
Schutzbrille - Schutzbrille - Schutzbrille
Atemschutz (Stäube sind langfristig ausgesprochen schädlich)
Bei Bäumen mit schlecht zugänglichen Stellen
ist der Langhalsbohrschleifer von Proxxon vorzuziehen.
mfG Dieter

ps Proxxon und Dremel sind beide recht gute Geräte,
die Lebensdauer ist vom Benutzer abhängig.
Immer behutsam bei radialer Belastung.
Zuletzt geändert von zopf am 21.10.2008, 18:46, insgesamt 1-mal geändert.
grüsse an die bewohner von melmac
marius
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Beitrag von marius »

also, ich bin mit meinem dremel bisher ganz gut zurecht gekommen und meine bäume bewegen sich in etwa auch in deiner größenordnung.

samuraifräsköpfe gibt es auch für das dremelsortiment und kosten so um die 14 eus. also, wenn du jetzt nicht vor hast ganze wälder niederzufräsen, kommt man als ottonormalverbraucher mit dem dremelssortiment insgesamt super zurecht.

wenn mich nicht alles täuscht, dann kann man sich auch für eine bohrmaschine fräsköpfe kaufen. ein kleinere holzkoffer kostet hier etwa 30 euro und beinhaltet neben samuraiköpfen auch cutter und bürsten. das sollte also reichen. :wink:

gruß marius
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Peter L
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Beitrag von Peter L »

Moin, moin Denis

ich habe mal ein Foto von meiner Fräsausrüstung gemacht, damit Du den Unterschied zwischen einem Dremel und einem größeren Fräsmotor (auch Gradschleifer genannt) sehen kannst. Zu beiden habe ich eine biegsame Welle, die das Arbeiten erleichtern kann weil man nicht den schweren Fräsmotor halten muss.

Für den Dremel kannst Du nur die Fräser mit 3mm Schaft nehmen. Der Dremel hat eine maximale Drehzahl von 37000 Umdrehungen pro Minute.

Vor allem aber denke an die Schutzbrille.

LG Peter
Dateianhänge
Fräser mit 3mm und 6mm Schaft
Fräser mit 3mm und 6mm Schaft
Fräser.JPG (27.98 KiB) 7465 mal betrachtet
Fräswerkzeug.JPG
Fräswerkzeug.JPG (59.11 KiB) 7464 mal betrachtet
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Robert S.
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Beitrag von Robert S. »

Hallo Denis,

auch ich denke dass ein Dremel oder was ähnliches von einem anderen
Hersteller für Bäume Deiner angestrebten Größe die bessere Anschaffung
ist. Ich denke mal für 90% aller anfallenden Arbeiten tut man sich mit einer
kleinen Fräse leichter. Und die paar Male, wo was großes praktisch wäre muß
man halt länger raufhalten oder einen netten Bonsaifreund um Ausleihe bitten.
Lieber das gesparte Geld für ein paar Fräser mehr anlegen. Dieter hat da ja
alle wichtigen genannt. Ich persönlich finde eine biegsame Welle ganz praktisch
da man damit an schlecht zugängliche Bereiche besser rankommt.
Ich weiß nicht, ob Du Erfahrung mit Fräsen hast. Am besten viel an altem
Holz üben um ein Gefühl für das Werkzeug zu bekommen. Nix ist ärgerlicher,
als wenn einem der Fräser quer über den Stamm rauscht.
Und da ich in meinem Erstberuf in das zweifelhafte Vergnügen gekommen bin
einiges an Arbeitsunfällen zu sehen, kann ich Dieters Hinweis nur voll und ganz
unterstützen. Nie, aber auch wirklich nie ohne Schutzbrille arbeiten.

Servus,
Robert
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DenisM
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Beitrag von DenisM »

Vielen Dank für eure Ratschläge,

gestern habe ich mir einen Dremel+biegsame Welle inklusive geholt und gleich im Internet einen El Ninjo dazu bestellt, (den oben genannten).. schade, dass es solche nicht im Laden gibt.

Schutzbrille war natürlich auch dabei ;) Sie zu tragen weiss ich schon aus meinem Chemie-Praktikum ;) Mundschutz bekomme ich aus einem Krankenhaus durch Bekannte. Soviel zur Sicherheit.

Heute werde ich noch nach einem Doppelnutenfräser (aus einem anderen Thread empfohlen) und einer Stahlbürste von Dremel suchen (gab im Laden wo ich gestern war, nur Produkte von Lux)

Und natürlich werde ich an trockenem Holz üben, habe keinerlei Erfahrung beim Fräsen. Mir wurde gesagt, damit der Dremel nicht den Geist aufgibt, 15 Minuten am Stück maximal arbeiten, dann 15-30 Minuten Pause, dann weiter. Könnt ihr das bestätigen oder müssen die Intervalle eher noch kürzer sein?

Gruss
DenisM

PS: Marius, Samuraiköpfe für den Dremel für 14 Euro? Die Samurai Junior mit 3,2 mm Schaft kosten bei den mir bekannten Quellen um die 80 Euro. Nenne bitte deine Quelle (evtl. auch über PM), vielleicht finde ich ja was ;)
Gruss
DenisM
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Niko
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Beitrag von Niko »

Hallo Dennis,
darf ich fragen, für welche Bäume du das Werkzeug brauchst?

Ich habe bestimmt seit ca. einem Jahr keine Fräse mehr in der Hand gehabt und klein sind meine Bäume nicht.

Für viele schwer vorstellbar, aber man kann das Holz mit "Hammer und Meißel" viel besser gestalten, als mit irgend eine Maschine.

Das dauert um ein vielfaches länger und ist sicherlich auch viel anstrengender, aber man kriegt ein wirklich sehr gutes Gefühl, wie das Holz "wächst" und wie es gestaltet werden sollte. Die feinen Fasern müssen nachträglich mit Feuer leicht entfernt werden.
Viel kaputt kannst du nicht machen, da immer nur sehr wenig Holz abgetragen wird.

Sicherlich wird man um eine el. Fräse oder Kettensäge nicht herum kommen, wenn sehr viel Masse entfernt werden soll, aber wenn du solche Bäume, mit wirklich sehr viel totes Holz nicht hast, empfehle ich dir die reine Handarbeit.
Das Ergebnis ist wirklich verblüffend und von der el. Arbeit deutlich und immer zu unterscheiden.
gruß

Niko

Das Auge findet was es sucht.
jupp

Beitrag von jupp »

Was Niko hier schreibt kann ich nur voll und ganz unterstützen.
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