Forsythie Totholz Konservierung

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svencux
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Forsythie Totholz Konservierung

Beitrag von svencux » 06.12.2018, 19:12

Forsythie1.jpg
Forsythie1.jpg (93.51 KiB) 390 mal betrachtet
Hallo,

ich habe eine Kleine Forsythie erstanden (mit diesem Bild wurde sie angeboten)

Sie hat einen recht schönen Totholz-Bereich, den ich jetzt im Winter etwas bearbeiten und konservieren möchte.
Ich habe jetzt festgestellt, dass das Totholz an einigen Stellen schon recht angerottet ist.

Mein Plan wäre das rottige Material zu entfernen, dann Teilbereiche kurz mit dem Microbrenner anzuflämmen
(habe bei meinen anderen Bäumen festgestellt, dass dadurch auch schone eine Art Konservierung entsteht) dann
Holzhärter und dann Jin-Mittel.
Gibt es bei Forsythien bessere Methoden? ... die scheinen ja recht einfach zu rotten.

DIe Forsythien, selbst die im Garten fangen schon leicht an Knospen zu treiben. ich hoffe es wird bald wieder kühler damit das wieder
eingedämmt wird und nicht später zu Schäden führt.

Vielleicht hat jemand zum Totholz eine Anmerkung.

Danke.

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Der Maddin
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Re: Forsythie Totholz Konservierung

Beitrag von Der Maddin » 06.12.2018, 20:32

Hallo Svencux,
bei mir steht jeder Baum, bei dem das Totholz geschützt werden muß,
das ganze Jahr überdacht und ich gieße nur im Wurzelbereich!
LG,
Martin

Sanne
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Re: Forsythie Totholz Konservierung

Beitrag von Sanne » 06.12.2018, 20:54

svencux hat geschrieben:
06.12.2018, 19:12
Mein Plan wäre das rottige Material zu entfernen, dann Teilbereiche kurz mit dem Microbrenner anzuflämmen
(habe bei meinen anderen Bäumen festgestellt, dass dadurch auch schone eine Art Konservierung entsteht) dann
Holzhärter und dann Jin-Mittel.
...Vielleicht hat jemand zum Totholz eine Anmerkung.
Hallo Sven,

nach dem Abflämmen, zuerst mit Jinmittel und dann mit Holzhärter behandeln!

Grüße, Sanne

svencux
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Re: Forsythie Totholz Konservierung

Beitrag von svencux » 06.12.2018, 21:07

danke für eure Hinweise.

Sanne dann habe ich das bis jetzt immer falsch gemacht ich habe immer erst Holzhärter genommen, weil es so tief einzieht und dann jin Mittel.
Dann werde ich das mal so herum ausprobieren.

Danke

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Thorschti
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Re: Forsythie Totholz Konservierung

Beitrag von Thorschti » 08.12.2018, 17:13

Ich denke, das schnell gewachsenes Holz aus den langen "Schüssen" schneller rottet als altes, langsam gewachsenes Holz. Ich denke mit der genannten Reihenfolge (Feuer, Schwefel und Kunststoff) tust du sicher alles was du tun kannst. Trotzdem ist die Reinigung und Wiederholung der Prozedur jährlich (nur Jinmittel & Härter) notwendig.
Das Jinmittel muss mit Wasser reagieren um den Gips zu erzeugen, der die weiße Farbe und durch den pH die antimikrobielle Funktion aufweist. Daher sollte die Oberfläche des Holzes feucht sein. Vor Anwendung des Holzhärters sollte das Holz dann wieder abgetrocknet sein und schneeweis sein. Der Holzhärter ist Polyethylen in Aceton, zieht in die Holzzellen ein und bildet so eine wasserundurchlässigen Barriere.

Ich hab meine Fossi hier mal gepostet. viewtopic.php?f=9&t=46557

Gruß
Thorsten
Exercitatio artem parat (Tacitus)

svencux
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Re: Forsythie Totholz Konservierung

Beitrag von svencux » 10.12.2018, 08:23

hatte deinen Baum sogar im Forum gesehen.
Gefält mir gut. Ich muss dieses Jahr erst einmal mit dem Aufbau beginnen.
Ich will nach der Blüte erst einmal noch stärker zurückschneiden, damit die Verzeweigung besser wird.

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Thorschti
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Re: Forsythie Totholz Konservierung

Beitrag von Thorschti » 10.12.2018, 13:52

Die Fossi reagiert auf den Rückschnitt am Besten nach dem Aushärten des ersten Austriebes im Frühling. Bei einer gut etablierten und gesunden Pflanze kannst du bis auf das allererste Blättchen zurück setzen, die Pflanze reagiert mit einem Austrieb aus allen Knopflöchern auf dem man dann weiter aufbauen kann. Ich hatte Probleme mit einer frisch getopften Fossi nach Rückschnitt nach Blüte aber vor dem Austrieb und kaltem Frühling, daher meine Vorsicht.
Gruß
Thorsten
Exercitatio artem parat (Tacitus)

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