Yamadori Hollunder - der Unsterbliche

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Jürgen*
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Re: Yamadori Hollunder - der Unsterbliche

Beitrag von Jürgen* » 20.02.2019, 08:40

Morgen, hier mal ein Update nach einem Jahr.

Mir wurde ja hier einiges unterstellt vom Troll bis Baummörder war ja alles dabei....

Jetzt weiß ich wie sich im Mittelalter Gelehrte oder einfach anders denkende gefühlt haben mussten, nur weil sie andere Ansichten oder Wege beschritten haben.

Wie erhofft der Holunder hat heuer kleine Blätter bekommen.
Er zog um in eine grosse Schale um Masse zu machen.

Zum Totholz - ja Ruten und Gewehrgriffe werden nass, und verziehen sie sich wäre es schlecht.
Gebleicht wurde mit Natron und gehärtet mit Pattex Wasser Gemisch - 1:10.

Die Wurzelausläufer die der Holunder ständig nachwachsen lässt, sollte man ein Jahr lassen, denn sie verhelfen den Wurzeln zum Dickenwachstum ( Nebari).

Was leider auffällt, er lässt halt mal wahllos Äste absterben, er bringt zwar genug Knospen nach, aber mühsam ist es schon....

Schön wäre wenn nur Kommentare kommen, von Leuten die selbst mit Holunder arbeiten, und nicht von welchen die nur auf etwas pochen, was sie wissen zu glauben.... Wäre doch Holler - oder? *ironie*
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Liebe Grüße, Jürgen

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Re: Yamadori Hollunder - der Unsterbliche

Beitrag von hwolf » 20.02.2019, 09:00

Huch, der ist aber früh dran. Das ist ja verwunderlich.
Soft skills for hard woods.

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Kircherl
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Re: Yamadori Hollunder - der Unsterbliche

Beitrag von Kircherl » 10.05.2019, 21:21

Wie geht's deinem Holler, Jürgen?
LG Stefan *daumen_new*

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Jürgen*
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Re: Yamadori Hollunder - der Unsterbliche

Beitrag von Jürgen* » 12.05.2019, 10:43

- gesammelt u. eingetopft April 2018, Österreich -

https://de.wikipedia.org/wiki/Schwarzer_Holunder

Hy zusammen,

@hwolf, er stand den Winter über in einem Kaltraum, der scheinbar etwas zu warm war. :oops:

@Stefan, schön mal wieder von dir zu hören. *daumen_new*

Eine Problempflanze ist der Holler eigentlich nicht, wenn auch etwas eigen.

Ich wollte ihn komplett durchtreiben lassen, mit dem Erfolg, das er gleich mal die linke Seite abwarf.

Das Astabsterben könnte auch am drahten liegen, deshalb spanne ich die Ästchen nur mehr ab.
Hoffe ich fahre dadurch besser.
Die linke Seite baue ich jetzt schon zum 3ten Mal auf. :roll: warum kann ich nicht sagen, eventuell auch das Wetter - rauf runter..... Wenigstens treibt er sofort wieder an.

Um der "Phallusgestalt" etwas entgegen zu wirken, kappte ich den Totholzbereich etwas.
Ob das endgültig so bleibt kann ich noch nicht sagen....

Interessant ist auch das immer wieder mal grössere Blätter dabei sind. Aber das wird mit der Zeit besser werden.

Edit: Bilder verbessert.
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Liebe Grüße, Jürgen

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Re: Yamadori Hollunder - der Unsterbliche

Beitrag von Jürgen* » 10.07.2019, 09:32

*updated*

Beim Gießen fiel mir auf, das das Gießwasser nur schlecht bis gar nicht ablief.
Der Hollunder hatte es tatsächlich geschafft die 30er Schale komplett durch zu wurzeln! :shock:
Habe ihm eine kleinere Schale ( innen 17x12x5 cm ) spendiert.
Flacher traue ich mich, denn der Holler säuft wie ein Gaul! :lol:

Habe ihn noch nie "untenrum" beschnitten, was ich ab jetzt jedes Frühjahr machen werde - oder gar muss??

Bin gespannt, wie er auf die Wurzelkürzung reagiert?
Man liest von anderen Hollergestaltern, das der Holunder nicht gerade "happy" damit umgeht und einige Zeit schwächelt.

Das mit dem Kronenaufbau, bleibt weiter schwierig.
Lässt man ihn schießen, bildet er nur gerade Triebe mit langen Internodien.
Kürzt man aber die Federblätter, auf 2 Blätter, kann man die Internodien ziemlich kurz bekommen und auch die Blattgrösse reduziert sich erheblich!
Nur muss dies permanent und vor der Ausbildung ( wenn man sie erkennt ) geschehen, sonst ignoriert die Pflanze es und bildet dennoch lange Internodien - arg oder? :shock:

Zudem wirft er sehr gerne Äste, ohne ersichtlichen Grund ab, auch unbeschnittene, ungedrahtete usw.
Er produziert sehr viele Wurzelausläufer, x-Knospen und genauso viele wirft er wieder ab.
Woran das liegt, kann ich nicht sagen.
Nur wachsen lassen ist keine Lösung, schneidet man zurück, hat man nur hohle Röhren.

Ich kann mittlerweile verstehen, warum viele Gestalter dem Holler keine Chanche geben und ihn als Bonsaiuntauglich einstufen....

Auch ein Shohin aus ihm zu machen, ist und war keine gut Idee, besser wäre ihn größer zu gestalten!
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Re: Yamadori Hollunder - der Unsterbliche

Beitrag von Andreas Ludwig » 10.07.2019, 17:09

Jürgen* hat geschrieben:
10.07.2019, 09:32
Ich kann mittlerweile verstehen, warum viele Gestalter dem Holler keine Chanche geben und ihn als Bonsaiuntauglich einstufen....

Auch ein Shohin aus ihm zu machen, ist und war keine gut Idee, besser wäre ihn größer zu gestalten!
Grössen ab 1,50 Meter scheinen mir realistisch.
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Re: Yamadori Hollunder - der Unsterbliche

Beitrag von Bonsai-Abbing » 10.07.2019, 18:33

Ne, Shohin geht ganz gut, man muss nur 4-5 im Jahr schneiden; minimum. :-D
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Re: Yamadori Hollunder - der Unsterbliche

Beitrag von Kircherl » 10.07.2019, 19:12

@Frank: wann schneidest du?
bzw. wo? Nur immer den Haupttrieb rausnehmen?
LG Stefan *daumen_new*

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Re: Yamadori Hollunder - der Unsterbliche

Beitrag von Jürgen* » 11.07.2019, 06:18

Frank, ich kenne deinen Shohin - gute Arbeit! *daumen_new*

So gefällt er mir gut - Aber hast du auch ein Bild wo die Blätter ganz ausgebildet sind? :wink:
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Re: Yamadori Hollunder - der Unsterbliche

Beitrag von Andreas Ludwig » 11.07.2019, 08:08

Fraglich, ob man es Shohin nennen kann, wenn eine Krone gar nicht entstehen darf...
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Re: Yamadori Hollunder - der Unsterbliche

Beitrag von achim73 » 11.07.2019, 12:08

ist ja ein bild im austrieb...da sind die blätter natürlich noch klein...hast du mal ein aktuelles bild, wie groß die dann wirklich geworden sind ?
Gruss, Achim
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Re: Yamadori Hollunder - der Unsterbliche

Beitrag von Bonsai-Abbing » 11.07.2019, 20:42

Ja, natürlich. Der Baum durfte immer wieder gut austreiben, bevor ich ihn gestutzt habe.
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Re: Yamadori Hollunder - der Unsterbliche

Beitrag von Bonsai-Abbing » 11.07.2019, 20:50

Andreas Ludwig hat geschrieben:
11.07.2019, 08:08
Fraglich, ob man es Shohin nennen kann, wenn eine Krone gar nicht entstehen darf...
Jeder Mame/Shohin wird doch immer wieder zurück geschnitten. Der Holunder hatte allerhand Äste und extrem viele Knospen.
Aktuell bin ich nicht mehr Besitzer des Baums, evt. liest der neue Besitzer ja mit und zeigt mal ein aktuelles Foto.
Liebe Grüße
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Re: Yamadori Hollunder - der Unsterbliche

Beitrag von Jürgen* » 12.07.2019, 09:14

Morgen,
Frank und das ist genau das was ich meine.
Nicht das du deine Arbeit nicht gut gemacht hast, im Gegenteil! *daumen_new*
Aber es zeigt was mit Holler möglich ist und was nicht, in dieser Größe!

Und wie du an meinen Bilder siehst, versuche ich etwas anderes daraus zu machen.
Betonung liegt auf versuchen! :oops:
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Re: Yamadori Hollunder - der Unsterbliche

Beitrag von Bonsai-Abbing » 12.07.2019, 20:07

Alles gut, Jürgen. Mein Baum war auf Dauer auch nie zwingend als Shohin geplant. Für ihn war mal dieses Aussehen angedacht:
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