Hainbuche - das häßliche Entlein

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mydear
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Re: Hainbuche - das häßliche Entlein

Beitrag von mydear »

Update :cry: :cry: :cry:
Es gab leider wieder keine Wurzeln, sondern nur Kallus.
Ich war so enttäuscht, dass ich gleich nochmal neu begonnen habe. Normal warte ich immer bis zum nächsten Frühjahr. Irgendwie fürchte ich, dass sonst die Stelle oben vertrocknet und abstirbt. Ich werde geschützt im Wintergarten aufstellen, dass es abends nicht abkühlt. So könnte heuer noch gut 8 Wochen Wurzelwachstum stimuliert werden.
Diesmal habe ich mit flüssigem Bewurzelungshormon oben dick eingepinselt (danke Max *daumen_new* ). (Und bitte fragt nicht, warum ich keinen Drahtring herumgelegt habe.... die Diskussion hatten wir schon letztes Jahr). Ich bin zwar nicht überzeugt, dass es noch klappen könnte. Doch die Hoffnung stirbt zuletzt.

Grüße
Rainer

27. August 2020: die Gipfel liegt wirklich auf der Seite, kein Fehler beim Hochladen
27. August 2020: die Gipfel liegt wirklich auf der Seite, kein Fehler beim Hochladen
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zwar schöne Verbreiterung des Stammansatzes, doch Wurzeln hätte ich schon auch gerne...
zwar schöne Verbreiterung des Stammansatzes, doch Wurzeln hätte ich schon auch gerne...
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der abgeschnittene Kallus
der abgeschnittene Kallus
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der obere Teil der Abmoosung bekam gelbliche Blätter, er hungerte also. Unten dagegen satt grün, dort wo die Kallusbrücke entstand
der obere Teil der Abmoosung bekam gelbliche Blätter, er hungerte also. Unten dagegen satt grün, dort wo die Kallusbrücke entstand
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Bewurzelungshormon oben aufgepinselt (lila)
Bewurzelungshormon oben aufgepinselt (lila)
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und gleich wieder eingepackt
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ania
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Re: Hainbuche - das häßliche Entlein

Beitrag von ania »

Schade dass es nicht funktioniert hat! Wird sicher noch, Herbst ist Wurzelzeit.

Ich habe heuer erfolgreich (Anfängerglück?) eine Hainbuche abgemoost, ohne Hormon und ohne Drahtring. Einmal musste ich Kallusbrücken wegschneiden.
Ich hatte reichlich Perlite zum Moos gemischt, damit es luftiger und nicht zu nass ist. Allerdings hatte meins mehr Laub über der Abmoosung. Als das Laub hell wurde, machte ich Blattdüngung mit Wuxal, aber zu dem Zeitpunkt gab es schon erste Würzelchen.

Eigentlich müsste das Hellerwerden der Blätter erfolgreiche Bewurzelung bedeuten, also Wasserversorgung über die Mooskugel, wieso wären die sonst hell?
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mydear
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Re: Hainbuche - das häßliche Entlein

Beitrag von mydear »

ania hat geschrieben: 27.08.2020, 20:10 Ich habe heuer erfolgreich (Anfängerglück?) eine Hainbuche abgemoost, ohne Hormon und ohne Drahtring. Einmal musste ich Kallusbrücken wegschneiden.
Ich hatte reichlich Perlite zum Moos gemischt, damit es luftiger und nicht zu nass ist. Allerdings hatte meins mehr Laub über der Abmoosung. Als das Laub hell wurde, machte ich Blattdüngung mit Wuxal, aber zu dem Zeitpunkt gab es schon erste Würzelchen.

Eigentlich müsste das Hellerwerden der Blätter erfolgreiche Bewurzelung bedeuten, also Wasserversorgung über die Mooskugel, wieso wären die sonst hell?
Hallo Ania,

ich verstehe auch nicht, warum nicht wenigstens ein paar Wurzeln entstanden sind. Es könnte am Substrat gelegen haben. Das war feines Sphagnummoos. Und ich hatte unten keine Löcher in die Folie gestochert. Aus Angst die das Substrat könnte an der oberen Seite zu schnell abtrocknen und infolgedessen oben keine Wurzeln bilden. Ich mußte auch nur ein paar Mal Wasser nachfüllen. Das Substrat blieb definitiv zu lange feucht.
Und Blattdüngung habe ich nur zweimal gemacht, einfach immer wieder vergessen.

Den Thread deiner Hainbuche habe ich gelesen und gerade deshalb heute nochmal begonnen *daumen_new*

Grüße
Rainer
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ania
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Re: Hainbuche - das häßliche Entlein

Beitrag von ania »

mydear hat geschrieben: 27.08.2020, 21:16 Den Thread deiner Hainbuche habe ich gelesen und gerade deshalb heute nochmal begonnen
Da hast du wohl was anderes gelesen ;)
Meinen halbgaren Baumschulbusch habe ich hier nicht gezeigt. Vielleicht in ein paar Jahren, wenn es mehr nach Baum aussieht.
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mydear
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Re: Hainbuche - das häßliche Entlein

Beitrag von mydear »

ania hat geschrieben: 27.08.2020, 21:28 Da hast du wohl was anderes gelesen ;)
Meinen halbgaren Baumschulbusch habe ich hier nicht gezeigt. Vielleicht in ein paar Jahren, wenn es mehr nach Baum aussieht.
Stimmt, du hattest es in einem andren Thread am 01.08. geschrieben:

„Wenn der Kallus den Spalt überwuchert hat, kannst du ihn auch jetzt nachschneiden. Bei meiner Hainbuche, die ich heuer abmoose, habe ich das vor ein paar Wochen gemacht, sie hatte überwuchert statt Wurzeln zu machen. Oben ein Stück Kallus belassen, und mittlerweile hat sie schon erste Wurzeln. Du hast aber auch noch gute Chancen bis zum Herbst, Wurzelwachstum geht erst richtig los wenn die Triebe nicht mehr wachsen.“

Das war genau die richtige Idee, die ich heute brauchte zur Frustbewältigung!!!

Grüße
Rainer
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Michael 86
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Re: Hainbuche - das häßliche Entlein

Beitrag von Michael 86 »

Hallo Rainer

Merkwürdig, bei mir hat das ohne Probleme funktioniert. So individuell kann manchmal das Ergebnis ausfallen. Hast du vielleicht meinen Beitrag gemeint?

viewtopic.php?f=9&t=48799
Grüße Michael :)
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mydear
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Re: Hainbuche - das häßliche Entlein

Beitrag von mydear »

:twisted: *updated*
Seit 2019 versuche ich den Gipfel abzumoosen, doch zweimal ist bis Herbst nur der Ringspalt mit Kallus zugewachsen.
2021 war schon das dritte Jahr der fortgesetzten Abmoosung. Vor 4 Wochen entdeckte ich unten an der Plastikfolie eine erste Wurzel. Dazu wurde das Laub der Abmoosung hellgrüner. Die Wurzeln haben sich seitdem nicht wirklich stark vermehrt und das obere Laub ist zuletzt dem anderen Laub wieder ähnlicher geworden. Ich vermutete zwar etwas Wurzelbildung, allerdings auch bereits wieder eine Kallusbrücke. Vor 2 Wochen habe ich die Wurzeln kontrolliert und an der oberen Seite erneut mit C l o n e x bestrichen. Viele Wurzeln waren nicht sichtbar.

Heute nun habe ich abgesägt und den Gipfel eingetopft. Wie vermutet gab es kaum neue Wurzeln. Der Ringspalt wurde oben mit C l o n e x dick eingestrichen und in einen durchsichtigen Plastiktopf eingetopft. Substrat unten grobes Akadama-Bims-Blähschiefer-Gemisch (1:1:1), mittig feineres Moos-Bimsgemisch und oben eine dünne Schicht Akadama. Ich hoffe die Hainbuche kommt durch und wurzelt noch ringsum. Hätte ich später abgetrennt wären kaum mehr Wurzeln gebildet worden. Zumindest ist bis Oktober noch genug Zeit.

Die Mutterpflanze erscheint mir ohne den „Linksausleger“ viel harmonischer. Was meint ihr dazu?

Grüße
Rainer
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07. Juli 2021 sieht ohne den Linksausleger viel besser aus. Der Gipfeltrieb darf noch frei wachsen und gut verdicken
07. Juli 2021 sieht ohne den Linksausleger viel besser aus. Der Gipfeltrieb darf noch frei wachsen und gut verdicken
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die Schnittstelle wurde sauber nachgesägt und mit flexibler Wundpaste  für Azaleen abgedeckt
die Schnittstelle wurde sauber nachgesägt und mit flexibler Wundpaste für Azaleen abgedeckt
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schon 2,5 Jahre versuche ich den Gipfel abzumoosen
schon 2,5 Jahre versuche ich den Gipfel abzumoosen
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nur das untere Segment hat bewurzelt
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satt mit lila Bewurzelungspaste (C l o n e x) einstreichen
satt mit lila Bewurzelungspaste (C l o n e x) einstreichen
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steht jetzt geschützt auf der Terrasse im Halbschatten
steht jetzt geschützt auf der Terrasse im Halbschatten
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Zuletzt geändert von mydear am 08.07.2021, 13:15, insgesamt 2-mal geändert.
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Georg
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Re: Hainbuche - das häßliche Entlein

Beitrag von Georg »

Ich drücke Dir die Daumen!
Gruß Rüdiger
Ich mag verdammen, was Du sagst, aber ich werde mein Leben geben, daß Du es sagen darfst(Voltaire)
toh
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Re: Hainbuche - das häßliche Entlein

Beitrag von toh »

Hallo Rainer,

interesantes Projekt *daumen_new* ,
Schade das sich so wenige Wurzeln gebildet haben. Würde es nicht Sinn machen, die Blattmasse an der abgemoosten Hainbuche zu reduzieren?

Viele Grüße
Thomas
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ania
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Re: Hainbuche - das häßliche Entlein

Beitrag von ania »

Es bleibt spannend!

Die Laubmasse würde ich nicht reduzieren. Der Sinn wäre Verdunstung zu reduzieren, aber das erreichst du ja auch durch den geschützten Standort ohne direkte Sonne und Wind (vielleicht auch noch ab und zu einsprühen?). Wenn es klappt und die Wurzeln sich regenerieren, werden sie direkt von den Blättern versorgt. Da das Wachstum dieses Bereiches eher verhalten war, würde ich nicht auf übermäßige Reserven spekulieren.

Eine Birke wirft von selbst einzelne (ältere) Blätter ab, wenn sie unterversorgt ist mit Wasser. Macht eine Hainbuche das eigentlich auch? Sie ist ja relativ nah verwandt.
Dann würde ich den Baum einfach machen lassen wie er meint.
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mydear
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Re: Hainbuche - das häßliche Entlein

Beitrag von mydear »

Danke Rüdiger, Thomas und Ania für eure Anteilnahme.
Grüße
Rainer
ania hat geschrieben: 08.07.2021, 09:30 Die Laubmasse würde ich nicht reduzieren. Der Sinn wäre Verdunstung zu reduzieren, aber das erreichst du ja auch durch den geschützten Standort ohne direkte Sonne und Wind (vielleicht auch noch ab und zu einsprühen?).

Ja, genau so ist mein Plan und gesprüht wird mehrmals täglich

Eine Birke wirft von selbst einzelne (ältere) Blätter ab, wenn sie unterversorgt ist mit Wasser. Macht eine Hainbuche das eigentlich auch? Sie ist ja relativ nah verwandt.
Ja, auch Hainbuchen reagieren so
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Re: Hainbuche - das häßliche Entlein

Beitrag von mydear »

Nach knapp 2 Wochen heute diese freudige Entdeckung.
Die durchsichtigen Orchideen-Töpfe werde ich künftig öfter verwenden.

Grüße
Rainer
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20. Juli 2021
20. Juli 2021
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Re: Hainbuche - das häßliche Entlein

Beitrag von Georg »

Das freut mich; jetzt kann sich mein Daumen entspannen
Gruß
Rüdiger
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Re: Hainbuche - das häßliche Entlein

Beitrag von mydear »

Georg hat geschrieben: 21.07.2021, 06:52 Das freut mich; jetzt kann sich mein Daumen entspannen
Ohne dein' strapaziertn Damma war des ois nix woarn *prost*

Buddygrüße
Rainer
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Barbara
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Re: Hainbuche - das häßliche Entlein

Beitrag von Barbara »

Na also, was lange währt wird endlich gut...... *clap*

Liebe Grüße,
Barbara
"Sorge Dich um den Beifall der Leute, und Du wirst ihr Gefangener sein." LAOTSE
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