Vielen, vielen Dank für eure Kommentare und Anregungen. Ihr trefft es voll auf den Punkt.
Ich denke wie ihr, dass diese Ulme nicht mit einfachen Korrekturen zu einem nett aussehenden Bonsai nach klassischem Schema umgestaltet werden kann. Gut 10 Jahre durfte sie im Feld frei wachsen, was zu diesen prägenden, überproportionierten Primärästen geführt hat. So gesehen möchte ich sie nach Yamadori-Maßstäben messen und ihr den robusten Charakter nicht austreiben. Wie gesagt eine Schönheit wird die Ulme keine mehr, das gilt zumindest im blattlosen Zustand!
Mit Laub dagegen finde ich den Kronenumriss gar nicht so schlecht, weshalb ich bislang vor starken Eingriffen zurückscheute. Trotzdem reift der Gedanke im nächsten Frühjahr stärker zurückzuschneiden, kräftige Triebe anzuregen, insbesondere die linke Seite zu entwickeln. Die Ulme bringt zwar viele, doch recht schwache Triebe mit kleinen Blättern hervor - fast wie ein alter, vergreister Apfelbaum. Geschnitten wurde zum Austrieb im Frühjahr und Ende Juni wenn die Krone komplett dicht wuchs. Blattschnitt habe ich nie angewendet. Gedüngt wurde heuer viel mineralisch (Wux..) sowie im Juni organisch (Bio G...).
Es stört wie Heike sagt der lange "Hals". Den entfernen und den rechten V-Ast einkürzen scheint mir auf lange Sicht die beste Lösung zu sein. Aus dem rechten Gipfelast eine höhere Krone mit vernünftiger Verjüngung aufbauen wäre eine gute Langzeit-Perspektive.
Und Frank -natürlich habe ich mir die oberen Triebe auch unter Abmoos-Gesichtspunkten angesehen....
Grüße,
Rainer
Wer will kann die Bilder größer betrachten:






