Friedhofsyamadori

Allgemeine Philosophie, Stilarten, Techniken, Vorstellung und Besprechung von Rohmaterial sowie lose Sammlung von Entwicklungs-Dokus
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Joerg

Friedhofsyamadori

Beitrag von Joerg »

Hallo,

dieses Thema hat uns ja hier schon manchesmal beschäftigt heute mal ein praktisches Beispiel

Vor etwa 2 Jahren zeigte ich euch diese Eibe
Bild

frisch ausgegraben, war sie fürs Forum kaum eine Disskussion wert (ok, man erkennt ja auch sehr wenig vom Potential)und wenn dann erntet man mit Friedhofsyamadori allenfalls bemitleidenswerte oder gar abfällige Bemerkungen.

Der Baum entwickelte sich in den nur zwei Jahren erstaunlich. Der Zuwachs war enorm, leider habe ich gerade kein Vorherfoto von der Demo.
Obwohl man den Eiben ja lieber eher ein Jahr mehr als zu wenig Ruhe geben sollte gab es bei diesem Baum keine Frage hinsichtlich der Vitalität.
Fast 20cm Langtriebe in diesem Jahr sprechen eine eigene Sprache.

Pjotr Czerniachowski aus Polen entdeckte als Profi das Potential dieser Pflanze und gestaltete sie bei einer Demo in Pillnitz.

Meiner Meinung nach ein überzeugendes Ergebnis, welches Mut machen sollte sich nicht vom eigenen Weg abbringen zu lassen.

Grösse 65 cm
Nebari 14cm
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Stefan K.
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Beitrag von Stefan K. »

Sowas auch mal angedacht ??
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Ich hab Spass !
grüsse aus tirol stefan
Joerg

Beitrag von Joerg »

nicht wirklich Stefan, das ist theoretisch wohl möglich und auf den Bildern springt einem das auch ins Auge, nur steht man live vor dem Baum ist der so beeindrukend, dass es einfach nicht in Frage kommt.
Gerade diese Symbiose aus angedeuteter Halbkaskade und frei aufrechter Gestaltung macht diesen Baum so originell.
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Reiner
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Beitrag von Reiner »

Hallo Joerg,
wernn man weiß wie eine Eibe sich in wenigen Jahren entwickeln kann, ist Pjotr´s Gestaltung für mich sehr OK :D . Die wird was.
Reiner
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Rene'
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Beitrag von Rene' »

Ich würde auch auf dem eingeschlagenen Weg bleiben . Das wird bestimmt spannend wie die sich in den nächsten Jahern entwickelt !

Rene'
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Stefan K.
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Beitrag von Stefan K. »

Na ja,
Ich finde den Stamm nicht besonders interressant.

Der Bogen, ohne Verjüngung spricht mich halt irgendwie gar nicht an.

Ich finde den Shohin hingegen deutlich spektakulärer.
Den Stamm könnte man mit einem Shari noch wesentlich dramatischer gestalten.

(Bitte nicht als persönlichen Angriff verstehen, ist nur meine Bescheidene Meinung)
Ich hab Spass !
grüsse aus tirol stefan
Joerg

Beitrag von Joerg »

@Reiner
ja, wenn man allein die Knospen sieht, die sich in den 3 Wochen gebildet haben dann ahnt man wie da die Post in den nächsten Wochen abgeht. Der Stamm ist fast komplett grün vor lauter kleinen Pünktchen, da brauchts in Zukunft eine gute Schere oder noch bessere Fingernägel

@Rene
da bin ich auch sehr gespannt. Das ist eh bei Pjotr seinen Bäumen für mich das faszinierende, wie er wirklich mit den Gegebenheiten des Materials arbeitet und nicht nach belieben sich die Dinge "hinbiegt"
Es ist ein sehr verantwortungsvolles und dennoch creatives Arbeiten MIT dem Baum.

@Stefan
du hast sicher Recht, das Defizit dieses Baumes ist die mangelde Verjüngung.
Die Arbeit der Zukunft wird es sein, daran tätig zu werden.
Ob das nun durch ein Kaschieren mit einer relativ geschlossenen Krone im oberen Bereich wird oder aber das noch einmal ein Seitentrieb zu einer neuen Spitze umgeformt wird, soll die Zukunft zeigen.
Da die gleichbleibende Stammstärke eher schwach ist halte ich das Problem doch für erträglich, schlimmer wäre es, wenn ein fettes Teil da nach oben führen würde und abprut endete.
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holgerb
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Beitrag von holgerb »

TSchuldigung für diese vorpubertäre Assoziation:

Sieht aus wie ein Jüngling mit nem Wahnsinns-Genital.

Gefällt mir sehr gut, ist eben keine Standardgestaltung!
"The mind is like a parachute. It doesn't work unless it's open."
- Frank Zappa -
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