ich habe mich heute mal an die Totholzgestaltung meiner großen Lärche begeben. Da ich noch nicht besonders viel Übung habe, seid etwas gnädig
Das Problem liegt im Übergang Stamm-Jin. Ich habe mich noch nicht getraut tiefer zu gehen, da ich Angst habe, den Saftverlauf des neuen Spitzenastes zu treffen. Deshalb wirkt der Übergang noch unnatürlich gerade und zu regelmäßig.
Was meint Ihr? Kann ich rechts das Totholz unbedenklich weiter nach unten auslaufen lassen, oder lieber abwarten?
Wie würdet Ihr den Übergang machen? Was kann ich sonst noch verbessern?
Liebe Grüße
Barbara
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Jin, andere Seite
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Versuch eines Spitzenjins
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gekürzt und gejint
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ein paar Wochen später
Lärche groß_2007_04_II_b.JPG (59.66 KiB) 1900 mal betrachtet
Lärche aus Baumschule, Rohzustand
Lärche groß_2007_04_b.JPG (59.68 KiB) 1900 mal betrachtet
Dito Walter kann ich nur sagen Barbara,
nur nicht gerade unter den Ästen mit den Totholzgestalten langziehen
Spitzenjin gefällt mir schon gut, aber noch die "Kanten brechen", alles etwas weichen nicht ganz so scharf.
Heute habe ich das Shari weiter runtergezogen. wie mir Walter geraten hatte.
Außerdem habe ich versucht, die Kanten etwas weicher zu schleifen (danke, Hendrik)
Was meint Ihr? Mir gefällt es eigentlich ganz gut so, oder soll ich das Shari noch etwas aushöhlen?
Gruß, Barbara
I
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Lärche, groß,Spitzenjin_2007_08_b.JPG (59.6 KiB) 1710 mal betrachtet
Hallo Barbara
Die Schnittstellen mit einem klatschnassen Tuch abdecken, mit einem Blech schützen (Kehrblech aus Stahl) und dann mit nem richtigen Brenner die Spitze gut ankokeln (siehe Rainers Thuja), bürsten und bleichen. Alles sieht dann schön fließend aus und die Kanten, wie Hendrik es schreibt sind weg. Die Formgebung ist sehr gut gelungen.
Grüsse aus Rockenberg Jupp
sorry, aber mir ist Dein Jin zu kantig. Quetsche mit einer Flachzange den Jin
an der Spitze und versuch doch von Oben nach Unten mit einer Zange
Fasern auszureissen. Anschliessend mit dem Brenner drüber wie von Jupp
vorgeschlagen. Dann mit der Stahl- oder Messingbürste der Faser entlang
abbürsten und dann ein paar Tage später Jinmittel drauf.
Kannst auch gerne Morgen Abend mit Dominik vorbei gucken. Ich mach das
gerade am Wacholder.
hallo robert,
ich hab noch nie ne tothaolzgestaltung gemacht, ergo auch keinerlei erfahrung, daher würde mich folgendes interessieren: Glaubst du nicht das durch das flämen die kanten etwas runder werden? könnte es nicht sein dass wenn man jetzt zuviel entfernt nach dem flämen zu wenig übrigbleibt? wie gesagt mangels erfahrung kann ich mir diese fragen nicht selbst beantworten....
Mfg Simon
Mit dem Flämmen kriegst du generell weichere Kanten. Dazu wird das Sommerholz stärker verbrennen als das Winterholz, was die natürliche Struktur betont. Die Spuren eines Bruchs vorher zuzufügen, indem man das Holz von oben wegreisst, ist trotzdem eine gute Idee - es gibt eine «Zusatz-Längsstruktur», die du mit der Flamme nicht hinkriegst.
Barbara - den «Kragen» über dem obersten Ast kannst du abnehmen. Das hält eine Lärche aus. Der Ast wird von unten versorgt und die Rücktrocknung wird durch den Harzfluss gestoppt. Die Viecher sind zäh.
in der Tat werden die Kanten durch das Abbrennen weicher. Aber das ist
ja bis zu einem bestimmten Grad auch gewünscht. Man kann das ja auch
recht gut steuern, je nachdem wie lange man mit der Flamme auf die
einzelnen Partien drauf hält. Aber um gleich Missverständnisen vorzubeugen.
Ich bin da selbst kein Profi und kann nur aus einem doch realtiv begrenzten
Erfahrungsschatz berichten. Ich bin mir z.B. selbst oft nicht sicher wie
filigran die einzelnen Totholzpartien in Relation zur Baumgröße ausfallen
sollen. Bislang hab ich eher weichere Strukturen an großen und
filigrane an kleinener Bäumchen gemacht.
Ich würde den Jin noch etwas weiter herunter ziehen, aber so sieht es auch schon glaubwürdig aus, meiner Meinung nach. Kanten sind schon besser, aber ich würde wie Jupp bereits beschrieben hat vorgehen, mach Dir keine Sorgen, wenn das Holz etwas anfängt zu brennen, kannst ruhig mit dem Brenner draufhalten bis es schwarz ist und dann ordentlich bürsten, hin und wieder mit klaltem Wasser "abschrecken" so bekommt das Holz Risse und mit der Zeit kommt es dem natürlichem Totholz schon sehr nah.
Ich werde versuchen noch einige Fasern auszureißen.
Einen "Brenner" muss ich mir erst noch besorgen. Das Problem ist nur, dass ich schon Jinmittel drauf habe, passiert dann dasselbe wie mit einem Sreichholzkopf????
Andreas, den "Kragen" werde ich auch noch wegnehmen, habe mich nur nicht tiefer getraut.
Robert, schade, heute Abend sind wir eingeladen, aber ein Andermal gerne.
Hendrik, noch tiefer geht kaum, ist nur noch 1 cm bis zum Ast.
Barbara,
Du kannst gerne meinen Brenner eine Weile haben. Ich muss ja nicht jeden
Tag...
Du kannst auch wenn Jinmittel drauf ist noch drüber brennen. Duftet ein wenig
aber sonst passiert nix.
ich glaube, jetzt hab ich es ganz gut hingekriegt.
Habe mir einen kleinen Taschenlöter gekauft, etwas größer als ein Feuerzeug. Ging sehr gut damit.
Den "Kragen" habe ich auch noch entfernt. Dadurch ist es etwas "bauchiger" geworden, muss ich evt. noch mal nachfräsen.
Was meint Ihr?
Relativ schwer habe ich mich damit getan, das Holz wieder heller zu bekommen, musste es richtig abschleifen, da die Drahtbürsten vom Dremel nach ein paar Umdrehungen abgenutzt waren.
Geht das mit einer Handdrahtbürste leichter?
Gruß, Barbara
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links in der Spitze hat sich eiin kleiner Waldgeist eingenistet, war aber Zufall....
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