Jap. Ulme

Allgemeine Philosophie, Stilarten, Techniken, Vorstellung und Besprechung von Rohmaterial sowie lose Sammlung von Entwicklungs-Dokus
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pk
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Jap. Ulme

Beitrag von pk » 27.04.2008, 12:06

Hallo, ich möchte Euch meine Jap. Ulme zeigen. Es ist ein ganz kleiner Shohin von 15cm Höhe. Mein Problem besteht darin, dass sich der obere Stammteil stärker verdickt hat als im mittleren Bereich, obwohl ich im unteren Bereich noch Rückseitig Äste habe(kommt auf dem Foto leider nicht so rüber). Letztes Jahr las ich hier im Forum über die Nadelpieksmethode der Heike und wendete es an diesem Bäumchen an. Leider brachte es keinen Erfolg. Vielleicht habe ich nicht tief genug gestochen, ich weiß es nicht. Sollte ich jetzt eine Schlinge um den dünnen Teil legen und dann genau beobachten? Ich weiß das Blattwerk sieht auf dem Foto sehr wüst aus, aber das ist der erste Austrieb nach der Überwinterung. Den linken Ast werde ich wohl noch wegnehmen, wenn sich der rechte Stabilisiert hat.( hatte ich erst gedrahtet)

Schade ist, dass beim verkleinern der Datei dieses Bild wieder überscharf geworden ist. Obwohl ich hier fleißig las und Picasa heruntergeladen hatte und diverse andere Programme die hier empfohlen wurden. Scheinbar mache ich irgendetwas noch falsch. Obwohl Picasa wirklich gut ist. Dieses Traumfliegerprogramm macht die Bildqualität wieder schlechter.
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pk
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Beitrag von pk » 27.04.2008, 12:11

Ich hab mal noch eins ohne Laub eingefügt. Da kann man vielleicht besser sehen.
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neschek
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Beitrag von neschek » 27.04.2008, 12:59

schönes bäumchen.kann dir leider nicht sagen, wie man s schafft, das problem zu lösen.
aber das mit dem draht? weiß nicht recht?
würde es eher mit bast versuchen.
dann den gesamten oberen bereich. nur obs was wird???
ich hab nämlich beireits seit 5-6 jahren eine(vom sponsor:ulmus j.), die inzwischen wegen sturmschaden von (streng) aufrecht, zum besen umgestaltet wurde, da ist die verdickung auch aufgetreten, obwohl ichs mit dem einschnürren mit bast gemacht hab.die stelle wo der austrieb ausm stamm kommt. aber vielleicht zu früh entfernt?
doch als ich beiim frühlingsfest beim sponsor nach einer neuen suchte,
konnte ich feststellen, daß das problem wohl art typisch ist, da dort fast die meisten,die ich angeschaut habe, eine verdickung im mittleren bzw oberen bereich aufweisen.
gruß
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neschek

"Wer Bäume setzt, obwohl er weiß, dass er nie in ihrem Schatten sitzen wird, hat zumindest angefangen den Sinn des Lebens zu begreifen."
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achim73
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Beitrag von achim73 » 27.04.2008, 13:12

ich finde das überhaupt nicht schlimm. das ist ein schöner kleiner baum mit charakter. wir sollten nie vergessen, dass wir es letzten endes mit bäumen zu tun haben. die haben nun mal ein gewisses eigenleben...
gefällt mir wirklich, die ulme.
Gruss, Achim
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pk
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Beitrag von pk » 27.04.2008, 13:58

Hallo Neschek, Hallo Achim! Vielen dank für euer Statment. Freut mich das sie euch gefällt. Danke.
@Neschek, ich will keinen Draht umlegen, sondern eine Schlinge aus einem breiten Material. Aber wollen tue ich das auch nicht. Weiß bloß keine andere Lösung.
@Achim, ja da hast du recht. Allerdings denke ich, dass es ja noch schlimmer werden kann, weil die Ulme ja hauptsächlich dort dicker werden wird, wo sich die meisten Äste befinden und das ist im oberen Bereich. Wenn ich den linken Ast abschneide, könnte ich ja auf Austrieb weiter unten hoffen. Aber das tat ich letztes Jahr schon vergebens. Deshalb hielt ich die Nadelpiecksmethode für, wie gerufen. Vielleicht sollte ich es einfach wieder dieses Jahr damit versuchen.


Gruß PK

M.Sven
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Beitrag von M.Sven » 27.04.2008, 19:03

Eh :o , die kenn ich! Bist du Pierre? Ich schreib dir mal ne mail!

Liebe Grüße Sven
Hallo, ich bin der Neue.

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Martin_S
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Beitrag von Martin_S » 27.04.2008, 23:00

Sehr schön!
Egal was andere sagen, mir gefällt der da.
*daumen_new*
Nix an dem Stamm machen, lediglich die zwei "Würzeln" :wink: die links unten am Stamm langlaufen, ihn aber nicht berühren rausschneiden.
Da hast du wirklich das Beste heraus geholt.
Martin S
Beste Grüße
Martin

Kein Mensch war ohne Grund in deinem Leben.
Der eine war ein Geschenk, der andere eine Lektion.

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pk
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Beitrag von pk » 31.05.2008, 10:32

Kommt leider etwas spät meine Antwort, wollte nicht unhöflich sein.
Danke Martin, deinen Rat werde ich beherzigen. Die Würzelchen kommen irgendwann mal weg. Den Stamm werde ich weiter beobachten und mit dem ersten Seitenast links bin ich immer noch am überlegen ob er wirklich weg sollte(wegen dem Leerraum der dadurch entstehen würde).

Vielen dank an die Admins oder Mods für das Verschieben in diesem Thread.

Freundliche Grüße Pierre

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Beitrag von pk » 14.11.2008, 19:18

Guten abend, ich habe den Thread hochgeholt um Euch nach Rat zu fragen. :)

Sicherlich wäre es unter "Bonsaigestaltung" besser plaziert, aber durch die Bearbeitung meines Virtuals, sind die Fotos so schlecht geworden, dass ihr die kleine Ulme so wenigstens noch einmal mit besserer Qualität weiter oben Besichtigen könnt.

Ich würde meine kleine im Frühjahr in ihrem Schälchen etwas anders einpflanzen(Winkel verändern). Außerdem bin ich mir immer noch nicht sicher, ob ich den linken Ast entfernen sollte.

Was meint ihr? Könnte der Baum somit dazu gewinnen? Der Stein ist nur eine spontane Idee. Die Form und Größe müßten entsprechend passig sein. Kann allerdings darauf verzichten. Ich bin sehr auf eure Gedanken gespannt.



Lieben Gruß Pierre
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Vielleicht ein Felsen, um den Leerraum zu kaschieren?
Vielleicht ein Felsen, um den Leerraum zu kaschieren?
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Linker Ast weg?
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Leicht nach rechts geneigt?
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Derzeitiger Aufbau!
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Beitrag von Heike_vG » 14.11.2008, 19:38

Hallo Pierre,

erst jetzt habe ich diesen Thread gelesen, keine Ahnung, warum er mir damals entgangen ist!

Ob die Sache mit dem Anpieksen auch bei Laubbäumen funktioniert, da war ich mir selbst nicht sicher, ich habe es bisher nur bei Nadelbäumen gemacht.
Es wäre m.E. denkbar, dass sich bei Laubbäumen um die Einstichstelle herum ein kleines Stück abgestorbene Rinde bildet und daher der gewünschte Effekt nicht eintritt.
Kannst Du vielleicht ein Detailfoto von dem Rindenbereich machen, wo Du die Löcher gestochen hast?

Den linken unteren Ast würde ich an Deiner Stelle nicht entfernen. Der Baum würde in meinen Augen unvollständig wirken und daran könnte auch ein Felsen nichts ändern. :wink:

Viele Grüße,

Heike
Zuletzt geändert von Heike_vG am 16.11.2008, 17:13, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitrag von achim73 » 15.11.2008, 00:23

wartum willst du den ast entfernen ? weil er bei der geneigten variante auf gleicher hjöhe mit dem anderen ist ?
lass ihn doch so, wie er ist, schneid im frühjajhr zurück und fang an, die feinverzweigung aufzubauen. das gerüst ist gut.
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Beitrag von pk » 16.11.2008, 14:15

Hallo Ihr Beiden, ihr scheint euch ja einig zu sein. Also dran lassen. :)

@Heike, mit deiner Vermutung wirst du wohl richtig liegen. Auf dem Foto siehst du sehr stark vergrößert die Einstichstellen. Mit dem bloßen Auge sind sie kaum noch sichtbar. Scheint einfach geschlossen zu werden. Vielleicht müßte die Rinde stärker beschädigt werden oder ich lege mal unter strenger Beobachtung einen schmalen Riemen an.

In der Vergrößerung sieht es aus, als wenn irgendwas den Baum abschnürt, oder? Dort ist keine Borke vorhanden.

@ Achim, danke für dein Virtual. Der untere hintere Ast kommt noch weg. Ja, so könnte ich mir die Zukunft der Ulme vorstellen.

Schönen Sonntag wünscht Pierre
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Beitrag von Heike_vG » 16.11.2008, 17:21

Hallo Pierre,

es sieht an der dünnen Stelle wirklich so aus, als wäre dort ein Bereich, wo die Rinde bzw. das Kambium nicht sehr aktiv wäre.

War dieser eingeschnürte Bereich schon vor dem Anpieksen so dünn? Oder ist er erst nach dem Anpieksen so deutlich abgegrenzt und eingeschnürt geworden?

Für mich sieht die Stelle irgendwie nicht ganz gesund aus, da würde ich zunächst keine weiteren Experimente machen, sondern die Entwicklung beobachten.

Was vielleicht einen Versuch wert wäre, wäre den Baum im Frühling in einen Teichkorb umzupflanzen und mindestens eine Saison durchwachsen zu lassen. Vielleicht tut sich dann etwas signifikantes am Stamm.

Viele Grüße,

Heike
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Beitrag von pk » 16.11.2008, 18:27

Hallo Heike, das Bäumchen in einen Teichkorb zu setzen ist wohl keine schlechte Idee. Der Gedanke flammte schon etwas bei mir auf, zumal sich ja nichts am Stamm tat. Wie auch, in diesem kleinen Schälchen.

Die Stelle sah vor dem Anpieksen auch so aus. Deshalb tat ich es ja um den gewünschten Bereich evtl. damit etwas verdicken zu können.

Na mal schauen was in Zukunft daraus wird. Ich danke dir für dein Feedback und die Ratschläge.

Gruß Pierre
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Robert S.
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Beitrag von Robert S. » 16.11.2008, 19:30

Hallo Pierre,

ich schließe mich Heike und Achim an. Laß den linken Ast dran. Wenn Du
ihn weg nimmst wird der Stamm mit seiner Problemstelle noch mehr in den
Vordergrund rücken. Wie bereits geraten, würde ich den Baum nächstes
Frühjahr in einen Teichpflanzkorb setzen und den linken Ast mit dem rück-
seitigen Opferast stark durchwachsen lassen. Beim Umtopfen in den TPK
kannst Du die von Martin vorgeschlagenen Arbeiten am Nebari gleich mit
erledigen. Also mir gefällt das Bäumchen.

Servus,
Robert

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