Hier mal ein jüngeres Beispiel dafür wie man ein vermeidlich suboptimales Material durch wechseln der Ansichtsseite deutlich verbessern kann.
Diesen Pfefferbaum kaufte ich dieses Jahr im Juni vor meinem Urlaub noch schnell, jetzt haltet euch fest, bei Ebay!
Macht man doch nicht, werden einige sagen. Da kann man im Baummarkt besser auswählen könnte dem einen oder der anderen in den Sinn kommen.
Stimmt!
Habe ich aber trotzdem gemacht, weil mich der Baum direkt ansprach. Er kommt ja nun auch mit einem sehr starken Charakter und viel Ausstrahlung für solches Material daher. Zeigt er doch genau das was Bonsai ausmacht. Die Illusion einen alten, ehrwürdigen Baum im Miniaturformat auf der Hand zu halten.
Als er eintraf war ich schon etwas enttäuscht. Hatte er doch aus der eigentlichen Ansichtseite ein plattes Nebari. Dieser Qualitätsmangel ist einer der wichtigsten Punkte der bei der Auswahl von Rohmaterial beachtet werden sollte. Einen guten, stabil wirkenden Ansatz, der das Gefühl vermittelt: "Jau Bursche! Der steht hier seit langer Zeit seinen Mann (oder Baum, ganz wie es beliebt
Solche Kontrolle geht aber eben nicht so gut bei Internet - Käufen.
Nun war der Preis schon irgendwo OK und ich habe das auch nicht bereut.
Die Bilder die nun folgen sprechen für sich.
Gefällt euch das Ergebnis?
M

hier die Vorderansicht mit der der Baum geliefert wurde

der platte Ansatz. Wahrscheinlich war der lange Zeit unter der Erde

die rechte Seite
und die

die linke Seite

die Rückseite der Vollständigkeit halber
Nach dem umsetzten in eine passendere Schale und dem Aufrichten der Spitze des Hauptstamms, sowie einiger kleinerer Rückschnitte zeigte sich der Baum so:

der Ansatz sieht nun so aus:

Noch ein paar Detailaufnahmen. Die Schnittstellen werden bald so gefräst, dass sie glaubhaft erscheinen und das Alter (27 Jahre angeblich) unterstreichen sollen.

Der hat was, oder?

schöne alte Borke

besagte Schnittstellen


