Totholz Übung
Re: Totholz Übung
Ok, nun also mein Wacholder.
Zum Baum schreib ich nicht viel. Das heb ich mir für später für einen separaten Beitrag auf.
Nachdem ich mit dem Baum, der ursprünglich aufrecht stand, das Laub weit aussen an den Ästen hatte, nicht viel anfangen konnte kam mir in meiner "Not" die Idee eines "gefallenen Riesen" umzusetzen. Also ein Baum der in einem Sturm umgerissen wurde - allerdings nicht ganz. Teile des alten Wurzelballens ragen nun aus dem Erdreich. Nachdem es von den Aststrukturen keinen verwundenen, verdrehten Wuchs gibt / gab war mein Gedanke die Totholzbereiche nicht mit kurvigen Fräsungen zu versehen sondern mehr linear zu arbeiten.
Die Jins 1 und 2 möchte ich in jedem Fall behalten. Der 2er stand ursprünglich anders. Er wurde durch Anflämmen halbwegs in eine ähnlich Stellung wie der 1er gebracht.
Bei den Jins 3, 4 und 7 bin ich mir noch nicht sicher. Der 3er wird vielleicht zu einem ausgehölten Astloch umgebaut. Das will ich auch an Position 8 noch machen.
Wo ich aktuell hänge sind die fast konturlosen Bereichen bei 5 und 6. Ich bin mir nicht sicher, ob Fräsungen, besser Risse diese Bereiche nicht interessanter machen. Apropos interessant. Da das Grün nicht sonderlich prominent ist, bin ich mir unschlüssig ob ich die Sharibereiche überhaupt betonen soll.
Servus,
Robert
Zum Baum schreib ich nicht viel. Das heb ich mir für später für einen separaten Beitrag auf.
Nachdem ich mit dem Baum, der ursprünglich aufrecht stand, das Laub weit aussen an den Ästen hatte, nicht viel anfangen konnte kam mir in meiner "Not" die Idee eines "gefallenen Riesen" umzusetzen. Also ein Baum der in einem Sturm umgerissen wurde - allerdings nicht ganz. Teile des alten Wurzelballens ragen nun aus dem Erdreich. Nachdem es von den Aststrukturen keinen verwundenen, verdrehten Wuchs gibt / gab war mein Gedanke die Totholzbereiche nicht mit kurvigen Fräsungen zu versehen sondern mehr linear zu arbeiten.
Die Jins 1 und 2 möchte ich in jedem Fall behalten. Der 2er stand ursprünglich anders. Er wurde durch Anflämmen halbwegs in eine ähnlich Stellung wie der 1er gebracht.
Bei den Jins 3, 4 und 7 bin ich mir noch nicht sicher. Der 3er wird vielleicht zu einem ausgehölten Astloch umgebaut. Das will ich auch an Position 8 noch machen.
Wo ich aktuell hänge sind die fast konturlosen Bereichen bei 5 und 6. Ich bin mir nicht sicher, ob Fräsungen, besser Risse diese Bereiche nicht interessanter machen. Apropos interessant. Da das Grün nicht sonderlich prominent ist, bin ich mir unschlüssig ob ich die Sharibereiche überhaupt betonen soll.
Servus,
Robert
Re: Totholz Übung
Hier mal ein zaghafter erster Versuch mit einem Grafiktablett.
Servus,
Robert
Servus,
Robert
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MerschelMarco
- Beiträge: 1374
- Registriert: 20.05.2007, 10:43
Re: Totholz Übung
Hallo Robert,
die angesprochene Rissbildung imitiere ich immer auf zweierlei Arten. Wenn viel Platz zum werkeln ist und keine engen Radien zu bearbeiten sind kommt so eine rotierende Messingdrahtbürste ( gibts in verschiedenen Gößen) zum Einsatz, die man in eine Bohrmaschiene einspannt. Ein Ergebniss sieht man auf Foto2 an einer Bergkiefer (2,5 Jahre alt). Mit dieser Messingbürste kann man auch etwas modellieren, also Vertiefungen schaffen.
Einzelne Risse schnitze ich mit einem Schnitzmesser, in dem ich einfach entlang dem Faserverlauf nachfahre und dann, wo ich es will mit der Spitze des Messers dem Riss auskratze. Fein angelegte Risse reissen mit der Witterung dann weiter und sehen bald völlig natürlich aus. Foto3, Fichte, 1,5 Jahre alt.Beide Methoden kann man natürlich auch kombinieren, siehe Foto3, Bergkiefer 3 Jahre alt.
Risse mit einem spitzen Fräser imitieren zu wollen halte ich für völlig ungeeignet, weil der Fräser immer die Tendenz hat aus dem Faserverlauf auszubrechen.
Grüße,
Marco
die angesprochene Rissbildung imitiere ich immer auf zweierlei Arten. Wenn viel Platz zum werkeln ist und keine engen Radien zu bearbeiten sind kommt so eine rotierende Messingdrahtbürste ( gibts in verschiedenen Gößen) zum Einsatz, die man in eine Bohrmaschiene einspannt. Ein Ergebniss sieht man auf Foto2 an einer Bergkiefer (2,5 Jahre alt). Mit dieser Messingbürste kann man auch etwas modellieren, also Vertiefungen schaffen.
Einzelne Risse schnitze ich mit einem Schnitzmesser, in dem ich einfach entlang dem Faserverlauf nachfahre und dann, wo ich es will mit der Spitze des Messers dem Riss auskratze. Fein angelegte Risse reissen mit der Witterung dann weiter und sehen bald völlig natürlich aus. Foto3, Fichte, 1,5 Jahre alt.Beide Methoden kann man natürlich auch kombinieren, siehe Foto3, Bergkiefer 3 Jahre alt.
Risse mit einem spitzen Fräser imitieren zu wollen halte ich für völlig ungeeignet, weil der Fräser immer die Tendenz hat aus dem Faserverlauf auszubrechen.
Grüße,
Marco
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Bonsaiheiko
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Re: Totholz Übung
Hallo Marco,
das mit der Messingbürste scheint ne super Sache zu sein, wie man am Resultat sieht.
Sehr realistisch...
Viele Grüße
Heiko
das mit der Messingbürste scheint ne super Sache zu sein, wie man am Resultat sieht.
Sehr realistisch...
Viele Grüße
Heiko
Re: Totholz Übung
Hallo Robert
Als Beispiel könntest Du bei S die Struktur Astwirbel einesetzen,
daurch würde sich annähernd bei bei der Verlauf einer Hauptlinie ergeben.
Bei Grün wäre dann die Struktur Abriss möglich.
Bei Pink wäre das saubere Entfernen der toten Rinde mit abschliessender
Unterfräsung/Unterschneidung eine Möglichkeit.
Für das von Marco gezeigte Schneiden/Ritzen des Faserverlaufs
ist eigentlich der Rohling gedacht (den Du ja sicherlich schon geschliffen hast).
Durch seine Form kann durch Änderung des Winkels und vermehrten Druck
eine "Rille" geschnitten werden die unterschiedliche Breiten hat.
mfG Dieter
Als Beispiel könntest Du bei S die Struktur Astwirbel einesetzen,
daurch würde sich annähernd bei bei der Verlauf einer Hauptlinie ergeben.
Bei Grün wäre dann die Struktur Abriss möglich.
Bei Pink wäre das saubere Entfernen der toten Rinde mit abschliessender
Unterfräsung/Unterschneidung eine Möglichkeit.
Für das von Marco gezeigte Schneiden/Ritzen des Faserverlaufs
ist eigentlich der Rohling gedacht (den Du ja sicherlich schon geschliffen hast).
Durch seine Form kann durch Änderung des Winkels und vermehrten Druck
eine "Rille" geschnitten werden die unterschiedliche Breiten hat.
mfG Dieter
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cogito ergo pups
Re: Totholz Übung
Hallo Robert,
Was ich dir empfehlen würde ist zu überlegen (von allen Seiten analysieren) wie du den Totholzbereich (der im Moment noch etwas zu massiv wirkt, im Vergleich zum Laubbereich rechts) etwas leichter gestalten kannst.
D.h. an den Jins 1 bis 4 würde ich im Moment noch nix grossartiges machen (ok den 1. kann man zB etwas grazieler gestalten, aber das kannst du später immer noch verfeinern), aber ich würde mich v.a. auf die von 5 bis 8 konzentrieren.
Ob mit Fräse/Dremel oder mit der Hand ist quasi eine "Religions-frage".
Um die natürlichen Bahnen des Holzes schön zum Vorschein zu bringen (so wie die Italiener es hervoragend machen! siehe italienische Foren, die sind zZ eindeutig europameister), kommt man aber, früh o. später, nicht an der Handarbeit vorbei. "Handwerkzeug" (siehe zB Si-Diao) ist u. bleibt immer noch das Beste. Ich habe Freunde, die arbeiten NUR mit Handwerkzeug, andere nur mit Dremel/Fräse. Ich selber sehe das etwas entspannter : man kann das gröbste mit einer Fräse machen (am Besten von hinten! nicht von vorne, so wie die japanischen Meister das machen) und dann den Rest mit der Hand verfeinern. Dennoch ist dann das Ergebniss verglichen mit einem komplett nur mit handarbeit gestalteten Totholzbereich nicht vergleichbar, zumindest jeder der sich intensiv damit befasst wird es beim näheren Betrachten sehen...
Trotzallem nicht vergessen : die Härte des Holzes spielt keine Nebenrolle (wer schon mal einen ganzen Tag lang an einem sehr harten Holz mit der hand geschnitzt hat, der weiss wieso das so wichtig ist) und auch ob die Rinde noch dran ist, wenn man mit dem Totholzbearbeiten anfängt.
In deinem Falle ist das Totholz leider schon trocken und die Rinde schon weg, d.h. du wirst die Fasern nur mit viel Mühe ziehen können. Das geht zwar, erfordert aber etwas Erfahrung und ist mit recht viel Mühe verbunden. Deshalb meine vorgeschlagene Lösungsmöglichkeit : gröbste mit der Fräse (geht schnell) und dann mit der Hand (das nimmt viel viel mehr Zeit in Anspruch).
Meiner bescheidenen Erfahrung nach, teile ich auch die Meinung von Marco : Risse mit einem spitzen Fräser imitieren zu wollen, geht nicht.
Mfg,
Thierry
Was ich dir empfehlen würde ist zu überlegen (von allen Seiten analysieren) wie du den Totholzbereich (der im Moment noch etwas zu massiv wirkt, im Vergleich zum Laubbereich rechts) etwas leichter gestalten kannst.
D.h. an den Jins 1 bis 4 würde ich im Moment noch nix grossartiges machen (ok den 1. kann man zB etwas grazieler gestalten, aber das kannst du später immer noch verfeinern), aber ich würde mich v.a. auf die von 5 bis 8 konzentrieren.
Ob mit Fräse/Dremel oder mit der Hand ist quasi eine "Religions-frage".
Um die natürlichen Bahnen des Holzes schön zum Vorschein zu bringen (so wie die Italiener es hervoragend machen! siehe italienische Foren, die sind zZ eindeutig europameister), kommt man aber, früh o. später, nicht an der Handarbeit vorbei. "Handwerkzeug" (siehe zB Si-Diao) ist u. bleibt immer noch das Beste. Ich habe Freunde, die arbeiten NUR mit Handwerkzeug, andere nur mit Dremel/Fräse. Ich selber sehe das etwas entspannter : man kann das gröbste mit einer Fräse machen (am Besten von hinten! nicht von vorne, so wie die japanischen Meister das machen) und dann den Rest mit der Hand verfeinern. Dennoch ist dann das Ergebniss verglichen mit einem komplett nur mit handarbeit gestalteten Totholzbereich nicht vergleichbar, zumindest jeder der sich intensiv damit befasst wird es beim näheren Betrachten sehen...
Trotzallem nicht vergessen : die Härte des Holzes spielt keine Nebenrolle (wer schon mal einen ganzen Tag lang an einem sehr harten Holz mit der hand geschnitzt hat, der weiss wieso das so wichtig ist) und auch ob die Rinde noch dran ist, wenn man mit dem Totholzbearbeiten anfängt.
In deinem Falle ist das Totholz leider schon trocken und die Rinde schon weg, d.h. du wirst die Fasern nur mit viel Mühe ziehen können. Das geht zwar, erfordert aber etwas Erfahrung und ist mit recht viel Mühe verbunden. Deshalb meine vorgeschlagene Lösungsmöglichkeit : gröbste mit der Fräse (geht schnell) und dann mit der Hand (das nimmt viel viel mehr Zeit in Anspruch).
Meiner bescheidenen Erfahrung nach, teile ich auch die Meinung von Marco : Risse mit einem spitzen Fräser imitieren zu wollen, geht nicht.
Mfg,
Thierry
Viele Grüße,
Thierry
"A juniper without jin is like a dog without fleas : not natural..." - John Naka
Thierry
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Re: Totholz Übung
Nachtrag :
Manchmal geht's besser mit Beispiele u. mit Bilder :
Erstes Beispiel : gröbste wurde mit der Fräse gemacht (von hinten, so wie die besten japanischen Meister das auch machen) und die Feinheiten danach wurden mit der Hand, bzw. mit Handwerkzeug, gemacht.
Und so sieht es aus :
- Von vorne : - von hinten : Zweites Beispiel :
- von vorne : - von hinten : Ich gebe gerne zu, daß manche Kleinigkeiten noch nicht sehr gut aussehen, aber die werde ich nächste Woche mit meinem Meister weiterbearbeiten.
Robert, ich würde dir auch empfehlen : schau dir (ob in der Natur oder auf Bonsaiforen ist egal) so viel wie möglich Totholz an. Ich gib'dir zwei adressen, in denen ich (wenn ich Zeit habe) sehr gerne reinschaue, denn die sind wirklich viel viel weiter als wir es hier sind (was Totholzgestaltung, usw, angeht) :
http://www.trinacriabonsai.com/forum/fo ... FORUM_ID=2
In den meisten Beiträgen sind das "bombenmässige" Sachen (du brauchst dich nicht einzuloggen)
Auch interessant :
http://www.master-bonsai.com/forum/foru ... c94b5&f=15
Zwar nicht so reich an Beiträgen, aber genausoviel Potenzial.
Ich hoffe, ich konnte dir damit ein bisschen weiterhelfen.
Jetzt muss ich leider wieder arbeiten, denn diese 10 Minuten Schnaufpause sind für mich ein grosses Opfer an Zeit die ich sehr vermisse... Ich hatte aber einfach Lust, dir ein bisschen zu helfen und mir eine Pause zu gönnen.
Wünsche dir viel Erfolg dabei.
Herzliche Grüße,
Thierry
Manchmal geht's besser mit Beispiele u. mit Bilder :
Erstes Beispiel : gröbste wurde mit der Fräse gemacht (von hinten, so wie die besten japanischen Meister das auch machen) und die Feinheiten danach wurden mit der Hand, bzw. mit Handwerkzeug, gemacht.
Und so sieht es aus :
- Von vorne : - von hinten : Zweites Beispiel :
- von vorne : - von hinten : Ich gebe gerne zu, daß manche Kleinigkeiten noch nicht sehr gut aussehen, aber die werde ich nächste Woche mit meinem Meister weiterbearbeiten.
Robert, ich würde dir auch empfehlen : schau dir (ob in der Natur oder auf Bonsaiforen ist egal) so viel wie möglich Totholz an. Ich gib'dir zwei adressen, in denen ich (wenn ich Zeit habe) sehr gerne reinschaue, denn die sind wirklich viel viel weiter als wir es hier sind (was Totholzgestaltung, usw, angeht) :
http://www.trinacriabonsai.com/forum/fo ... FORUM_ID=2
In den meisten Beiträgen sind das "bombenmässige" Sachen (du brauchst dich nicht einzuloggen)
Auch interessant :
http://www.master-bonsai.com/forum/foru ... c94b5&f=15
Zwar nicht so reich an Beiträgen, aber genausoviel Potenzial.
Ich hoffe, ich konnte dir damit ein bisschen weiterhelfen.
Jetzt muss ich leider wieder arbeiten, denn diese 10 Minuten Schnaufpause sind für mich ein grosses Opfer an Zeit die ich sehr vermisse... Ich hatte aber einfach Lust, dir ein bisschen zu helfen und mir eine Pause zu gönnen.
Wünsche dir viel Erfolg dabei.
Herzliche Grüße,
Thierry
Viele Grüße,
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Thierry
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Re: Totholz Übung
Ja wenn ich jetzt ein Sensibelchen wäre,
dürfte ich hier nicht mehr schreiben,
da ich als Fräser nur 2.te Wahl produzieren kann.
Man sollte für das zu produzierende Gewerk,
das/die bestmöglichsten Werkzeuge verwenden.
Betrachtet man allerdings nur die kleine Welt des Bonsaiwerkzeugs,
hat man allerdings Schwierigkeiten, da muss man schon den Suchkreis erweitern
oder im Zweifelsfall selbst Hand anlegen.
Seit ein paar Jahren bastele ich jedes Jahr 80-100 Stunden am Totholz herum
und schreibe ganz eindeutig Übung, da mir bewusst ist, das es ein recht hohes Ziel ist,
Totholz gestalterisch sinnvoll und natürlich aussehen zu lassen.
Aber leider fehlt mir jede Form von Sensiblität,
also weiter im Thema.
mfG Dieter
dürfte ich hier nicht mehr schreiben,
da ich als Fräser nur 2.te Wahl produzieren kann.
Man sollte für das zu produzierende Gewerk,
das/die bestmöglichsten Werkzeuge verwenden.
Betrachtet man allerdings nur die kleine Welt des Bonsaiwerkzeugs,
hat man allerdings Schwierigkeiten, da muss man schon den Suchkreis erweitern
oder im Zweifelsfall selbst Hand anlegen.
Seit ein paar Jahren bastele ich jedes Jahr 80-100 Stunden am Totholz herum
und schreibe ganz eindeutig Übung, da mir bewusst ist, das es ein recht hohes Ziel ist,
Totholz gestalterisch sinnvoll und natürlich aussehen zu lassen.
Aber leider fehlt mir jede Form von Sensiblität,
also weiter im Thema.
mfG Dieter
cogito ergo pups
Re: Totholz Übung
Dieter,
nimms mir bitte nicht persönlich, ich habe prinzipiel nix gegen Fräse o. Dremel, wie schon gesagt, ich sehe das etwas entspannter als mein Meister (der will von Fräse gar nix hören).
Hoffe, kein Missverständnis gelöst zu haben.
Jetzt muss ich aber leider los (wollte aber nicht missverstanden werden).
Sehr freundliche Grüße,
Thierry
nimms mir bitte nicht persönlich, ich habe prinzipiel nix gegen Fräse o. Dremel, wie schon gesagt, ich sehe das etwas entspannter als mein Meister (der will von Fräse gar nix hören).
Hoffe, kein Missverständnis gelöst zu haben.
Jetzt muss ich aber leider los (wollte aber nicht missverstanden werden).
Sehr freundliche Grüße,
Thierry
Viele Grüße,
Thierry
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Thierry
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MerschelMarco
- Beiträge: 1374
- Registriert: 20.05.2007, 10:43
Re: Totholz Übung
Robert,
Strukturen ( Foto4) die mir noch einfallen, für die Äste 3 und 4 bzw. Astwirbel. (So Detailfotos zeigen dann schon unbarmherzig Fehler
)
Das umgebende Holz überhöht ausarbeiten und den Übergang zum Ast vertiefen, vielleicht den Ast ganz entfernen und aushöhlen. Wirkt optisch sehr stark, z.T. auch dominant drum vielleicht vorsichtig einsetzen.
Dieter, wie behandelst du deine Fräsarbeiten nach??
Grüße,
Marco
Strukturen ( Foto4) die mir noch einfallen, für die Äste 3 und 4 bzw. Astwirbel. (So Detailfotos zeigen dann schon unbarmherzig Fehler
Das umgebende Holz überhöht ausarbeiten und den Übergang zum Ast vertiefen, vielleicht den Ast ganz entfernen und aushöhlen. Wirkt optisch sehr stark, z.T. auch dominant drum vielleicht vorsichtig einsetzen.
Dieter, wie behandelst du deine Fräsarbeiten nach??
Grüße,
Marco
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Re: Totholz Übung
Hallo
@Thierry - ich sehe das ganz entspannt, jeder soll machen was er für richtig hält,
nur als Handwerker habe ich halt meine Sicht der Dinge.
Wenn Du mal Bleifolie auf Glas für Glanzvergoldungen ausgeschnitten hast,
wird leicht ersichtlich das es schlimmere Sachen als das Fräsen einer Rille gibt.
@Marco - Normalerweise brauche ich 3 Durchgänge um halbwegs ansehnliche
Resultate zu erzielen. Nach jedem Durchgang kommt am ersten Tag
1/3 Jinmittel - 2/3 Wasser auf das Holz und am nächsten Tag
nach dem Bürsten mit der Nylonbürste dasselbe nochmals, aber abgetönt.
Sollte ich irgenwann mal irgendwas nicht nur anfangen,
sondern auch fertigstellen, würde als letzter Schritt die "Politur"
mit Filzbürsten kommen (dafür muss ich aber aus dem Üben rauskommen).
mfG Dieter
@Thierry - ich sehe das ganz entspannt, jeder soll machen was er für richtig hält,
nur als Handwerker habe ich halt meine Sicht der Dinge.
Wenn Du mal Bleifolie auf Glas für Glanzvergoldungen ausgeschnitten hast,
wird leicht ersichtlich das es schlimmere Sachen als das Fräsen einer Rille gibt.
@Marco - Normalerweise brauche ich 3 Durchgänge um halbwegs ansehnliche
Resultate zu erzielen. Nach jedem Durchgang kommt am ersten Tag
1/3 Jinmittel - 2/3 Wasser auf das Holz und am nächsten Tag
nach dem Bürsten mit der Nylonbürste dasselbe nochmals, aber abgetönt.
Sollte ich irgenwann mal irgendwas nicht nur anfangen,
sondern auch fertigstellen, würde als letzter Schritt die "Politur"
mit Filzbürsten kommen (dafür muss ich aber aus dem Üben rauskommen).
mfG Dieter
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cogito ergo pups
Re: Totholz Übung
Danke für eure zahlreichen Antworten. Ihr habt mich mit viel gutem Material versorgt.
Ich freu mich schon auf die Arbeit und werde dann die Resultate hier einstellen.
Servus,
Robert
Ich freu mich schon auf die Arbeit und werde dann die Resultate hier einstellen.
Servus,
Robert
-
MerschelMarco
- Beiträge: 1374
- Registriert: 20.05.2007, 10:43
Re: Totholz Übung
Dieter,
danke für deinen Vorschlag, den werde ich mir mal zu Herzen nehmen.
Wenn du als Abschlussbehandlung eine Politur vorsiehst, erhältst du dann nicht eine Art Patina im Stiele eines abgegriffenen Treppengeländers?
Ich gehe im Makrobereich immer von einer matten , leicht unregelmäßigen Struktur aus. Am besten können das Wespen, wenn sie die Oberfläche vom Totholz abraspeln, nur sind die dressurresistent.
Am Zweitbesten, wenn man das Holz für ein bis zwei Jahre völlig unbehandelt läßt und dann mit einer Zahnbürste abreibt (ausser am Übergang zum Substrat natürlich). Die aufwachsenden Flechten und Algen rauhen die Oberfläche auch auf.
Grüße,
Marco
danke für deinen Vorschlag, den werde ich mir mal zu Herzen nehmen.
Wenn du als Abschlussbehandlung eine Politur vorsiehst, erhältst du dann nicht eine Art Patina im Stiele eines abgegriffenen Treppengeländers?
Ich gehe im Makrobereich immer von einer matten , leicht unregelmäßigen Struktur aus. Am besten können das Wespen, wenn sie die Oberfläche vom Totholz abraspeln, nur sind die dressurresistent.
Am Zweitbesten, wenn man das Holz für ein bis zwei Jahre völlig unbehandelt läßt und dann mit einer Zahnbürste abreibt (ausser am Übergang zum Substrat natürlich). Die aufwachsenden Flechten und Algen rauhen die Oberfläche auch auf.
Grüße,
Marco
Re: Totholz Übung
Ich wünsche dir viel Erfolg !Robert S. hat geschrieben:Danke für eure zahlreichen Antworten. Ihr habt mich mit viel gutem Material versorgt.
Ich freu mich schon auf die Arbeit und werde dann die Resultate hier einstellen.
Marco, hast du es schon mit Sandstrahl probiert ?MerschelMarco hat geschrieben:Ich gehe im Makrobereich immer von einer matten , leicht unregelmäßigen Struktur aus. Am besten können das Wespen, wenn sie die Oberfläche vom Totholz abraspeln, nur sind die dressurresistent.
Am Zweitbesten, wenn man das Holz für ein bis zwei Jahre völlig unbehandelt läßt und dann mit einer Zahnbürste abreibt (ausser am Übergang zum Substrat natürlich).
Viele Grüße,
Thierry
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Thierry
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Re: Totholz Übung
Hallo
Bei Bäumen wie z.B. Robert´s Wacholder,
gehe ich gedanklich von einem Baum aus, der vom starken Winden niedergedrückt wurde.
Daher würde ich die vom Wind und Staub "bearbeitete" Seite
"satinieren", mit leichtem Seidenglanz versehen.
Andere Stellen hingegen würden eher rauh bleiben.
Auch die allgemeine Anmutung spielt in meinen Augen eine Rolle.
Sollte das Totholz keinen Kontrapunkt oder Bruch in der Gestaltung darstellen,
halte ich für einen eleganten Baum, einen zarten Seidenglanz für
ein gutes Stilmittel um die Gestaltung zu unterstreichen.
Das isolierte rumbasteln an seinen Bäumchen
mag zwar sehr befriedigend für einen selbst sein,
im Sinne ergebnisorientierten Handelns wäre allerdings
die Zusammenarbeit mit mehreren Gleichgesinnten wesentlich effektiver.
Kein Workshop, kein Seminar, keine Schule sondern eher
ein Treffen auf Augenhöhe wo Erfahrungen, Techniken, Ansichten
geteilt würden und man jeweils vom Anderen profitieren könnte.
mfG Dieter
Bei Bäumen wie z.B. Robert´s Wacholder,
gehe ich gedanklich von einem Baum aus, der vom starken Winden niedergedrückt wurde.
Daher würde ich die vom Wind und Staub "bearbeitete" Seite
"satinieren", mit leichtem Seidenglanz versehen.
Andere Stellen hingegen würden eher rauh bleiben.
Auch die allgemeine Anmutung spielt in meinen Augen eine Rolle.
Sollte das Totholz keinen Kontrapunkt oder Bruch in der Gestaltung darstellen,
halte ich für einen eleganten Baum, einen zarten Seidenglanz für
ein gutes Stilmittel um die Gestaltung zu unterstreichen.
Das isolierte rumbasteln an seinen Bäumchen
mag zwar sehr befriedigend für einen selbst sein,
im Sinne ergebnisorientierten Handelns wäre allerdings
die Zusammenarbeit mit mehreren Gleichgesinnten wesentlich effektiver.
Kein Workshop, kein Seminar, keine Schule sondern eher
ein Treffen auf Augenhöhe wo Erfahrungen, Techniken, Ansichten
geteilt würden und man jeweils vom Anderen profitieren könnte.
mfG Dieter
cogito ergo pups


