Acer campestre im Herbst ...

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avicenna
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Acer campestre im Herbst ...

Beitrag von avicenna »

Hier einmal einen Acer campestre den ich bereits seit ca. 25 Jahren in meiner Sammlung habe. Eigentlich noch nie richtig durchgedrahtet ... meist von einer Seite zur anderen gestellt und nie so richtig betrachtet. Wieso ? Er hat einen überaus mächtigen Stammsockel mit sehr dicken und fast stelzig wirkenden Nebariwurzeln und irgendwie passte es nie in das Gesamtbild, so dass ich ihn meist betrachtete und dann eben weiterging.
Als Norbert S. mich hier besuchte, sagte er beiläufig, wie wärs denn wenn man ihn dort unten passend abmoost ?
Auf diese Idee bin ich in meiner Sammlungsblindheit nie gekommen und hab dann gleich in der Woche danach circulär eine Fuge geschnitzt in der neue Wurzeln gebildet werden sollten und dann das Ganze mit Sphaghnum belegt und mit schwarzer Folie abgedeckt. Jetzt im Herbst hab ich leider gesehen, dass meine geschnitzte Fuge berreits zu großen Teilen zugewallt ist und nur an einigen Stellen neue Wurzeln sich zaghaft herausgeschoben haben. Ich will jetzt nichts mehr tun sondern im nächsten Frühjahr konsequent mit meiner Makita eine Fuge fräsen, Wurzelhormon auftragen und das Ganze im nächsten Jahr über die Bühne bringen. Der Stammsockel wird dann sicherlich beeindruckend werden, der Baum insgesamt an Höhe verlieren ( er stelzt förmlich auf seinen jetzigen Wurzeln) und dann wird er mir sicher auch würdiger sein, endlich einmal richtig durchgestaltet zu werden ...;-)

saludos
avicenna
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Acer campestre ... ich schätze ihn mal auf ca. 40 Jahre
Acer campestre ... ich schätze ihn mal auf ca. 40 Jahre
larix europaea 2010 007.JPG (67.04 KiB) 1214 mal betrachtet
also 25 Jahre davon  ca. ist er mindestens in meiner Sammlung ;-)
also 25 Jahre davon ca. ist er mindestens in meiner Sammlung ;-)
larix europaea 2010 008.JPG (63.57 KiB) 1214 mal betrachtet
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Norbert_S
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Re: Acer campestre im Herbst ...

Beitrag von Norbert_S »

Moin Dietmar

Auch wenn es nur wenige Wurzeln waren, die sich neu gebildet haben, zeigt der Baum dir doch, dass es so geht. Sei bitte vorsichtig mit der dicken Makita. Mir stellen sich da immer schnell die Nackenhaare hoch. Der Baum kann sehr eindrucksvoll werden, also bitte nicht alles oder nichts spielen, geht auch anders und dauert nur unwesentlich langer.
Norbert

So wie du bist, so sind auch deine Gebäude
Sullivan, 1924
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avicenna
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Re: Acer campestre im Herbst ...

Beitrag von avicenna »

Moin Norbert,
das Problem war ja nur, dass der geschnitze Bereich rundherum um eine schöne Wurzelplatte zu erreichen und den Baum "tiefer zu stellen" alles an Fuge wieder hat zuwallen lassen. Ich habe sie nicht tief und breit genug gemacht und er sah sicherlich den leichteren Weg darin, schnell alles zuzumachen und nur wenige Wurzeln zu schieben. Mit der Makita will ich ihm im nächsten Frühjahr einen tieferen Schnitt verpassen, circulär und durch Wurzelhormonbestreichung, genügend Sphagnum und der "warmen" schwarzen Folie, eine Wurzelbildung erzwingen ... na ok, nicht erzwingen :D aber forcieren.
saludos
avicenna
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avicenna
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Re: Acer campestre im Herbst ...

Beitrag von avicenna »

Ich will mal ein update zeigen ...
Ich hab dann doch nicht die Makita eingesetzt sondern im Frühjahr lieber die dicke Säge. Ich hab ihr einen Riesenbereich unterhalb des "Stelznebaris gekappt um die Höhe zu reduzieren und ihn dann auf eine flachere Felsenplatte gesetzt. Das mit der Wurzelneubildung hat nicht sooo geklappt, weil ich vielleicht nur innerhalb des Nebaris Schnitte gemacht habe und den Saftstron nicht hab genügend stauen können durch das umlegen eines Drahtes.
Er hats gut gepackt, ist ein wenig kleiner geworden, das Nebari ist stimmiger und an vielen Stellen brachen schöne neue Wurzeln aus dem Substrat.

Hier mal eine Serie von pics die u.A. auch die zuwallenden Abmoosungsstellen zeigen.

saludos
avicenna
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acer campestre # 1 2011 1.jpg
acer campestre # 1 2011 2.jpg
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avicenna
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Re: Acer campestre im Herbst ...

Beitrag von avicenna »

und noch ' n paar ...
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acer campestre # 1 2011 12.jpg
acer campestre # 1 2011 13.jpg
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Herbert A
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Re: Acer campestre im Herbst ...

Beitrag von Herbert A »

Servus Dietmar,

hast Du da nur außen an den Wurzeln einen Schnitt gemacht oder ging der Schnitt um jede einzelne Wurzel rundherum?

lg
Herbert
Schön dass es dieses Forum gibt.
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avicenna
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Re: Acer campestre im Herbst ...

Beitrag von avicenna »

Hallo Herbert,
weil die Schnittebene für ein eventuelles Abmoosen innerhalb des Nabaisichtbereiches lag, hab ich sie nur außen anlegen können ( oder gesetzt). Vielleicht wäre ein circulärer Schitt um jede einzelne Oberflächenwurzel effektiver gewesen ... In meiner "Denke" sollten die neugebildeten Wurzeln sich idealerweise außen bilden um eine nochmals vergrößerte Nebariplatte zu erreichen. Da es in einem Jahr nicht geklappt hat war ich dann zu ungeduldig und bin verfahren wie oben beschrieben.

Ich denke, mit mehr Geduld und diffenerzierter Planung einer solchen Aktion, gerade bei Acer , müsste ein Erfolg aber sicher sein.

saludos
avicenna
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avicenna
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Re: Acer campestre im Herbst ...

Beitrag von avicenna »

Hier mal ein update bevor er in der Herbst geht

saludos
avicenna
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IMG_0746.JPG
IMG_0746.JPG (186.27 KiB) 355 mal betrachtet
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