Hallo Chris,
heute bin ich mit Anne (abana) die Sache angegangen. Wir haben den Sockel der Felsenschale eingekürzt und den Pflanzwinkel dadurch recht schnell ändern können. Durch lange Diskussionen und Betrachtungen haben wir uns auf die Bilder zwischen 2 und 3 geeinigt. Der Baum bekommt schon eine ganz andere Wirkung und es ist erstaunlich, wenn man ihn dann 3-dimensional vor sich hat, wie positiv sich so kleine Dinge auswirken können wie Veränderungen des Pflanzwinkels etc.. Es ist ganz schnell ein ganz anderer Baum .
Durch aktiv-speed-big- branch- postitioning (asbbp), also schnelles Herunterziehen durch Drahtverspannungen, haben wir eine vorläufige Grundgestaltung vorgenommen ... :D Scherz beiseite ... Wir haben nur ganz schnell durch einfache Drähte Astpartien grob in Positionen gezogen. Ein weiteres sehr exaktes Drahten wird noch nötig sein, um dem Ganzen wirklich einen guten Start zu geben.
Jetzt hat er ein besseres standing ... oder ?
saludos
avicenna
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es hat leider geregnet und daher die Wassertropfen ...
ein paintual mit noch ungedrahteten Astpartien ... kommt alles noch
vielen Dank für deine Hilfestellung. Verstehe ich das richtig wenn ich annehme, dass die einzelnen Graphen die Winkelverläufe auf den einzelnen Ebenen widerspiegeln sollen ? Die untersten her stärker als die oberen ? Ist das so zu lesen ?
Also gespiegelt dann eben für die andere Seite ? Meinst du das so ?
Hallo Dietmar
Anbei das Schema anhand eines Dreispitzes von Bonsaiheiner.
Stammt aus der BA, müsste selbsterklärend sein
und ist nur ein (ich möchte betonen, nur eines der Vielen) Hilfsmittel.
Wie und wo die Stammachse bei Deinem Baum ist
überlasse ich ganz Deinen Überlegungen,
mfG Dieter
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Dietmar-Laerche-2.jpg (33.59 KiB) 1271 mal betrachtet
wusste ich doch das ich dieses Schema aus der BA kenne. Ich weiß leider nicht mehr in welcher Ausgabe es gewesen ist, hast du die vielleicht gerade zur Hand? Aber kann man eigentlich dieses Schema für alle Baumarten verwenden?
hallo dietmar,
hab mir deine lärche noch mal vorgenommen.
ich könnte mir den baum auch ohne oberes grün vorstellen.
oder sogar ohne spitzenjin. das würde ein wenig die richtung verändern.
wie findste ?
grüße fritze
dadurch würde der Baum seine Imposants verlieren und ein Teil seiner Geschicht würde man durch das kürzen mit entfernen.
Auf Deinem 2. Bild ist es nur noch ein schöner Baum ohne Berechtigung auf einer Felsenschale zu stehen.
die krone sieht schon ziemlich nackt aus auf dem zweiten, geb ich ja zu.
aber ist es eine generelle regel, dass nur gejinte bäume auf einer felsenschale stehen dürfen?
ist immer schwer, über einen baum virtuell zu urteilen, aber es ist ja nur ein diskussionsbeitrag, mit dem ich niemanden zu nahe treten will.
grüße fritze
Vielen an euch alle . Eure Beiträge kritisch oder nicht , sind mir immer willkommen :D
Hallo Dieter,
jetzt hab ich verstanden, kannte ich garnicht. Ich habs auch mal in dem BA artikel nachgeschlagen und es ist wirklich ein ganz tolles Raster, dass sich mit der Ästhetik eines Baumes auseinandersetzt. Prima !!! Ich werd genau das sofort in meine Gestaltungsmaßnahmen mit einbeziehen.
Hallo Fritze, sag frei raus was du meinst... ich kann alles vetragen , ich hoffe du auch, weil ich ja kürzlich zu deiner Lärche auch den unteren Ast kappen würde , wollte ... hätte :D Aber Spass beiseite . Ich will den Jin lieber dranlassen und den Baum rauh und alt wirken lassen, entsprechend der Rasterung aus der BA.
es war auch gar nicht so gemeint.
Das mit der Felsenschale meinte ich so, das diese ja schon einen Ausschmitt der natürlichen Umgebung spiegelt und in so einer Landschaft stehen selten markellose Bäume. Dein Vorschlag gefällt mir, würde aber in einer ovalen Tokoname Schale besser aussehen.
Wenn Du nicht so weit südlich wohnen würdest, könntest Du dir die Baüme auch mal live ansehen. (natrürlich mit Dietmars Zustimmung )
avicenna hat geschrieben:Hallo Dieter,
jetzt hab ich verstanden, kannte ich garnicht. Ich habs auch mal in dem BA artikel nachgeschlagen und es ist wirklich ein ganz tolles Raster, dass sich mit der Ästhetik eines Baumes auseinandersetzt. Prima !!! Ich werd genau das sofort in meine Gestaltungsmaßnahmen mit einbeziehen.
Hallo Dietmar,
in welcher Ausgabe der BA war das Raster doch gleich wieder?
Einer der wesentlichen Punkte der "Bonsai-Wirkung"
ist die Verjüngung, das schlägt sich im Stamm,
in den Ästen, im Öffnungswinkel (werden grösser)
und auch im Internodienabstand nieder.
Es gibt bei der Lärche einen Punkt/Bereich
der sich anbietet dem Rechnung zu tragen.
Dort wäre dann die Belaubung zu Ende.
jo, ich würd soo viele von euch gerne mal besuchen, aber die strecken sind schon heftig. mal kurz nach wien oder attenham oder zu hendrik hoch fast nach hamburg. vielleicht gibt es im sommer wieder ein bfffest. das würd ich mir dann gerne mal antun.
aber zu dem baum nochmal. meine vorschläge sind gar nicht kritisch gemeint. das zweite bild gefällt mir auch schon gar nicht mehr aber das erste noch mit jin, dafür aber spärlicher belaubt wär mein favorit.
Ich habe Gestern zu einem thraet von Karl-Heinz einige Bemerkungen zum "Herunterziehen-Leiten von stammnahen Ästen" gemacht. Vorgeschlagen wurde von mir dort ein leichtes Unterhöhlen des unteren Anteiles eines Astes ohne Verletzung der seitlichen Leitbahnen um über ein Anlegen der Wundflächen zu einer Verwachsung zu kommen. Diese Astposition entspräche dann ( mit ihren spitzen Winkeln nach unten)einem Baum, der ständig Schneelasten unterworfen ist und häufiger ( in wirklich extremen Lagen ...) bei Lärchen in hohem Alter zu sehen sind.
Eine Alternative ist das Einstemmen und abhebeln oder einreißen der Äste von oben. Einreißen zum Beispiel bei Fichten die sogenannte Bruchzonen sogar schon von Natur aus besitzen um Totalbrüchen bei hohen Schneelasten "aus dem Weg zu gehen". Das Einreißen oder auch Stemmen bereitet der Versorgung der Äste weniger Probleme, sie vernarben in der Regel gut und haben keinen Einfluß auf physiologische Versorgungs-und Entsorgungszustände eines Astes. Die vom Ast produzierten Assimilate werden eher durch die unteren am Ast befindlichen Leitungsbahnen in die Wurzeln geleitet und ebenso verhält es sich mit den Wasserliefernden Bahnen.
Reiner K. hat dann dazu folgende Bemerkung gemacht. Hallo Dietmar,
besser wäre gewesen Du hättest einen glatten Schnitt mit einen Säge gemacht.
Dann die Astgabel "kontrolliert" herunter gebrochen.
Bei Deiner erstgenannten Methode (unten herum einschneiden und hoffen dass die seitlichen Leiterbahnen den Saftfluss übernehmen... wäre mir zu riskant.
Die Leiterbahnen laufen eher am untere Teil des Astes entlang.
Das mit der "Säge" kann ich nicht so recht nachvollziehen ... Welchen Sinn soll das machen ? glatte Wundränder ? ( will ich nicht haben) ... Areale die durch das Sägeblatt durchtrennt werden und für den "Bruchvorgang" nicht nötig sind beschädigen ? ( will ich nicht haben) ... eine Tiefe fürs kontrollierte Biegen zu schaffen durch die Sägetiefe ? ( kann ich auch anders steuern ... will ich nicht haben ) ... Also ich schildere einmal wie ich es gemacht habe mit überdauendicken Ästen bei der Lärche an nunmehr 6 Stellen ...
Mit einem scharf geschliffenen Schraubendreherende von oben gezielt einstemmen. Die seitlichen, potentiellen Reißzonen gleich mit eintemmen und Sollbruchzonen vorgeben. Dabei tief ins kernholz stemmen. Taucht der scharfe Kopf des Drehers ein, erreicht er schnell seinen runden und damit sehr stabilen, runden Anteil ... dieser taucht auch ins Holz tief ein. Damit kann man dann ganz sachte und gezielt Hebelungen in die gewünsche Richtung provozieren und den Ast in die gewünschte Position dirigieren ... also ein ganz gezieltes Brechen und Aushebeln veranstalten. Die Bruchstellen die dann netstehen entsprechen weitestgehend denen in der Natur und sehen sehr natürlich aus. Die offenen Bruchzonen die nach Fixierung des Astes auftreten mit Melkfett einschmieren und so für einen "Abschluß" sorgen. Dann braucht man nur noch auf eine Kallusbildung warten in der folgenden Wachstumsperiode und bei Bedarf die oben liegenden, rundlichen Verdickungen des geleiteten Astes auskneifen, carven, reißen wie auch immer um eine schönere Struktur zu erhalten ( bei Bedarf natürlich ... nur aus optischen Gründen)...
Jetzt können wir uns hier bei Bedarf über Alternativen, Verbesserungen dem Für und Wider anderer Methoden in diesem Threat unterhalten und diskutieren ...
saludos
avicenna
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Bei dieser habe ich das Gleiche gemacht und der Winkel ist irre groß ! ca. 6 cm oberster Abstand der Bruchstellen