Ich hab sie also im Mai bei Beginn der Knospenöffnung aus dem Moor gepflückt. Sie stand in einem Gebiet, in dem nach ca. 20-30 cm Wasser anstand und es sich fast um eine schwimmende Wiese mitten im Moor gehandelt hat. Dadurch zeigte sie ein völlig bonsaiverträgliches Nebaribild. Der Standort war offensichtlich nicht allzu wachstumsfreudig ... sie scheint schon etwas älter zu sein, weil die Moorbirken erst in höherem Alter eine weißliche Betulineinlagerung der Borke zeigen. Ich hab sie dort bis aufs Grundgerüst zurückgeschnitten, in Lavagranulat mit ein wenig Torf gesetzt und bis vor ca. 2 Wochen völlig durchwachsen lassen. Dies, um die neuen Astpartien in ihrem Dickenwachstum ein wenig anzugleichen mit den Gerüstschnittstellen.
Dann konnte ich es einfach nicht mehr aushalten
Also zurückgeschnitten und die einzelne Astpartien gedrahtet um Licht ins Innere zu lassen und eine zweite Verzweigung in diesem Jahr zu erhalten.
Dann den Baum heraus aus seinem Trainingspot ( ein Deckel einer Pipelineröhre ), das Abzugsloch nochmals vergrößert , ein Metallnetz eingelegt und das Nebari ganz vorsichtig korrigiert. Dabei das Substrat wo es ging ausgetauscht gegen pures Lavagranulat. Dies deshalb, weil bei Umpflanzaktionen, Nebarikorrekturen etc. das Lavagraulat oder Maxit etc. sich hervorragend, ohne Wurzelschaden zu machen, löst. Torfgemische, auch wenn sie besser in der Wasserspeicherkapazität sind, neigen eher zu spinstigen Verwachsungen und zuviele Haarwurzeln nehmen beim Auseinanderbröseln Schaden .
So, nu steht sie wieder mit frischem Substrat in der prallen Sonne ( soweit sie scheint
saludos
avicenna


