Deine Optik täuscht dich nicht, die Verdickung ist, wenn man den Baum dreidimensional sieht, nur marginal aber dennoch vorhanden. Sie resultiert noch aus der Zeit, als der Baum in der Hecke stand und ich letztlich nur einen Ast erhalten habe.
Deinen Vorschlag zur Verdickung werde ich sicher im Frühjahr durch Verletzungen ( Längsschnitte durchs Kambium) anwenden. Das sagt mir eher zu als ein Ablaktieren und der Neuaufbau einer neuen Krone. Die Windungen im Apixbereich sind "natürlich-geschichtlich"
Zu den großen sharibereichen bin ich gekommen, weil der untere Stammteil ( eben auch aus der gleichen Standort-und dortigen "Schnittgeschichte" heraus), dicker und abrupter war als die Fortführung zum Kronenbereich. Meiner Ansicht nach wird nun das Augenmerk verstärkt auf die Totholzbereiche gelenkt und nicht so sehr auf den für mich eher langweilig und wenig spectakulär wirkenden unteren Stammteil.
Ich gebe dir und auch Heike Recht, dass ein Literat eigentlich keine so dominierenden Totholzlinien braucht, dies aber doch auch nur dann, wenn die Linieführung leicht konisch, sich zur Spitze hin langsam im Schwüngen verjüngend und elegant verläuft. Dies war nach meinem Empfinden hier nicht der Fall.
Also, meiner Vorliebe für Totholz folgend, so viel Totholz wie vom Baum toleriert, angelegt ...
saludos
avicenna


