" Italian Fat Boy"

Allgemeine Philosophie, Stilarten, Techniken, Vorstellung und Besprechung von Rohmaterial sowie lose Sammlung von Entwicklungs-Dokus
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zopf
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Re: " Italian Fat Boy"

Beitrag von zopf »

Hallo Bernd
Im Moment sind Ausstellungen noch nicht soweit um solche Bäume zu "würdigen",
aber ich bin mir recht sicher, das die in absehbarer Zeit solche Bäume Ihren festen Platz
auch auf großen Ausstellungen finden werden.
Tony Tickle´s Weissdorn auf der NT könnte ein Beispiel sein,
obwohl bei dem Weissdorn noch "konventionell" ,
die massive Stammbasis mit einer Stammverlängerung auf Bonsai getrimmt wurde.
(Nicht falsch verstehen, der Weissdorn ist ein toller Baum).
Stell Dir Chris Baum immer kurz geschnitten, ohne Stammverlängerung,
mit kleinen, knospenübersäaten, oft geschnittenen Zweigen in der Winteransicht vor.
mfG Dieter

ps In meinen Augen werden Bäume mit interessantem Stamm oft zu schnell auf Bonsai getrimmt,
wodurch ein zwiespältiger Ausdruck entsteht. Das Alter, der Ausdruck eines uralten Baumes
im Stammbereich steht dem "schnellen" Aufbau der Äste/Zweige gegenüber.
Der Liguster auf der NT ist ein gutes Beispiel dafür, der Stamm, die Totholzarbeit (vom allerfeinsten)
einerseits und der Zweigaufbau andererseits.
http://www.bonsai-fachforum.de/download ... ?id=151589
cogito ergo pups

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Dirk K. aus L.
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Re: " Italian Fat Boy"

Beitrag von Dirk K. aus L. »

Hallo, Dieter!
zopf hat geschrieben: ps In meinen Augen werden Bäume mit interessantem Stamm oft zu schnell auf Bonsai getrimmt,
wodurch ein zwiespältiger Ausdruck entsteht. Das Alter, der Ausdruck eines uralten Baumes
im Stammbereich steht dem "schnellen" Aufbau der Äste/Zweige gegenüber.
Mein Reden!

Daher finde ich die große Kerbbuche auf der diesjährigen NT auch so großartig. Da stimmt trotz der Größe einfach alles:
NT_2013_Große_Kerrbbuche.jpg
Gruß, Dirk
Der wahre Weg geht über ein Seil, das nicht in der Höhe gespannt ist, sondern knapp über dem Boden. Es scheint mehr bestimmt stolpern zu machen, als begangen zu werden. (Franz Kafka)

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Martin_S
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Re: " Italian Fat Boy"

Beitrag von Martin_S »

Also auf dem letzten Bild von Chris kommt das gut raus: ihr beiden passt einfach super zusammen ;)
Sehr geil!
M
Beste Grüße
Martin

Kein Mensch war ohne Grund in deinem Leben.
Der eine war ein Geschenk, der andere eine Lektion.

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Bernd Schreiner
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Re: " Italian Fat Boy"

Beitrag von Bernd Schreiner »

Hallo zusammen,
jaaaa.... ihr habt alle recht, nur nach 12 mal "boah, wie toll u.s.w. Hat Chris bestimmt Lust,
einmal etwas anderes zu lesen *daumen_new* .
Nach Dieters Bemerkung über die kurz geschnittenen Triebe direkt über dem Stamm
und Martins hinweis auf das letzte Foto habe ich mir dieses nochmal angeschaut.
Nun sehe ich den Weg der Gestaltung so :roll: :
Vorne sehr wenig Verzweigung (damit man in den Baum reinschauen kann) :lol: ,
an den Seiten und nach hinten nimmt die sehr kurz gehaltene Verzweigung dann doch zu.
Nun arbeiten wir über die tägliche Pflege und guter Düngung an der Reife des Baumes :lol: :lol: .
Damit können doch alle gut leben, oder ? *dance*

Liebe Grüße, Bernd
Sage nicht immer, was Du weißt, aber wisse immer, was Du sagst.
Matthias Claudius

werrib
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Re: " Italian Fat Boy"

Beitrag von werrib »

Hi Chris

2 Fragen:
Hast du eine Ahnung, wie alt die Eiche ist?
Wievlie muß man für so einen Baum bezahlen?

Gruß, Werner

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chris.p
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Re: " Italian Fat Boy"

Beitrag von chris.p »

1.) Keine Ahnung
2.) Verkaufspreis dürfte so in etwa ??????????????? bitte per pn sein.
PS. Dieser Baum steht nicht zum Verkauf!
Grüße
CP

marius
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Re: " Italian Fat Boy"

Beitrag von marius »

Schade, dass es wohl keine so großen Mondschalen gibt. Jedenfalls drängte sich mir der Gedanke auf, dass das gut zusammenpassen könnte.

Schönes Stück. ;)

Gruß Marius

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Bergi
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Re: " Italian Fat Boy"

Beitrag von Bergi »

Tolles Teil, und - im Gegensatz zu so manchem Klotz, der hier gezeigt wird, ja eigentlich auch mit richtiger Verjüngung (für mich schon fast das Hauptkriterium eines Yamadori), wenn die Bilder nicht täuschen.
Was ich mich - ganz jenseits ästhetischer Diskussionen - bei "Groß-Yamadoris" manchmal frage (gerade wenn sie stark zurückgeschnitten werden) ist, ob es überhaupt langfristig erfolgreiche Pflegegeschichten von solchen Exemplaren gibt, sprich, ob gravierende Wunden in alten Stämmen einfach nie wirklich verheilen und nach ein paar Jahren nicht immer Schluss ist.
Gruß,
Stefan
"Leoparden brechen in den Tempel ein und saufen die Opferkrüge leer; das wiederholt sich immer wieder; schließlich kann man es vorausberechnen, und es wird ein Teil der Zeremonie." (F. Kafka)

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