Diese Carpinus ist seit 3 Jahren am Standort zurückgeschnitten und dann immer wieder mal hier und da zurückgenommen worden. Gestern wurde sie mit einem Seilzug und einer großen Astschere in sehr kurzer Zeit geborgen, der Wurzelapparat für den Pott zurückgeschnitten und der Mittelstamm in die Mitte gezogen.
Eigentlich mag ich die Hainbuchen nicht all zu sehr aber hier dachte ich, kann man was stricken ... iss echt 'n Brummer ...
In der Spitze zurückgehen nur insoweit, daß je Trieb nur eine Knospe stehen bleibt und diese nach Austrieb immer schnellstmöglich auf 2 Blätter gekürzt wird. Wenn dies nicht geschieht, verlieren die untersten Äste an Wuchskraft und Du wirst sie eines Tages verlieren.
Hier ist ganz wichtig, einen Wuchskraftausgleich zu finden. Was ich vom Bild her nicht so richtig beurteilen kann, ist die Frage, in wie weit oben noch einige Äste ausgedünnt werden können; alles zum Wohle der Steuerung der Wuchskraft.
Die Hainbuche gefällt mir!
Ich mag verdammen, was Du sagst, aber ich werde mein Leben geben, daß Du es sagen darfst(Voltaire)
Dietmar,
im Spitenbereich hätte ich überhaupt nicht mit einer wie auch immer gearteten Stammfortführung gearbeitet.
Hainbuchen lösen den Stammverlauf im im oberen Drittel/Viertel zugunsten gleichberechtigter Äste auf.
So wird es auch leichter dem Baum eine schöne alte runde oder auch kastige Krone zu gestalten und trotzdem filigan im Ausdruck zu bleiben.
Norbert
So wie du bist, so sind auch deine Gebäude
Sullivan, 1924
Beide Äste, von denen Du einen als Mittelstamm bezeichnest, gehören für mich jetzt herausgeschnitten. Alle Äste und Zweige sollten stark zurück geschnitten werden. Auch die Spizte sollte eingekürzt werden. Alle Stumpen (auch die alten) sollten so bearbeitet werden, dass die Wundheilung beginnen kann.
Wenn der Baum das Ausgraben dann überlebt hat, kannst Du im nächsten Jahr beginnen, neue Äste aufzubauen. Bei guter Düngung sollte der Baum genügend Optionen anbieten.