Feinverzweigung eines Fächerahorns

Allgemeine Philosophie, Stilarten, Techniken, Vorstellung und Besprechung von Rohmaterial sowie lose Sammlung von Entwicklungs-Dokus
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camaju +
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Re: Feinverzweigung eines Fächerahorns

Beitrag von camaju + »

Herbert, da gibts doch diesen kleinen Beitrag von dir ;-)

http://bonsai-fachforum.de/viewtopic.php?f=52&t=20930

@ Thorsten, guck mal hier unter -B-

http://bonsai-fachforum.de/bff_fw_index.php
Gruß Jürgen *wink*

Wer nicht mit Pflanzen und Tieren kann, kann auch nicht mit Menschen.

Ich moderiere in blau, der Rest ist nur meine Meinung
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Köhler Rudolf
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Re: Feinverzweigung eines Fächerahorns

Beitrag von Köhler Rudolf »

Hallo Thorsten,

wie ich bereits geschrieben habe, ist es nur in der Kombination aller Faktoren möglich kurze Internodien zu bekommen.

Eine Maßnahme führt nicht zum Erfolg. Und die Maßnahmen müssen alle in einem bestimmten Zeitfenster erfolgen.

Viel Erfolg bei der Arbeit.

Grüße

Rudi K.
Grüße
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achim73
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Re: Feinverzweigung eines Fächerahorns

Beitrag von achim73 »

Ach so, auf den 1. Bild waren die schon Pinziert, oder :oops:
nein, das, was rechts von der schere ist auf dem 1. bild, ist der mitteltrieb. in diesem stadium ist er noch kürzer als die seitenblätter
Gruss, Achim
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Walter Pall
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Re: Feinverzweigung eines Fächerahorns

Beitrag von Walter Pall »

Gehe ich recht in der Annahme, dass Du so was in etwa anstrebst? Wenn ja: dieser Baum wird seit Jahren NIE pinziert. Bloß lang wachsen lassen und kräftig zurückschneiden zwei bis dreimal im Jahr. Das ist meine Heckenmethode.

Wer heilt hat recht. Alte Ärzteweisheit. Nur am langfristigen Ergebnis kann man die Wirksamkeit einer Methode messen, niemals daran, ob alle was anderes glauben.
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Max L
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Re: Feinverzweigung eines Fächerahorns

Beitrag von Max L »

Walter, das Bild spricht für sich *daumen_new*
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Kathrin
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Re: Feinverzweigung eines Fächerahorns

Beitrag von Kathrin »

Hallo zusammen
Für uns Anfänger ist es nicht gerade einfach, 10 Leute gefragt, 10 Meinungen. Mann muss sich einmal für eine Methode entscheiden und dabei bleiben.
Mich überzeugt Walter mit dem was er sagt und seine Bäume sprechen für sich. Darum verfahre ich nach seiner Methode.

Gruss Kathrin
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espanna
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Re: Feinverzweigung eines Fächerahorns

Beitrag von espanna »

Danke, Achim - Habe mir nochmal den Link angeschaut- Passt *daumen_new*

@ Kathrin:
Mich überzeugen die Bäume von Herbert nicht weniger, und auch da sprechen die Bilder (Erfgolge) AUCH für sich!

@Walter:
Wann und bis wann (wieviel?) schneidest du mit der "Heckenscheren-Methode" zurück? Es hört sich für mich (Totalen Anfänger) weniger kompliziert an, dass Beide gut funktionieren sieht man m.M.n. auch :-D
Gruß
László

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Köhler Rudolf
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Re: Feinverzweigung eines Fächerahorns

Beitrag von Köhler Rudolf »

Hallo,

es gibt wie ich bereits gesagt habe immer mehrere Wege die zum Ziel führen.

Die Heckenschnittmethode v. Walter ist eine davon.
Aber auch wenn das ein beeindruckender Ahorn ist, den Walter hier zeigt, ist es nicht meine favorisierte Methode.

Mir persönlich gefallen Bäume besser die filigraner und detaillierter ausgearbeitet sind, besser.
Aber wie vieles im Leben, ist es eine Frage des persönlichen Geschmacks und der Philosophie wie man Bonsai betreiben möchte.

Viele Grüße

Rudi K.
Grüße
Rudi K.
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Max L
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Re: Feinverzweigung eines Fächerahorns

Beitrag von Max L »

espanna hat geschrieben:


Mich überzeugen die Bäume von Herbert nicht weniger, und auch da sprechen die Bilder (Erfgolge) für sich!
Ja, das sehe ich auch so. Herberts Feinverzweigung sieht echt top aus! *daumen_new*
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achim73
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Re: Feinverzweigung eines Fächerahorns

Beitrag von achim73 »

es ist ja auch immer eine frage der größe und des gesamteindrucks. walters baum ist sehr groß, also sind im verhältnis auch noch etwas längere internodien akzeptabel.

bei einem baum von chris´grösse wären dieselben internodien viel zu lang.

aber bei so einem baum ist das pinzieren ja auch noch möglich vom aufwand her.

bei walters...hmmmmm...
und wenn da hundert oder so stehen ;)
Gruss, Achim
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Heike_vG
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Re: Feinverzweigung eines Fächerahorns

Beitrag von Heike_vG »

Wie so oft ist es auch in dieser Frage so, dass man sich mit den verschiedenen Theorien vertraut machen und dann seine eigenen Erfahrungen sammeln sollte. Man findet dann schon heraus, wie es für einen selbst, mit seinen Baumarten, Baumgrößen, Anzahl Bäume, Klima und Kleinklima am besten fährt. Und auch wenn man es schon sehr lange macht, klappt es trotzdem nicht jedes Jahr alles gleich gut oder man muss mal auf besondere Umstände mit der Veränderung der ansonsten bewährten Methoden reagieren.

Liebe Grüße,

Heike
Ein halber Schritt in die richtige Richtung ist oftmals ein Reinfall...

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bonsaiheiner
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Re: Feinverzweigung eines Fächerahorns

Beitrag von bonsaiheiner »

Hallo,
hier im Oberrheingraben treiben die Fächerahorne jedes Jahr ziemlich genau Anfang April aus. Jahrelang war das für mich ein Termin, der rot im Kalender angestrichen wurde, jahrelang habe ich auf den genauen Zeitpunkt gewartet, um ja "den günstigsten Zeitpunkt zum Pinzieren, so wie es die Bücher vorschreiben" nicht zu verpassen. Ich war darauf so fixiert, dass Urlaubstermine verlegt wurden, so wichtig war mir das.
Als Resultat dieser Borniertheit musste ich feststellen, dass mein Fächerahorn insbesondere im Spitzenbereich zu schwächeln begann.
Ich lasse ihn jetzt ungehindert wachsen, bis ich seinen Anblick nicht mehr ertragen kann, bis er aussieht wie ein Struwwelpeter und sich die Blattmassen gegenseitig abschatten, sich das Licht wegnehmen und es im Kroneninneren richtig finster wird. Erst dann schneide ich die frischen Sommertriebe zurück, sodass wieder Licht in den Baum eindringen kann, stelle ihn ein paar Tage etwas schattiger und gewöhne ihn langsam wieder an die Sonne, was hier in der zweiten Maihälfte geschieht.
Der Baum ist seit 2 Jahren spürbar gesundet, die kränkelnde Spitze hat sich wieder erholt, dem Baum geht es sichtbar besser.
Ich will hier niemandem nach dem Mund reden, jeder soll seine eigenen Erfahrungen machen, aber etwas anderes kommt für mich nicht mehr infrage, es sei denn, er soll zum Beispiel im Mai ausgestellt werden.
Einmal Pinzieren während des Austriebes bringt den Baum nicht um, es kommt aber darauf an, seinen diagnostischen Blick über längere Zeiträume zu schärfen und die Konsequenzen zu ziehen.
Noch eine Bemerkung zu den bei dieser Vorgehensweise angeblich zu langen Internodien: auch bei den Hüllblättern können sich Knospen bilden!
Beste Grüsse,
Heiner
Ein Tag ohne Beschäftigung mit Bonsai ist ein verlorener Tag!
chris-git@rre

Re: Feinverzweigung eines Fächerahorns

Beitrag von chris-git@rre »

Hallo Achim,
achim73 hat geschrieben: bei einem baum von chris´grösse wären dieselben internodien viel zu lang.

aber bei so einem baum ist das pinzieren ja auch noch möglich vom aufwand her.
*kopfkratz*

Ich habe doch geschrieben das ich nicht pinziere.
chris-gitarre hat geschrieben: Also ich pinziere nicht.
Klappt super, habe genügend kurze Internodien.
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Stefan Aichholzer
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Re: Feinverzweigung eines Fächerahorns

Beitrag von Stefan Aichholzer »

Wow ! wahnsinn, danke Leute !!
mit so viele spitzen Antworten habe ich nicht gerechnet !
Ich muss die ganze Information erst mal verarbeiten :)
Danke noch mal an alle !

Lg. Stefan
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Reiner K
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Re: Feinverzweigung eines Fächerahorns

Beitrag von Reiner K »

Hallo Herbert,
DANKE
ebenso an Walter.

Hallo Heike,
Heike_vG hat geschrieben: dass man sich mit den verschiedenen Theorien vertraut machen und dann seine eigenen Erfahrungen sammeln sollte.
ich glaube, wir haben verlernt etwas Geduld mit zu bringen und erst den Weg zu Ende zu gehen um das Ergebnis geniessen zu können.
Viele ( da schliesse ich mich auch gerne manchmal an) sehen zu viele Abzweigungen auf dem Weg zum Ziel und sind zu ungeduldig.
LG Reiner
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