Lärchen – Umgestaltung meiner Anfänger-Übungsbäume

Allgemeine Philosophie, Stilarten, Techniken, Vorstellung und Besprechung von Rohmaterial sowie lose Sammlung von Entwicklungs-Dokus
Benutzeravatar
Bonsette
Freundeskreis
Beiträge: 1034
Registriert: 12.01.2013, 20:12
Wohnort: Nähe Teutoburger Wald

Re: Lärchen – Umgestaltung meiner Anfänger-Übungsbäume

Beitrag von Bonsette » 26.11.2015, 18:42

Freut mich Bernd, dass ich dich mit meinem „50 Jahre-Plan“ für Lärche 2 beruhigen konnte. :)
Und du hast natürlich Recht, dass Bäume Optionen für viele Jahre brauchen! Wie die Lärche in 50 Jahren wirklich aussieht, kann ich mir allerdings noch nicht vorstellen, aber sie hat eine echte Chance, auch dann noch
ein einzigartiger Baum zu sein.

Und Danke für deine Fotos, Philipp!
Wirklich beeindruckend, was Lärchen so vertragen, deine Kaskade wird bestimmt mal eine richtig schöne! *daumen_new* Vielleicht kannst du im Frühjahr, wenn deine Bäume wieder aus dem Winterquartier kommen, ja noch ein Bild von deiner stark verdrehten Shohinlärche machen?

Für meine Lärche 1 habe ich das Virtual noch einmal angepasst, weil ich mich da mit den Dimensionen getäuscht hatte. (Das Stammstück zwischen Nebari und erstem Ast war im alten Virtual zu lang.) Beim Erstellen des neuen Virtuals war ich allerdings sehr optimistisch mit der Verzweigung (das wird bestimmt ein paar Jahre dauern), und die Nadeln sind wohl nur im Frühjahr so kurz.
2015-11-21-plan2_.jpg
LG
Stefanie

Benutzeravatar
Bonsette
Freundeskreis
Beiträge: 1034
Registriert: 12.01.2013, 20:12
Wohnort: Nähe Teutoburger Wald

Re: Lärchen – Umgestaltung meiner Anfänger-Übungsbäume

Beitrag von Bonsette » 29.01.2016, 18:53

Liebe Bonsaifreunde!
Heute habe ich noch ein altes Foto von einem weiteren Anfänger-Übungsbaum gefunden - meine ersten planlosen Drahtungsversuche waren wohl doch schon 2012. :oops: :wink:
2012-2016.jpg
Die Lärche gibt es heute noch, und ich glaube, sie könnte in Zukunft eine Art Literat werden. Der Stamm gabelt sich oben in zwei Äste, von denen ich dann wahrscheinlich einen entfernen würde. (siehe Bilder A und B) In das obere Drittel des Stammes kann sicher auch noch mehr Bewegung.
2016-01-29_ideen.jpg
Welche Idee ist eurer Meinung nach schlüssiger? Oder hat jemand noch eine weitere Gestaltungsidee für diese Lärche? (würde mich freuen)

LG
Stefanie

Benutzeravatar
abardo
Freundeskreis
Beiträge: 4598
Registriert: 21.09.2014, 20:35
Wohnort: knapp neben Berlin
Kontaktdaten:

Re: Lärchen – Umgestaltung meiner Anfänger-Übungsbäume

Beitrag von abardo » 29.01.2016, 19:11

Hi Stefanie,

mir gefällt a) deutlich besser, wirkt reifer und nicht so nackig. Sieht meiner Meinung nach auch wesentlich natürlicher aus für eine Lärche. Im Bogen bei b) etwas wirklich Interressantes zu finden, fällt mir bei der jungen Lärche schwer.
Grüße, Frank
___________
Keine Prinzipien, keine Parolen - http://BONSAI.ZONE

Benutzeravatar
Philipp R.
Beiträge: 349
Registriert: 31.08.2009, 22:31
Wohnort: Unterfranken MSP
Kontaktdaten:

Re: Lärchen – Umgestaltung meiner Anfänger-Übungsbäume

Beitrag von Philipp R. » 29.01.2016, 19:20

Hey,
a) ist fast schon klassisch, wäre der knick nicht wäre es langweilig
b) scheint mir die interessantere Möglichkeit. Mit totholz aus der Möglichkeit a) einem shari vom ten-jin nach unten und durch laub die stammlinie durchbrochen is das was aussergewöhlnlicheres. den Ast würd ich näher an den stamm bringen damit du äste auf beide Seiten bekommst, aber Hauptrichtung und Gewicht bleibt rechts.
auf der NT dieses Jahr war ne pinus mugo von Alfredo Salaccione mit ähnlichem Aufbau
Keine Bange, der gießt auch nur mit Wasser
https://www.facebook.com/bonsaiatelierphilippreinfurt/

Benutzeravatar
Bonsette
Freundeskreis
Beiträge: 1034
Registriert: 12.01.2013, 20:12
Wohnort: Nähe Teutoburger Wald

Re: Lärchen – Umgestaltung meiner Anfänger-Übungsbäume

Beitrag von Bonsette » 29.01.2016, 19:44

Vielen Dank, Frank und Philipp für eure Überlegungen!
Der Lärche fehlt sicherlich noch ganz viel Reife, aber es hilft sehr, schon mal eine Vorstellung zu haben, wo es hin gehen könnte.

@Philipp: Was ist denn
Philipp R. hat geschrieben:shari vom ten-jin
?
Philipp R. hat geschrieben:auf der NT dieses Jahr war ne pinus mugo von Alfredo Salaccione mit ähnlichem Aufbau

Die hat mir dort auch sehr gefallen, und daran habe ich beim heutigen Nachdrahten der Zweige tatsächlich auch gedacht. :-D

LG
Stefanie

Benutzeravatar
Gary
Freundeskreis
Beiträge: 4223
Registriert: 05.01.2004, 21:01
Wohnort: Karlsruhe/Baden

Re: Lärchen – Umgestaltung meiner Anfänger-Übungsbäume

Beitrag von Gary » 29.01.2016, 20:27

Hallo Stefanie,
dann will ich Dir mal noch eine dritte Antwort liefern.

Mein favorisierter Weg ist da ziemlich bei Frank. In Foto A würde ich wohl derzeit nur am rechten, hängenden Zweig die unterste Verzweigung wegnehmen und versuchen den Knick insgesamt wesentlich "schärfer" zu machen. Mit dem Ziel, den hängenden Teil in seiner oberen Hälfte recht dicht an den Stamm zu bekommen.

Interessant das ihr Beide an die Mugo von Alfredo gedacht habt. Sorry, mir kam die bei Deiner Lärche nicht in den Sinn. Vielleicht weil ich gelernt habe, dass was auf einen Meter wirkt, nicht auch auf 25 cm funktionieren muss.

Keine Ahnung ob Philipp andere Erfahrungen hat, doch wenn Du an dieser Lärche einen ten-jin machst bleibt nur ein streichholzstarkes Hölzchen übrig. Und ein shari in einem etwas mehr als bleistiftstarken Stamm finde ich zumindest optisch nicht wirksam oder gar interessant.

Ach ja, ihr redet doch von dieser Mugo?
Mugo_Alfredo.jpg
Mugo_Alfredo.jpg (159.29 KiB) 1476 mal betrachtet
Grüße aus dem sonnigen Baden
Gary

Arbeitskreis Karlsruhe

AK-Treffen jeden 1. Samstag im Monat

Benutzeravatar
Philipp R.
Beiträge: 349
Registriert: 31.08.2009, 22:31
Wohnort: Unterfranken MSP
Kontaktdaten:

Re: Lärchen – Umgestaltung meiner Anfänger-Übungsbäume

Beitrag von Philipp R. » 29.01.2016, 21:25

Gary hat geschrieben:Hallo Stefanie
Interessant das ihr Beide an die Mugo von Alfredo gedacht habt. Sorry, mir kam die bei Deiner Lärche nicht in den Sinn. Vielleicht weil ich gelernt habe, dass was auf einen Meter wirkt, nicht auch auf 25 cm funktionieren muss.

Keine Ahnung ob Philipp andere Erfahrungen hat, doch wenn Du an dieser Lärche einen ten-jin machst bleibt nur ein streichholzstarkes Hölzchen übrig. Und ein shari in einem etwas mehr als bleistiftstarken Stamm finde ich zumindest optisch nicht wirksam oder gar interessant.

Ach ja, ihr redet doch von dieser Mugo?
Mugo_Alfredo.jpg
Bei meiner Lösung kommt es sehr darauf an ob der Stamm das Format ungefähr halten soll oder in Zukunft viel dicker werden soll. Wenn man mit dem totholz am Stamm (shari) früh anfängt und Jahr für Jahr über den kallus zurückschneidet ergibt das eine natürliche und interessante Struktur bei der der Stamm sich nur in einer Richtung verdickt und flach wird. Hab ich auch schon bei einigen gemacht... Wenn der obere Ast als opferast benutzt wird, wird das totholz an der Spitze (Ten-jin) am Ende mehr als nur 2mm dick sein. Zudem fördert das dickenwachstum den kallus und damit auf lange Sicht auch das shari.

Das is die mugo;)
Keine Bange, der gießt auch nur mit Wasser
https://www.facebook.com/bonsaiatelierphilippreinfurt/

tamandua
Beiträge: 198
Registriert: 10.07.2007, 15:55

Re: Lärchen – Umgestaltung meiner Anfänger-Übungsbäume

Beitrag von tamandua » 29.01.2016, 22:39

Philipp R. hat geschrieben: Wenn man mit dem totholz am Stamm (shari) früh anfängt und Jahr für Jahr über den kallus zurückschneidet ergibt das eine natürliche und interessante Struktur bei der der Stamm sich nur in einer Richtung verdickt und flach wird. Hab ich auch schon bei einigen gemacht...
Hallo Philipp

Könntest du dazu ein Beispiel zeigen?

Grüße
Thomas

Benutzeravatar
Bonsette
Freundeskreis
Beiträge: 1034
Registriert: 12.01.2013, 20:12
Wohnort: Nähe Teutoburger Wald

Re: Lärchen – Umgestaltung meiner Anfänger-Übungsbäume

Beitrag von Bonsette » 29.01.2016, 22:46

Vielen Dank auch dir Gary für deinen weiteren Vorschlag! :)
Wenn ich dich richtig verstehe, meinst du es in etwa so:
2016-01-29_idee-a2.jpg
?
Und ja, genau die Mugo meine ich - gibt es etwa schon irgendwo Fotos von den NT-Bäumen?
Natürlich geht der rechte Jin-Ast im NT-Mugobild bei meiner Lärche aufgrund der dünnen Äste nicht. Meine Lärche hat mich nur an den abgeknickten Hauptstamm erinnert, der in der Mitte wieder ein grünes Dreieck bildet.

Philipp, dein Vorschlag mit dem Opferast macht natürlich Sinn, dann könnte ich die Lärche noch etwas mästen, evtl. mit Shariarbeiten beginnen, und müsste mich erst in ein paar Jahren für die dann plausiblere Lösung entscheiden.

LG
Stefanie

Benutzeravatar
Gary
Freundeskreis
Beiträge: 4223
Registriert: 05.01.2004, 21:01
Wohnort: Karlsruhe/Baden

Re: Lärchen – Umgestaltung meiner Anfänger-Übungsbäume

Beitrag von Gary » 30.01.2016, 19:13

Hallo Stefanie,

leider habe ich mich wohl verbal schlecht ausgedrückt was mir da so für Deine Lärche vorschwebt.

Kann Dir das zuletzt gezeichnete Virtual denn selbst gefallen?
Für mich wirkt es eher wie ein Beeren-Hochstamm im Garten denn wie ein Baum/Bonsai. Das zierliche Krönchen und der lange Stamm erwecken diesen Eindruck in mir. Grob sehen wir 3 Teile frei und 1 Teil Grün on top. Die völlig frei einsehbare Stammlänge ist eher 3,5 Teile. Dies sind nicht nur optisch schwierige Proportionen, sie lassen auch den Stamm noch dünner erscheinen. Würde aber auch bei einem doppelt oder dreifach so dicken Stamm nicht wirklich gut aussehen.

Mein Ziel ist eher 2 Teile frei, 1 Teil Grün. (Das Verhältnis 1:1 ist auch wieder schwierig.) Weiterhin würde ich diesen hängenden Ast so verdrehen, dass das Grün nach vorne und rechts geht und nicht wie jetzt nach hinten. Dabei soll ruhig das kleine, links ansetzende Seitenzweiglein den Stamm kreuzen und in somit optisch unterbrechen.

Habe versucht das in Deinem Foto anzudeuten. Ist mir aber wohl nur mehr schlecht als recht gelungen.
Lärche_bonsette_2016.jpg
Die Herausforderung ist der Knick/Bruch zur glaubhaften Linienführung des hängenden Astes. Er sollte oben möglichst noch dichter an den Stamm als in meiner Skizze. Ja er darf sogar vor ihn (wenn machbar). Erst im Verlauf nach unten soll er vom Stamm weglaufen. Seine Gesamtbewegung soll dabei ruhig nach vorne gehen.

Um den Knick so hin zu bekommen muss man wohl oben leicht anschneiden, mit Bast bandagieren, korrekt drahten und dann mit Gefühl, Mut und möglichst Erfahrung, biegen. :wink:
Grüße aus dem sonnigen Baden
Gary

Arbeitskreis Karlsruhe

AK-Treffen jeden 1. Samstag im Monat

Benutzeravatar
Bonsette
Freundeskreis
Beiträge: 1034
Registriert: 12.01.2013, 20:12
Wohnort: Nähe Teutoburger Wald

Re: Lärchen – Umgestaltung meiner Anfänger-Übungsbäume

Beitrag von Bonsette » 30.01.2016, 19:45

Ganz lieben Dank Gary für deine Arbeit! Jetzt weiss ich, was du meinst. (Ich dachte erst, du bist von Bild A ausgegangen, wo der lange rechte hängende Ast schon weg ist.)
Mit dem entschärften Bogen und dem 2:1 Verhältnis (Stamm : Grün) wie du es zeigst würde mir die Lärche tatsächlich gut gefallen.

Das starke Biegen mache ich dann am besten kurz vor dem Öffnen der Knospen, dann ist mehr Saft im Stamm und das Holz biegsamer, richtig? Oder reicht es, das Holz durch Ansprühen feucht und damit biegsam zu machen, und es geht auch jetzt schon (die Lärche steht danach frostfrei)?

LG
Stefanie

Benutzeravatar
Philipp R.
Beiträge: 349
Registriert: 31.08.2009, 22:31
Wohnort: Unterfranken MSP
Kontaktdaten:

Re: Lärchen – Umgestaltung meiner Anfänger-Übungsbäume

Beitrag von Philipp R. » 30.01.2016, 20:42

Bilder vom totholz kann ich mal machen. Bei Wacholdern in natura oder als Bonsai mit totholz und einer Lebensader kann man das hervortreten dieser auch schön sehen
Einfach mal Bilder genau angucken
Bonsette hat geschrieben:
Das starke Biegen mache ich dann am besten kurz vor dem Öffnen der Knospen, dann ist mehr Saft im Stamm und das Holz biegsamer, richtig? Oder reicht es, das Holz durch Ansprühen feucht und damit biegsam zu machen, und es geht auch jetzt schon (die Lärche steht danach frostfrei)?

LG
Stefanie
Hey und ähm..., ja

Die Lärchen-Draht-Zeit ist zwar vor dem aufgehen der Knospen, aber viel Saft im Stamm ist ehr für das entfernen von Rinde und "normale" Biegungen gut. Beim starken biegen muss man dann aufpassen, dass die Rinde nicht abgeht. Willst du den Bogen hoch oder runter biegen? Bei Biegungen nach oben kann mehr schief gehen wie bei der natürlicheren Biegung nach unten

Holz ansprühen damit es biegsam wird.... Ich sag mal so der is ja nicht aus Pappmaché ;) das bringt nix.... Stell dir mal vor es regnet und auf einmal wird das Holz an nem großen Baum weich und die Äste hängen am boden^^

Lärchen sind eh sehr biegsam, da reicht raffia/fahrradschlauch oder was ich am besten finde, vulkanisierendes Klebeband
Keine Bange, der gießt auch nur mit Wasser
https://www.facebook.com/bonsaiatelierphilippreinfurt/

Benutzeravatar
Gary
Freundeskreis
Beiträge: 4223
Registriert: 05.01.2004, 21:01
Wohnort: Karlsruhe/Baden

Re: Lärchen – Umgestaltung meiner Anfänger-Übungsbäume

Beitrag von Gary » 31.01.2016, 14:08

Bonsette hat geschrieben:Das starke Biegen mache ich dann am besten kurz vor dem Öffnen der Knospen, dann ist mehr Saft im Stamm und das Holz biegsamer, richtig? Oder reicht es, das Holz durch Ansprühen feucht und damit biegsam zu machen, und es geht auch jetzt schon (die Lärche steht danach frostfrei)?
Hallo Stefanie,
da bin ich mit meiner Antwort ganz bei Philipp.

Wenn sich die Knospen bald öffnen ist es bereits für alles zu spät. Lärchen kann man maximal drahten bevor das erste Grün an den geschwollenen Knospen zu erahnen ist.

Lärchen sind biegsam. Jetzt ist eine gute Zeit zu drahten und diese Biegung zu machen. Beim diesjährigen Verlauf des Winters vielleicht auch noch die nächsten 3 Wochen. Da Du die Lärche anschließend frostfrei halten kannst brauchst Du Dir überhaupt keine Gedanken machen. Auch bei folgendem Frost hatte ich mit Lärchen diesbezüglich noch nie Probleme. Allerdings wird es bei mir auch nicht -20°C.

Lebendes Holz anzufeuchten bringt Dir nichts. Das klappt bei totem Holz. Mit durchdringendem anfeuchten und Hitze kann man auch totes Holz ohne splittern stark verbiegen.

Nur Mut und viel Erfolg bei Deiner Aktion. :wink:
Grüße aus dem sonnigen Baden
Gary

Arbeitskreis Karlsruhe

AK-Treffen jeden 1. Samstag im Monat

Benutzeravatar
Bonsette
Freundeskreis
Beiträge: 1034
Registriert: 12.01.2013, 20:12
Wohnort: Nähe Teutoburger Wald

Re: Lärchen – Umgestaltung meiner Anfänger-Übungsbäume

Beitrag von Bonsette » 31.01.2016, 21:44

Vielen Dank Philipp und Gary für eure Hinweise zum Drahten!
Philipp R. hat geschrieben:Stell dir mal vor es regnet und auf einmal wird das Holz an nem großen Baum weich und die Äste hängen am boden^^
Das wäre allerdings seltsam. *dance*
Ich hatte im Buch „Bonsai aus heimischen Bäumen und Sträuchern“ von Werner Busch zum Drahten von Lärchen nachgelesen: „Die beste Zeit hierzu ist das Frühjahr, wenn die Knospen gerade grün werden und sich öffnen wollen. In dieser Zeit sind keine Nadeln im Weg, die Äste aber schon so stark im Saft, dass ein Absterben nach starker Richtungsänderung ausgeschlossen werden kann.“

Auf eure Erfahrungen möchte ich mich aber auch wohl verlassen und werde nun doch schon in den nächsten Tagen mutig biegen (und die Lärchen danach vor eventuellem Frost schützen). Auch die beiden anderen hier im Thread vorgestellten Lärchen nehme ich mir dann vor. Die Ergebnisse werde ich euch hier zeigen.

LG
Stefanie

Benutzeravatar
Bonsette
Freundeskreis
Beiträge: 1034
Registriert: 12.01.2013, 20:12
Wohnort: Nähe Teutoburger Wald

Re: Lärchen – Umgestaltung meiner Anfänger-Übungsbäume

Beitrag von Bonsette » 01.02.2016, 16:52

Jetzt habe ich die Literatenlärche in Form gebracht. Beide Äste aus meinen Ideen A und B sind dran geblieben, und nach Garys Vorschlag habe ich den rechten hängenden Ast gekürzt und näher an den Stamm gebracht. Dazu habe ich die Oberseite der Biegung an zwei Stellen eingeritzt, alles mit Fahrradschlauch umwickelt und dann mit Draht und Kabelbinder gebogen. Ein Knacken habe ich dabei zum Glück nicht gehört. :-D
2016-02-01_.jpg
Als nächstes möchte ich der Lärche auf der Rückseite eine ziemlich dicke Wurzel entfernen, die höher als die übrigen Wurzeln ansetzt. Da ich sie jedoch erst vor einem Jahr mit einem Wurzelschnitt in diese kleinere Schale gesetzt habe, frage ich mich, ob ich ihr das in diesem Frühjahr auch noch zumuten kann. Wahrscheinlich warte ich damit bis nächstes Jahr.

LG
Stefanie

Antworten