Bohrpfropfen Lärche

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av_skywalker
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Bohrpfropfen Lärche

Beitrag von av_skywalker »

Hallo zusammen!

kennt sich zufällig irgend jemand mit dem Bohrpfropfen bei Lärchen aus. Ist dass denn überhapt möglich??
Wenn man seine Ruhe nicht in sich findet, ist es zwecklos, sie andernorts zu suchen.

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abardo
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Re: Bohrpfropfen Lärche

Beitrag von abardo »

Mit Bohren ist das schwierig. Wüsste nicht, wie man die Knospen von Lärchentrieben unbeschädigt durchs Loch bekommen könnte, ohne das Loch viel zu gross machen zu müssen.

Aber vielleicht hilft dir das hier:
http://www.bonsai-fachforum.de/viewtopic.php?t=31822
Grüße, Frank
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Anja M.
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Re: Bohrpfropfen Lärche

Beitrag von Anja M. »

So, wie die Knospen jetzt sind, ist das bestimmt nicht einfach, aber im Sommer, bevor die Knospen sich zu sehr vergrößern, sollte es machbar sein. Nadeln ab und durch.
73 Anja

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av_skywalker
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Re: Bohrpfropfen Lärche

Beitrag von av_skywalker »

Vielen Dank für die schnellen Antworten!

Ihr habt mir sehr geholfen, und mein Fazit ist: ich werde es tun!!!

Wenn Ihr wollt, werde ich (mit Fotos) über Erfolg oder Misserfolg berichten.


Liebe Grüße


Alex
Wenn man seine Ruhe nicht in sich findet, ist es zwecklos, sie andernorts zu suchen.

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Bodo.P.
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Re: Bohrpfropfen Lärche

Beitrag von Bodo.P. »

Hallo Alex

bei einem sehr guten Bonsaifreund habe ich erfolgreiche Bohrpfropfungen an einer Kiefer und an einer Lärche gesehen.
Er verwendet möglichst kräftige Trieb aus dem oberen Bereich da die wüchsiger sind.
Des weiteren lässt er die Bäume dann in Teichkörben im Freiland stehen bis sich der Zuwachs zufrieden stellend entwickelt hat.

mfg
Bodo.P.

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abardo
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Re: Bohrpfropfen Lärche

Beitrag von abardo »

Hi nochmal,

ich hab das bei Lärchen mal probiert. Die Knospen (selbst wenn die noch ganz frisch und grün sind, am kleinsten fand ich immer die vom zweiten Austrieb) gehen sehr leicht ab. Insbesondere wenn man sie gegen den Strich berührt (was beim Durchschieben ja der Fall ist). Hatte ich dann an zwei Stellen probiert, einmal mit einem etwas grösseren Loch, das ist innerhalb von 2 Jahre nicht zugewachsen. Und an einem kleineren Loch, da passten dann nur die Kospen am Triebende durch (die Restlichen hatte ich dann beschädigt), aber deren Wuchskraft hat auch nicht gereicht, um den Zweig so zu verdicken, dass er innerhalb von 2 Jahre zuwachsen konnte. Danach war dann das Kambium im Loch wohl schon abgeschottet und im dritten Jahr hat sich auch nichts mehr getan. Als ich dann im dritten Jahr einfach mal trennte, starben beide Zweige ab.

Dann gibt es ja noch den Trick, den Zweig vorher z.B. mit Celophan zu umwickeln, da hab ich aber wohl nicht die richtigen Hände für, habe das nicht so straff und trotzdem dünn angezogen bekommen, dass es half.

Daher fand ich das zu schwierig und wenn ich das mal brauche, werde ich es lieber mit der Einschnittmethode von Herbert probieren.

Heisst aber nicht, dass es nicht machbar ist. Würde dann gerne Fotos sehen ...
Zuletzt geändert von abardo am 12.12.2016, 10:58, insgesamt 2-mal geändert.
Grüße, Frank
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achim73
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Re: Bohrpfropfen Lärche

Beitrag von achim73 »

ja, fotos , die sowas dokumentieren, sind immer gut.
Gruss, Achim
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Herbert A
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Re: Bohrpfropfen Lärche

Beitrag von Herbert A »

Servus an alle

Bohrpfropfung bei Lärchen geht eigentlich ohne Probleme.
-Logischerweise im Frühjahr vor dem Austrieb an einer kräftigen Pflanze.
-Einen möglichst kräftigen Trieb nehmen.
- das Loch groß genug bohren.
- die Knospen am Triebende entfernen und den Ast durch das Bohrloch führen.
-die entscheidenden Knospen mit Plastikwicklung schützen und dann auch diese durch das Loch ziehen.
ACHTUNG
An der Eintritts- und Austrittsstelle muss der Trieb natürlich durch ein Hölzchen mit dem Kambium des Bohrloches verbunden werden. Die Verwachsung soll ja innerhalb von wenigen Wochen passieren, sonst passiert nämlich das was Abardo passiert ist.

lg
Herbert
Schön dass es dieses Forum gibt.

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Chri
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Re: Bohrpfropfen Lärche

Beitrag von Chri »

Das müssen dann ja riesige Bohrlöcher sein, sowohl bei Lärchen und vorallem Kiefern mit dicken Knospen dann noch die Nadeln niedertapen, puh.
Mit freundlichen Grüßen,
Christoph

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av_skywalker
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Re: Bohrpfropfen Lärche

Beitrag von av_skywalker »

also: wenn man (zumindest bei Lärchen) im Frühjahr die Bohrpfropfung durchführt, hat man mit Nadeln natürlich kein Problem. Im Sommer währe das dann wohl was anderes, dann denke ich müsste man sie vorher entfernen.

nun würde micht interessieren, was wohl die bessere Variante von beiden ist. Frühjahr oder Sommer..?.. was der Herbert schreibt kommt mir ehrlich gesagt ziemlich Fachkundig und daher auch Richtig vor. Doch leider gibt es manchmal aber mehrere richtig´s, richtig?? :)

was ist denn nun wohl dass bessere richtig....??..?..
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av_skywalker
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Re: Bohrpfropfen Lärche

Beitrag von av_skywalker »

und ehrlich gesagt ist für mich nur das Frühjahrlogisch richtig logisch! doch vielleicht weiß noch jemand einen Grund warum man diese heikle Operation doch lieber im Sommer durchführen sollte???
Wenn man seine Ruhe nicht in sich findet, ist es zwecklos, sie andernorts zu suchen.

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av_skywalker
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Re: Bohrpfropfen Lärche

Beitrag von av_skywalker »

in meinem Fall währe jedoch der Sommer besser, da mir aktuell (für´s Frühjahr) keine Triebe die lang genug währen zur Verfügung stehen.
Wenn man seine Ruhe nicht in sich findet, ist es zwecklos, sie andernorts zu suchen.

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Günter Maier
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Re: Bohrpfropfen Lärche

Beitrag von Günter Maier »

Hallo Alex,

ich habe im Frühjahr 2015 insgesamt drei Bohrpfrofen bei einer meiner Lärchen angebracht.
Loch am Stamm 7 mm, Trieb 4 mm und ordentlich verkeilt.
Einer davon war bis im Herbst nicht angegangen und vertrocknet. Vielleicht habe ich nicht sauber genug gearbeitet.
Die anderen beiden Zweige sind geglückt. Eigentlich dachte ich daß ich die Zweige dieses Jahr trennen kann,
aber der Zuwachs war noch nicht stark genug. Aber einer der beiden Bohrpfropfen ist etwas stärker,
den versuche ich im nächsten Spätjahr zu trennen. Der nächste wahrscheinlich erst 2018.

Zuvor habe ich es auch schon mit Ablaktionen bei mehreren Lärchen probiert, dabei konnte man ein Jahr später beobachten,
daß sie gut verwachsen waren. Aber leider waren sämtliche Stellen so verdickt und knuppelig und waren nicht zu gebrauchen.
Dateianhänge
Bild vom 10.04.2015
Bild vom 10.04.2015
liebe Grüße
Günter

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av_skywalker
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Re: Bohrpfropfen Lärche

Beitrag von av_skywalker »

Servus Günter!

Eine sehr schöne Lärche hast du da ;) an der würde ich auch gern arbeiten!!

Was machst du jetzt eigentlich mit dem Ast (bzw. dem Loch) der leider nicht angewachsen ist?


Viele Grüße
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level320
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Re: Bohrpfropfen Lärche

Beitrag von level320 »

hallo,
@av_skywalker
da brauchst dir wirklich keine sorgen machen.....nächstes jahr ist das loch zu.
Lärchen haben eine fast schon zu heftige kallusbildung

lg
ladi

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