Orientalische Hainbuche

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abardo
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Re: Orientalische Hainbuche

Beitrag von abardo »

Sorry, versteh ich nicht. Deine markierten Bereiche haben ja eher was mit den Astansätzen, ersten Internodien etc zu tun. Klar kann man die in einigen Jahren passend entwickeln, aber was ändert das an dem grundsätzlichen Schwerpunkt des Stammes und deiner jetzigen Pflanzposition ?

Und warum sollte man den Baum jetzt so flach einpflanzen, wenn da noch mit viel cut&grow gearbeitet werden muss ?
Grüße, Frank
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ChristianB
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Re: Orientalische Hainbuche

Beitrag von ChristianB »

abardo hat geschrieben: Und warum sollte man den Baum jetzt so flach einpflanzen, wenn da noch mit viel cut&grow gearbeitet werden muss ?
Weil die Entwicklung eines guten Nebari mindestens genau so lange dauert und genau so viel Arbeit erfordert, wie die Entwicklung der Verzweigung.
Wenn der Baum später in eine flache Schale soll, muss von Anfang an und konsequent darauf hingearbeitet werden, wie Dieter das nun tut. *daumen_new*
Viele Grüße

Christian
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zopf
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Re: Orientalische Hainbuche

Beitrag von zopf »

Hallo Frank
Wenn das Bäumchen in diesem Jahr kräftig wächst,
wird er auf sein "Kerngeäst" zurückgeschnitten.
Zopf-orientalis-6.jpg
Die Stammlinie (rot), die Bewegungsrichtung ist nach rechts,
also kippt der Baum nach rechts.
Wie kann man Ihn stabilisieren ?
Unten rechts ein kräftiger Ast oder Gegengewichte auf der linken Seite.
Wo wäre der Fokus oder die Foki des Baumes ?
Sie liegen wohl eher im Totholzbereich, weniger auf der geraden rechten Stammseite.
Mit der Ausrichtung nach links betone ich diesen Bereich
und erreiche auch eine gute Kontrastwirkung zum geraden rechten Teil.
Zur flachen Schale hat schon Christian geschrieben.
Die Woche haben wir uns Christian´s Bilder seiner Japanreise angeschaut,
um sich solchen Bäumen anzunähern, führt kein Weg an jahrelanger Schalenkultur,
mit wenig Wurzelraum, vorbei.
mfG Dieter
und Gruß an den Bonsaibruder
cogito ergo pups
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abardo
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Re: Orientalische Hainbuche

Beitrag von abardo »

Ah, das zusätzlich zum auf den Fotos zu sehenden mittigen Shari noch links viel Totholz zu finden ist, war für mich jetzt nicht wirklich erkennbar.
Danke für die Erkläuterung, wieder was gelernt.

Aber leider hab ich dann noch ein Problem mit dem nach-links-ausrichten: die linke, dicke Wurzel ist vom Winkel her und im Vergleich zur rechten eine Zugwurzel, die rechte eine Stützwurzel. Genau deshalb dachte ich eben daran, den Baum nach links zu kippen und (wie auch du als Möglichkeit angedacht hattest) dann den Baum über Ablaktionen rechts und genügend Grün links auszugleichen.
Zuletzt geändert von abardo am 03.03.2017, 16:31, insgesamt 2-mal geändert.
Grüße, Frank
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chris-git@rre

Re: Orientalische Hainbuche

Beitrag von chris-git@rre »

ja, so würde ich auch schneiden *daumen_new*
Wie ist denn das Wachstum bei der Orientalischen Hainbuche?
Ist hoffentlich nicht so langsam wie bei der Koreanischen Hainbuche?
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