Saikei 2. Versuch
Saikei 2. Versuch
Okay, über den ersten Versuch reden wir besser nicht mehr, aber wie ihr merkt lässt mich das Thema nicht mehr los. Saikei ist eine Möglichkeit mit kostengünstigem Material zu arbeiten, die mich inzwischen unheimlich fasziniert.
Also war ich im letzten Oktober gezielt einkaufen. Schon den ganzen Winter habe ich mich auf dieses Projekt gefreut.
Zutaten: eine kleine Mugo, ein Felsen, ein Suiban, Keto, Akadama, Moos, Vogelsand und schönes Wetter
Leider passierte dann mal wieder was oft an dieser Stelle passiert. Die Mugo hatte eine große, lange Hauptwurzel auf der rechten Seite, die ich zwar extrem gekürzt habe, aber als etwa die Hälfte der Wurzeln abgeschnitten vor mir lagen, habe ich mich nicht getraut weiter zu schneiden. Das Resultat: der Baum steht nicht nah genug am Felsen, denn ich musste rechts noch eine starke Rest-Wurzel unterbringen.
Mein bisheriger Lösungsansatz: das Auge mittels Figuren ablenken
Eine Änderung des Betrachtungswinkels verkleinert die Lücke zwar ein wenig, aber so ganz zufrieden bin ich noch nicht. Momentan denke ich darüber nach die Lücke ein wenig zu hinterpflanzen, bin mir aber noch nicht schlüssig womit.
Heute beim Fotografieren habe ich zum ersten Mal bedauert, dass ich keine vernünftige Fotoecke habe. Einen Suiban von Peter Krebs vor meiner alten Fachwerkwand zu fotografieren hat schon fast etwas von einem Sakrileg. Tut mir leid, aber ich habe einfach keinen Platz.
Hat jemand eine zündende Idee für das Verkleinern der Lücke oder sonstige Verbesserungsvorschläge ? Dann los !
Liebe Grüße
Heike
Also war ich im letzten Oktober gezielt einkaufen. Schon den ganzen Winter habe ich mich auf dieses Projekt gefreut.
Zutaten: eine kleine Mugo, ein Felsen, ein Suiban, Keto, Akadama, Moos, Vogelsand und schönes Wetter
Leider passierte dann mal wieder was oft an dieser Stelle passiert. Die Mugo hatte eine große, lange Hauptwurzel auf der rechten Seite, die ich zwar extrem gekürzt habe, aber als etwa die Hälfte der Wurzeln abgeschnitten vor mir lagen, habe ich mich nicht getraut weiter zu schneiden. Das Resultat: der Baum steht nicht nah genug am Felsen, denn ich musste rechts noch eine starke Rest-Wurzel unterbringen.
Mein bisheriger Lösungsansatz: das Auge mittels Figuren ablenken
Eine Änderung des Betrachtungswinkels verkleinert die Lücke zwar ein wenig, aber so ganz zufrieden bin ich noch nicht. Momentan denke ich darüber nach die Lücke ein wenig zu hinterpflanzen, bin mir aber noch nicht schlüssig womit.
Heute beim Fotografieren habe ich zum ersten Mal bedauert, dass ich keine vernünftige Fotoecke habe. Einen Suiban von Peter Krebs vor meiner alten Fachwerkwand zu fotografieren hat schon fast etwas von einem Sakrileg. Tut mir leid, aber ich habe einfach keinen Platz.
Hat jemand eine zündende Idee für das Verkleinern der Lücke oder sonstige Verbesserungsvorschläge ? Dann los !
Liebe Grüße
Heike
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- hopplamoebel
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Re: Saikei 2. Versuch
Moin Heike,
ein interessantes Projekt - würde mir auch Spaß machen
Wenn ich den tollen Felsen sehe, bezweifel ich allerdings das Prädikat "kostengünstiges Material"
Für mich bräuchte es noch ein oder besser zwei kleinere Felsen, die sich leicht aus der Wasserfläche erheben.
Mit Wasser könnte ich mir das Ganze auch gut vorstellen!
Drittens der Sandstrand. Irgendwie erscheint er mir wie hingestreut, ohne Bezug zu Felsen, Küste und sonstigen Gegebenheiten. Dafür habe ich aber keine "Lösung". Einfach weiter rumprobieren.
Viel Spaß weiterhin mit dem? Saikei,
Marco
P.S.: Der Hintergrund ist für die Suiban wirklich eine, ich will mal so sagen, Herausforderung ...
ein interessantes Projekt - würde mir auch Spaß machen
Wenn ich den tollen Felsen sehe, bezweifel ich allerdings das Prädikat "kostengünstiges Material"
Für mich bräuchte es noch ein oder besser zwei kleinere Felsen, die sich leicht aus der Wasserfläche erheben.
Mit Wasser könnte ich mir das Ganze auch gut vorstellen!
Drittens der Sandstrand. Irgendwie erscheint er mir wie hingestreut, ohne Bezug zu Felsen, Küste und sonstigen Gegebenheiten. Dafür habe ich aber keine "Lösung". Einfach weiter rumprobieren.
Viel Spaß weiterhin mit dem? Saikei,
Marco
P.S.: Der Hintergrund ist für die Suiban wirklich eine, ich will mal so sagen, Herausforderung ...
So ist nun weder der etwas, der pflanzt, noch der begießt, sondern Gott, der das Gedeihen gibt.
- abardo
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Re: Saikei 2. Versuch
Hi Heike,
Der Bogen des Stammes passt so schön in den Bogen des Felsens. Die Chance solltest du auf jeden Fall nutzen. Ansonten würd ich die Deko weglassen und den Suiban lieber komplett mit Sand auffüllen.
Der Suiban ist ja wieder mal ganz was Feines von Peter.
Den Felsen hinten mit der Flex so bearbeiten, dass du die Wurzel im Felsen unterbringen kannst ?HeikeV hat geschrieben: Hat jemand eine zündende Idee für das Verkleinern der Lücke oder sonstige Verbesserungsvorschläge ? Dann los !
Der Bogen des Stammes passt so schön in den Bogen des Felsens. Die Chance solltest du auf jeden Fall nutzen. Ansonten würd ich die Deko weglassen und den Suiban lieber komplett mit Sand auffüllen.
Der Suiban ist ja wieder mal ganz was Feines von Peter.
Re: Saikei 2. Versuch
Hallo Marco,
Vielen Dank für deine Denkanstösse. Ich bin irgendwie noch nicht fertig mit diesem Projekt und freue mich über jeden Input.
Liebe Grüße
Heike
mir macht es riesigen Spaß mit dem Material zu tüffteln, Betrachtungswinkel zu ändern, Dinge wieder umzustellen..........da kann ich mich den ganzen Tag mit beschäftigen.hopplamoebel hat geschrieben: ein interessantes Projekt - würde mir auch Spaß machen![]()
War nicht ganz so schlimm wie du denkst. Ich kenne da einen ganz tollen Händler !Wenn ich den tollen Felsen sehe, bezweifel ich allerdings das Prädikat "kostengünstiges Material"![]()
Muss ich mal durchspielen. Ich wollte den Sandstrand eigentlich als farblichen Kontrast, denn der Felsen hat einen Blauton und das sieht ein wenig langweilig aus zum blauen Suiban.Für mich bräuchte es noch ein oder besser zwei kleinere Felsen, die sich leicht aus der Wasserfläche erheben.
Mit Wasser könnte ich mir das Ganze auch gut vorstellen!
Voll erwischt ! Den habe ich da tatsächlich hingestreut.Drittens der Sandstrand. Irgendwie erscheint er mir wie hingestreut, ...........
Also, ich finde das eine sehr diplomatische Ausdrucksweise.Der Hintergrund ist für die Suiban wirklich eine, ich will mal so sagen, Herausforderung ...
Vielen Dank für deine Denkanstösse. Ich bin irgendwie noch nicht fertig mit diesem Projekt und freue mich über jeden Input.
Liebe Grüße
Heike
Taten geht das Wort voraus,
Worten die Gedanken.
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Re: Saikei 2. Versuch
Hallo Frank,
Hat mir auch spontan gefallen. Inzwischen habe ich gehört, dass Peter gar nicht so viele davon hergestellt hat.
Vielen Dank für deine Anregungen !
Liebe Grüße
Heike
tja, was soll ich sagen ? Frauenhandtasche eben.... Lippenstift und Kreditkarte immer griffbereit, aber nirgends eine Flex zu finden ! Müsste wohl auch eine Kleine sein, denn so groß ist das Ganze gar nicht. Der Suiban hat eine Länge von 35 cm.abardo hat geschrieben: Den Felsen hinten mit der Flex so bearbeiten, dass du die Wurzel im Felsen unterbringen kannst ?
Ganz genau ! Und deshalb möchte ich die Gestaltung auch nicht so lassen. Ich würde mich sonst wohl jedes Mal ärgern, wenn ich am Regal vorbei komme. Allerdings hatte ich auch noch nie eine Mugo. Kann ich die morgen noch mal gefahrlos hoch nehmen ? Ich möchte versuchen einen Teil des Felsens raus zu brechen, um die Wurzel unterbringen zu können. Kann man da nicht auch einen Dremel ( so was besitze ich ) mit der richtigen Trennscheibe nehmen ? Nicht das ich wüsste wie die aussieht, aber da kann ich probieren was funktioniert.Der Bogen des Stammes passt so schön in den Bogen des Felsens. Die Chance solltest du auf jeden Fall nutzen.
Der Suiban ist ja wieder mal ganz was Feines von Peter.
Hat mir auch spontan gefallen. Inzwischen habe ich gehört, dass Peter gar nicht so viele davon hergestellt hat.
Vielen Dank für deine Anregungen !
Liebe Grüße
Heike
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Re: Saikei 2. Versuch
Hi,
ob das mit Dremel und Trennscheibe geht, kann ich so von Ferne nicht sagen. Die Trennscheiben sind wahrscheinlich braun (das wäre wohl eher für Holz) und nicht schwarz (da vermute ich dann mal Stein). DIe Frage ist halt auch, wasa da für ein Stein ist. Beton mit Kiesel ?
Oder eher Richtung Sandstein (dann reicht auch deine Nagelfeile).
Bei den Wurzeln einer Mugo wär ich schon lieber vorsichtig, aber nochmal im Ballen umsetzen und die eine Wurzel ausrichten schadet der nicht wirklich ...
Nochwas: geh dochmal mit einer grossen Giesskanne rüber (sprich: Platzregen simulieren), das wird dann schwierig mit dem "Strand" ...
ob das mit Dremel und Trennscheibe geht, kann ich so von Ferne nicht sagen. Die Trennscheiben sind wahrscheinlich braun (das wäre wohl eher für Holz) und nicht schwarz (da vermute ich dann mal Stein). DIe Frage ist halt auch, wasa da für ein Stein ist. Beton mit Kiesel ?
Oder eher Richtung Sandstein (dann reicht auch deine Nagelfeile).
Bei den Wurzeln einer Mugo wär ich schon lieber vorsichtig, aber nochmal im Ballen umsetzen und die eine Wurzel ausrichten schadet der nicht wirklich ...
Nochwas: geh dochmal mit einer grossen Giesskanne rüber (sprich: Platzregen simulieren), das wird dann schwierig mit dem "Strand" ...
Re: Saikei 2. Versuch
Guten Morgen, Heike,
da ich mich seit einiger Zeit auch mit solchen Saikei/Felsenpflanzungen beschäftige, interessiert mich das Thema sehr.
Zur Stellung des Baums wurde ja eigentlich Alles gesagt.
Von mir nur ein Vorschlag zur Bearbeitung des Steins:
So eine Flex rutscht der/dem Ungeübten gerade bei hartem Felsgestein leicht weg. Nimm stattdessen einen Steinbohrer (den gibts auch für Dremel) und bohre ein paar Löcher da, wo Material weg muss. Dann kannst Du die Stege zwischen den Löchern "bequem" mit einem Schraubenzieher ausbrechen/aushebeln. Nicht zu tief, sonst klappts nicht - lieber in kleinen Schritten, dann ist das Loch leichter formbar.
Noch eine Anregung:
Ich(!) fände es schön, wenn auf dem Felsen an manchen Stellen etwas Moos wachsen würde.
In so einem Fall vermische ich fein geschnittenes trockenes Moos reichlich mit Keto und schmiere die gewünschten Stellen damit ein. Das gewährleistet das Anwachsen eher als wenn man einfach fertige Moospolster auf den Stein überträgt.
Beim Giessen immer wieder mal einen Schwall drüber, dann wirds allmählich grün
Viel Erfolg weiterhin - ich lese mit.
Gruss Hanno
da ich mich seit einiger Zeit auch mit solchen Saikei/Felsenpflanzungen beschäftige, interessiert mich das Thema sehr.
Zur Stellung des Baums wurde ja eigentlich Alles gesagt.
Von mir nur ein Vorschlag zur Bearbeitung des Steins:
So eine Flex rutscht der/dem Ungeübten gerade bei hartem Felsgestein leicht weg. Nimm stattdessen einen Steinbohrer (den gibts auch für Dremel) und bohre ein paar Löcher da, wo Material weg muss. Dann kannst Du die Stege zwischen den Löchern "bequem" mit einem Schraubenzieher ausbrechen/aushebeln. Nicht zu tief, sonst klappts nicht - lieber in kleinen Schritten, dann ist das Loch leichter formbar.
Noch eine Anregung:
Ich(!) fände es schön, wenn auf dem Felsen an manchen Stellen etwas Moos wachsen würde.
In so einem Fall vermische ich fein geschnittenes trockenes Moos reichlich mit Keto und schmiere die gewünschten Stellen damit ein. Das gewährleistet das Anwachsen eher als wenn man einfach fertige Moospolster auf den Stein überträgt.
Beim Giessen immer wieder mal einen Schwall drüber, dann wirds allmählich grün
Viel Erfolg weiterhin - ich lese mit.
Gruss Hanno
Re: Saikei 2. Versuch
Hallo Heike,
ein wirklich schöner 2. Versuch.
Das die Mugo näher an den Fels muss ist wohl klar. Wäre es da nicht möglich dieses rechte Wurzelpaket hinter dem aufgehenden Felsen vorbei zu führen? Das Wurzel-/Erdpaket kann ja hinten am Felsen "kleben".
ein wirklich schöner 2. Versuch.
Das die Mugo näher an den Fels muss ist wohl klar. Wäre es da nicht möglich dieses rechte Wurzelpaket hinter dem aufgehenden Felsen vorbei zu führen? Das Wurzel-/Erdpaket kann ja hinten am Felsen "kleben".
Grüße aus dem sonnigen Baden
Gary
Arbeitskreis Karlsruhe
AK-Treffen jeden 1. Samstag im Monat
Gary
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Re: Saikei 2. Versuch
Moin Harald,Gary hat geschrieben:
Das die Mugo näher an den Fels muss ist wohl klar. Wäre es da nicht möglich dieses rechte Wurzelpaket hinter dem aufgehenden Felsen vorbei zu führen? Das Wurzel-/Erdpaket kann ja hinten am Felsen "kleben".
genau das werde ich gleich versuchen, aber dazu muss ich dem Felsen eine kleine Mulde abgewinnen. Sonst komme ich mit der Mugo zu hoch und die Proportionen stimmen wieder nicht. Dort wo er jetzt steht, hat der Fels eine Mulde. So eine bräuchte ich hinten auch. Mal schauen, ob ich da was ab bekomme.
Liebe Grüße
Heike
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Re: Saikei 2. Versuch
So, hier haben wir jetzt den 2. Versuch des zweiten Versuchs.
Ich weiß nicht so genau woraus dieser Felsen hergestellt ist, aber ich kann quarzhaltige Steine und irgendeine Gießmasse unterscheiden. Aus dieser Gießmasse ließen sich mit der Jin-Zange kleine Stücke entfernen. So konnte ich mir rechts langsam eine kleine Pflanzmulde in den Felsen knabbern. Das war mir lieber als durch ungeschickte Handhabung eines Dremels den Felsen zu zerstören. Aber immerhin weiß ich jetzt wozu die verschieden farbigen Trennscheiben da sind. Ich habe noch jede Menge Ideen und im Winter viele Steine gesammelt.
So sieht das Ganze jetzt aus:
Die Mugo schmiegt sich besser an den Felsen und der so entstandene Freiraum links des Baumes gefällt mir auch recht gut. Schlicht und mit Wasser gefüllt finde ich die Darstellung auch hübscher als mit Sandstrand. Außerdem kommt die Grotte so besser zur Geltung.
Und weil gerade Wasser im Suiban war, musste das Boot natürlich auch mal rein.
Als ich mit Bonsai angefangen habe, fand ich diese Figuren extrem kitschig. So was kam mir nicht in Haus ! Inzwischen habe ich mich ausgiebig mit Saikei und Penjing beschäftigt und sehe das ganz anders. Manfred schrieb mal im Forum man müsse barfuß durch China gewandert sein, um Penjing zu verstehen. Ob das hilft weiß ich nicht, aber man muss sich schon mit chinesischer Kunst und Philosophie beschäftigen, um einen Zugang zu dieser Art der Gestaltung zu finden. Penjing erzählen Geschichten, sind oft Baum gewordene Gedichte. Da hilft so eine gut platzierte Figur schon mal den Inhalt zu vermitteln. Aber nur dazu sollten sie dienen. Leider werden oft kitschig, bunte Figuren wahllos platziert. Das mag ich auch nicht. Aber so eine kleine Lanze für chinesische Gestaltungen möchte ich an dieser Stelle schon brechen. Wenn man sich darauf einlassen kann, eröffnet sich einem eine andere Welt, die sehr kreativ ist. Wer neugierig geworden ist: Quingquan Zhao hat wunderbare Bücher geschrieben.
Hanno, ich habe auch schon über deinen Vorschlag mit der Bemoosung des Felsens nachgedacht. Erstmal muss ich bangen, dass die Mugo es schafft, denn heute konnte ich die Befestigungsdrähte des kleinen Baums nicht mehr benutzen. Er muss jetzt als frei in Keto und Akadama wurzeln. Dazu habe ich ihn schon aus dem Wind nehmen müssen. Wenn er das Gröbste geschafft hat, habe ich auch wieder jede Menge Moos im Garten und kann da mal ein paar Stücke provisorisch befestigen. Mal sehen wie das dann aussieht.
Liebe Grüße
Heike
Ich weiß nicht so genau woraus dieser Felsen hergestellt ist, aber ich kann quarzhaltige Steine und irgendeine Gießmasse unterscheiden. Aus dieser Gießmasse ließen sich mit der Jin-Zange kleine Stücke entfernen. So konnte ich mir rechts langsam eine kleine Pflanzmulde in den Felsen knabbern. Das war mir lieber als durch ungeschickte Handhabung eines Dremels den Felsen zu zerstören. Aber immerhin weiß ich jetzt wozu die verschieden farbigen Trennscheiben da sind. Ich habe noch jede Menge Ideen und im Winter viele Steine gesammelt.
So sieht das Ganze jetzt aus:
Die Mugo schmiegt sich besser an den Felsen und der so entstandene Freiraum links des Baumes gefällt mir auch recht gut. Schlicht und mit Wasser gefüllt finde ich die Darstellung auch hübscher als mit Sandstrand. Außerdem kommt die Grotte so besser zur Geltung.
Und weil gerade Wasser im Suiban war, musste das Boot natürlich auch mal rein.
Als ich mit Bonsai angefangen habe, fand ich diese Figuren extrem kitschig. So was kam mir nicht in Haus ! Inzwischen habe ich mich ausgiebig mit Saikei und Penjing beschäftigt und sehe das ganz anders. Manfred schrieb mal im Forum man müsse barfuß durch China gewandert sein, um Penjing zu verstehen. Ob das hilft weiß ich nicht, aber man muss sich schon mit chinesischer Kunst und Philosophie beschäftigen, um einen Zugang zu dieser Art der Gestaltung zu finden. Penjing erzählen Geschichten, sind oft Baum gewordene Gedichte. Da hilft so eine gut platzierte Figur schon mal den Inhalt zu vermitteln. Aber nur dazu sollten sie dienen. Leider werden oft kitschig, bunte Figuren wahllos platziert. Das mag ich auch nicht. Aber so eine kleine Lanze für chinesische Gestaltungen möchte ich an dieser Stelle schon brechen. Wenn man sich darauf einlassen kann, eröffnet sich einem eine andere Welt, die sehr kreativ ist. Wer neugierig geworden ist: Quingquan Zhao hat wunderbare Bücher geschrieben.
Hanno, ich habe auch schon über deinen Vorschlag mit der Bemoosung des Felsens nachgedacht. Erstmal muss ich bangen, dass die Mugo es schafft, denn heute konnte ich die Befestigungsdrähte des kleinen Baums nicht mehr benutzen. Er muss jetzt als frei in Keto und Akadama wurzeln. Dazu habe ich ihn schon aus dem Wind nehmen müssen. Wenn er das Gröbste geschafft hat, habe ich auch wieder jede Menge Moos im Garten und kann da mal ein paar Stücke provisorisch befestigen. Mal sehen wie das dann aussieht.
Liebe Grüße
Heike
Taten geht das Wort voraus,
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Worten die Gedanken.
Re: Saikei 2. Versuch
Zum Thema Saikei und kostengünstig ein Foto für dich, Marco:hopplamoebel hat geschrieben:
Wenn ich den tollen Felsen sehe, bezweifel ich allerdings das Prädikat "kostengünstiges Material"![]()
Als ich in Günter Becks Bonsaigarten mit dem Felsen in der Hand einen passenden Baum gesucht habe, ist mir auch dieser kleine Dreispitzahorn über den Weg gelaufen. Der musste einfach mit. Heike vG hat mir dann geholfen den Struwelpeter zu sortieren und nun brauchte er einen Platz zum Wachsen. Die Schale lag rum, ein Stein fand sich auch schnell und Moos habe ich genug. Also mal ganz schnell ein kleines Saikei gebastelt. Die Schale passt auf meine Handfläche. Ich finde es wirklich eine sehr nette Art junges Grünzeug zu repräsentieren.
Liebe Grüße
Heike
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Re: Saikei 2. Versuch
Hallo Heike,
WOW !!!
Was für eine Entwicklung an nur einem Tag!
Die neue Gestaltung gefällt mir jetzt wirklich gut, gratuliere zu dem schönen Ergebnis!
Aber!!!
Und wenn es ein "hässlicher" Draht um den ganzen Felsen herum ist - für ein Jahr - aber die Mugo lebt! Das wäre doch wirklich besser.
Was ist schon ein Jahr bei Bonsai?
WOW !!!
Was für eine Entwicklung an nur einem Tag!
Die neue Gestaltung gefällt mir jetzt wirklich gut, gratuliere zu dem schönen Ergebnis!
Aber!!!
Liebe Heike, bitte nicht bangen sondern befestigen!HeikeV hat geschrieben:...Erstmal muss ich bangen, dass die Mugo es schafft...
Und wenn es ein "hässlicher" Draht um den ganzen Felsen herum ist - für ein Jahr - aber die Mugo lebt! Das wäre doch wirklich besser.
Was ist schon ein Jahr bei Bonsai?
Grüße
Monika
Monika
- hopplamoebel
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- Registriert: 18.05.2014, 22:08
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Re: Saikei 2. Versuch
Moin Heike,
ich schließe mich Monika an: Tolle Entwicklung für EINEN Tag
Mit Wasser und Grotte gefällt es mir schon richtig gut!
Zu den Figuren und Objekten hast Du ja schon geschrieben: Entweder man hat dazu einen Zugang oder nicht ...
Das Dir das einen riesen Spaß macht, kann ich gut nachvollziehen! So ging es mir auch mit meinem Poti-Wald, der ja etwas in Richtung Penjing gehen soll. Alles ist im Fluß und im Laufe der letzten Jahre hat sich der Ursprungszustand sehr verändert. So wird es Dir bestimmt auch gehen:
Heute begeistert, morgen schon wieder eine neue Idee, übermorgen umgesetzt ...
Viel Spaß weiterhin und ich bin gespannt wie sich die Geschichte entwickelt,
marco
ich schließe mich Monika an: Tolle Entwicklung für EINEN Tag
Mit Wasser und Grotte gefällt es mir schon richtig gut!
Zu den Figuren und Objekten hast Du ja schon geschrieben: Entweder man hat dazu einen Zugang oder nicht ...
Das Dir das einen riesen Spaß macht, kann ich gut nachvollziehen! So ging es mir auch mit meinem Poti-Wald, der ja etwas in Richtung Penjing gehen soll. Alles ist im Fluß und im Laufe der letzten Jahre hat sich der Ursprungszustand sehr verändert. So wird es Dir bestimmt auch gehen:
Heute begeistert, morgen schon wieder eine neue Idee, übermorgen umgesetzt ...
Viel Spaß weiterhin und ich bin gespannt wie sich die Geschichte entwickelt,
marco
So ist nun weder der etwas, der pflanzt, noch der begießt, sondern Gott, der das Gedeihen gibt.
Re: Saikei 2. Versuch
Liebe Monika,
du hast vollkommen recht, ich werde die Mugo wohl erstmal anbinden oder fest drahten müssen. Den Baum möchte ich nicht verlieren.
Marco,
es stimmt. Man ist nie fertig und hat immer neue Ideen, die dringend umgesetzt werden müssen !
Bonsai eben.
Liebe Grüße
Heike
du hast vollkommen recht, ich werde die Mugo wohl erstmal anbinden oder fest drahten müssen. Den Baum möchte ich nicht verlieren.
Marco,
es stimmt. Man ist nie fertig und hat immer neue Ideen, die dringend umgesetzt werden müssen !
Liebe Grüße
Heike
Taten geht das Wort voraus,
Worten die Gedanken.
Worten die Gedanken.


