Testen auf erfolgreiche Bohrpfropfung
- Bonsai-Abbing
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Testen auf erfolgreiche Bohrpfropfung
Hallo,
der Ast meiner Bohrpfropfung im oberen Bereich einer Linde sieht vielversprechend und gelungen aus. Er soll auch nicht dicker werden und ich möchte trennen.
Da hab' ich mir gedacht, bevor ich ihn hinten abschneide, wäre doch ein Test sinnvoll, ob er wirklich angewachsen ist. Die Tochterpflanze ist ein 2/3-jähriger Sämling in separatem Topf. Wenn ich den jetzt nicht mehr giesse, müsste ich doch bald erkennen können, ob der gebohrpfropfte Ast durch meine Linde, oder noch durch die Tochter versorgt wird. Was denkt ihr?
der Ast meiner Bohrpfropfung im oberen Bereich einer Linde sieht vielversprechend und gelungen aus. Er soll auch nicht dicker werden und ich möchte trennen.
Da hab' ich mir gedacht, bevor ich ihn hinten abschneide, wäre doch ein Test sinnvoll, ob er wirklich angewachsen ist. Die Tochterpflanze ist ein 2/3-jähriger Sämling in separatem Topf. Wenn ich den jetzt nicht mehr giesse, müsste ich doch bald erkennen können, ob der gebohrpfropfte Ast durch meine Linde, oder noch durch die Tochter versorgt wird. Was denkt ihr?
- bock
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Re: Testen auf erfolgreiche Bohrpfropfung
Ich denke, du solltest bei diesem Versuch mit ausreichend Getränkevorrat nonstop neben deiner Linde sitzen bleiben. Wenn die Triebspitze anfängt durchzuhängen, könnten die Wurzeln des Sämlings bereits die Mitarbeit endgültig eingestellt haben...
Ist der Ast denn jenseits der Pfropfung schon dicker als auf Seiten des Sämlings?
By the way, wie wir Franzosen sagen - ich selbst habe noch garnix gepfropft, also nicht dass du jetzt denkst hier schreibt ein Experte...
Dennoch meine ich, wenn der distale Astdurchmesser größer ist als das ursprüngliche Bohrloch, kann die Versorgung durch den Sämling nicht mehr essenziell sein.
Oder so...
Ist der Ast denn jenseits der Pfropfung schon dicker als auf Seiten des Sämlings?
By the way, wie wir Franzosen sagen - ich selbst habe noch garnix gepfropft, also nicht dass du jetzt denkst hier schreibt ein Experte...
Dennoch meine ich, wenn der distale Astdurchmesser größer ist als das ursprüngliche Bohrloch, kann die Versorgung durch den Sämling nicht mehr essenziell sein.
Oder so...
liebe Grüße Andreas
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Re: Testen auf erfolgreiche Bohrpfropfung
Ich würde sagen, der Durchmesser ist noch recht gleich. Müsste ich messen.
Re: Testen auf erfolgreiche Bohrpfropfung
Laut Lehrbuch sollte der neue Ast - wenn vom Baum versorgt - deutlich dicker sein, als sein Ursprung.
Ich würde da keine Experimente machen und lieber bis zum nächsten Jahr warten.
Bonsai => GEDULD ...aber wem sag ich das...
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Tschüüss, Michael
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Re: Testen auf erfolgreiche Bohrpfropfung
Hehe, Geduld, ja. 
Geht mir eher darum, dass der Ast nicht zu stark wird, der hat schon sehr ordentlich zugelegt.
Geht mir eher darum, dass der Ast nicht zu stark wird, der hat schon sehr ordentlich zugelegt.
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Re: Testen auf erfolgreiche Bohrpfropfung
Ich habe mal ein Foto gemacht. Beide Astenden passen nicht auf ein Foto, aber die Eintrittsseite sieht fast genauso aus:
Re: Testen auf erfolgreiche Bohrpfropfung
Du könntest ihn vielleicht schon etwas kürzen, damit er nich zu stark wächst, aber trotzdem noch nicht abtrennen, lieber noch 1 Jahr warten. Sicher ist Sicher!
Grüße
Monika
Monika
Re: Testen auf erfolgreiche Bohrpfropfung
Hallo Frank
Bei meinen Bohrpfropfungen schwäche ich auf der Eintrittsseite durch Einschnürung, Entlaubung oder teilweisen Entrindung.
Natürlich erst wenn auf der Austrittseite gutes Wachstum zu sehen ist.
mfg
Bodo.P.
Bei meinen Bohrpfropfungen schwäche ich auf der Eintrittsseite durch Einschnürung, Entlaubung oder teilweisen Entrindung.
Natürlich erst wenn auf der Austrittseite gutes Wachstum zu sehen ist.
mfg
Bodo.P.
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Re: Testen auf erfolgreiche Bohrpfropfung
Danke, das sind gute Vorschläge von euch! Werde ich genauso anwenden. 
Re: Testen auf erfolgreiche Bohrpfropfung
Ich werde zukünftig auch lieber so vorgehen, wie Bodo.
Ich hatte Anfang 2016 eine Bohrpfropfung an meiner Manna Esche vorgenommen. Der neue Ast zeigte enormes Wachstum, er war Ende des Jahres schon doppelt so dick, wie sein Ursprung und voll angewachsen. Diese Frühjahr habe ich ihn dann abgetrennt und auf zwei Augen zurückgeschnitten. Er hat es leider nicht gepackt, warum auch immer.
Meine einzige Erklärung ist, dass an dieser Stelle nicht mehr genug Kambium vorhanden war, wegen diverser Narben in der Nähe.
Deshalb kam vielleicht in diesem Stammbereich auch kein natürlicher Austrieb mehr, im Gegensatz zu verschiedenen anderen Stellen am Stamm. Außerdem ist oberhalb vor 2 Jahren dort sogar ein normaler Ast abgestorben. Aber warum ist der Pfropfast dann so extrem dick geworden auf der einen Seite?
Jetzt muss ich mir für diese Seite etwas einfallen lassen, da fehlt definitiv ein Ast.....
Hier mal ein Bild direkt nach der Bohrung. Leider habe ich kein Bild mehr von der Verdickung und nach der Kappung.
Liebe Grüße,
Barbara
Ich hatte Anfang 2016 eine Bohrpfropfung an meiner Manna Esche vorgenommen. Der neue Ast zeigte enormes Wachstum, er war Ende des Jahres schon doppelt so dick, wie sein Ursprung und voll angewachsen. Diese Frühjahr habe ich ihn dann abgetrennt und auf zwei Augen zurückgeschnitten. Er hat es leider nicht gepackt, warum auch immer.
Meine einzige Erklärung ist, dass an dieser Stelle nicht mehr genug Kambium vorhanden war, wegen diverser Narben in der Nähe.
Deshalb kam vielleicht in diesem Stammbereich auch kein natürlicher Austrieb mehr, im Gegensatz zu verschiedenen anderen Stellen am Stamm. Außerdem ist oberhalb vor 2 Jahren dort sogar ein normaler Ast abgestorben. Aber warum ist der Pfropfast dann so extrem dick geworden auf der einen Seite?
Jetzt muss ich mir für diese Seite etwas einfallen lassen, da fehlt definitiv ein Ast.....
Hier mal ein Bild direkt nach der Bohrung. Leider habe ich kein Bild mehr von der Verdickung und nach der Kappung.
Liebe Grüße,
Barbara
"Sorge Dich um den Beifall der Leute, und Du wirst ihr Gefangener sein." LAOTSE
Re: Testen auf erfolgreiche Bohrpfropfung
Auch bei deutlich sichtbaren Dickenwachstums ist ein Jahr vielleicht einfach noch zu wenig.
Nach einer Bohrpfropfung im Frühjahr 2015 an einer Prunus Mahaleb war der Austriebsast tatsächlich schon nach einem Jahr fast doppelt so dick wie an der Eintrittsstelle. Man konnte aber feststellen, dass er unmittelbar am Bohrlich noch etwas wackelte - daher lieber noch ein Jahr gewartet. Jetzt habe ich im Frühjahr gekappt und alles ist gut gegangen....
Herbert A hat in diesem Thread übrigens die Bohrpfropfung an einer Birke recht anschaulich erklärt:
viewtopic.php?f=9&t=16661&start=15
(das ist auch sonst eine gute Baumstory, lohnt sich anzugucken)
Nach einer Bohrpfropfung im Frühjahr 2015 an einer Prunus Mahaleb war der Austriebsast tatsächlich schon nach einem Jahr fast doppelt so dick wie an der Eintrittsstelle. Man konnte aber feststellen, dass er unmittelbar am Bohrlich noch etwas wackelte - daher lieber noch ein Jahr gewartet. Jetzt habe ich im Frühjahr gekappt und alles ist gut gegangen....
Herbert A hat in diesem Thread übrigens die Bohrpfropfung an einer Birke recht anschaulich erklärt:
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(das ist auch sonst eine gute Baumstory, lohnt sich anzugucken)
think pink
www.misimiez.eu
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Re: Testen auf erfolgreiche Bohrpfropfung
Danke für eure Berichte!
Bei meiner Bohrpfropfung wackelt nichts mehr. Der verwendete Ast ist schon fast 3 mal so dick wie beim Start der Pfropfung Anfang März.
Bei meiner Bohrpfropfung wackelt nichts mehr. Der verwendete Ast ist schon fast 3 mal so dick wie beim Start der Pfropfung Anfang März.
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Re: Testen auf erfolgreiche Bohrpfropfung
Seit einigen Tagen erfolgreich getrennt! 
Re: Testen auf erfolgreiche Bohrpfropfung
Vielleicht noch ein Tipp von mir, den ich generell beim Abtrennen von Ablaktionen anwende: im ersten Schritt kneife ich mit einer Knospenzange auf der Spenderseite ein Stück aus dem Zweig heraus, bis etwa zur Hälfte des Durchmessers. Dann kommt Wundknete drauf. Ein paar Wochen später trenne ich dann vollständig ab.
LG, Heike
LG, Heike
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Re: Testen auf erfolgreiche Bohrpfropfung
Danke auch für deinen Trick, Heike! Ich hatte an beiden Seiten ein Eckchen rausgekniffen.
Ich habe eine weitere Bohrpfropfung vorgenommen an einem Cornus mas, die wird dann hoffentlich routinierter verlaufen.
Ich habe eine weitere Bohrpfropfung vorgenommen an einem Cornus mas, die wird dann hoffentlich routinierter verlaufen.


