Entwicklung einer Besen-Ulme

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mydear
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Re: Entwicklung einer Besen-Ulme

Beitrag von mydear » 13.11.2017, 10:44

Stefan72 hat geschrieben:
13.11.2017, 10:21
ich bin auch gespannt, wie es im Frühling dann weiter geht. Das könnte eine feine Langzeitstudie werden. Wird bestimmt interessant.

...wenn nicht vorher der Blitz einschlägt; bei dem vielen Draht... *undwech*
Hallo Stefan,

bei so viel Interesse werde ich gerne in 2018 fortfahren.

... in 5 m Entfernung steht ein Hochspannungsmasten, ich betrachte ihn mal als großen Blitzableiter :lol:


Grüße
Rainer

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tokonoma
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Re: Entwicklung einer Besen-Ulme

Beitrag von tokonoma » 13.11.2017, 12:04

Hallo Stefan,
der "Faradaysche Käfig" schont den Baum.
Nur 1 Draht wäre sicherlich gefährlicher.

Ich hoffe dass der Hochspannungsmast nicht mal drauffällt *undwech*

Ciao

Rainer
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mydear
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Re: Entwicklung einer Besen-Ulme

Beitrag von mydear » 13.11.2017, 12:51

tokonoma hat geschrieben:
13.11.2017, 12:04
der "Faradaysche Käfig" schont den Baum.
Nur 1 Draht wäre sicherlich gefährlicher.
ich könnte der Ulme mal ein wenig Feuer unter dem Hintern machen, vielleicht treibt und wurzelt sie dann (noch) schneller *schock* *confused3* *schock*
tokonoma hat geschrieben:
13.11.2017, 12:04
Ich hoffe dass der Hochspannungsmast nicht mal drauffällt *undwech*
Wie war das???

Eichen sollst du weichen,
Buchen sollst du suchen,
Strommasten werden dich belasten... *confused*

Grüße
Rainer

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tokonoma
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Re: Entwicklung einer Besen-Ulme

Beitrag von tokonoma » 13.11.2017, 14:09

:lol: Rainer,
an Induktionswärme habe ich bisher nicht gedacht. Dann hast Du ja einen wärmenden Metallpulli für den kleinen gestrickt, der vom Hochspannungsmast über die Luftschnittstelle versorgt wird. Das melden wir schnell mal zum Patent an.
Und wieder schnell *undwech*
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Max L
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Re: Entwicklung einer Besen-Ulme

Beitrag von Max L » 13.11.2017, 21:52

abardo hat geschrieben:
29.09.2017, 10:29
Hi,

CDs sind nicht wirklich geeignet. Sind zu flexibel, halten Druck nicht wirklich Stand und ob die Beschichtung nicht eventuell giftig ist, müsste man auch erstmal raussuchen
Wenn ich nicht irre berichtet Harry Harrington in einem seiner Bücher von positiven Resultaten mit dieser Methode. Frank, hast du Erfahrungswerte mit der CD?

Grüße, Max

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abardo
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Re: Entwicklung einer Besen-Ulme

Beitrag von abardo » 14.11.2017, 08:33

Ja, ich hab mal eine bei einem gekauften Baum im Substrat gefunden.
War in viele kleine Teile zerbrochen und die Beschichtung war verfärbt, teilweise abgelöst und aufgerollt und konnte man mit dem Finger abwischen.
Grüße, Frank
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mydear
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Re: Entwicklung einer Besen-Ulme

Beitrag von mydear » 21.04.2018, 21:52

*updated*
Der kleine Besenanwärter hat das Umpflanzen im Spätherbst gut weggesteckt. Für die kurze Zeit -immerhin wurde das Projekt erst vor gut einem Jahr begonnen- bin ich mit der bisherigen Entwicklung sehr zufrieden. Ein wichtiges Ziel ist die Kopfwunde zu verschließen. Dazu einen steilen nach oben ragenden Rasierpinsel aufzubauen um die Verdickung der Schnittstelle möglichst dezent zu halten.

2018-04-21 -1.jpg
21. April
2018-04-21 -2.jpg
2018-04-21 -3.jpg
2018-04-21 -4.jpg
Kappstelle von oben

Bild



Grüße
Rainer

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Re: Entwicklung einer Besen-Ulme

Beitrag von mydear » 02.06.2018, 23:31

So ging es weiter:

die Ulme treibt kräftig aus, bekommt einen ersten Rückschnitt. Vor allem an der Kappstelle wurden recht horizontal herauswachsende Triebe entfernt.
Weiterer Rückschnitt Ende Mai. Ich bin ganz zufrieden mit dem Fortschritt.

2018-04-30 oben.jpg
30. April 2018: nach 1. Rückschnitt
2018-06-02 .jpg
02. Juni 2018: nach 2. Rückschnitt Ende Mai treiben bereits erste Knospen nach.
2018-06-02 oben.jpg
Kappstelle von oben: wächst nur langsam zusammen. Direkt aus der Mitte sprießt ein neuer Wunschtrieb. Den werde ich frei wachsen lassen.

Grüße
Rainer

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Re: Entwicklung einer Besen-Ulme

Beitrag von bonsaiheiner » 03.06.2018, 12:37

mydear hat geschrieben:
02.06.2018, 23:31
...
Weiterer Rückschnitt Ende Mai. Ich bin ganz zufrieden mit dem Fortschritt.
---
Kannst Du auch sein, Rainer,
die langen geraden Austriebe nicht zu lang werden lassen. Korrekturen sind bis Ende/besser Mitte Juni problemlos möglich.
Dem Zusammenwachsen der Kappstelle brauchst Du keine besondere Aufmerksamkeit widmen. Das geschieht ganz von selbst.
Gruß,
Heiner
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Re: Entwicklung einer Besen-Ulme

Beitrag von mydear » 03.06.2018, 12:47

bonsaiheiner hat geschrieben:
03.06.2018, 12:37
mydear hat geschrieben:
02.06.2018, 23:31
...
Weiterer Rückschnitt Ende Mai. Ich bin ganz zufrieden mit dem Fortschritt.
---
Kannst Du auch sein, Rainer,
die langen geraden Austriebe nicht zu lang werden lassen. Korrekturen sind bis Ende/besser Mitte Juni problemlos möglich.
Dem Zusammenwachsen der Kappstelle brauchst Du keine besondere Aufmerksamkeit widmen. Das geschieht ganz von selbst.
Danke für dein Lob Heiner,

ja, die Triebe sollte ich nicht so stark wachsen lassen, auf dem letzten Foto fällt es richtig auf. Oder regelmäßig Blätter herausschneiden, dass die Triebe dezent bleiben und mehr Licht in die Krone kommt.

Gruß und schönen Sonntag
Rainer

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Re: Entwicklung einer Besen-Ulme

Beitrag von mydear » 23.09.2018, 11:07

*updated*

Im Hochbeet sieht man leider nicht viel von der Ulme. Erst mit der Handycam wird der Aufbau besser sichtbar. Sorry für die schlechten Bilder.
Die Schnittstelle ist so gut wie zugewachsen. Die Verdickung hält sich noch halbwegs in Grenzen. Mal sehen wenn das Laub ab ist.

2018-09-22 18.55.45.jpg
22. Sept 2018
2018-09-22 18.55.53.jpg
seitliche Bilder mit dem Handy zeigen Pspektiven, die sonst nicht sichtbar sind
2018-09-22 18.56.01.jpg
2018-09-22 18.56.15.jpg

Grüße
Rainer

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Re: Entwicklung einer Besen-Ulme

Beitrag von mydear » 27.09.2018, 01:23

Hier jetzt bessere Bilder:

2018-09-26 -1.jpg
2018-09-26 -1.jpg (422.63 KiB) 627 mal betrachtet
2018-09-26 -3.jpg
2018-09-26 -3.jpg (435.92 KiB) 627 mal betrachtet
2018-09-26 -4.jpg
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2018-09-26 -5.jpg
2018-09-26 -5.jpg (401.49 KiB) 627 mal betrachtet

Grüße
Rainer

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Re: Entwicklung einer Besen-Ulme

Beitrag von mydear » 20.10.2018, 00:47

Hier ein Maulbeerbaum als Vorbild für eine natürliche Besenform -
da will ich etwa hin *dance*

Grüße
Rainer
Dateianhänge
C2E1871D-876A-4E8F-8DD7-F3C34758429C.jpeg
Natürliche Besenform an einem Maulbeerbaum
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recht schlanker Stammansatz
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Re: Entwicklung einer Besen-Ulme

Beitrag von bonsaiheiner » 20.10.2018, 09:51

Hallo Rainer,
eindringlicher kann es nicht gezeigt werden: Es ist überdeutlich zu sehen, dass der Abgangswinkel der Substämme bei der Besenform ein möglichst aufstrebender sein muss/sein sollte.
Heiner
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Re: Entwicklung einer Besen-Ulme

Beitrag von mydear » 20.10.2018, 23:21

Hallo Heiner,

ja, deshalb habe ich das Foto eingestellt. Weiterhin sehe ich, dass die Primäräste sehr lang und unverzweigt sind. Würde bedeuten, dass sie ein ganzes Jahr treiben wachsen dürfen ohne geschnitten zu werden. Ob das gutgeht bei Bonsaibesen? Zumindest würde ich nicht zu viel Laub ansetzen lassen, sprich alle inneren Blätter abzupfen.

Grüße
Rainer
Ps hier noch eine Kastanie und eine gepfropfte Kirsche als Negativ-Beispiele


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Zwar senkrecht aufragende Äste, doch viel zu stark im Durchmesser und alle aus einem Punkt. Dies verursacht eine Verdickung am Stamm
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Äste wachsen zu horizontal aus einem Punkt, wirkt nicht natürlich
CCEF608F-0D44-464E-B668-C2A0D03E2FF8.jpeg (512.1 KiB) 415 mal betrachtet

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