Rohmaterial Hainbuche

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espanna
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Re: Rohmaterial Hainbuche

Beitrag von espanna »

Hallo Ralf,

um einen schönen Übergang in der Krone zu bekommen muss ja noch einiges passieren. Also 1 Zweig in der Spitze (den 3., oder 4. von oben) einfach 2-3 Jahre wachsen lassen und dann abschneiden. Die restlichen Äste weiter gestalten.
Gruß
László

"Wer arbeitet, macht Fehler."
Alfred Krupp


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mydear
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Re: Rohmaterial Hainbuche

Beitrag von mydear »

Hallo Ralf,

Glückwunsch zur rasanten Entwicklung der letzten beiden Jahre. Deine Hainbuche ist enorm kooperativ *daumen_new*

Grüße
Rainer
„I like food and sunshine and wine - preferably all three together.“
Laura Simmons

ralf72
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Re: Rohmaterial Hainbuche

Beitrag von ralf72 »

Hallo ihr Beiden,

danke für Euer positives Feedback. Ja die Hainbuche arbeitet extrem gut mit. Es ist eine super Art um Techniken zu probieren und schnelle Ergebnisse zu erreichen. Außerdem ist Rohmaterial in jeder Qualität leicht verfügbar. Ich hoffe sie arbeitet weiter so gut mit und verzeiht mir mein Tun.

@ László: Du meinst ich sollte einen Opferast an der Spitze wachsen lassen um die Verdickung zu erreichen? Ähnlich wie beim Astaufbau? Welchen Vorteil bietet das zum durchtreiben lassen der Spitze?

LG Ralf

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bock
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Re: Rohmaterial Hainbuche

Beitrag von bock »

Moin Ralf,

noch eine Meinung:

entdrahte die Spitze wieder, lass sie nächstes Jahr ungebremst durchwachsen (1)
biege Trieb (2) zur Vorderseite (also etwas nach links) und steil nach oben. Den beschneidest du nächstes Jahr regelmäßig auf Verzweigung.
Wenn die Stammverlängerung zwischen (1) und (2) dick genug ist, setzt du (1) direkt über (2) ab, Schnittfläche hinten und wiederholst die Prozedur mit (2):
Vorderseitentrieb hochdrahten, Haupttrieb durchwachsen lassen.
So bekommst du Verjüngung bei kurzen Internodien und Bewegung der Stammfortsetzung nach vorn.

Zur Verdeutlichung:
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liebe Grüße Andreas
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Speedpreacher
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Re: Rohmaterial Hainbuche

Beitrag von Speedpreacher »

Hallo,

die Empfghlungen von Bock kann ich gut nachvollziehen - achte hierbei jedoch peinlich genau darauf, dass die Schnittstellen nicht zu dicht beienanderliegen. Das gibt ziemlich häßliche Verdickungen in diesem Stammbereich, und diese Gefahr sehe ich bei dem Vorgehen. Lass daher ein wenig Luft zwischen den Schnittstellen - gefühlte 3-4-fingerbreit eher mehr.

Grüße, Tim

MerschelMarco
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Re: Rohmaterial Hainbuche

Beitrag von MerschelMarco »

Hallo Ralf,
bei so harten Schnittstellen wie hier ist es eigentlich unmöglich, die irgendwann unsichtbar zu machen.
Meiner Meinung und Erfahrung nach hilft hier nur ein optischer Trick.
Du solltest keine Stammfortführung gestalten, sondern die Krone ab der Schnittstelle auflösen, also quasi in Besenform gestalten. Gut wäre dazu, wenn man an der Rückseite an der Unterkante der Schnittstell noch einen Trieb anpfropfen könnte.

Ich habe dir das mal ganz grob hingemalt, was ich meine, das wäre in wenigen Jahren machbar.

Viele Grüße,
Marco
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ralf72
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Re: Rohmaterial Hainbuche

Beitrag von ralf72 »

Vielen Dank für Eure wertvollen Tipps. Ich werde es jetzt erstmal sacken lassen und mir mal in Ruhe ansehen was der Baum mir anbietet. Ich finde alle Vorschläge sinnig und ich werde jeden auf seine Anwendbarkeit prüfen. Nächstes Jahr im Frühjahr werde ich dann entscheiden, vielleicht bietet der Baum dann noch ein paar Triebe an, die mir die Entscheidung erleichtern
Vielen Dank für die Anregungen und das tolle Virtuell.

Lg Ralf

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