Im März 2018 wurde die Wurzel so eingekürzt, dass sie in die leichtere Kunststoffschale hinein passte.
Vorher schnitt ich die Triebe der MZ stark zurück, weil sie zu verkahlen drohten. Leider habe ich im Arbeitseifer kein Vorher-Foto gemacht.
Im Juni 2018 nahm ich diese Muschelzypresse mit auf das BFF-Sommerfest nach Heisterberg.
Bei der Baumbesprechung durch Walter Pall wurde klar, dass die beiden gleichdicken Stämme zu nahe aneinander gewachsen sind. Auch sollte die doppelspitzige Krone komplett umgewandelt werden.
Nach dieser ersten Besprechung mit Walter folgte dann die fachkundige Erstgestaltung von Gary/Harald.
Zusammen entfernten wir beide Spitzen und dann ging es darum dem rechten Stamm eine neue Spitze zu gestalten.
Da wir zufälligerweise kein Moniereisen zum Stäben in unseren Reisekoffern mitgebracht hatten, wurde kurzerhand der Besenstiel meiner betagten Kehrmaschine abgesägt und zum Stäben zweckentfremdet.
Mit Hilfe von zwei Spanndrähten bogen wir dann einen waagerecht stehenden Seitenast als neue rechte Spitze hoch.
Eine komplette Durchdrahtung der Muschelzypresse, mit Stellung des gesamtem Astwerks, steht noch an, doch möchte ich dieser MZ zuerst etwas Erholung gönnen.
Mitte Juli erschien ein verspäteter Johannistrieb an der gesamten MZ und es sah positiv aus, als ob der stark hoch gebogene rechte Seitenast die Biegung gut weggesteckt hätte. Auch dieser Ast trieb frische grüne Nadeln.
Jetzt Anfang August (wir hatten 40 Grad) wurden die neuen Triebspitzen an dem hochgebogenen Ast des rechten Stammes plötzlich matt und dann sehr schnell trocken.
Ich lockerte die Hochbiegung, um vielleicht etwas Spannung aus dem Holz zu nehmen, in der Hoffnung, das würde der Erhaltung des Triebes etwas bringen. Jedoch hat der erst im Juni 2018 hochgebogene Ast bereits jetzt, nur zwei Monate nach seiner Umstellung, die neue Position dauerhaft angenommen.
Auch das Spreitzholz (von Gary und Walter an die entsprechende Stelle gesetzt) konnte ich schon entfernen, ohne dass die Stämme in ihrer Ursprungsstellung zurückgegangen wären.
Die Muschelzypresse hatte ich nach ihrem Ausflug nach Heisterberg wieder auf ihren gewohnten halbschattigen Standort (kühle Wand, mit Efeu bewachsen) zurückgestellt.
Foto von gesunden Trieben: Foto von den im August eingetrockneten Trieben des hochgebogenen Astes:
Frage:
Mit welchen Maßnahmen kann man den geschädigten hoch gebogenen Ast unterstützen?
Die im Juli neu gebildeten Nadeln sind nun leider abgestorben, die vorjährigen Nadeln an dem Zweig zum Glück aber noch grün und glänzend. Ansonsten geht es der kompletten MZ sehr gut und sie schaut vital aus.
Auch an dieser Stelle noch mal ein herzliches Danke, für die gestalterische Hilfe von Walter Pall und Gary/Harald!
Viele Grüße in die Runde
Silke


