Wie gestaltet man abgebrochene Äste bzw. einen Durchbruch

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Michael 86
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Re: Wie gestaltet man abgebrochene Äste bzw. einen Durchbruch

Beitrag von Michael 86 » 20.05.2019, 18:56

Dominik, du hast doch sicherlich einen Baum an dem du das machen möchtest und kannst vielleicht Fotos zeigen. Dann kannst du sicherlich weitere Tipps bekommen von den Usern hier
Grüße Michael :)

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Herbert A
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Re: Wie gestaltet man abgebrochene Äste bzw. einen Durchbruch

Beitrag von Herbert A » 20.05.2019, 23:18

Hi Dominik

vielleicht hilft dir das weiter.

viewtopic.php?f=4&t=25386&p=261955&hili ... eb#p261955

Der Baum war vom Rohmaterial ausgehend zunächst eigentlich unbrauchbar oder zumindest sehr schwierig. Er stand einige Jahre unbeachtet in meinem Garten weil ich nicht wusste was ich damit anfangen soll. Eines Tages bin ich einfach beherzt ans Werk gegangen und habe den Stamm und den Stammansatz mit einer Fräse bearbeitet. Die Gestaltung des Todholzes hat sich letztendlich über 2 Jahre hingezogen bis es so aussah wie ich mir das vorgestellt habe. Man kann vorher nie genau sagen (ich zumindest) ob sich die Vorstellungen auch verwirklichen lassen. Einfach ein bissl von der Natur abschauen und probieren. Ganz verhauen kann man damit einen Baum eigentlich nicht. Es liegt in der Natur dass der Baum eine Lösung für das entstandene "Problem" sucht.

Einige Tipps die man sich vor der Bearbeitung verinnerlichen sollte:
Symetrische Linien vermeiden. Also z.B. kein rundes Loch sondern ein Loch mit Vertiefungen und einem unregelmäßigen Rand.
Bei einem Durchbruch durch den Stamm sollte auf der Rückseite nicht das selbe Loch sein wie vorne. Aber man sollte schon sehen dass da ein Durchbruch ist.
Natürlich auch auf Saftbahnen achten. Gedanklich eine Linie von einer starken Wurzel zu einem starken Ast ziehen und nach Möglichkeit diese Saftbahn nicht zur Gänze durch eine Fräsung unterbrechen. Den Durchbruch unter Umständen auf 2 Jahre verteilt anlegen damit der Baum den Saftfluss "umlenken" kann.

Stamm öffnen:
Wieder keine gerade Linie fräsen, aber auch nicht zu wild sein in der Linienführung. Zuerst gerade reinfräsen und erst nach dem wasserführenden Splintholz die Fräsung verbreitern. Dann sieht man den Rand nicht und es schaut aus als sei das Holz natürlich herausgemodert. Innen auch mal Teile nicht so weit abfräsen sondern Unregelmäßigkeiten formen.

Hier auch ein Beispiel

viewtopic.php?f=4&t=31527&p=329889&hili ... he#p329889

lg
Herbert
Schön dass es dieses Forum gibt.

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abardo
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Re: Wie gestaltet man abgebrochene Äste bzw. einen Durchbruch

Beitrag von abardo » 21.05.2019, 06:58

Es gibt ja gerade Gewitter in ganz Deutschland.

Geh einfach in ein, zwei Tagen in den Wald und sammel dir ein paar tote, abgebrochene Äste von den Baumarten ein, bei denen du Totholz gestalten willst. Dann einfach nur kopieren ...
Grüße, Frank
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