Eiben Projekt

Nicht nur eine Frage nach dem Warum
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Urikawa
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Re: Eiben Projekt

Beitrag von Urikawa » 17.03.2017, 18:47

Nachdem die Erde teilweise aus den Wurzelballen ausgearbeitet wurde, war klar das der Baum ohne weiteres stark geschnitten werden musste. Eine solche Wurzelballen mir wasser ausspülen ist keinesfalls ein gute idee. Möchte ich die mixtur in den Wurzelballen reinarbeiten wurde das bedeuten dass ich noch mehr Wurzel schneiden sollte. Bei Eiben die schon ein gewisses alter haben sollte ein al zu kräftiges schneiden belassen werden. Auch das auskammen der Wurzel iat bei Eiben zu belassen weil die Wurzel sehr empfindlich sind und sehr schnell brechen wurden. Wurde ich es trotzdem machen wurde es nicht heissen das die Eiben eingeht. Durch den zu starken schnitt und das brechen der Wurzeln braucht die Eibe bis zu einen Jahr um sich davon zu erhollen. Noch einen grund om die Wurzel nicht aus zu kammen ist das ich die Eibe nach dem umpflanzen düngen möchte. Dies wiederum wurde heissen das ich viel Wasser verabreichen muss. Wasser und zerbrochne Wurzeln vertragen sich nicht und wurden für Wurzelfaule sorgen.
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Wurzelballen1.JPG
Wurzelballen nachdem teilweise Erde rausgearbeitet wurde
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Re: Eiben Projekt

Beitrag von Urikawa » 16.04.2017, 20:02

Wie auf den letzten Bild zu erkennen ist, hatt diese Eibe schon recht dicke Würzeln. Diese Würzeln werden wenn nötig von mir zurück geschnitten, aber mehr wird an ihnen nicht gearbeitet. Ich verwende keine paste oder sonnst etwas um die Wunde zu dichten. Der grund dafür ist das das Holz dicke Würzeln ohne wieteres zerfällt was ich auch damit machen wurde. Dies ist eine Eigenschaft alte Eiben denen ich nicht ändern kann. Viel mehr sorge ich dafür das diese Eibe viele neue Würzeln bildet. Den diese neue Würzeln wiederum sorgen für den Wachstum. Das letzte an Freilanderde was ebenfalls auf den Bild zu sehen ist, dient auch den Grund um den dicken Würzel zu zerfallen zu lassen. Den wurde ich alle verbliebene Freilanderde herauswaschen wurde dies für Freiräume sorgen. Es wurde mich ohne starken Wurzelschnitt nicht gelingen um diese Freiräume wiederum mit der Mixtur zu füllen. Jetzt wo Freilanderde verblieben ist geht der Zerfall schneller. Und dies wiederum sorgt für das neue Wurzeln sich schneller bilden können. Diese vorgehensweise sollte man allerdings nur bei alte Eiben anwenden. Als nicht bei wesentlich jüngere Eiben.
Die von mir verwendete Mixtur enthält grobber Akadama, Kiryu, Bims und einen anteil an Kompost. Dieser Kompost sollte zu mindest zwei jahren alt sein. Niemals verwende ich Kompost der jünger ist als zwei Jahre. Innerhalb einen Zeitraum von weniger als zwei jahren kann Kompost nicht genug zerfallen was wiederum probleme mit sich mitbringen wurde.
Ich verwende diese Mixtur damit die Eibe einen Wurzelballen mit einen Kern von vielen Feinwürzeln ausbilden kann. Dies ist wichtig weil ich mit der Zeit den Kern des Würzelballens nicht mehr auseinander nehmen darf. Von jetzt ab sollte nur die außenseite des Wurzelballens geschnitten werden und der Kern belassen werden. Alte Eibe mögen es gar nicht das der Kern ihres Würzelballens auseinanderfältt. Also niemals auskämmen den das bedeutet den Tot alte Eiben.
Nachdem der Wurzelballen grundlich von mir geschnitten worden war, wurde die Mixtur mit den Händen eingearbeitet. Ich verwende dabei keine Stäbchen order sonnstiches weil ich damit die Wurzeln durchtrenne. Mit meinem Fingern fühle ich wo Hohlräume sich befinden und wo nicht.
Wenn alle Mixtur gut eingearbeitet worden ist verbleidt das aufbringen einer dunnen schicht aus reinem Akadama. Zuletzt gefolgt durch eine schicht aus Mos. Um dafür zu sorgen das die Vögel nicht die Mosschicht davon tragen werden habe ich Plastikgitter aufgelegt.
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Re: Eiben Projekt

Beitrag von camaju » 17.04.2017, 16:50

Schön das es weiter geht, Danke Patrick *daumen_new*
Gruß Jürgen *wink*

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Re: Eiben Projekt

Beitrag von Urikawa » 10.09.2017, 19:38

Mitlerweile ist fast weider ein Jahr vergangen worin die Eibe nach dem umtopfen mehr oder weniger frei wachsen durfte. Als die Eibe aus zu treiben began habe ich die neuen Triebe die Eibe geschnitten. Durch diesen Schnitt haben sich neue Triebe gebildet denen ich erneut zuruck geschnitten habe. Von diesen letzten Schnitt möchte ich euch einige Bilder ziegen damit ihr sehen könnt wie ich vorgegangen bin. Deutlich ist auf die Bilder die länge der Triebe zu erkennen bevor ich sie geschnitten habe. Bei Eiben ist es wichtig das die Eibe eine zeit lang wachsen darf um sie dan hard zuruck zu schneiden. Dies wird dazu füren sich während den Herbst bis anfang Winter, je nach wetterlage, neue Knospen sich ausbilden können.
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Schnitt hard 1.JPG
Schnitt hard 2.JPG
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Re: Eiben Projekt

Beitrag von achim73 » 10.09.2017, 23:03

hallo patrick, danke für den bericht. *daumen_new*
Gruss, Achim
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chinesische Weisheit

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Re: Eiben Projekt

Beitrag von Heike_vG » 11.09.2017, 09:20

Auch von mir vielen Dank, Patrick! Von Dir habe ich schon so viel über Eiben gelernt und überhaupt ein besonderes Interesse für sie bekommen. :-D *daumen_new*
Ich freue mich immer auf weitere Berichte und Informationen von Dir.

Liebe Grüße,
Heike
Ein halber Schritt in die richtige Richtung ist oftmals ein Reinfall...

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Re: Eiben Projekt

Beitrag von Urikawa » 16.09.2017, 12:27

Jetzt wo die Eibe hard von mir geschnitten worden ist, kann man erkennen das sich an eigenigen stellen zu wenig Triebe ausgebildet haben. Statt Knospen aus zu bilden hat die Eibe es bevorzugt um hier und da ihre Blätter wachsen zu lassen. Diese Nadeln sind leigt zu erkennen vonwegen ihre länge und dunkele färbung. Sie sagen mir aus das ich im düngerplan einen fehler begangen habe denen ich jetzt umstellen muss. Vorwiegent wachstum in der Nadeln deutet nämlich darauf hin das trotz das verwenden von Dünger mit wenig Stikstoff, die Eibe sich fast nur auf die aufnahme von Stikstoff eingestellt hatt. Dieses verhalten von Eiben um fast nur Stikstoff an Dünger zu entnehmen hällt damit zusammen das die Wetterlage nicht gunstig war. In gegensatz zu Phosphor denen die Eibe für die Knospenbilding braucht, setzt sich Stikstoff bei niederigen temperaturen leigter frei. Phosphor braucht eine nachttemperatur von 18 grad Celcius oder mehr. Da die Nächte in diesen Sommer auf länge zu kalt waren hat die Eibe also sein verhalten gegenüber Phosphor nicht voll ausnutzen können.
Weil ich mit dem schnitt der Triebe erreichen möchte das sich neue Knospen bilden, muss ich auf zweierlei sachen achten.

Ersten: Die lange und zu kräftige Nadeln sollten entfernt werden.
Spricht eigentlich für sich. Wurde ich sie belassen wurde die Eibe noch mehr dieser Nadeln ausbilden und bliebe der Shock denen ich die Eibe mit der entnahme von Nadeln versetze möchte, aus.

Zweitens: einstellen von verabreichen von Dünger.
Auch dies spricht eigentlich für sich obwohl einige unter uns eher mehr Phosphor betonten dünger verabreichen wurden. Durchdas ich kein Dünger mehr verabreiche zwinge ich diese Eibe dazu um auf der Suche zu gehen nach Nahrung. Ich zwinge sie also dazu um sehr aktiv in ihren Wurzeln zu werden. Dies wiederum hatt zufolge das der Stikstoff denen der Baum gelagert hatt von ihr verbraucht werden muss. Ich versetze sie also in eine art von Diät.

Es ist also durchaus möglich um das mangelhafte ausbilden von Knospen zu verbessern indenen man die eigenschaften von Eiben zunutzen weiss.
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Alte Nadeln.JPG
Zu lange Nadeln
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Re: Eiben Projekt

Beitrag von migo » 16.09.2017, 15:25

Hallo Patrick,

Dein Wissen über Eiben ist einfach grandios! *daumen_new* Danke, dass Du es mit uns teilst.
Tschüüss, Michael

Schützt unsere Wälder, eßt mehr Biber!

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Re: Eiben Projekt

Beitrag von Sanne » 16.09.2017, 16:34

Urikawa hat geschrieben:
16.09.2017, 12:27
...Ersten: Die lange und zu kräftige Nadeln sollten entfernt werden.
...Zweitens: einstellen von verabreichen von Dünger...
Hallo Patrick,

danke auch von mir für Deine guten Berichte über Eiben. :-D
Darf ich hier in diesem Thread auch Fragen stellen? Ich hätte schon mal 2 Fragen:
1. Bei meiner Eibe ist die Nadellänge unterschiedlich, von 1,5 bis ca. 2,2 cm lang. Ist die Nadellänge noch o.k.?
2. Bei meinen Bäumen mache ich ca. Ende Sept./Anfang Okt. eine Herbstdüngung mit Kali-Magnesia. Ist so eine Herbstdüngung bei Eiben auch sinnvoll oder eher nicht?

Falls hier Fragen nicht erwünscht sind, sag bitte Bescheid, dann kann ich es auch wieder löschen.

Gruß, Sanne

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Re: Eiben Projekt

Beitrag von mohan » 16.09.2017, 22:04

Patrick, du bist wirklich eine unglaubliche Bereicherung! :o
Danke!
Viele Grüße
Mo

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Re: Eiben Projekt

Beitrag von Urikawa » 17.09.2017, 13:01

Sanne schrieb:
Darf ich hier in diesem Thread auch Fragen stellen? Ich hätte schon mal 2 Fragen:
1. Bei meiner Eibe ist die Nadellänge unterschiedlich, von 1,5 bis ca. 2,2 cm lang. Ist die Nadellänge noch o.k.?
2. Bei meinen Bäumen mache ich ca. Ende Sept./Anfang Okt. eine Herbstdüngung mit Kali-Magnesia. Ist so eine Herbstdüngung bei Eiben auch sinnvoll oder eher nicht?
Hallo Sanne,
Ohne wieteres darfst Du hier fragen stellen, gerne. Und wenn deinen Beitrag an eine andere Stelle hier im Forum besser aufgehoben wäre dann haben wir immer noch das Forumteam dass uns dabei gerne behilflich sein wird.

Zur Nadellänge möchte ich folgens sagen. Ohne weiteres wissen über die Eibe wovon hier die rede ist, ist es fast nicht möglich um eine aussage hier zu machen.
Wie Du vielleicht weisst gibt es mehrere Eiben arten. Einige sind dabei die fast nur kürze Nadeln tragen. Andere dahingegen tragen Nadeln bis zu fast 7 cm länge.
Es ist überigens völlig normal das Nadeln unterschiedliche Länge an eine Eibe vorhanden sind.
Länge und farbe der Nadeln bei Eiben sagen durchaus etwas aus. Kürze Nadeln sagen zum beispiel etwas aus über dem Alter der Nadel. Auch könnte von mangel an Wasser während der Wachstumsperiode die rede sein. Einen weiteren grund könnten probleme im Wurzel bereich sein. Wie gesagt ohne weitere info's über den Baum ist deine Frage fast nicht zu beantworten. Lade einfach ein oder mehrere Bilder von deine Eibe hier hoch und ich kann dazu eine weit mehr focussierter Antwort Dir geben.

Herbstdüngung mit Kali-Magnesia ist für fast jeder Baumart gut ABER sollte bei Eiben nicht übertrieben werden. Nimmt man zum beispiel Laubbäume ertragen sie größere mengen an Herbstdüngung. Bei Nadelbäume sollte man vorsichtiger damit vorgehen. Aber auch gibt es hier wieder unterschiede. Es ginge zu weit um hier alle unterschiede zu benennen.
Möchte man Eiben eine Herbstdüngung verabreichen sollte man volgender dinge beachten:
  • 1. Eiben ertragen keine starke Herbstdüngung über langere zeit
    2. Die Nachttemperatur darf nich unterhalb 10 grad sich befinden
    3. Der zustand des Mondes sollte beeinträchtigt werden.
Eiben können durchaus mit einem Herbstdünger mit Kali-Magnesia gedüngt werden. Einen Blattdüngung von 2 mal in zwei bis maximal 3 Wochen ist genug. Ich verwende keinen Herbstdünger mit Kali-Magnesia der festen art denen auf den Boden aufgetragen wird. Der Grund dafür ist das sich zu wenig bestimmen lässt was die genaue menge an dünger (also Saltz) der Baum dabei abbekommt.

Viele unter uns vergessen das die Nachttemperatur eine wichtige rolle spielt beim düngen mit Kali-Magnesia. Temperaturen um 10 grad Celcius sind der absoluter minimum. Weit besser sind temperaturen um 15 grad und mehr. Diesselbe gilt der Zustand des Mondes. Verabreicht man dünger sollte der Mond sich immer im sich wachsender Mondes befinden. Mehr Wasser ist im Baum dabei vorhanden und die Wurzeln wachsen während diese periode schneller an. Dies gilt überigens für alle Baume und nicht nur alleine für Eiben.
Wer bin ich das ich sagen darf wie man die Bonsaikunst erleben sollte.

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Re: Eiben Projekt

Beitrag von Sanne » 17.09.2017, 14:51

Hallo Patrick,

vielen lieben Dank für Deine ausführliche Antwort *daumen_new* und dass Du nichts gegen meine Fragen hast.
Urikawa hat geschrieben:
17.09.2017, 13:01
Viele unter uns vergessen das die Nachttemperatur eine wichtige rolle spielt beim düngen mit Kali-Magnesia. Temperaturen um 10 grad Celcius sind der absoluter minimum. Weit besser sind temperaturen um 15 grad und mehr. Diesselbe gilt der Zustand des Mondes. Verabreicht man dünger sollte der Mond sich immer im sich wachsender Mondes befinden. Mehr Wasser ist im Baum dabei vorhanden und die Wurzeln wachsen während diese periode schneller an. Dies gilt überigens für alle Baume und nicht nur alleine für Eiben.
Das habe ich z.B. nicht gewusst.

Es ist besser, wenn ich meine Eibe in einem eigenen Thread vorstelle.

Gruß, Sanne

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