Eibennadeln zupfen

Nicht nur eine Frage nach dem Warum
Antworten
Benutzeravatar
Urikawa
Mentor
Beiträge: 918
Registriert: 01.04.2005, 12:55
Kontaktdaten:

Eibennadeln zupfen

Beitrag von Urikawa » 25.06.2014, 13:00

Das zupfen von Nadeln ist innerhalb die Bonsaikunst eine tätigkeit denen man oft verwendet. So auch bei Eiben.
Eiben können, wenn ihre pflegemaßnahmen darauf abgestimmt worden sind, explosionsartige reagieren indenen sie unmittelbar nachdem sie gezupft worden ist, massenhaft Knospen ausbildet.
Jetzt wo wir dies wissen sollte dies aber nicht heißen das jeder Eibe unbedingt gezupft werden sollte. Zupfen der Nadeln sollte ein Ziel dienen. Ob bei Kiefer ob bei Eiben, immer sollte es ein Ziel dienen.

In der Natur sind Eiben in der Lage um das ausbilden von ihre Knospen zu regulieren oder besser gesagt zu bestimmen.
So ist eine alte Eibe in der Lage um das ausbilden von Knospen über Jahren hinweg auf ein minimum zu reduzieren, um dann wie ein Blitz am heiteren Himmel, explosionsartige Knopsen auszubilden.
Wissenschaftler über die ganze Welt, sind sich bis jetzt nicht einig weshalb alte Eiben so reagieren.

Eiben können ohne weiteres Knospen ausbilden an stellen wo Nadeln vorhanden sind. Es gehörrt also ins land der Fabeln wenn gesagt wird das Eiben gezupft werden sollten um Knospen ausbilden zu können. Aber wenn die Eibe dies tut sollte eins deutlich sein: Sie strotzt vor Kraft.
Betrachtet man Eiben die einem trockenen Sommer überstanden haben, so kann man beobachten das die fast keine Knospen ausbilden.
Also Eiben bilden nur dann Knospen aus wenn die Bedingungen dazu am günstigsten sind. Nicht weil wir es wollen. Nur dann wann sie es können.

Zurück zum thema Zupfen. Wie gesagt ist die Eibe in der Lage um Knospen auszubilden an stellen wo Nadeln vorhanden sind.
Wieso sollten wir dann unsere Bonsai Eibe den Stress vom zupfen zumuten?

Betrachten wir Eiben in der Natur, sieht man das Eiben während ihre Wachtumperiode Nadeln fallen lässt. Die Anzahl an Nadeln, die fallen, wird wiederum den umständen nach, durch die Eibe bestimmt. Sind aber im darauf folgendem Jahr die Umstände günstig so kann man beobachten das die Eibe mehr Knospen ausbildet.
Also Eiben können auch durch Nadelfall das ausbilden von Knospen bestimmen.

Wirft die Eibe Nadeln ab, setzt sich ein Hormon dabei frei. Die Menge an vorhandenes Hormon wird durch mehrere faktoren bestimmt. Die zwei wichtigsten davon sind:

• Die Wassermenge die sich in der Borcke befindet oder vorhanden ist;
• Suckeranteil denen sich in die Borcke befindet oder vorhanden ist.

Je mehr Wasser und Sucker vorhanden ist, je besser das freigesetzte Hormon ihre arbeit verrichten kann.
Der Suckeranteil wovon hier der rede ist, wird beim Fotosynthese proces der Eibe ausgebildet. Ein Teil davon nützt die Eibe während die Wachstumsperiode, aber das grossteil davon schlägt sie in ihre reifen Borcke auf. Es dient so zu sagen eine Reserve. Je gesunder der Bäum, je mehr Suckerreserven sich in der reifen Borcke befinden.

Ein minimum an Knospen einsteht wenn:
• Die Eibe unregelmässig und wenig gegossen wird;
• Ihr Standort sich im Schatten sich befindet;
• Die Eibe nicht oder nur sparsam gedungt wird;
• Das Nebari herz zu schnell austrocknen;
• Die Mixtur nicht leicht Säure hältig ist.

Lässt man sich das von mir geschriebene auf sich einwirken, ist die Knospenbildung auf eins zuruckzuführen: der Gesundheitszustand der Eibe (m.a.w. die Kraft der Eibe)
Wir können eine Eibe den Stress vom Nadeln zupfen zumuten, wenn der Gesundheitszustand der Eibe gut bis sehr gut ist.
Aufmerksame Leser wissen gleichseitig auch wann am besten die Nadeln bei Eiben gezupft werden können. Oder?

Beser währe es um zupfen von Nadeln von Eiben nicht vorzunehmen in den Monaten:
• März
• April
• Mai (sollte heißen: Anfang Mai)

In den von mir genannten Monaten befinden sich die Wachstumszellen in ausbildung. Durch ihr hohes Wasseranteil das sie in sich tragen sind die Zellen sehr empfindlich für Risse in ihr Zellwände.
Auch wenn Nadeln mit noch so grosser vorsicht gezupft werden, entstehen schäden.

Wie schon geschrieben sollte das zupfen von Eibennadeln ein Zeil dienen. Zeile sind:
• Grundgestaltung
• Stärken eines Laubpolsters

Hatt die Eibe ihre reife in ihre Krone erreicht sollte nur sehr sparsam gezupft werden. Gearbeitet sollte nur noch an den Kurztrieben werden und nicht mehr an der Dichte des Laubpolsters.
Wer bin ich das ich sagen darf wie man die Bonsaikunst erleben sollte.

Benutzeravatar
heinz leitner
Beiträge: 996
Registriert: 05.04.2006, 19:21
Wohnort: Wien

Re: Eibennadeln zupfen

Beitrag von heinz leitner » 25.06.2014, 17:35

Urikawa hat geschrieben: Wie schon geschrieben sollte das zupfen von Eibennadeln ein Zeil dienen. Zeile sind:
• Grundgestaltung
• Stärken eines Laubpolsters
Vielen Dank für deine Ausführungen.
Wieviel darf man von den alten Nadeln zupfen?
Gruß Heinz

Benutzeravatar
Urikawa
Mentor
Beiträge: 918
Registriert: 01.04.2005, 12:55
Kontaktdaten:

Re: Eibennadeln zupfen

Beitrag von Urikawa » 25.06.2014, 21:11

Wieviel darf man von den alten Nadeln zupfen?
Grundgestaltung:

Ist die rede von Grundgestaltung sollten 20 bis 25 prozent der Nadeln belassen bleiben.
Weil nur eine kleine Anzahl an Nadeln belassen werden, und der Baum wie ein Gerust von Äste aussieht, nachdem gezupft worden ist, vermeiden viele Bonsai-gestalter diese vorgehensweise. In den Augen von diese Bonsai-gestalter liese sich der Baum weniger gut zeigen.
Sie wählen deswegen bei der Gestaltung von Eiben den Weg um bis zu 60 prozent der Nadeln zu belassen. Diese anzahl an Nadeln ergibt mehr Volumen und der friss gestaltete Eiben Pre-Bonsai lässt sich besser zeigen.

Dabei wird aber ein Wichtiger punkt vergessen: Kürztriebe.

Eine Eibe von denen während die Grundgestaltung sehr viele Nadeln genommen worden sind, zeigt ein explosionsartige ausbilden von Knospen. Durch das dem so viele Nadeln gezupft worden sind, versetzt man die Eibe in einen Schock zustand. Während diesen Schock zustand setz die Eibe unmengen an Hormone frei. Dies zu folge ergibt sich eine sehr grosse anzahl von gleich starken Knospen.
Diese gleich starken Knopsen ergeben ein gleich starken Austrieb mit dem zu folge dass fast nur Kurztriebe entstehen.
Kurztriebe wiederum sind die art von Triebe denen wir an gut gepflegte Veranstaltungs Eiben so gerne mögen.

Belässt man 60 prozent der Nadeln während der Gestaltung, ist die Arbeit wessentlich schneller vorgegangen, hat man mehr Volumen die sich zeigen lässt aber entstehen weniger Knospen mit unterschietliche Wachstumskraft. Während dem Auswachsen diese Knospen braucht man aber viel mehr Pflege maßnahmen.

Grundsätzlich sollte jeder Bonsai-gestalter seinem Weg wählen dürfen denen er oder sie für sich am besten hällt.

Laubpolster.

Laubpolster sind Äste von Eibe die zusamen für Volumen sorgen. Also es sind Äste die schon Kurztriebe aufweisen aber noch zu wenig um die Eibe einen Gestalt zu geben von voller Reife.
Es währe nicht angesagt um viele Nadeln zu zupfen. Auch könnte, wenn das zupfen der Nadeln am falsch gewählten Zeitpunkt, ausgeführt worden ist, zu folge haben das der Laubpolster komplet eingeht.

Deswegen darf man 5 bis 10 prozent der Nadeln gleichzeitig zupfen.

Neben an verabreicht man solch einen Laubpolster Blattdünger. Diesen Blattdünger sorgt nähmlich dafür das die Knospen alle gelichzeitig sich ausbilden und austreiben.
Ohne Blattdünger wurden ja Triebe mit unregelmäßiger Wachstumskraft entstehen was wiederum für jede menge Pflege arbeiten sorgen wurde.
Wer bin ich das ich sagen darf wie man die Bonsaikunst erleben sollte.

Antworten