Gutes oder schlechtes Moos

Für ungeklärte(!) Fragen zum Bonsai-Einstieg und den Anfangsjahren. SUCHEN, LESEN, DENKEN und nur POSTEN,
wenn Du selbst KEINE ANTWORT GEFUNDEN hast
Benutzeravatar
Herb
Beiträge: 406
Registriert: 24.11.2008, 17:18
Wohnort: ganz dicht an Hamburg

Re: Gutes oder schlechtes Moos

Beitrag von Herb » 16.06.2010, 23:28

So

habe alle Antworten gelesen und komme zu dem Schluss,solange das Zeug nicht überhand nimmt,kann,s nicht schaden.
Zu den,,Beiträgen von Mr.Farr,,möchte ich nur soviel sagen,dass ich mir keine Minderwertigkeitskomplexe einreden lasse.
Ich möchte keine Bonsai gestalten die erst in den Händen meiner Urururenkel wertvoll werden .Es ist mein Hobby und ich lebe im Hier und Jetzt.
Es gibt in jeder Region deutschlands gutes Material zur Bonsaigestalltung!!! Jeder sollte seinen eigenen Weg gehen.
Ich habe im Forum Leute entdeckt,die über einen Baum mit 4mm Stammdurchmesser und 4 Blättern glücklich waren.Ja,es ist ein Hobby für jeden.
Vielleicht ist der Gedanke,einfach Ruhe zu finden,das Wichtigste!?!?
Ich habe heute zwei neue Blätter entdeckt und freue mich!

MfG Herb

Benutzeravatar
Herbert
Beiträge: 271
Registriert: 28.06.2005, 11:31

Re: Gutes oder schlechtes Moos

Beitrag von Herbert » 17.06.2010, 00:41

Hi Herb,

ich für meinen Teil liebe eher den Anblick von den Bäumen und nicht das Unkraut darunter. Wenn Moos, dann kommt bei mir nur Spaghnum in Frage(aus nützlichen Gründen, wie z.B. Erde feucht halten oder wegschwemmen verhindern). Oder nur Moospolster der Optik wegen. Alles andere betrachte ich als Nahrungskonkurenz bzw. Unterschlupf für Schädlinge.

LG
Herbert
Der Weg ist das Ziel!

Benutzeravatar
holgerb
BFF-Autor
Beiträge: 5215
Registriert: 22.09.2004, 17:24
Wohnort: Berlin
Kontaktdaten:

Re: Gutes oder schlechtes Moos

Beitrag von holgerb » 17.06.2010, 04:53

Herbert hat geschrieben:Unterschlupf für Schädlinge.

LG
Herbert

...oder Nützlinge, fairer Weise auch erwähnt...
"The mind is like a parachute. It doesn't work unless it's open."
- Frank Zappa -

Benutzeravatar
Robert S.
Beiträge: 9783
Registriert: 28.03.2005, 07:09
Wohnort: München
Kontaktdaten:

Re: Gutes oder schlechtes Moos

Beitrag von Robert S. » 17.06.2010, 06:47

sulrich hat geschrieben:vielleicht sollte man sie mal in einem Fachwissen-Artikel zusammenfassen, so wie manchmal in der ZEIT, zwei Spalten von verschiedenen Autoren, einmal PRO, einmal CONTRA ;-)
Eine sehr reizvolle Idee.

Servus,
Robert

Benutzeravatar
Herbert
Beiträge: 271
Registriert: 28.06.2005, 11:31

Re: Gutes oder schlechtes Moos

Beitrag von Herbert » 17.06.2010, 10:03

holgerb hat geschrieben:
Herbert hat geschrieben:Unterschlupf für Schädlinge.

LG
Herbert

...oder Nützlinge, fairer Weise auch erwähnt...
sicher, auf jeden Fall Untermieter, ob Feind :evil: ob Freund :D

Herbert
Der Weg ist das Ziel!

Andreas Ludwig
Freundeskreis
Beiträge: 5394
Registriert: 29.03.2005, 16:50
Wohnort: Schweiz

Re: Gutes oder schlechtes Moos

Beitrag von Andreas Ludwig » 17.06.2010, 16:37

Na jut, Werner - der Reihe nach um des Verständnisses willen...

Deinen kurzen Hinweis, «..wie wäre es mit einem Lebermoos Bonsai...» kriegte ich in den falschen Hals. Viele Erörterungen hier werden abgewürgt, indem nach Stammtischmanier möglichst absurd extrapoliert wird. Alter Trick: Man impliziert, dass wenn DAS zulässig sei, daraus folge, dass dann alle SO würden - und stellt das «So» möglichst absurd dar. Kennt man auch aus dem politischen Unterholz. «Wenn Moos, dann Lebermoosbonsai.» - So las sich das für mich. Darum der echte Ärger, denn ich gehe von einer ganz anderen Auffassung aus. Dazu muss ich etwas ausholen.

«Das ist doch nicht Bonsai, wenn es Unkraut hat» ist eine Aussage, die mich wenig kümmert, höchstens etwas irritiert. Sie ist m.E. dumm. «Bonsai» und «Unkraut» werden als Begriffe einfach so eingeführt und verwendet, aber Klarheit besteht keine. Kein Mensch weiss, was Bonsai genau ist, kein Mensch weiss, wann ein Kraut ein Unkraut ist. Verhandlungssache das eine wie das andere.

Es gibt allerdings zwei generelle Leitplanken, innerhalb derer diese Frage gestellt werden kann, die der Ästhetik und die der Naturwissenschaft. Letztere ist sehr einfach, es ist die Frage, unter welchen Umständen es «funktioniert». Die Antwort ist auch ziemlich einfach: Entgegen zahlreicher Befürchtungen funktioniert sehr vieles im konkreten Fall. Wen wunderts, natürlicherweise gibt es praktisch NUR Lebensgemeinschaften und kaum eigentliche «Solitäre». Man nimmt ein paar Abgrenzungen vor (Springkleefrüchte müssen kontrolliert werden, Gräser bilden lange Wurzeln, Moose ertragen begrenzt Sonne) und damit hat es sich. So geht es. Der Rest - Legenden. Wie soll ein Moos oder ein Kraut in relevantem Masse Nährstoffe «rauben», wenn diese doch in aller Regel im Überschuss vorliegen? Wenn ich Drainage vor Wasserspeicherung stelle - wie sollte ein Gras eine Schale trockenlegen können? Man überprüfe es in Ruhe, dann weiss man es.

Die Ästhetik macht für mich Bewuchs wünschenswert. Mehr ist dazu nicht zu sagen, damit erkläre ich es nicht zum Muss, starte nicht einmal eine Diskussion. Überlegt man sich die Ursprünge von Bonsai einerseits (chinesische Penjin), die Gegebenheiten und Möglichkeiten andererseits, ist Bewuchs im «Gestaltungs-Repertoire» eine gute Sache - da, wo es geht und Sinn macht. Was geht - siehe oben. Was Sinn macht - Gestaltungsentscheid.

Warum der Ärger, wenn es so einfach ist? Weil hier jeder aus seinem Bereich heraus argumentiert. Das ist nicht falsch, problematisch ist bloss, dass allzuoft diese limitierte Sicht zur allgemeinen Weisheit erhoben wird. Nun spielt aber die Art und Weise der Haltung die grösste Rolle. Anderswo wurde gerade gefragt, «was man gegen Unkraut tun könne.» «Zupfen» war die Antwort - und die Reaktion darauf Befremden. Offenbar hat da einer keine Zeit zum Zupfen. Dann wirds schwierig, dann ist etwas im Ungleichgewicht: (gestalterischer) Anspruch und (pflegerische) Wirklichkeit.

Solche Wirklichkeiten gibt es verschiedene: Ich kann der Künstler sein, der einige wenige Gestaltungen sorgfältigst, täglich, akribisch pro Millimeter pflegt. Da werde ich weder mit Zupfen noch mit gezieltem Bewuchs ein Problem haben. Pflege ich aber manufakturartig mehrere Hundert Bäume oder habe ich gar einen Shop ist es natürlich ganz etwas anderes. Da würde ich sicherheitshalber auch einmal die Woche «kahlräumen». Das hat aber nichts mit der grundsätzlichen Möglichkeit zu tun, vielmehr ist das streng genommen ein Zugeständnis an die Methode der Haltung.

Ich habe in den letzten Jahren ein paar Bäume kaputtgemacht. Überdehnte, gebrochene Äste bilden den grössten Teil, danach folgt unsorgfältiges Umtopfen. Einer wurde schlicht vergessen, weil er abseits stand und ist vertrocknet. Aber Verluste infolge von Unterpflanzung hatte ich nicht einen, Schäden erkenne ich nicht. Darum ist es für mich eine Gestaltungsfrage und da lege ich mir keine Scheuklappen an.

puh. Ludovicus locutus, causa finita... :mrgreen:
It is not enough to be busy. So are the ants. The question is: What are we busy about?
(Thoreau)

WernerW
Beiträge: 118
Registriert: 27.11.2008, 19:14

Re: Gutes oder schlechtes Moos

Beitrag von WernerW » 17.06.2010, 16:58

Andreas,
ich antworte die per PN
Grüße Werner

WernerW
Beiträge: 118
Registriert: 27.11.2008, 19:14

Re: Gutes oder schlechtes Moos

Beitrag von WernerW » 17.06.2010, 17:22

... und lass mich noch das -e- in ein -r- umwandeln...die Tasten liegen einfach zu nahe beisammen. Wie vieles im Leben.
Grüße
Werner

Benutzeravatar
Timbo
Beiträge: 832
Registriert: 21.12.2008, 13:57
Wohnort: Göttingen
Kontaktdaten:

Re: Gutes oder schlechtes Moos

Beitrag von Timbo » 17.06.2010, 21:29

Hallo Andreas,

zum wiederholten Mal lese ich von deinen Ausführungen zum Thema Unterbewuchs. Neulich war es glaube ich in meinem Thread. Magst du vielleicht mal ein oder zwei Bäume von dir mit Moos oder sonstigem Bewuchs zeigen? Würde mich interessieren wie das bei dir ausschaut. Vor allem mit dem Sternmoos

Gruß Tim

Benutzeravatar
Herbert
Beiträge: 271
Registriert: 28.06.2005, 11:31

Re: Gutes oder schlechtes Moos

Beitrag von Herbert » 17.06.2010, 23:00

Hallo und Sorry Andreas,

wie es sich zeigt, hast auch du eine eigene Meinung und Einstellung der Philosophie Bonsai. Allerdings in deiner großzügigen Abhandlung alle anderen quasi abzulaschen, finde ich nicht in Ordnung.
Für mich ist es nur Schade, immer wieder zu sehen , das zwischendrin immer wieder Nickeligkeiten auf Kosten von ernst gemeinten Fragen und Antworten auftauchen(Stammtisch).

Und Werner W.
Auch "Weiterspassen" kann ja an anderer Stelle stattfinden, oder nicht?

Es gibt eine konkrete Frage und dazu etliche Meinungen, Erfahrungen und Ansichten. Genauso wie deine. Sonst bräuchten wir m.E. kein Forum. Es gibt kein richtig oder falsch. Für den einen ist es nun mal schön, Grün unter seinen Bäumen zu sehen oder eben nicht.
Die Frage war lediglich ins Forum gestellt "Gutes oder schlechtes Moos". Und darauf gibt es eben viele Antworten.
Deswegen meine Frage an dich Herb: hat es dich weitergebracht und sind die Antworten für dich schlüssig?
Das finde ich viel wichtiger.

LG
Herbert
Der Weg ist das Ziel!

Andreas Ludwig
Freundeskreis
Beiträge: 5394
Registriert: 29.03.2005, 16:50
Wohnort: Schweiz

Re: Gutes oder schlechtes Moos

Beitrag von Andreas Ludwig » 17.06.2010, 23:26

Herbert hat geschrieben:Allerdings in deiner großzügigen Abhandlung alle anderen quasi abzulaschen, finde ich nicht in Ordnung.
Wo tue ich das..? Ich wiederspreche «allgemeinen Ansichten», weil ich sie für nicht beweisbar und nicht nachvollziehbar halte. Mit Meinung, Einstellung und Philosophie hat das weniger zu tun als die Litanei, Moos sei schädlich. Anderer Meinung? Bringt eure Fakten!
It is not enough to be busy. So are the ants. The question is: What are we busy about?
(Thoreau)

Benutzeravatar
Herbert
Beiträge: 271
Registriert: 28.06.2005, 11:31

Re: Gutes oder schlechtes Moos

Beitrag von Herbert » 17.06.2010, 23:58

Hallo Leute,
ich habe gerade eine PN von Andreas bekommen:

Admin: Der Text der Privaten Nachricht wurde von mir gelöscht.
Robert S.


Hi Andy,
offensichtlich ist mein Beitrag nicht der Erste in diese Richtung, deswegen ziehe ich mir den Schuh nicht an.
Doch wenn du schon öfter so eine Reaktion erfahren hast, und damit dann wohl vielleicht nicht zurecht kommst, hätte ich dann an deiner Stelle nicht immer wieder darauf herumgeritten. Es ist einfach provokant, was erwartest du?
Ja es sind meine Bäume, meine Philosophie, aber bestimmt keine heile Welt. Einer der Gründe, warum ich hier im Forum bin.
Wie sich das jetzt in den Augen der anderen liest, weiß ich nicht.

Jedoch habe ich mittlerweile den zweiten Anlauf hier im Forum gemacht. Weswegen ich mich zurückgezogen hatte, zeigt sich leider noch einmal.
Sachlich, fachlichen Ausstausch (das gilt nicht für das Gros im Forum) ohne anderen auf die Füße zu treten scheint sehr schwer zu sein. Ich kann allerdings nicht ausschließen, eine falsche Vorstellung eines Forums zu haben.
Sorry an alle
Liebe Grüße
Herbert
Der Weg ist das Ziel!

Benutzeravatar
achim73
Moderator
Beiträge: 9712
Registriert: 30.07.2006, 00:53
Wohnort: bochum
Kontaktdaten:

Re: Gutes oder schlechtes Moos

Beitrag von achim73 » 18.06.2010, 02:08

herbert - was bitte soll der sch+++ ?
ad 1 - das "P" in PN bedeutet privat. das heisst, dass man aus bestimmten gründen nicht möchte., dass dinge im öffentlichen teil des forums auftauchen.

ad 2 - andreas hat vollkommen sachlich seine sicht der dinge dargelegt. er hat ferner darauf hingewiesen, dass das keinesfalls die allein selig machende wahrheit ist.
andy ist nun wirklich einer, der nie anderen auf die füsse steigt. im gegenteil, wenn es missverständnisse gibt, versucht er, sie auszuräumen.
und warum muss ich mich schon wieder mit sowas rumschlagen ?
ist doch kein kindergarten hier.
ich mach jetzt zu hier. zum thema moos ist wohl das wichtigste gesagt.
Gruss, Achim
"Der kürzeste Weg zum Glück ist der Weg in den Garten"
chinesische Weisheit

Gesperrt