2010 habe ich die ausgewählte Kastanie mehrfach mit dem Spaten umstochen, um stammnahe Wurzelbildung anzuregen und im Oktober 2011 habe ich den Brummer dann gehoben.
Das war nicht gerade der günstigste Zeitpunkt, wie mir anschließend bewusst wurde, aber die Kummer gewöhnte Kastanie war auch in dieser Hinsicht hart im nehmen und wuchs willig in ihrem Plastikpott an.
2014 konnte ich den Wurzelballen weiter verkleinern und die Kastanie in eine Trainingschale setzen.
Zum Schnitt der Kastanie hatte ich schon verschiedenes ausprobiert und war zu ähnlichen Ergebnissen gekommen, wie sie Andy in seinem Beitrag "Über Schnittmaßnahmen bei Rosskastanien" zusammen gefasst hat.
Es zeigte sich, dass ohne intakte Knospen kein Austrieb aus dem alten Holz erfolgt. Daher überlegte ich, den rechten, stakeligen Stamm durch das kleine Stämmchen im Hintergrund allmählich zu ersetzen.
Im Herbst 2015 fand ich eine schöne, passende Schale bei Peter Krebs, die ich zunächst virtuell ausprobierte. Auch den kahlen rechten Stamm habe ich virtuell entfernt.
Nun ist die Kastanie real in die neue Schale eingepflanzt. Sie steht noch etwas hoch, das hoffe ich, in den folgenden Jahren noch zu verbessern. Aber der kahle Stamm rechts und die querende Wurzel sind gefallen. Jetzt ist sie vorzeigbar - voilà!
Ich freue mich auf eure Beiträge!
